Kundenmeinungen
Großes Kino, das etwas Zeit braucht, 17. Januar 2008
Richtig leichte Kost gab es von Alan Wilders Band Recoil ja noch nie, und dass er auf diesem Album seinen verschachtelt-düsteren Songs noch eine gute Portion schwarzen Südstaaten-Blues beimengt, dürfte wohl die meisten Hörer zunächst mal etwas irritieren. Die ersten zwei, drei Durchgänge fand ich die CD auch in erster Linie interessant, aber irgendetwas sagte mir, dass es sich lohnen würde, sie doch noch ein paarmal öfter laufen zu lassen. Und siehe da irgendwann funkte es dann richtig, die Struktur der Stücke schälte sich hervor, die Momente des Wiedererkennens wurden häufiger ...
Subhuman ist sehr düster, zeitweise auch bedrohlich, dabei aber auch stets überraschend und alles andere als eintönig. Mehr ein fieser Trip als einfach nur eine CD. Aber durch die Intensität, die sich beim mehrmaligen Hören einstellt, zumindest für mich auch mit ziemlich großem Suchtpotenzial versehen.
Wer Musik gern kategorisiert und nicht unbedingt auf Crossover steht, für den ist dieses Album nichts. Auch der reine Nebenbeihörer wird wenig Freude daran haben. Wer jedoch Lust hat, sich eine CD zu "erarbeiten", wird mit einer fantastischen Scheibe belohnt, bei der es mir fast unmöglich erscheint, sie sich zu überhören. Deshalb ganz klar von mir 5 Sterne jedoch keine unbedingte Kaufempfehlung, da diese CD doch schon eine recht spezielle Hörerklientel anspricht. In jedem Fall vor dem Kauf ausgiebig reinhören (die 30 Sekunden hier auf der amazon-Seite bringen es bei den Songlängen leider nicht).
Kann mich den Vorrednern nur anschließen., 20. Dezember 2007
Es ist allein wegen der Rezensionen interessant, nach allem,was mit der langen Geschichte von Depeche Mode zu tun hat, bei Amazon zu suchen. Und so sage ich an dieser Stelle HALLO zu allen anderen Depechies und EBMern, die auf Alan als Elektro-Papst gesetzt haben und Jahr für Jahr hoffen, dass er auch mal wieder ein paar synthtetisch perfekte und dennoch nicht überladene Klangteppiche produziert. 2007 war nicht das Jahr. Das war nicht die erhoffte Platte. Sie hört sich eher so an, wie man es von DM aufgrund der privaten Umstände erwartet hätte - zutiefst amerikanisch. Dagegen ist Dave's "Hourglass" definitiv eine positive Überraschung. Und die gibt}s auch als Vinyl inkl. CD im Papp-Cover - der "guten alten Zeiten" wegen ;)
Schwierig, 14. September 2007
Vom Ansatz her ein tolles Album. Prey, Allelujah und vor allem das triphoppige "Intruders" sind tolle Songs. Aber muss denn alles immer auf 7, 8 oder gar 11 Minuten ausgewalzt werden? Dazu haben die Songs zu wenig Substanz. Vor allem bei Intruders ist das schade: Der Song fängt toll an, baut sich zu ziemlicher Wucht auf, aber nach 7 Minuten ist definitiv die Luft raus.
Die 2 Titel nach Intruders hätte man auch weglassen können.
Anti-Hit Experimente, 9. September 2007
Nach zahllosen Versuchen (als Alan Wilder-Verehrer) dieses Werk zu mögen, gebe ich nun auf! Dies ist das Output eines selbst gewählten Einsiedlers, der die Dämonen einstigen kommerziellen Erfolges konsequent auf Distanz hält. Durchaus interessant und technisch perfekt ist der DTS 5.1 Mix, jedoch schafft es keiner der 7 überlangen, spröden Songs auch nur an den schlechtesten Depeche Mode Song heranzureichen. Hinzu kommt allerdings, dass ich Mr. Richardson`s Gesang einfach nicht ausstehen kann. Die Genialität von Alan als Klangtüftler kommt leider nur in Kombination mit den Songwriter-Perlen von M.L. Gore richtig zum Tragen, wobei DM wiederum seit Wilder`s Ausstieg genau dieser Genialität entbehren.
Eine traurige Geschichte!
Soundtüfteleien, 23. Juli 2007
Ich finde das neue Recoil-Album sehr gelungen! Hat es doch viele zu entdeckende Soundstrukturen, und lässt in Alleluja manchmal doch wieder daran erinnern wo Alan viel Zeit seines Musikalischen lebens verbracht hat.
Meine empfehlung ist kaufen und genissen.
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