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Editors: An End Has a Start

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An End Has a Start

Editors

Pias (rough trade)

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08/Sep/2008 - 12:38


Beschreibung

Das hätten sich vier graduierte Musikstudenten der Staffordshire Universität wohl nie träumen lassen, dass sie kurz nach der Gründung im Jahre 2003 so schnell in die Erfolgsspur kommen. Mit ihrem überaus gelungenen zweiten Album An End Has A Start schließt das Quartett aus Birmingham nahtlos an den mit Platin prämierten, 100.000-fach verkauften Vorgänger The Back Room an. Der Aufstieg der Editors begann sofort mit den ersten Singles, und schnell überholte die Band insbesondere in England die immer wieder mit ihnen im Kontext genannten Interpol. Warum die Gruppe um den ausdrucksstarken Sänger Tom Smith in Deutschland bislang nicht den Status von Indie-Stars erreichen konnte, lässt sich nur dadurch erklären, dass Musik auf der Insel natürlich auch über Sprache funktioniert und der Zugang zu den oft morbiden Texten fehlt. Und musikalisch drängen sich die Editors nicht so auf, wie die einen anspringenden Songs von Bloc Party, Artic Monkeys oder Maximo Park. Editors legen ihre melodramatischen Arrangements mit dem prägnanten, flirrenden Gitarrenspiel auch auf An End Has A Start breit an. Sie zitieren 80er-Jahre-Gruppen wie Echo And The Bunnymen und insbesondere Joy Division (wie die Band angibt, völlig unbewusst und unwissentlich). An der Peripherie dringen die frühen R.E.M., The Sound oder Chameleons wie auch die Epik von Sigur Rós oder Mogwai in den aktuell einzigartigen Klangkosmos der Editors ein.

--Sven Niechziol





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wow, 20. Januar 2008

Ich bin absoluter Laie, was Musikkritiken anbelangt und kann weder mit Vergleichen zu anderen Bands noch Produzentennamen etc. aufwarten. Ich kann lediglich meine Meinung kundtun und den Eindruck schildern, den die Editors mit "An End Has a Start" auf mich gemacht haben. Bereits beim ersten Hören des Openers "Smokers Outside The Hospital Doors" war es um mich geschehen und ich dachte nur "Wow". Tja, und dann ging es mit diesem "Wow-Gefühl" weiter. Allein der kraftvollen und markanten Stimme von Tom Smith zuzuhören, lässt einen dem Alltag entschweben. Die Lieder sind durchweg genial, faszinieren durch interessante Arrangements und fesseln mit ihrer teilweise traurig-düsteren Atmosphäre. Auch nach x-maligem Anhören der Scheibe fällt mir immer noch nichts besseres als "Wow" ein, um meine Begeisterung auszudrücken. Applaus.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine neue Perle... für mich eine der schillernden, 12. Januar 2008

Ich gebe es offen zu, ich bin ein nachdenklicher Mensch und manchmal brauche ich einfach auch diese schrecklich melancholischen Momente, nur um danach wieder zu schätzen, wie viele wunderschönen Besonderheiten das Leben doch bietet, nachdem die eigene lebendige Gefühlswelt einen auf eine Achterbahnfahrt von ganz oben bis nach ganz unten führt. Und dann ist es mir auch völlig egal, ob mich in einer dieser tief traurigen Stimmungen die Editors, Interpol (allerdings nur die ersten beiden Alben) oder Joy Division begleiten. Den alle drei reichen dir nach Niederschlägen auch wieder die Hand und helfen dir nach oben. Das aktuelle Werk der Editors genießt allerdings dann doch noch einen besonderen Status. Soviel Wiedererkennungswert der einzelnen Songs haben ich zuletzt bei Bloc Partys "Silent Alarm" gehört und das, obwohl das Werk der Editors nicht so abwechslungsreich gestaltet ist. Es bleiben trotzdem diese traumhafte Arrangements haften, gepaart mit den treibenden Riffs, die einfach, aber niemals einfallslos mit dem gewissen Bombast gehalten sind. Zusammen mit dem dezenten, aber absolut stimmigen Drumming bieten sie den Nährboden für diese grandios ausdrucksstarke Stimme von Tom Smith, die genau meine oben beschriebene Gefühlslage in Worte fasst und bei der ich in den richtigen Momenten eine Gänsehaut sondergleichen bekomme... immer und immer wieder.

Für mich mit Abstand das beste Album, dass im Jahr 2007 erschienen ist.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ganz groß!, 8. Dezember 2007

unnötig und kaum zu vergleichen, einfach nur hören. Das passende Album für die dunkle Jahreszeit, aber trotzdem nicht nur was für Melancholiker.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einfach mit verdammt guter Musik zu vergleichen, 4. Dezember 2007

