Kundenmeinungen
Mit Abstand die..., 2. Juli 2008
...längste Eingewöhnungsphase, die eine DT-Scheibe bei mir benötigte, um anzukommen. Ich mag DT wirklich gerne, aber seit der Train of Thought brauchen die Teile immer länger, um ihr "Aroma" zu entfalten...Instrumental sind DT natürlich absolut Oberliga, keinen Zweifel, aber auf diesem Album erachte ich die Präsenz von James LaBrie als...stellenweise nervtötend. Der Mann hat eine saubere Stimme, die härteren, rauheren Passagen kaufe ich ihm aber definitv nicht ab. Es ist meineserachtens ein großes Manko LaBries, dass er zunehmend die Neigung zu haben scheint, andere Sänger in ihrer Stimmfarbe imitieren zu müssen. Und das, da er bekanntermaßen nicht gerade das männlichste für seine Stimme abbekommen hat, wirkt manchmal etwas...nun ja...lächerlich.Was allerdings auf dieser Scheibe fast schon ermüdend ist, dass Petrucci und Rudess ständig Themen und Phrasen aller vorangegangenen Scheiben zu neuen Stücken zusammenwürfeln, ohne wirklich das Gefühl zu geben, mit Leib und Seele und unter Aufbringung all ihres Fachverstandes etwas neues zu schaffen. Naja, zumindest überrascht es denn doch manchmal, wenn ein oftgehörtes Thema aus DT XY mal völlig anders fortgeführt wird...;)Dummerweise war ich so naß auf die neue DT, dass ich mir diese Special Ed geholt habe. Völlig überteuert, außer man hat eine gute 5.1-Audioverstärkung am DVD-Player, um die Surround-Version der Platte hören zu können. Warum auch immer:DNaja, nevertheless werde ich mir auch alle kommenden DTs besorgen, da ich da irgendwie unter innerem Zwang handle... *augenzuck*
(Alp)traum Theater!, 5. April 2008
Eins vorweg, mir gehen DT schon seit längerem auf die Nerven, was folgende Gründe hat:1. Die "göttlichen Genies" Portnoy & Petrucci halten sich für so begnadet, dass sie keinen Producer brauchen, ihrem Sänger die Gesangslinien schreiben (das LaBrie es besser kann zeigt er auf seinem letzten Soloalbum) und auch sonst ein stetig abnehmendes Gespür für gute Songs besitzen.2. Alben 1-3 waren genial keine Frage, aber danach versuchten sie ständig irgendwelchen Trends hinterherzujagen: So harte Jungs wie Pantera/Sepultura mimen (Train of thought), soundtechnisch so innovativ sein wie Radiohead (Six degrees...). Auch auf diesem Longplayer laufen sie wieder irgendwelchen Bands hinterher (z.B. Muse).Überhaupt wirken DT eher wie eine Coverband (Pink Floyd Intro/ Muse Bridge/ DT Refrain/Tool zwischenteil...)Es wäre sicherlich klüger wenn sich die Jungs mal wieder ihre ersten 3 Alben anzuhören, da hatten DT nämlich noch einen eigenen Stil!2 Punkte gibt es für die unbestrittene Virtuosität der Musiker. Wer sich König des Prog Metal nennen will muss schon mehr abliefern als ein paar lauwarm durchnummerierte Parts.
Kein Meilenstein aber überraschend "anders", 22. März 2008
Ich muss zugeben, dass ich nach langem hoffnungserfüllten Warten erst sehr skeptisch war, als die ersten Tracks im Netz kursierten.Dream Theater goes Gothic/Doom/Black/Death - Metal mit reichlich Metallica?Nach mehrmaligem Durchhören hat sich der erste Eindruck zum Glück nicht bestätigt. Der semikonzeptionelle Charakter des Albums wird durch den Opener "In the Presence of Enemies I" und dem Finale Part II sehr gut deutlich. Interessant ist hier vorallem der Einstieg, der sich ganze 4 Minuten hinzieht und Neuland beim Opener-Konzept von DT ist. Im Vergleich zu Octavarium wieder deutlich düsterer und härter. Petrucci meinte, "es sei einfach mal interessant gewesen", mit einem nicht ganz so tiefgründigen Gebiet, Musikalisches umzusetzen.Zwar merkt man auch als nicht zu vielseitiger Musikhörer, dass hier und da andere Bands stark durchklingen, und das wesentlich stärker, als noch auf den Alben vor 2001, doch kenne ich keine Band, die es besser versteht, so viele verschiedene Einflüsse so unter einen Hut zu bringen, dass es einfach klasse und trotzdem durchkomponiert klingt. Zugegeben, "Constant Motion" ist 70% Metallica, 25% Satriani (Solo) und 5% Dream Theater und auch Forsaken klingt nach einer Mischung aus Evanesence und etwas Dream Theater. Doch fügen auch diese Tracks sich dem Gesamtkonzept durchaus gut an.Neben den erfreulich gut passenden Fortsetzungen, mit Gastauftritten von Vai und anderen bekannten Gesichtern, von Mike Portnoys Alkoholiker Storyline in "Repentance" sticht vorallem noch "The ministry of lost souls" heraus. 14 Minuten Emotion, Virtuosität, intensive Vocals und ein legendäres, mir aber auch schon irgendwoher bekanntes...Outro fesseln einfach. Das Solo und die Frickellinien danach sind wohl die kompliziertesten Abschnitte seit langem. Der Titel hieß übrigens zunächst "Schindlers Lisp", hätte sicher auch ganz gut zum musikalischen Inhalt gepasst.Mit dem mystisch düsteren und dann komplexer werdenden Outro schließt sich der Kreis. Was dann noch zu sagen bleibt: Nichts wirklich Bahnbrechendes, aber erfreulich neue Impulse, die hier zu hören sind. Auch wenn der Einfluss anderer Bands teils recht stark heraussticht, nach mehrmaligem Durchhören wird man als DT-Fan und sicher jetzt auch anderer Stilrichtungen Gefallen an dem Album finden.Die DVD ist auch sehr gut gelungen. Portnoy als Hobbyfilmer zeigt hier eine sympathisch gut gelaunte professionelle Band, die immer für einen Spaß zu haben ist. Petrucci und Portnoy geben einige Einblicke in die Hintergründe, so zum Beispiel auch, dass nicht allzu viel in die Vocals hineininterpretiert werden soll...;) Über Zombies, Dark Lords und allgemeiner Liebe lässt sich auch so ganz gut Musik machen.
