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Interpol: Our Love to Admire

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Our Love to Admire

Interpol

Capitol (EMI)

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Beschreibung

Die Freude steckt im Detail. Auf ihrem dritten, erneut imposanten Album Our Love To Admire sind sich Interpol zwar treu geblieben und tauchen wieder düstere Post-Punk-Sounds ein, die wie der Soundtrack für vom Schicksal Geschlagene klingt. Hymnen, deren Melodien einem noch Tage durch den Kopf rauschen, fehlen auf dem Werk der vier gut gekleideten Männer aus New York City. Auffällig aber ist die satte Produktion, für sich Interpol den vielseitigen wie erfahrenen Rich Costey (Philip Glass, Jimmy Eat World, Jurrasic 5, Muse, Franz Ferdinand, The Mars Volta) ins legendäre Electric Ladyland Studio holten, wo Patti Smith zeitgleich Twelve aufnahm. Auffällig ist auch der verbesserte Gesang von Paul Banks, der anscheinend keine Kokainberge mehr abbaut. Seine keine Geschichten erzählenden Texte bleiben weiterhin kryptisch, rätselhaft und so frei interpretierbar wie ein Bild. Und da fragt ja auch niemand den Maler nach dem Sinn. Passend zu einer verstärkten Opulenz, dass Interpol auf Our Love To Admire dicker und voller auftragen, ist der verstärkte Einsatz von Keyboards oder einer Oboe. Das Album hat mehr flächige Sounds, weniger kantige und mehr flirrende Gitarrenklänge, was sich am stärksten zu Anfang beim sakralen „Pioneer To The Falls“ und beim finalen Beerdigungssong „The Lighthouse“ verdeutlicht. Songs, die das Album wie zwei Pole umschließen, und dazwischen wandert der Hörer durch viele Minuten der Ernsthaftigkeit und Schwermut, die ohne die übergroßen Gesten des britischen Pendants The Editors auskommt.

--Sven Niechziol





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  des guten zuviel ?, 23. Januar 2008

den ersten song pioneer to the falls find ich wahnsinn (v.a. zw. minute 2:30 und 3:40), einer ihrer besten, zusammen mit leif erikson vielleicht sogar der beste. ansonsten sind schon noch ein paar schöne stücke drauf, trotzdem, vielleicht kommts mir ja nur so vor, aber der mittelteil des albums (immerhin 6 songs), dudelt doch irgendwie etwas belanglos dahin; aber ehrlich gesagt bin ich viel eher song- als alben-hörer, deshalb zieh ich mir den pioneer to the falls immer mal wieder bis an mein lebensende rein & gut is !


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Arg routinierter Neuling, 18. Januar 2008

Als grosser Fan der beiden ersten genialen Alben bin ich von diesem hier ein bisschen enttäuscht: Es fehlen einfach Biss und Intensität der früheren Alben. Die Songs wirken zum Teil wie vom eigenen Altmaterial abgekupfert und ganz routiniert durcharrangiert und -produziert.

Immer noch toll im Vergleich zu Vielem, das auf dem Markt ist, aber für Interpol selbst ein bisschen blutarm. Auch beim Konzert kamen die alten Nummern deutlich besser an.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Pioneer to the falls...., 3. Januar 2008

.... ist ein absoluter Hammertrack !!!! Dafür hat die CD ansonsten für meinen Musikgeschmack nichts mehr zu bieten. Zu viel liebloses Gespiele folgt.... Aber alleine schon wg. dem genannten ersten Titel lohnt der Kauf der CD. Natürlich trotzdem nur 2 Sterne, da ein Tophit auf einem Album zu wenig ist....


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Kunst zu leiden, 30. November 2007

Ob auf der Bühne, im Video oder in ihren Songs - Interpol geben sich distanziert bis an die Grenze zum Unverschämten; aalglatt in ihren knappen, medialen Aussagen, perfekt, nahezu überkorrekt in ihrem Aussehen und Auftreten, einfach arschcool. Doch niemand ist hier krampfhaft um Authentizität bemüht, sie sind einfach so.

So sehr sie nach außen hin wie eine Burg, gar ein Bollwerk wirken -uneinnehmbar, unantastbar, so sehr berühren sie in ihren Texten. Schmerz, Einsamkeit und Isolation sind ihre zentralen Themen. Liebeskummer, Drogen und nicht zuletzt die Beziehungslosigkeit, die das Großstadtleben mit sich bringt, führen dazu, dass die individuelle Existenz nur noch ein Zerrbild eines vergangenen, vielleicht nie gelebten Lebens ist. Wie damit umgehen? Schlecht, wenn man Paul Banks und Co. so zuhört. Und man hört ihnen gern zu, lässt sich willfährig in jeden Song hineinziehen, um sich gefühlsmäßig immer und immer wieder durchnudeln zu lassen. Zurzeit erhebt wohl niemand die Schönheit zu leiden, das Wehklagen über die eigene Unvollkommenheit zu einer solchen Kunstform wie Interpol. Das war schon auf "Antics" so und wird auf "Our Love To Admire" konsequent fortgeführt.

Opulent und kryptisch wie eh und je, jedoch etwas synthesizerlastiger, ja rockiger präsentiert sich die Band 2007. Größere Veränderungen oder gar eine Wandlung waren weder zu erwarten, noch wären sie wünschenswert gewesen. Das hohe Niveau des Vorgängers zu halten hieß die große Herausforderung, und das schaffen sie im wahrsten Sinne des Wortes spielend. Das Hitpotential ist durch die erste Auskopplung (The Heinrich maneuver) noch lange nicht ausgereizt. Da lauert noch so einiges, das es Wert wäre, auf eine EP gepresst zu werden. Pioneer to the falls, All fired up, The scale, Mammoth und vor allem - jedenfalls für mich - Rest my chemistry sind, jeder Song für sich genommen, kleine verstörende Meisterwerke. Und tanzbar ist das Ganze auch noch.

Bleibt nur zu sagen: Aufgabe erfüllt - Fünf Sterne!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Interpol`s dritte, 24. September 2007

wieder einmal schafft es interpol einen musikalischen meilenstein zu setzten.
lange schon emanzipiert von joy division zeigt "our love to admire" gänzlich
unbeirrt von trend-pop und mainstream-indie tiefe ohne träge zu wirken,
kommt ohne sofort eingängige hits wie "slow hands" aus.
eindrucksvoll gleich das erste lied des albums, dass mit strophen wie :

"Show me the dirt pile
And I will pray that the soul can take
Three stowaways
In a passion it broke
I pull the black from the grey
But the soul can wait
I felt you so much today..."

aufwarten kann.




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