Kundenmeinungen
Grower , 27. Juni 2008
Auch - und vielleicht gerade - wer mit Audioslave und Soundgarden so grade gar nix anzufangen weiß, ist mit CC}s Soloalbum möglicherweise prima bedient. Auch bei mir hat sich die Scheibe als echter grower entpuppt, die erst nach mehrmaligem Hören Ihre Wirkung entfaltet und dann einfach nicht mehr aus dem Player will. Carry On ist insgesamt sehr blueslastig und die imho bislang völlig verschwendete Färbung in Cornells Stimme kommt hier erst richtig zur Geltung. Da kann die Politrock- und Holzfällerhemd-Fraktion von mir aus schäumen, bis der Arzt kommt. Der Grunge ist tot. So what?
Hörs noch mal, 30. Mai 2008
Zugegeben: Ich habe diese CD das erste mal gehört, als ich zu Hause war und allerhand nebenbei gemacht habe. Irgendwann war die CD um und ich dachte: Hmm, irgendwie nicht so prall. Ich habe sie mir dann mit auf Arbeit genommen und mehrfach nebenbei gehört und durch das mehrfache Hören der CD ist mir ihre Qualität aufgefallen. Es ist wie bei vielen hochklassigen Alben: erst durch mehrfaches Hören lernt man sie kennen, lieben. Und irgendwann will man sie jedem empfehlen.Jeder der meint, sie wäre nicht gut, sollte sie mehrfach hören. Natürlich sind Meinungen unterschiedlich und jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung - und meine ist: Genial.
Vorsicht vor diesem Quark!, 23. Januar 2008
Wer Cornell mag, weil er Soundgarden oder Civillian/Audioslave mochte, sollte diese (Unterleg-)Scheibe tunlichst meiden. Was der Mann hier abliefert, ist musikalisch immer maximal Durchschnitt, wird aber in fast jedem Stück durch seinen Gesang zusätzlich eher abgewertet. Unverständlich, warum er seine prägnante, volouminöse Stimme zu 80% doppelt unterlegt - noch prägnanter und volouminöser wird dadurch nämlich garnix - bloß trötiger. Bis auf "You Know My Name" findet man hier nur langweilige und unharmonische Standardrefrains und musikalische Wendungen, die zum "leiser stellen" auffordern. Für eines ist das Werk aber gut: Man kapiert endlich, wer bei Soundgarden die Guten gewesen sind und freut sich, dass Audioslave (bzw. RATM) so konsequent waren, sich von dieser Lusche zu trennen.
Sehr gelungen!, 13. November 2007
Nachdem ich soviel Blödsinn lesen habe müssen komme ich nun nicht umhin auch eine kurze Kritik über das aktuelle Solowerk vom guten alten Chris abzuliefern. An die Nörgler: Leute, hallo?! Das ist weder Soundgarden noch Audioslave noch TOTD! Selten gibt es Musiker, die so vielschichtig und lange in verschiedenen Richtungen unterwegs waren und sind wie Cornell. Zu vergleichen ist dieses Werk demnach auch nur - wenn überhaupt - mit "Euphoria Morning", seiner ersten "echten" Soloscheibe. Und hier fegt "Carry on" mühelos mit doppelter Härte (und Geschwindigkeit) drüber. Ich denke daß es Cornell nun wirklich erstmals geschafft hat seine persönlichen musikalischen Vorlieben in äußerst genießbare Töne zu verpacken. Wer schreibt da "nur 50% gut" oder "ruhig"? Absoluter Blödsinn. Sicher, keine Kinderpopkost, einige Male muß man sich das Album natürlich durchhören, wie alle Werke von guten Musikern aus dieser Generation. Und siehe da - bei jedem Mal erkennt man mehr und mehr daß dieses Machwerk tatsächlich genial ist. Dieser Idiot bei den zitierten Kritiken, der behauptet "Billie Jean" kann nix soll sich am besten 10 Stunden Zack de la Rocha Sprechgesang mit 140 Dezibel anhören. Vielleicht erkennt er dann was Klasse an einem Sänger tatsächlich ausmacht.Ich bin noch nie ein "die hard" Chris Cornell Fan gewesen aber seine Projekte waren jedesmal bahnbrechend und seine Stimme ist ohne Diskussion eine der besten Rockröhren der letzten 20 Jahre. Aber wenn Leute einfach keine Ahnung von individueller Musik mit Klasse haben sollen sie sich doch einfach einen "Best of James Bond" Soundtrack kaufen, vielleicht erfüllen ja Duran Duran & Co. ihre Erwartungen mehr!Nochmal: eine der besten Veröffentlichungen 2007 (und da war viel Konkurrenz ;-)) Nicht von Dilo-Kritiken abschrecken lassen!
Stört nicht beim bügeln!, 26. September 2007
Ich habe mir bei dieser CD nun wirklich kein "Rock-Monster" erhofft. EUPHORIA MORNING (seine Soloplatte, die nach der Auflösung von SOUNDGARDEN veröffentlicht wurde) war schließlich auch eher ruhig. Doch ein wenig mehr drive hätte ich Herrn Cornell schon zugetraut. CARRY ON ist keineswegs ein schlechtes Album, aber es plätschert schon etwas belanglos dahin. Die rockigeren Nummern kommen nicht so richtig auf den Punkt und den (stark überwiegenden) langsamen Stücken fehlen einfach die wirklich mitreissenden Refrains. Somit gibt es, abgesehen vom "Bondsong" eigentlich keine richtigen Höhepunkte.Ich kann schon verstehen, wenn hier einige Vorredner mangelnde Emotionen attestieren, war man doch zuletzt (z.B. auf AUDIOSLAVE's zweiter Auskopplung OUT OF EXILE, welche ja auch ein ganzes Stück ruhiger war als deren Debüt) einen wesentlich eindringlicheren Gesang gewöhnt.Chris Cornell hat eine coole Stimme, schreibt meist gute Texte und hat auch ein gutes Händchen für schöne Melodien. Aber es fehlen ihm dann doch häufig die zündenden Impulse im Arrangement, die aus einer guten Idee einen guten Song machen. So bleibt mir nur zu hoffen, dass er für weitere Soloambitionen ein paar talentierte Studiomusiker anheuert und ihnen genug Freiräume läßt, in seinen Kompositionen eigene Aktzente zu setzen. Solche werden nämlich auf CARRY ON schmerzlich vermisst.Fast jedes Lied ist für sich genommen eigentlich ganz nett. Auf Albumlänge beginnt es aber recht schnell langweilig zu werden.
|