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Eivind Aarset: Sonic Codex

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Sonic Codex

Eivind Aarset

Emarcy Rec (Universal)

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03/Dez/2008 - 00:29

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Beschreibung

Pulsierend, fließend oder flirrend, weich und meditativ: Eivind Aarset steht auf lange Flächen, große Strecken, raumgreifende crescendi und Bewegung durch Finesse im Detail. Zwischendurch rumpelt es auch mal, schräg und laut, eine Mischung aus Heavy Metal und avantgardistischem Jazzrock. Der hoch gelobte Gitarrist aus Norwegen hat längst seine eigene, kraftvolle Stimme gefunden, hörbar inspiriert von Landsmann Nils Petter Molvaer, dem Vorzeigejazzer, wenn es um moderne Fusion von Pop und Jazz und Computergenerierten Sounds geht. In dessen Band hat Eivind Aarset gespielt, seine eigenen CDs, mit der neusten nun schon vier, sind etwas rauer, düsterer als Molvaers warme Melodien. Sonic Codex verbindet Rock, Jazz, Electronics, Elemente aus Trip Hop, Ambient und Drum &Bass, es ist ein vielschichtiger, ausgetüftelter Underground-Mix. Bassmotive und kurze Gitarrenriffs wiederholen sich minutenlang, während Aarset sich um spannende Effekte und Soundcollagen kümmert. Ab und an besticht ein kleines, sorgfältig platziertes Gitarrensolo, das Häubchen auf der Sahne quasi. Eivind Aarset macht anspruchsvollen, zeitgenössischen Elektro-Jazz, und doch hat man das Gefühl, dass es bei diesem Album ein wenig an Ideen mangelt. Zu ruhig? Zu gleichförmig? Es wirkt langatmig - die perfekte Unterlegmusik allerdings, nach der sich experimentierfreudige Filmemacher die Finger lecken würden. Eivind Aarset weiß, was er macht. Er begann mit Heavy Metal, inzwischen reicht seine Legende als Sideman von Ray Charles bis Marilyn Mazur. Was er macht, will er auch genau so haben. So be it! --Katharina Lohmann




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eivind Aarset in seinem Element, wenn man ihn wirklich "kennt" ;-), 4. November 2008

Erstaunlich, wie sehr ein Album doch die Gemüter polarisieren kann.Es ist immer eine Frage von Geschmäckern und Erwartungen, logisch; bei Eivind kann es auch nichts schaden, seine Vergangenheit ein wenig detaillierter zu beleuchten...1. Er spielte zu Beginn Heavy Metal.2. Er war später Studiomusiker und bediente so ziemlich alle Genres.3. Er kam mit dieser modernen skandinavischen Jazzszene in Berührung und generierte einen völlig eigenen Ansatz der Klanggestaltung.4. Zwei seiner absoluten Lieblingsalben sind Pangaea und Agharta von Miles Davis5. Ein anderes Lieblingsalbum heißt Hybrid von Michael Brook (E-Gitarren-Ambient in Vollendung!)...die Aufzählung ließe sich sicher endlos fortsetzen... ;-)was ich nur sagen will:Man sollte vielleicht überhaupt nichts von ihm erwarten und kommt seiner eigenen Logik damit vermutlich auch am nächsten.Wer eine vergleichbare Offenheit, wie der Künstler selbst, in sich vereint hat, der wird ihm wohl auch immer gerne und weiterhin folgen können / und wollen. Das gleiche wie auch bei Miles. Nur im aktuellen Kontekt eben...Ich finde es daher müssig und unpassend, einen solch komplexen Charakter und, ja, Schöpfer, überhaupt dermaßen schablonenhaft eingrenzen zu wollen.Man kann ein Album mögen, oder eben nicht. Aber man sollte wirklich nur bewerten, was im konstruktiven Sinne auch mit dem entsprechend vorhandenen Background Hand in Hand geht. Einem Freidenker wie ihm kann man sonst niemals gerecht werden. Da geht es doch um vielmehr, als das voreilige subjektive Empfinden. Ich bitte Euch das zu bedenken, wenn ihr solche Alben "zerreißt". Ihr tut einem großen Innovator Unrecht. Wir sollten uns doch alle glücklich schätzen, das es solche Persönlichkeiten wie Eivind Aarset überhaupt noch gibt...Liebe Grüße


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Es muß nicht immer spektakulär sein!, 20. Januar 2008

Ich kenne nur wenige Musiker,die mit Ihrer Zeit und Ihrer Heimat so in Einklang stehen wie Aarset.Das minimalistische Prinzip des neuen Albums (Sonic Codex) hat mich sehr überzeugt,und deshalb kann ich mich der allgemein schlechten Kritik nicht anschließen.Trotz eines etwas sparsameren und unspektakuläreren Klangkörpers bleibt Eivind seiner Linie treu.Das Motto "Weniger ist mehr"definiere ich als Kernaussage des neuen Albums,und es steht im klaren Widerspruch zur Einfallslosigkeit.Modernste Soundtechnik steht heute dank immer größerer Rechnerleistung jedem musisch ambitionierten zur unbegrenzten Verfügung.Wie mit dieser Vielfalt künstlerisch umgegangen wird,ist der wichtige Faktor.Das neue Werk besticht durch eine konventionelle Stimmführung,ohne konventionell zu wirken.Aarset erweist sich so als diplomatisches GenieFür mich ist die neue CD von hoher atmosphärischer Dichte.Eine geschickte Mischung aus Konvention und Rebellion,aus akademischer Disziplin und Freiheit! Für mich mal wieder ein großer Gewinn!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wenige Ideen und langatmig, 19. Dezember 2007

Also ich finde das Album als Zuhörer auch nicht gerade inspirierend und die Charakterisierung mit Ideenmangel und Langatmigkeit (Amazon-Redaktion)stimmen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Minimalismus und Avantgard, 18. Dezember 2007

Wer den Aarset kennt wird über dieses Album etwasÜberrascht sein. Denn hier geht es um selbstgespielteMusik, die für mich viel weniger synthetisch rüberkommtals das "Übliche" von ihm.Aarset spielt Gitarre, Glockenspiel und Bass. WetleHolte die Drums und auch Piano, Audun Erlien den elektischen Bass, Synthesizer und Marius Reksjo akkustik und elektronik Bass. Es wurde hier auch eine Menge Programmiert.Das Album stand im Jazzregal, da passt es auch für mich hin.Avantgardistisch finde ich die Musik und vielelektro haben wir auch. Mainstream, in welcherHinsicht auch immer, isses bestimmt nicht.Die gesamten Songs wirken recht minimalistisch. Man sollte sich das Album vorher anhören.Teilweise ist es Musik um die Seele baumeln zu lassen und sich aufdieselbe einzuschwingen. Zwischendrin aber gibt esimmer wieder Stellen die die Seele aufhorchen lassen, also nicht erschrecken.Meine Seele berührt das Album jedenfalls und da ich Aarset noch nicht kannte bin ich total unvoreingenommen an die Musik herangegangen. Das scheint mir bei einigen Rezensenten hier nicht der Fall zu sein.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein sehr inspiriertes und vielschichtiges Album, 3. Dezember 2007

Da muss ich der Mehrheit ganz entschieden widersprechen! Mit dem neuen Material setzt Aarset vor allem melodische Akzente, eine Qualität, die er uns auf seinen vorherigen Alben weitestgehend vorenthalten hat. Endlich greift er mal richtig in die Saiten! Hier ist Aarset nicht nur als Knöpfchendreher, Collagist, Programmer und Soundentfremder, sondern auch verstärkt als Gitarrist mit sehr ausdrucksvollen, klaren, emotionalen und variationsreichen Kompositionen vertreten. So abwechslungsreich und vielschichtig, so temperamentvoll und farbig war bislang noch kein Album des sonst eher nüchternen Norwegers.




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