Kundenmeinungen
Gut, aber überschätzt, 20. Januar 2008
Aufgrund der vielen positiven Kritiken habe ich mir den Film zugelegt. Letztendlich ist dies ein typischer Eastwood Film. Die Handlung wird sehr langatmig, ruhig und nüchtern erzählt. Eastwood vermeidet jedoch die Langeweile, indem er die Handlung genial in die Landschaft einbettet (wie schon sein Entdecker Sergio Leone). So wartet der Film mit epischen Bildern und Einstellungen auf. Erzählt wird der Angriff auf die Insel Iwo Jima aus Sicht der Japaner. Dies ist auf den ersten Blick interessant. Doch wird letztendlich auch hier das Soldatentum glorifiziert dargestellt. Das sinnlose Sterben bis zum letzten Mann, der unbedingte Gehorsam, der bedinglose Patriotismus. So wird der Film am Ende zu einem abgespeckten Soldat James Ryan. An ein wirkliches Antikriegsmeisterwerk wie Apocalypse Now, der die Abgründe von Charakteren und Grausamkeiten des Krieges dem Zuschauer direkt vermittelt, reicht er letztlich bei weitem nicht ran. Interessant wird der Film erst als Rückblenden des Protagonisten die Handlung aufwerten. Insgesamt ist mir der Film wie eigentlich alle Filme des Genres der letzten Jahre zu klischeebeladen und kitschig. Hinzu kommt eine wiedermal äußerst schlechte deutsche Synchronisation einzelner Figuren.
Kein Meisterwerk ....!!!, 30. Dezember 2007
Ausleihen, anschauen, abhaken. Nein, das ist kein Meisterwerk sondern nur ein weiterer Antikriegsfilm der im Mittelmaß versinkt. Da gibt es viel viel bessere.
Ein Meisterwerk von Clint Eastwood!!, 25. Dezember 2007
Hab mir den Film mit meiner Freundin angeguckt. Was soll ich sagen?? Es war einfach nur beeindruckend. Wer vorher negativ über Kriegsfilme gesprochen und sie nicht angeschaut hat, sollte sich dieses Meisterwerk anschauen! Man muss dem Film allerdings etwas Zeit geben, er entwickelt und steigert sich im Laufe der Minuten!
In "Letters from Iwo Jima" wird aus Sicht der Japaner beschrieben, wie diese die Insel Iwo Jima gegen die Amerikaner verteidigen. Hart aber realistisch dargestellt, dazu kommt die unheimliche Spannung, wie es die Japaner in ihren Höhlen aushalten und quasi auf ihren Tod warten oder auch vorher den Ehrentod sterben.
Der Hauptdarsteller überzeugt genauso gut wie seine Nebendarsteller. Auch die Kulisse ist fantastisch (Schwefelinsel Iwo Jima). Auch sehr empfehlenswert, weil sich hier das 2. Weltkrieg-Geschehen mal nicht um Deutschland dreht.
Für die Spannung vergebe ich 5 von 5 Sternen, für die Schauspieler ebenfalls 5 von 5, die Kulisse 5 von 5, die DVD-Qualität 5 von 5. Insgesamt ein eindeutiges Gesamturteil: 5 Sterne!!!!
Übrigens: Das Gegenstück dieses Filmes ("Flags of our fathers"), da wird die Geschichte aus der Sicht der Amerikaner erzählt, reicht nicht ganz an das Niveau von "Letters from Iwo Jima" heran. "Flags of our fathers" bekommt von mir 4 von 5 Sterne!
Ein Kriegsfilm aus der Sicht des Feindes..., 3. Dezember 2007
...steht es auf der Rückseite, und da darf man ja erst mal skepisch sein. Doch Eastwood gelang ein kraftvolles und zu keiner Zeit klischeehaftes Epos über die Schlacht um Iwo Jima. Er beschönigt nichts, zeigt keine Helden, nur Männer, die das tun was von ihnen verlangt wird. Die US Soldaten sind hier nicht so gesichtslos wie die Japaner im Parallelwerk Flags of Our Fathers, mit dem er sich an wenigen Stellen überschneidet.
Die Charaktere sind hier dafür besser ausgearbeitet, man kann sich ansatzweise ein Bild der japanischen Lebensart zu dieser Zeit machen. Ein Film, der fair mit beiden Kriegsparteien umgeht (hier sind ausnahmsweise mal die Amis die "Bösen") und keine schwarz-weiß Malerei betreibt.
Die DVD ist technisch in Ordnung, es gibt eine deutsche und japanische Tonspur, keine Englische! Aus den Bildern scheint jegliche Farbe gewichen zu sein, was hervorragend zu Atmosphäre des Films passt. Auch ist hier etwas Bonusmaterial mit drauf. Ein Trailer und ein kurzes Making of, was allerdings fast ausschließlich aus Interviews besteht.
Im Vergleich mit Flags of Our Fathers ist dies hier das bessere Werk, auch wenn es nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat.
...eine leise Geschichte über einen gigantischen Selbstmordbefehl, 2. Dezember 2007
In diesem schmerzhaften Pendant zu "Flags of our Fathers" wird den japanischen Toten posthum ein tief ergreifendes Denkmal gesetzt. In einem nahezu schwarz/weiß Film zeigt Clint Eastwood in einer kleinen, düsteren Palette von Farben konzentriert und faszinierend ein Figurenkabinett über den Antagonismus von Heldentum und Aufrichtigkeit sowie von Grausamkeit und Ergebenheit.
Die Menschen durch die klaustrophobische Extremsituation auf das Elementarste reduzierend konzentriert sich dieses erneute Meisterstück reflektorisch und dissonant auf die Inszenierung eines Kriegsschauplatzes mit ihren inter- und intraindividuellen Auseinandersetzungen und Überlebenstrieben sowie auf die Auseinandersetzung mit dem Bekannten und dem Fremden.
Ein geradliniger und genialer Film, mit exzellenten Hauptdarstellern und einen Tiefen Eindruck in die Welt der hilflos Eingeschlossenen und ihrer Surrealität.
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