Dream Theater versinken nicht im Chaos, 9. Februar 2008
2007 erschien das bis heute letzte Werk von Dream Theater. Ich verfolge mit großem Interesse, dass seit ca. 8 bis 10 Jahren die Alben der Gruppe um Mike Portnoy und John Petrucci nicht mehr durchgehend begeistert aufgenommen werden. O.k., auch ich finde die "Train of thought" von 2003 nicht durchgehend überzeugend, die Platte war aber auch die einzige Ausnahme, da ich die "Octavarium" von `05 wieder super finde.Zu den Songs:In the presence of enemies (Part 1): Ganz typisch für DT. Alle Musiker geben alles und können voll überzeugen. James LaBrie steigt erst nach mehr als 5 Minuten ein. Ganz starker Track.Forsaken: Es ist ganz schade, dass Gruppen wie DT nicht im Radio gespielt werden. Der Song ist für die Verhältnisse der Gruppe richtig kommerziell, was aber nicht negativ gemeint ist. Hätte ein Hit werden können.Constant motion: Mit dem Song hatte ich anfänglich etwas Probleme. James singt teilweise sehr, sehr heavy. Hier fühle ich mich zu "Train of thought" zurückversetzt. Ist nicht so ganz mein Ding. Aber was die Jungs, allen voran Mike an den Drums, hier veranstalten, ist allererste Sahne.The dark eternal light: Das 2. Stück, mit welchem ich Probleme habe. Sehr düster und heavy, teilweise thrashig und der Gesang nervt schon fast. Dann kommt aber plötzlich wieder Melodie ins Spiel. Insgesamt nicht ganz überzeugend.Repentance: Das erste Stück, welches über 10 Minuten lang ist. Fängt ruhig an, was auch nötig ist nach den zwei Tracks davor. `Mirror, mirror, so glad to see you...` singt James. Ich persönlich finde es sehr gut, sich mal auf ältere Songs zu beziehen. Es gibt Fans, die den Song langweilig finden. Wie gesagt, ist er für mich eine gelungene Abwechslung.Prophets of war: Gewohnt gute Kost der Gruppe. Ungewöhnliche Drumarbeit von Mike. Der Song steigert sich gewaltig.The ministry of lost souls: Fast 15 Minuten lang, bietet der Song jetzt nichts wirklich neues, einfach DT auf gewohnt hohem Niveau.In the presence of enemies (Part 2): Der 2. Teil des Openers und über 16 Minuten lang. Hier fällt besonders ein minutenlanges Solo von Jordan Rudes auf, sehr gut. Überhaupt scheint es so, dass der Härtegrad der Gruppe seit Jahren recht hoch ist, Jordan aber immer mehr in den Vordergrund darf.Insgesamt ist "Systematic chaos" Dream Theater auf hohem Niveau, wie eigendlich immer. Selbst meine eigendliche Lieblingsgruppe Deep Purple konnte niemals so kostante Leistungen bringen wie DT. Nur `Constant motion` und `Dark eternal light` fallen etwas ab. Letztendlich kann es eigendlich nur heissen, wie fast immer, 5 Sterne für "SC". Warum motzen jetzt einige Fans und Kritiker? Vielleicht liegt die Messlatte bei der Gruppe einfach so (zu) hoch?!
deftig, 8. Januar 2008
Eines vorweg .. ich mag es gerne eine Spur härter.Die meisten DT Scheiben finde ich zu soft, zu nichts sagend .. langweilig.Mein Einstieg zu DT war A Change of Seasons. Eine grandiose Scheibe, aber was danach, respektive davor kam war nicht so meines. Für richtigen Frickel-Prog zu lasch, für derben Prog-Metal zu seicht ... irgendwo dazwischen, nichts halbes und nichts Ganzes. Irgendwie vergleichbar mit Fates Warning, die mit A Pleasant Shade of Grey ein Meisterwerk hinlegten neben dem jeder andere Output einfach verblasst.Sicher .. jede DT Scheibe ist technisch einwandfrei, aber der Funke will da nicht überspringen.Das änderte sich mit Train of Thoughts das schon in die richtige Richtung ging und findet in Systematic Chaos seinen bisherigen Höhepunkt.Kein einfaches Album, sehr verstrickt, sehr hart, extrem anspruchsvoll .. und genau so mag ich es, das erwarte ich von DT.Man kann die Scheibe ein bischen mit dem Circus Maximus Debut vergleichen, etwas mit der neuen Symphony X .. bene.Mir macht die Scheibe einen heiden Spaß und das Making Off ist eine nette Dreingabe.5 Sterne ... weiter so
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