Kundenmeinungen
enttäuschend, 29. Oktober 2008
Gut - ich bin total verwöhnt, was Tastaturen angeht, und es geht nichts über die alten IBM Tastaturen aus den 80ern mit richtigen Schaltern, geröllschlagfester Verarbeitung und dem berühmten "audio tactile feedback". Ich arbeite am Tag mindestens 8 Stunden am Computer, und die Tastatur ist mein Haupt Arbeitsgerät. Mir ist fast egal, was sie kostet, solange sie gut ist. Nun gibt es ausgerechnet für die professionellen Macintoshs nur Schrott als Tastatur. Die Alu Tastaturen sind ein schlechter Witz, und die vorliegende "Matias Tastatur" taugt nicht einmal als Kinderspielzeug - der Tastenanschlag ist so schwammig, die Verarbeitung dermaßen klapprig, daß es für mich unerträglich ist. Die Aluminium Tastaturen von Apple sind nur zum Angucken zu gebrauchen, diese Tastatur ist für nichts zu gebrauchen - allenfalls für seltene Gelegenheitstipper. Dabei ist die Sonderzeichenbeschriftung der Tastatur eine ausgezeichnete Idee. Das hilft allerdings nicht sonderlich, wenn die Tastatur selber qualitativ inakzeptabel ist. Und so geht die Suche nach einer qualitativ akzeptablen deutschen Tastatur für Apple weiter... Mit englischer Belegung gibt es die ausgezeichnete Aevoe Celesta und die kabellose (was völlig sinnlos ist) Logitech diNovo EDGE - aber auch das hilft nicht weiter.Stefan Thiesen, Autor von "Trek Science" und "Rabenwelt"
Hat all das, was auch die anderen Apple-Keyboards nicht haben!, 19. August 2008
Ich schließe mich allen Beschreibungen und Bewertungen meines Vorrezensenten an. Lediglich zwei Dinge kann ich hinzufügen: 1. und ergänzend zu Punkt b (s.o.): die Tastatur hat ein zweigliedriges Anschlusskabel, benötigt also eigentlich zwei USB-Anschlüsse am Rechner. Aber nur, wenn man auf die USB 2.0 -Anschlussstelle angewiesen ist! Wenn ja, wird das für die meisten kein Problem sein, es bedeutet für Apple Notebook-Nutzer_innen (bei deren Gerät die USB-Anschlüsse je auf einer Seite platziert sind) jedoch, dass sie einen USB-Hub benutzen müssen. Wenn nein, muss nur eins der beiden Kabelenden der Tastatur am Rechner eingestöpselt sein. Die beiden USB-Eingänge hinten an der Tastatur (für Maus oder Stick) funktionieren auch mit nur einem eingestöpselten Anschluss.2. Anders als in der Artikelbeschreibung ausgewiesen, ist die Tastatur mit OS 9 sowie OS X kompatibel! Lediglich die Lautstärketasten benötigen 10.3 oder höher, so steht es jedenfalls auf dem Karton. Die schwarze Tastatur funktioniert erst ab 10.4, bei ihr fehlen aber auch alle Sonderzeichen auf den Tasten. Auf der Webseite von Matias kann man sich das auf einem Foto anschauen.Alles in allem höchst empfehlenswert, ich habe für den Preis - zur Zeit meiner Bestellung vorgestern mit 34,90 noch 5 Euro teuer als jetzt - sonst nichts von vergleichbarer Qualität (und v.a. Kompatibilität) gefunden. Die vielen kleinen Symbole auf den Tasten sind sicher etwas gewöhnungsbedürftig, dafür hat das ewige Rumprobieren für Normalo-Tipp-Dilettanten wie mich endlich ein Ende. Und die schrottige weiße Tastatur von Apple, in ergonomischer wie auch in jeder anderen Hinsicht ja wohl echt eine Farce, kann endlich weg!
