Kundenmeinungen
Lahmes Publikum , 25. November 2007
Dass diese Show sensationell ist und die vier alten Herren eine top Leistung bieten steht außer Frage und wurde hier schon vielfach erwähnt.
Nur ist es mir unverständlich, wie das Publikum derart emotionslos auf diese Show reagieren kann. Zu einer Live-DVD gehört auch die Stimmung im Publikum und die ist hier wirklich zum Vergessen.....deshalb nur 3 Sterne.
Hab Heaven and Hell in Balingen erlebt und da war 100x mehr Stimmung.
Trotzdem ist die DVD absolut empfehlenswert, fetter Sound und toller Auftritt der Herren Dio, Butler, Iommi und Appice.
Nur nicht ins Publikum schaun :)
Metal-Giganten live auf der Bühne..., 25. Oktober 2007
Heaven and Hell? Wer ist das denn? Genau, das sind vier Herren namens Dio, Iommi, Butler und Appice, die sich einst Black Sabbath nannten und die Welt mit ihrem Metal unsicher machten. Da man Black Sabbath aber zu sehr mit ihrem legendären Frontmann Ozzy Osbourne indentifiziert und nicht unmittelbar an den kleinen Zwischendurch-Shouter Ronnie James Dio und seine paar Alben denkt, tritt man anno 2007 unter anderem Namen auf! Oder besser gesagt: "Heaven and Hell" war einst ein Titel, den ein Album (während der Dio-Zeit veröffentlicht) getragen hat! Ein weiterer wichtiger Fakt ist, dass die Mannen nur Stücke aus eben jener Dio-Zeit auch live spielen. Hier wird man nicht mal den kleinsten Ton eines Ozzy-Songs hören. Schade? Meiner Meinung nach schon ein bisschen...
Zwar haben auch mir die Alben, in denen Dio am Mikro stand besser gefallen als der Rest, doch trotzdem haben Black Sabbath mit Osbourne als Vokalist dutzende von Metal-Knallern veröffentlicht, die einfach ins Reportoire dieser Band gehören! Damit will ich jetzt auf keinen Fall diese Doppel-CD schlecht machen oder Ähnliches. Überhaupt nicht!
Heaven and Hell's "Live from Radio City Music Hall" ist ein Live-Statement einer legendären Band, das eigentlich nicht hätte besser ausfallen können! Die instrumentale Abteilung wirkt wie immer souverän und zeigt, dass sie zu den Mitbegründern dieses Genres gehört! Über Dio's Fähigkeiten müssen wir wohl nicht lange diskutieren! Dieser kleine Mann ist einfach nicht unterzukriegen. Seine gesanglichen Fähigkeiten können seit jeher 100% überzeugen und auch trotz zunehmenden Alters muss Dio keinerlei Einbußen zulassen. Er wirkt wie eh und je! Agil, lebendig und sobald er die Bühne betritt ist der Mittelpunkt einer jeden Show!!!
Jetzt fragen Sie sich sicher, warum ich trotz dieser Begeisterung nur 4 Sterne vergebe! Der Grund dafür, ist die Tatsache, dass mir das Dio-Material für ein gesamtes Live-Konzert einfach zu wenig ist. Natürlich ist das Konzept von Heaven and Hell an und für sich keine schlechte Idee, doch trotzdem fehlen mir einfach an manchen Stellen die zwingenden Kracher, die einfach dazu gehören!
Ansonsten ist "Live from Radio City Music Hall" ein grandioser Live-Mitschnitt geworden, der jedem ach so geringen Metal-Fan zu empfehlen ist und der einfach in jede Metal-Sammlung gehört...
Magie Pur, 20. Oktober 2007
eigentlich brauch man gar nichts mehr dazu sagen! Black Sabbath mit Dio sind einfach die beste Besetzung der Band! Hier auf der CD/DVD gibt es nichts spektakuläres wie Pyros, 35 Kameras usw! Aber warum auch? DEnn alleine die Sings wie Heaven & Hell usw verzaubern! Ich hoffe das auch Deutschland noch eine volle Tour bekommt!
Dass ich das nochmal erleben darf, 19. Oktober 2007
Ronnie James Dio, Tony Iommi, Geezer Butler, Vinny Appice - Namen wie in Stein gemeißelt. Am 30. März 2007 geben diese Götter des Metal - Geschäfts ein Konzert in der alt ehrwürdigen Radio City Music Hall in New York, das lange in Erinnerung bleiben wird.
