Kundenmeinungen
Großartiger Indie-Rock mit gewaltigem Sound ohne Stadionrock-Plattitüden, 13. Oktober 2007
Die Zeit der Knüppel-Aus-Dem-Sack-Hau-Drauf-Und-Ab-dafür Musik ist vorbei und so sind Hot Hot Heat halt einfach reifer und besser geworden. Nicht das ich dir frühen Werke der Band nicht auch gemocht hätte, aber mit dem vorliegenden Album haben mich die vier Jungs aus Victoria, British Columbia überrascht. Mit viel Glam und Tam-Tam warten die Canandier auf ihrem Album Happiness Ltd. auf und dabei ist der Titel Programm. Der klassische Hot-Hot-Heat-Sound wurde vor allem in die Breite erweitert, gegenüber dem schlanken Sound: Gitarre, Bass, Schlagzeug, und ein par Overdubs, der ersten beiden Alben klingen die neuen Songs echt gewaltig. Beim Track "Harmonicas And Tambourines" wurden vier Schlagzeuge übereinandergelegt, diverse Keyboardspuren eingespielt, und der Bass wurde auch noch gedoppelt. Das Ergebnis klingt schon gewaltig, also mir gefällt's !!! Mein Anspieltipp: "Outta Heart"
Hot Hot Heat - Die Hitze kühlt ein wenig ab..., 27. September 2007
Lange habe ich überlegt, ob ich diesem Album 3 oder 4 Sterne geben soll. Denn eins steht fest: Es ist nicht mehr ganz so gut wie der Vorgänger "Elevator".
Die Songs fallen insgesamt etwas ruhiger aus und sind ein ganzen Stück weit produzierter. Man findet Chöre, Streicher, Klavier und andere Instrumente wieder - und hier und da mal einen kleinen Effekt. Halt nicht mehr ganz so roh und rau, wie man es von Hot Hot Heat gewohnt ist.
Allerdings sind das alles keine wertenden Kriterien. Ganz im Gegenteil. Produzierte Alben können besser klingen und auch ruhige Songs können begeistern! Das Album schneidet für mich eher schlechter ab, weil die kompositorische Qualität nicht mehr ganz so gut ist. Das Album fällt wie leider so viele zum Ende hin einfach etwas ab - das war bei "Elevator" nicht der Fall, denn die Platte hat wirklich ein erstaunlich konstant gutes Niveau über die ganze Hördauer gehalten.
"Conversation", "Good day to die", "So so cold" (sogar auf dem Frontaufkleber angepriesen) und "Waiting for nothing" langweilen ein bisschen, auch wenn man sich da vielleicht auch noch ein wenig reinhören kann. Aber es fehlen einfach die guten eingängigen Hooks im Refrain, die man vom Vorgängeralbum kennt.
Die jetzt genannten sind zwar zufälligerweise auch langsamere, stark ausproduzierte Songs, aber daran liegt es nicht. Denn mit der Ballade "Outta heart" beweisen Hot Hot Heat, das auch solche Stücke gut werden können. Auch wenn da jetzt kein Meisterwerk geschrieben wurde, geht der Song zumindest ins Ohr und wird passend mit einem Orchester untermalt.
Auch der Opener "Happiness Ltd." ist von der ruhigen Sorte, schafft es aber, richtig schön Melancholie und Gänsehaut-Feeling zu vermitteln. Wenn am Ende nach einem gelungenen Klavier-Arpeggio der ganze Chor "It's over now" singt, läuft mir zwangsläufig ein Schauer über den Rücken.
Über den Rest lässt sich auch Gutes sagen: Die Nummern gehen nach vorne, davon sind "5 times out of 100" (ganz im alten Stil) und "Harmonicas & Tambourines" die Favouriten. Letzteres hat sogar etwas von Bloc Party.
Alles andere fällt auch unter die Kategorie "tanzbar" und hält im Großen und Ganzen auch kompositorisch das Niveau des Vorgängers.
Daher mit etwas Augenzwinkern am Ende doch 4 Sterne. Denn ein gutes Album ist es allemal, die Messlatte liegt vielleicht auch ein bisschen hoch!
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