Was wurden nach dem Erstling The Back Room nicht alles für Vergleiche herangezogen, um die jungen Engländer irgendwie zu erklären. Die wenigsten klingt-wie-Vertreter waren dem durchschnittlich Musik versierten Endverbraucher bekannt. Melde sich mal einer unter 30 Lenze mit nicht eingeengtem Musikgeschmack, der eine Joy-Division- oder Chameleons-Platte im Schrank hat, ich kenne nämlich keinen Einzigen. Mit den fantastischen Jungs von Interpol konnten viele etwas anfangen. Die Ärmsten müssen sich ja seit Jahren selbst mit diesen abstrusen Gleichnissen herumschlagen. Ich persönlich würde mich nicht mehr trauen, Paul Banks darauf anzusprechen. Aber manche Journalisten lernen es nie. Dann war da noch der sehr weit hergeholte Vergleich mit Coldplay, wahrscheinlich weil auf den Editors-Alben im Hintergrund irgendwo ein Piano herumklimpert. (Vielmehr wäre es Chris Martin zu gönnen, dass er und seine Mannen mit ihrer Musik endlich mal wieder eine ähnlich editorisch intime Atmosphäre erschaffen.) Die Frage bleibt: Muss man immer in diese Vergleichskiste greifen? Natürlich haben auch die Editors die Musik nicht neu erfunden, sicher haben sie sich aus verschiedenen Genres bedient. Aber mal ehrlich, wer macht das nicht? Musik, egal ob nun gut oder schlecht, aus Mangel an Originalität einfach mit 'klingt wie...' zu erklären ist mir persönlich zu dürftig.

Nun zur Platte. Smokers Outside The Hospital Doors ist für viele die Übersingle des Albums. Ohne Frage ein fantastischer Song, der geradezu gierig auf mehr macht. Doch kaum hat man den Titel-Track An End Has A Start gehört, kommt man schon ins Schwanken. Der ist ja noch besser, denkt man und freut sich. Ebenfalls repeat-verdächtig: Escape The Nest, The Racing Rats (wohl die nächste Single), When Anger Shows, Spiders, The Weight Of The World und Bones. Das von vielen hoch gelobte Push Your Head Towards The Air zündete bei mir nicht so hundertprozentig, genau wie Well Worn Hand, aber das macht überhaupt nichts. Schlecht oder auch nur mittelmäßig ist kein einziger Song, soviel sei gesagt, und wie schon bei The Back Room, muss man auch dem Zweitling seine Zeit geben. Mit drei-, viermal hören ist es nicht getan. Tom Smith singt über das Leben, das so traurig und grausam sein kann und vor allem über dessen Endlichkeit. Mit jedem Song kriecht einem Smith' Stimme förmlich ins Hirn und ins Herz. Gänsehaut beim Hören und Mitsingen ist garantiert. An End Has A Start ist sowohl im hohen Maße lyrisch als auch tanzbar, einfach eine stimmige Mischung aus virtuosem Gitarrenrock und großartigem Songwriting. Das Album verdient keine wie auch immer gearteten Vergleiche, es verdient einzig die Gaben des Zuhörens, Draufeinlassens und Mitfühlens ... 'You came on your own, that's how you'll leave, with hope in your hands and air to breathe'... So simpel, so verdammt richtig!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Man achte vor lauter Vergleiche auch mal auf den Inhalt..., 30. November 2007

Ich könnte mich echt manchmal beömmeln, dass sofort in "Eigentlich müsste ich fürs Rolling Stone Magazin schreiben"-Manier hier die Platten zerlegt werden. Ich meine das nicht persönlich, steckt ja doch in dem ein oder anderen Beitrag viel wertvolle Information.
Ob nun mit Jacknife Lee der gleiche Produzent mit an Bord war wie bei Bloc Party hätte ich bspw. ohne diese Information nicht rausgehört. Auch glaube ich, dass es genug verschiedene Geschmäcker für Editors und sagen wir Interpol nebeneinander gibt, ohne beide immer in Konkurrenz zu stellen. Natürlich erkenne ich bei Editors auch andere Bands wieder, wie Joy Division, Coldplay, Echo and the Bunnymen oder The Chameleons. Wenn man nur genau hinhört erkennt man bspw. auch U2 oder Simple Minds, whatever.

Aber gerade deshalb findet man diese Scheibe wahrscheinlich auch so gut, weil sie genau den Nerv der Zuhörer trifft, die auch diese ganzen anderen Bands mehr oder weniger leidenschaftlich gern hören. Allerdings haben die Editors auch genug eigenes, um diesen Vergleichen locker stand zu halten. Nur ein Beispiel: Mein Kumpel kann bspw. Coldplay und U2 nicht ab. Ich habe ihn zum Editors-Konzert in die Live-Musik-Hall in Köln geschleppt, ohne dass er vorher auch nur einen Song von ihnen kannte und er war sofort begeistert: "Toller Sound, authentischer Sänger und Musik mit viel Energie" war sein Urteil nach diesem Live-Erlebnis. Interessanterweise war das auch genau mein Urteil, als ich zum ersten Mal Editors hörte. Als ich "An End has a Start" zum ersten Mal und als erstes Lied von Editors hörte, habe ich mir gleich beide Longplayer gekauft und kann mich auch nach Wochen nicht entscheiden, welche ich von beiden lieber durch(!)hören möchte.
Also Kaufentscheidungstipp: Sucht in den ganzen Rezensionen nach den Bands, die herangezogen werden. Wenn euch diese gefallen, kann diese Editors-Scheibe schon eigentlich nicht mehr bei euch ganz unten durchfallen. Denn ihr bekommt das, und noch ein bisschen mehr. Glaubts mir.




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