Nicht nur, dass diese Mannen gemeinsam unter dem Namen "Heaven and hell" und nicht, wie zu Beginn der 80er und einmal Anfang der 90er als "Black Sabbath" auftreten ist neu. Auch die Tatsache, dass die einstigen Feinde Tony Iommi und Dio nach 15 Jahren wieder gemeinsam auf einer Bühne stehen, bleibt irgendwie unbegreiflich.
Der große Streit nach dem "Dehumanizer" - Album von 1992 scheint völlig vom Tisch zu sein und die Formation zeigt sich bester Laune und sehr spielfreudig. Zwar sind die Herren deutlich gealtert, was sich besonders in Ronnie James Dios schon sehr schütterem und dünnem Haupthaar manifestiert, ihre Kraft und Ausstrahlung ist jedoch keinesfalls verloren gegangen.
Bereits in der als Opener ungewöhnlichen Instrumental/Lied - Kombination "E5150/ After all (the dead)" wird deutlich, wer im Metal (immer noch) das Sagen hat. Nach den düsteren Klängen zu Beginn schlägt das markante, aber enorm schwerfällige Riff von "After all (the dead)" auf und zieht einen sofort in seinen Bann - wenn man Black Sabbath - Fan ist. Deshalb ist dieser Titel als Einsteig auch ungewöhnlich: Er ist zäh und geht nicht unbedingt ins Ohr, ist schwer zugängig. Eine etwas unglückliche Wahl, zumal die vier schon wesentliche bessere Songs komponiert haben. Ein schneller Brecher der Marke "TV Crimes" wäre wohl besser platziert gewesen.
Kein schlechter Song, aber als Opener etwas deplatziert.
Aber sei's drum, dafür macht das zweite Stück "The Mob rules" mit einem gigantischen Schrei von Sänger Dio zu Beginn ordentlich Druck und zeigt die Formation von der härteren Seite.
Im weiteren Verlauf des Konzertes folgt ein Klassiker auf den nächsten, Iommis legendäre Gitarre feuert ein markantes Riff nach dem anderen ab. Man sieht sich in dunkle geheimnisvolle Welten versetzt, wird mitgerissen vom Strudel der Emotionen und verwaschenen Visionen der Düsternis.
Manche Songs wirken live wesentlich brachialer als auf der LP. So entfaltet sich zum Beispiel "I" zu einem Highlight des Auftritts. Sein messerscharfes Riff kommt auf Iommis "Old Boy", der Gitarre die seit 1976 aktiv im Einsatz ist, besonders gut rüber.
Zwei der drei neuen Songs aus der Compilation "The Dio years" werden zum Besten gegeben und können den Klassikern in den Live - Versionen nur bedingt das Wasser reichen. Die Single "The Devil cried", in der Studio - Version ein echter Knaller, wirkt live irgendwie unsortiert und lasch. Auch das angehängte Drumsolo von Vinny Appice zeigt dessen Fertigkeiten zwar deutlich, hätte aber in seiner Länge nicht unbedingt sein müssen. Drumsoli sind ein Relikt vergangener Tage und sollten heute nicht mehr so exzessiv betrieben werden, finde ich.
Der nach diesem Solo beginnende zweite Teil der Show zeigt Dio mit frischem, schwarzen Oberteil, das weitaus seriöser wirkt als das unglücklich gewählte und in der Presse als "Nachthemd" verspottete weiße Oberteil vom Beginn der Show. In selbigem sieht der über 60 - Jährige einfach zu sehr seinem Alter entsprechend aus.
Der zweite Teil wird eingeleitet von der absolut besten Komposition, die diese Band jemals getätigt hat - "Computer God". Ein wahnsinnig intensiver Song, der jedoch in einer derart laschen Version dargeboten wird, dass ich beim ersten Hör schwer enttäuscht war. Ronnie James Dio zeigt sich bei den hohen Parts überfordert, seine ansonsten sehr eindrucksvolle Stimmgewalt kommt hier nicht zur Geltung.
Musikalisch ist die Umsetzung gelungen, aber das was diesen Song in der Albumversion so enzigartig macht, der zerrissene, verzweifelte, bombastische Gesang des kleinen Amerikaners kommt live nicht zur Geltung. Schade dass ausgerechnet diese Großtat so verhunzt wurde.
