Kundenmeinungen
Etikettenschwindel?!?, 12. November 2008
2007 rief Mastermind Bily Corgan die Smashing Pumpkins ins Leben zurück. Von der ursprünglichen Besetzung stieß jedoch nur Drummer Jimmy Chamberlin hinzu, Corgans treuester Begleiter, der ihn auch während der kurzen Schaffenszeit von Zwan und seinem Soloalbum begleitete.Obwohl versucht wird, den Sound der Pumpkins wiederzubeleben, hinterlässt "Zeitgeist" einen faden Beigeschmack. Zwei sind eben nicht vier und das Album zeigt sehr deutlich, daß Billy Corgan vielleicht DIE Identifikationsfigur der Band ist, jedoch ohne James Iha und D'arcy Wretzky doch irgendwie in der Luft zu hängen scheint.Auch die Produktion erweist sich als sehr eigen. Die Vocals sind doch sehr hervorgehoben und die Gitarren überlagern einige der Songs vollständig. Zudem erweist sich das Schlagzeug in manchen Titeln als zu verspielt, was dem Album eine gewisse Hektik und Poltrigkeit verleiht. Chamberlin ist ohne Zweifel ein guter Drummer, der ein oder andere Fill-In weniger hätte "Zeitgeist" aber sicher gut zu Gesicht gestanden.Die zwölf Songs sind nicht wirklich homogen ausgefallen. So ist der Opener "Doomsday Clock" krachig und erinnert definitiv an vergangene Zeiten, aber bereits das lärmende "7 Shades Of Black" will nur durch Härte bestechen, was mißlingt.Zu den stärkeren Nummern gehören noch "That's The Way (My Love Is)", welcher ein Hybrid von Zwan und den Pumpkins hätte sein können und die Vorab-Single "Tarantula" mit seinen treibenden Drums und eingängigen Gitarrenriffs. Auch das etwas ruhiger gehaltene "Starz" überzeugt, bietet neben der Single für mich den komplettesten Song auf "Zeitgeist".Das neun-minütige "United States" hat bei aller lyrischer Plakativität durchaus etwas und mir gefällt Corgans Gitarrensolo.Zu bemängeln sind am ehesten wohl "Neverlost", das leider unter den nervösen Drums leidet, das völlig farblose "(Come On) Let's Go!" und das deplatziert wirkende, an Queen erinnernde "Pomp And Circumstances", das vielleicht auf Fremdmotivation von Co-Produzent Roy Thomas Baker entstand, der in seiner Karriere u.a. auch fünf Alben der britischen Band produzierte.Am Ende steht man recht ratlos da."Zeitgeist" ist weder Fleisch, noch Fisch - nicht wirklich schlecht, aber auch nicht sonderlich gut und wird trotz positiver Eindrücke sowohl in der Diskographie als auch in der Fangunst wohl immer seperat hinten dran stehen.Nun ja, zumindest weiß man nun: wo Smashing Pumpkins draufsteht, muß nicht zwangsläufig Smashing Pumpkins drin sein - am ehesten vielleich noch "vertonte Mittelmäßigkeit".
Zeitgeist - wirklich gelungen, 14. November 2007
Als jahrelanger Smashing Pumpkins Fan, der wirklich jedes Album besitzt kann ich sagen, dass die Platte gelungen ist. Die Band hat zwar nicht wirklich zusammengefunden, das hat aber keinerlei schlechten Einfluss auf die Qualität der Songs. Bei mir landet die Platte auf dem 3 Platz hinter Machina und Siamese Dreams.Corgans markante Stimme beherscht alle Stücke, die Platte rockt, von Doomsday Clock bis Let's Go! That's The Way ist für mich ein richtig gut gelungenes Lied. For God And Country hätte man besser weglassen sollen. Weiter so Corgan und vielleicht finden sie ja noch zusammen, wer weis?
Die 2 Seiten der Medaille, 2. November 2007
Meiner Ansicht nach lässt dieses Album mit fortlaufender Liednummer einfach immer mehr nach.1.Doomsday Clock - Mit viel Radau gehts los. Ein cooler Opener, aber ein bisschen eintönig 4/5 Pkt2.7 Shades of Black - Erinnert anfangs ein bisschen an Geek USA, kann aber leider nicht dessen Qualität erreichen. Ist nicht so mein Geschmack 2/5 Pkt3. Bleeding the Orchid - Einer der Hits auf dem Album.....wenn die neuen Mitglieder mitgewirkt hätten. So wird aus dem super Live Hit leider nur ein sehr gutes Lied geworden. 4/5 Pkt4. Thats the Way (My Love ist) - Schöner, rockiger Song, gefiehl mir von Anfang an 5/5 Pkt5. Tarantula - Mein Kaufgrund, super gerader Song, lädt zum Abgehen ein ^^5/5 Pkt6. Starz - Auch ein guter Song, wobei mir hier auch wieder die Stimmen der Neuen gefehlt haben 4/57. United States - Ja, hier gehts los, sind die ersten 5 Minuten des Songs noch hörbar so vergeht mir beim Solo jegliche Lust, viel zu viel verzerrt 3/58. Neverlost - Einziges relativ ruhiges Lied, aber mit nervösen Drums, geht so 3/59./10. Bring the Light/Come on Lets go - Warum ich beide Lieder auf einmal schreibe? - Weil ich finde, dass sie sich sehr gleich anhören, nicht nur untereinander, sondern auch im Vergleich mit den ersten Liedern der Platte 2/511. For God and Country - Was ist das? Komische Elektroklänge, keine gute Melodie, schwach 2/512. Pomp and Circumstances - Leider kein gelungenes Outro 2/5Fazit: Dem Album fehlt es leider an Abwechslung, es fehlt einfach eine Ballade(Disarm) oder eine richtig gute Melodie(Obwohl ein paar Knaller dabei sind) . Zudem wäre bei Mitwirken der neuen Mitglieder die Scheibe nicht so Monoton geworden. Hoffentlich wird das beim nächsten Album berücksichtigt. P.S.: Zu Empfehlen: Der Bonustrack Zeitgeist, schöner Akustiksong (4/5 Pkt)
Wahrlich kein Geniestreich.....aber auch kein Beinbruch!, 27. Oktober 2007
Wie soll man diese Scheibe nur bewerten? Dieser Frage sehen sich wohl viele eingefleischte Pumpkins-Fans unweigerlich ausgesetzt.....und zwar auch nach noch so häufigem Durchhören. Eins vorneweg - die Pumpkins legen hier eine mehr als ordentliche Rock-Scheibe vor. Konfrontiert man Zeitgeist" aber mit dem Gesamtwerk der Kürbisse, schneidet diese Scheibe sicherlich höchst bescheiden ab, nein schlimmer, ihr bleibt letztendlich nur die im Sport so viel zitierte Rote Laterne". Mal ehrlich, wäre Zeitgeist" direkt nach Mellon Collie...." veröffentlicht worden, Musikpresse und Fans hätten das Werk in seine Einzelteile zerrissen und Corgan vorsätzlichen Ausverkauf vorgeworfen. Man wird dem Album jedoch nur gerecht, wenn man Corgans höchstpersönliche Entwicklung berücksichtigt. Wandelte er doch die letzten Jahre ziemlich orientierungslos im undefinierbaren Stilbrei, findet er nun (endlich) zu seinen rockigeren Wurzeln zurück.Völlig überraschend kommt aber, dass sich Corgan fast ausschließlich auf geradlinige und ruppige Stücke beschränkt, die ohne große Einfälle schlicht und einfach treibend voran stürmen. Insoweit hält sich die Musik brav an das, was das Album-Thema Zeitgeist" und die meisten Song-Titel (z.B. United States", For God and Country" etc.) versprechen: Nicht die gewohnt kryptischen und geheimnisvollen Lyrics, sondern schnörkelloses aber wenig originelles Politik- und USA-Bashing. Der Opener Doomsday Clock" und das folgende 7 Shades of Black" geben stellvertretend die Richtung vor: Die Gitarren dröhnen und grunzen, die Drums werden von Chamberlin fast zur Besinnungslosigkeit windelweich geprügelt - ja, der Hörer kriegt von den Kürbissen endlich wieder mal ordentlich auf die Fresse! Darin spiegelt sich aber auch das Problem der Scheibe. Wo sind die wahrlich magischen Momente, die in den 90ern keine andere Band so zauberhaft zelebrierte? