Kundenmeinungen
Schlachtengemetzel, 2. Februar 2008
300 ist ein ziemlich eigentümlicher Film über Ehre, Mut und Tapferkeit. 300 tapfere Krieger der Spartaner (Spartiaten im Film) stellen sich der größten Streitmacht, die die Welt zu dieser Zeit je gesehen hat.
Der Film basiert auf einer wahren Gegebenheit, ist aber ansonsten komplett ausgedacht! Dieser Film macht deutlich, was an Fantasy-Roman-Verfilmungen alles möglich wäre. Letztlich ist er aber einfach nur ein sehr nett anzuschauender Historienfilm, der mit einer dichten Atmosphäre, tollen Effekten und coolem Soundtrack (vor allem in der Schlacht) daher kommt.
Nettes Popcorn-Kino für alle, die ein Schlachtengemetzel der fantastischeren Art mögen, und auch mal an unkonventionellen Filmen wie "Sin City" ihren Spaß haben.
4 Punkte, weil die Story im Film halt recht dünn ist (naja, was soll man auch erwarten?), aber ihn anzuschauen trotzdem jede Menge Spaß macht!
Perfekte Comic-Umsetzung, 31. Januar 2008
Nach SIN CITY die zweite beinahe perfekte Comic-Umsetzung.
Sicher, die Handlung ist simpel, die meist gebrüllten Dialoge etwas arg pathetisch und die 300 Spartaner erinnern in manchen Szenen dann schon mal an eine Christopher-Street-Day-Parade, aber im Großen und Ganzen ein handwerklich grandios gemachtes Spektakel.
Sieg der Ästhetik, 31. Januar 2008
Gleich vorne weg, wer ein historisch korrekten Film zur Schlacht an den Thermopylen erwartet, sollte von diesem Film und der DVD soviel Abstand wie nur möglich gewinnen.
Der Inhalt ist schnell erzählt: Spartaner König Leonidas zieht mit 300 seiner besten Krieger in die Schlacht gegen Perser König Xerxes und seine überlegene Streitmacht.
Bereits an der Länge des Plots lässt sich erkennen, dass den Zuseher nicht besonders viel Tiefgang und überraschende Wendungen erwarten werden. Was der Film bietet sind etwa 116 Minuten perfekt durchgestylte Optik mit einer ganz eigenen, ungewöhnlichen Ästhetik. Durch den ganzen Film geleitet ein allwissender Erzähler aus dem Off, der die Szenen kommentiert und zusätzlich erklärt.
Kritiker haben dem Film vieles vorgeworfen, die Adjektive reichten von dumm über plump bis hin zu faschistoid. Doch wer den Film einmal mit klarem Verstand gesehen hat, wird mit Sicherheit sehr schnell merken, dass man all das nicht so ernst nehmen sollte, glänzt der Film doch an vielen stellen mit eindeutiger Selbstironie.
Gerne wurde "300" auch für seine angebliche Botschaft kritisiert, die manche in der Bejubelung des Heldentodes, andere in einer Art Durchhalte-Parolae für den Krieg im Irak sahen. Beides Deutungen, die ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann und auch im Film nicht so entdecken konnte. Doch eine Sache macht der Film ganz deutlich, er zeigt wie manipulierbar Menschen sind. In Slow-Motion fliegen die Köpfe der getöteten, Blut spritzt nach genau vorkoriographierten Mustern und das alles passiert in einer Welt aus Schatten und Bronzetönen und nach einiger Zeit ertappt man sich dabei, wie man beginnt, die Ästhetik zu bewundern. Der Film zeigt ein grausames Gemetzel und dennoch empfindet man es nicht als so abstoßend wie z.B. die Szenen in Hostel & Co, weil alles in ästhetischer und sauberer Umgebung stattfindet und sich dort nahtlos einfügt. Die Ästhetik siegt über den Verstand und ruft dem Zuschauer somit schmerzlich ins Gedächtnis, wie leicht er sich auch im täglichen leben von Bildern und Worten manipulieren lässt.
Das momentane Visualhighlight!, 28. Januar 2008
Ich kann manche Vorrezensoren nicht nachvollziehen.
Zum Beispiel schreibt einer "Nur für Dumme"... da fällt mir nichts zu ein.
Wie kann ein Film nur für dumme sein? Dieser Film stützt sich nicht auf die Story sondern eindeutig auf die visuelle Qualität!
Somit sind also, nach Aussage eines Rezensoren, alle Menschen die schöne Bilder geniessen dumm... :-/
Zur Story: Jeder kennt die Geschichte der Spartanen. Diese wird hier auch sehr kurz gehalten und ohne grosse Dialoge erzählt. Für Leute die auf tiefgründige Gespräche und eine vielfältige Story stehen, ist dieser Film absolut nichts!