Hat all das, was Apples Alu-Keyboard nicht hat, 26. Juni 2008
Als ich meinen 24"-Aluminium-iMac auspackte, musste ich schon beim Anblick und spätestens bei der ersten Benutzung des minimalistischen Alu-Keyboards trocken schlucken. Für Viel- und Schnellschreiber ist dieses Eingabegerät seitens Apple ein schlechter Scherz der Kategorie "function follows form".Das Matias-USB-Keyboard liefert in vielerlei Hinsicht haargenau das, was das Alu-Keyboard vermissen lässt:1. Einen ordentlichen Tastenhub - im Gegensatz zum MacBook-artigen Mini-Hub der Alu-Tastatur, der in meinen Augen auf einem normal großen Schreibtisch nichts zu suchen hat.2. Die Reihe der Funktionstasten sind von den normalen Tasten abgesetzt - man rutscht also nicht versehentlich beim normalen Tippen von Ziffern in die Funktionstasten. Darüber hinaus sind die Funktionstasten F1-F12 in (PC-typischen) Vierergruppen angelegt - auch dies ist haptisch überaus begrüßenswert.3. Alle (!) Mehrfach-Tastenbelegungen mit Alt und Alt-Shift sind aufgedruckt - nicht nur @ und ¬. Vor allem für Windows-Umsteiger auf der Suche nach den geschweiften Klammern oder dem Backslash ist dies enorm hilfreich.4. Es gibt zwar keine Fn-Taste, aber alle wichtigen Sondertasten sind vorhanden: Die Tasten für Lautstärke befinden sich inklusive korrektem Aufruck oberhalb der Cursortasten und sind leicht eingelassen. Direkt darüber finden sich die Tasten F13 bis F15, wobei F14/F15 die Displayhelligkeit regeln. Perfekt! Allerdings klappt das nicht unter Boot Camp (am MacBook).5. F13 bis F15 mimen unter VMware und Boot Camp die gewohnten Tasten PrtScr, ScrLock und Pause (unter BootCamp leuchtet sogar die ScrLock-Lampe) - also genau da, wo sie auf einer normalen PC-Tastatur auch zu finden wären, ebenso vollzieht die Hilfe-Taste an der gewohnten Position der Einfg-Taste deren Funktion. Die Lautstärkentasten werden auch von VMware aus an das Mac OS X durchgereicht, nicht allerdings unter Boot Camp (am MacBook).6. Die ungeliebte CapsLock-Taste findet sich nicht oberhalb der linken Shift-Taste, sondern unterhalb der rechten Shift-Taste. Man erwischt sie also nicht mehr versehentlich, kann sie aber trotzdem im Mac OS X aktiviert lassen (falls man sie alle Jubeljahre doch mal braucht). An ihre Stelle rückt eine zusätzliche Ctrl-Taste - sicher nicht die schlechteste Idee.7. Eject ist doppelt belegt mit F12: Kurz drücken ergibt F12, lang drücken ergibt Eject. Das funktioniert auch unter VMware, jedoch nicht unter Boot Camp (am MacBook). Die gewohnte Tastenkombination Ctrl-Eject für "Herunterfahren" funktioniert unter Mac OS X - man muss nur F12 lange genug gedrückt halten.8. Alles bis hier genannte funktioniert ohne jegliche Treiberinstallation "out of the box".9. Das nach oben gerichtete USB 2.0-Dock auf der Tastatur behebt das Problem zu voluminöser USB-Sticks, die beim Alu-Keyboard (anheben, drunterfriemeln, wieder hinstellen) dazu geführt hätten, das die Tastatur anschließend wackelt.Ein paar kleinere Mankos will ich nicht verschweigen:(a) Die normalen USB-Anschlüsse an der Tastatur sind als USB 1.1 mit niedrigem Stromverbrauch ausgeführt. Ein mutwillig angeschlossener USB-Stick wird von Mac OS X sofort mit einer Stromverbrauchswarnung quittiert. Hier kann man also wirklich nur Mäuse und Joysticks anschließen, sonst nichts. (Wie auch immer Apple es standardkonform hinbekommen hat, dass man an die Alu-Tastatur zwei USB 2-Geräte mit vollem Stromverbrauch anschließen darf.)(b) Das USB 2-Dock oben an der Tastatur ist letztlich ein fest eingebautes USB-Verlängerungskabel, akzeptiert also beliebige USB 2-Geräte. Andererseits belegt es so hinten am Computer bzw. am USB-Hub grundsätzlich einen weiteren USB-Anschluss - was jedoch zu verschmerzen ist. Weniger dagegen, dass das Tastatur-Anschlusskabel auf dem Schreibtisch dadurch nun so dick aussieht wie ein doppeladriges 230V-Stromkabel.(c) Statt der Clear-Taste findet sich links oben am Zehnerblock eine zusätzliche Tab-Taste - was an und für sich keine schlechte Idee ist. Unter VMware und Boot Camp fehlt dadurch jedoch die NumLock-Taste. Hier kann man sich mit NumLockOn.exe / NumLockOff.exe (per Google) behelfen. Die betreffende Lampe leuchtet allerdings nur unter Boot Camp auf, nicht unter VMware.(d) Die Tastatur an und für sich ist hat einen akzeptablen Geräuschpegel. Negativ heraus sticht lediglich die Leertaste - und zwar nicht einmal der Anschlag, sondern vielmehr der verbaute Metallbügel. Dieser produziert schon bei bloßer Berührung ein unüberhörbares, unschönes Klacken.Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich innerhalb von zwei Wochen mehr schlecht als recht an die Apple-Alumunium-Tastatur gewöhnt, und nun innerhalb von weniger als zwei Stunden an die Matias. Die Vorteile gegenüber der Apple-Tastatur wiegen bei weitem schwerer als die wenigen Klitze-Kleinigkeiten der Matias, mit denen man sich sicher leicht arrangieren kann.Fünf Sterne, Daumen nach oben.
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