Doch mit dem zweiten neuen Lied "Shadow of the wind" wird es deutlich besser. Das Riff ist düster und gewaltig, Dios Gesang berührend und stark. Zurecht wurde diese Version als Art "Live - Single" an diverse Fernsehkanäle verschickt.
Weitere Klassiker wie "The sign of the Southern cross", "Die young" oder der unverwüstliche Alltime - Hit "Heaven and hell" kommen in den Live - Umsetzungen angenehm hart herüber.
Spätestens wenn zum Abschluss der schnellste Song "Neon Knights" durch die Halle donnert erhebt sich auch der Letzte ehrfürchtig von seinem Sitz, um einer absoluten Legende des Geschäfts Respekt zu zollen.
Knapp 100 Minuten Heavy Metal eines Dinosauriers, der eine gewaltige Wiederbelebung erfährt und noch einmal zeigt, warum er als das mächtigste Geschöpf gilt, das je auf der Erde gelebt hat.
Der Einfluss der als "Black Sabbath" (nach der Ozzy - Ära) bekannt gewordenen Band auf die heutige Musikszene und die Entwicklung des Metal ist unermesslich. Deshalb ist es umso interessanter diese doch recht Antik wirkenden Greise der Szene noch einmal in Aktion erleben zu dürfen.
Der Sound ist okay, hätte aber wuchtiger ausfallen können. Die Bildführung und das aufwändige Bühnenbild jedoch wissen zu begeistern.
Die Bonus - Sequenzen sind ganz interessant, jedoch nicht der Rede Wert.
Fazit: JEDER der sich Metal - Fan nennt braucht diese als historische Bildungseinrichtung zu verstehende Show um zu sehen, was richtig guter Metal bedeutet.
Er kanns noch!, 18. Oktober 2007
Nach der (stimmlichen) Katastrophe namens "Holy Diver Live" erwartete ich diese Veröffentlichung mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis. Um es vorwegzunehmen, die Skepsis war unbegründet. Ronnie James Dios Stimme strotzt nur so von Kraft. Unglaublich, daß dieser Mann schon das offizielle Rentenalter erreicht hat.
Heaven & Hell sind - wie wohl alle wissen - nichts anderes als Black Sabbath mit Dio, die zwei hervorragende (Heaven and Hell, damals noch mit Originaldrummer Bill Ward, und The Mob Rules) und ein gutes (Dehumanizer) Album herausbrachten. Aus diesen Albumtracks besteht auch das ganze Set, plus zwei der drei neuen Songs, die auf Sabbath's "The Dio Years" vorgestellt wurden. Es gibt keine Ozzy-Songs, keine Rainbow-Songs und nichts von Dios Solowerken.
Es fehlt eigentlich kein wichtiger Song, außer vielleicht "TV Crimes" von Dehumanizer. Auch das auf der "Dio Years" vermißte "Sign of the Southern Cross" ist mit dabei. Die ganze Band ist in bestechender Form. Die Rhythmusgruppe mit Geezer Butler und Vinny Appice spielt so kraftvoll wie präzise. Und obwohl ich der Meinung bin, Drumsolos sollte man einzig und allein Koryphäen wie Neil Peart überlassen, ist Vinnys Solo doch einigermaßen kurzweilig. Tony Iommi haut nicht nur die Monsterriffs raus, sondern beweist auch, daß er ein exzellenter Sologitarrist ist, was man ja schnell mal vergißt. Dio steht - wie schon erwähnt - voll im Saft und schafft auch locker die hohen Töne. Wenn etwas nicht ganz stimmt, dann höchstens Ronnies S-Laute, die ein wenig so klingen, als säße das Gebiß nicht richtig. Aber jetzt bin ich wirklich kleinlich. Aber warum bitteschön wird der Keyboarder so verschämt hinter der Bühne versteckt und findet mit keinem Wort Erwähnung? Man muß erst in den Extras kramen, um herauszufinden, daß die Tasten von Scott Warren bedient werden, der schon früher mit Dio arbeitete. Showeffekte sind auf ein Minimum reduziert. Hier zählt nur eines: die Musik. Und die ist allererste Sahne.
Apropos Extras: die bestehen aus vier informativen Filmchen. Das "Road Movie" beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Aufbau des Sets, in "Hail the Gods of Metal" geht es um die Band, in "Meet the Mob" kommen die Fans zu Wort, und "Radio City" beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Radio City Music Hall, wo dieses Konzert stattfand.
|