Umsetzung: Da die Geschichte nichts besonderes ist hat man sich offensichtlich auf andere Punkte konzentriert. Zum Beispiel ist die Maske und die Kostüme so hervorragend, dass sich das anschauen schon fast deshalb lohnt! Die grafisch aufpolierten Bilder und ständigen Slowmotions passen perfekt in die Schlachten und geben dem Zuschauer Zeit die Umgebung in Ruhe zu geniessen.
Zudem sind die Schlachten hervorragend ausgearbeitet. Klar, es fliesst viel Blut, aber in einer bestimmten Art ist es trotzdem schön jede Schlacht anzuschauen.
Ich bin zwar kein Gewaltfreund, aber die Bilder sehen einfach so unglaublich aus das man sich diesen Film immer wieder angucken muss!
Fazit: Für Story-Fans ist dieser Film nichts und verliert deshalb auch bei mir einen Stern. Es geht in diesem Film eindeutig um die schönen Bilder! Wer also schon gerne Filme wie "Vidoq" gesehen hat der ist mit "300" gut beraten!
Comic vs. Historische Geschehnisse, 28. Januar 2008
Dieser Film mag als Comicverfilmung ja noch sehr gut sein. Aber für Leute die einen Historischen Sandalenfilm erwarten. Sollten lieber nicht zu greifen. Der Film ist beim zweitenmal anschauen. Leider langweilig! Beim anschauen mußte ich mir ständig einreden: "Es ist eine Comicverfilmung! Comicverfilmung!" Klappt aber nicht...
Zu Beginn wird Baby Leonidas durchgecheckt, ob er auch gesund ist. Wenn nicht wird er getötet! Das kommt ja rüber wie das Dritte Reich! Auch die Perser schauen sehr übertrieben aus! Vor allem Xerxes! So viele Piercings!
Riesige Elefanten! Die Szenen mit den Buckligen im Zelt kam mir vor wie ein Hollywoodpornofilm! Sind zwar schöne Frauen aber absolut unpassend! Leonidas muss alte Leute fragen ob er in den Krieg ziehen darf! Na klar! In Wirklichkeit entschied ganz Griechenland das Leonidas mit 300 Mann die Thermophylen verteidigen soll. Da Sparta die besten Männer hatte. Aber nö in den Film ist alles korrupt usw. Jeder auch Spartaner ist böse... Schwachsinn. Frag mich was Frank Miller für eine Kindheit hatte. Das bei ihn alles korrupt sein muss. Bei Sin City war das ganze ja noch in Ordnung. Aber bei einen Ereignis das wirklich geschehen ist! Ist das nicht in Ordnung! Vor allem bekommen die 300 Spartaner die in jenen Tagen für ihr Land - ihr Leben liesen. Kein gerechtes Andenken. Es flüchtete auch keiner! Das Ende ist auch sehr seltsam. In Wirklichkeit wurden die letzten Mann regelrecht massakriert. Da wurde nicht noch ein wenig erzählt. Genauso wenig hatte Leonidas die Chance auf ein Sperrwurf - auf Xerxes. Die letzten Minuten des Films. In dem wir David Wenham sehen wie er vor Tausenden Griechischen Soldaten steht und eine Rede hält. Ist wenig imposant! Auch das der geheime Ziegenpfad vom buckligen Spartaner verraten wird. Ist auch Meilenweit der Wirklichen Geschehnisse entfernt. Die Perser fanden selber den Weg heraus! Bei einer Million sind genügend Späher dabei!
Ich persönlich finde es schade. Das ein so gutes Thema so zunichte gemacht wird. Man hätte mehr draus machen können. Einen richtigen Sandalenfilm hätte ich mir gewünscht. Man hätte so viele fantastische Szenen geboten bekommen. Zum Beispiel gab es nach den Tod der 300 Spartaner. Die Seeschlacht und auch der Zurückeroberungsfeldzug der Griechen wäre gewaltig gewesen. Da hätte zwar der Film 3 Stunden gedauert. Wäre aber sicher spannend gewesen, wenn man es richtig angeht.
Denen wo 300 gefällt bezeichne ich nicht als geistig zurückgeblieben. So wie es vielleicht manch einer tut. Jeder muss selber wissen welche Filme er mag oder nicht. Aber je öfter ich den Film seh desto langweiliger wird er. Selbst nach einen Monat nicht mehr anschauen. Ist er immer noch langweilig. Das ist schade. Filme sollten mir beim mehrmaligen Anschauen gefallen. Aber gut es gibt auch Filme. Die gefallen einen beim erstenmal nicht aber dafür beim zweitenmal. Dieser Film ist reine Geschmackssache!
Ich empfehle ihnen sich den Film anzuschauen und selbst zu entscheiden ob sie ihn mögen oder nicht.
Danke fürs lesen.
Mit freundlichen Grüßen
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