Kundenmeinungen
Natürliche Anmut und reiche Klangfarben, 14. November 2007
Die Klangfarbe der Stimme der Sängerin wird durch ein dunkles, warmes Timbre bestimmt, das von einer großen Tragfähigkeit ist und sicher als Markenzeichen der Sängerin angesehen werden kann. Das kernige Material ermöglicht der Sängerin aber auch, ihre Stimme in leuchtenden Klangfarben erstrahlen zu lassen. Eine schwere, robuste Stimme wird immer ihre Schwierigkeiten haben, Koloraturen mit der Lockerheit zu bewältigen, wie dies beispielsweise Diana Damrau vermag. Eine dunkle Stimme erscheint im Vordergrund, meist in Mikrofonnähe, schwächer als eine helle Stimme ausgebildet. Dagegen ist ihre Vernehmbarkeit in der hintersten Ecke eines Saales kräftiger, eine akute Akustik vorausgesetzt und von Einflüssen durch elektronische Steuerungen abgesehen. Die Sängerin scheint bisher klug mit ihrem kostbaren und fassettenreichen Instrument umgegangen zu sein, indem sie sich dem Konzert- und Liedgesang in gleichem Maße wie dem Opern- und Oratoriengesang widmete und somit für eine adäquate Ausgewogenheit sorgte. Sie hat sich eine beeindruckende Natürlichkeit des Vortrags bewahrt. Für das Verständnis dürfte auch wichtig zu wissen zu sein, dass die Sängerin nicht die Schönheit des Gesanges für primär wichtig erachtet. Ihr geht es vielmehr im Rahmen ihrer gesanglichen Ausdrucksmittel um eine lebendige Gestaltung darzustellender Personen in ihren menschlichen Empfindungen. Das ist keineswegs selbstverständlich, gibt es doch genügend schlechte Beispiele für eine sterile Künstlichkeit des Gesangsvortrags. In der Gesamtheit ihres Auftretens erreicht Annette Dasch einen charismatischen Ausdruck, wie ihn nur die ganz Großen erzielten. Fraglos ist die Sängerin auf dem besten Weg, ihren Zuhörern weltweit noch viel Freude zu bereiten. Die erotische Ausstrahlung der Sängerin dürfte, im allerbesten Sinne versteht sich, zu dem positiven und lebensfrohen Erscheinungsbild sicherlich beitragen. Mit der vorliegenden CD und der geschmackvollen Zusammenstellung des Programms belegt die Sängerin eindrucksvoll ihr Können und künstlerisches Anliegen, indem sie gerade keinen ausgetretenen Pfaden folgt. Eine an Klischees anknüpfende Betrachtung wäre daher völlig verfehlt und eher kleinkariert. Die umjubelte internationale Beachtung der Sängerin spricht letztlich für sich. In Biografien wird erwähnt, dass die Sängerin ehemals Pfadfinderin gewesen sei. Wie dem auch sei, mit einer solchen Pfadfinderin des Gesanges lässt man sich gern, auf welchen Pfaden auch immer, in die Welt der Oper führen.
Dem Nachwuchs eine Chance, 29. September 2007
Ich persönlich finde es gut, wenn möglichst viele junge Leute den Mut und die Ausdauer aufbringen, sich im "klassischen" Metier zu betätigen, aus dem, wenn man nicht gerade "Netrebko" heißt, bei weitem weniger Ruhm und Geld zu holen ist als im Popbereich, als Frontfrau von Juli zum Beispiel. Schade nur, wenn man dann in den Streit der Diven gerät, "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die beste im ganzen Land?" Ich zumindest höre mir gerne junge Künstler(innen) an, von denen ich über die Medien erfahre. Viele, auch Annette Dasch, vermögen an sich "altem" Material interessante neue Aspekte abzugewinnen. Man hört, dass sie mag, was sie tut. Und sich damit beschäftigt hat. Und richtig gut singt. Auch wenn da noch ein wenig Luft nach oben ist. Aber zum Tennisspielen reicht mir auch mal Tommy Haas, es muss nicht immer Roger Federer sein. Gut finde ich zum Beispiel auch, wenn wie hier die CDs noch Zusatzmaterial (PDF für den Comuter) beinhalten...
Na so ein Zufall..., 25. September 2007
Alle Reviewer, die diese CD von Sony BMG mit 5 Sternen bewerteten, haben auch in ihren anderen Rezensionen ausschliesslich Sony BMG CDs bewertet - zufälligerweise alle mit 5 Sternen. "Honi soit qui mal y pense"Hört man sich dieses hochgejubelte Produkt dann einmal an, merkt man, daß hier wieder einmal eine mittelmäßige Sängerin zur neuen Netrebko (sic!) hochstilisiert werden soll.Einer der Sony-Jubelrezensenten behauptete, daß er schon lange keine so gute Sopranistin mehr gehört habe. Mir persönlich fallen aus dem Stand zwei Dutzend bessere ein.
Mitreißend und sympathisch, 15. August 2007
Am Montag habe ich Annette Dasch im ZDF Mittagsmagazin gesehen: eine junge Sängerin, die unglaublich natürlich, frisch und sympathisch daher kommt. Was ich jetzt von ihrem Auftritt bei den Salzburger Festspielen in Auszügen im Fernsehen zu hören und sehen bekommen habe, hat mir sehr gut gefallen, kein Wunder, dass sie dort so erfolgreich war.Neugierig geworden auf diese verliebte Zauberin Armida habe ich mir gestern gleich auch das Album von Annette Dasch gekauft - und finde es ganz außergewöhnlich. Mitreißende Arien, gesungen von einer tollen Stimme... Was mir aber am meisten gefällt, ist der samtig ausdrucksvolle Klang und die ganz eigene Farbe, die ihre Stimme hat. Kann mich einfach nicht satt hören!
etwas ratlos..., 14. August 2007
... bleibt der zuhörer bei diesem recital von annette dasch. zuerst das positive: hier wurde eine programmatisch aussergewöhnlich schöne CD zusammengestellt und dramaturgisch geschickt aufgebaut. wie angenehm, nicht zum x-ten mal eine CD mit highlight-häppchen vorgesetzt zu bekommen. zudem verfügt frau dasch über eine dunkle, sehr schöne, sinnliche stimme, die ganz betörend klingen kann und durch einen sehr natürlichen ausdruck überzeugt. die schattenseiten:frau dasch fühlt sich in den schnellen passagen sowie in den koloraturen, z.b. bei händels rinaldo, hörbar unwohl. das klingt gehetzt und die stimme verliert dann, vorallem in der höhe, markant an flexibilität und wird hart, blass. ausserdem ist die aussprache des französischen gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. damit macht mich die sängerin etwas ratlos, denn ich finde ihre erste CD mit barockliedern aussergewöhnlich schön. ebenfalls habe ich sie diese woche bei einem ausschnitt aus der salzburger armida gehört und war sehr angetan. die stimme klang frisch und auch in der höhe farbig.offenbar war frau dasch nicht in der besten verfassung bei der aufnahme. schade, denn diese programmauswahl hätte eine sängerin in höchstform verdient!
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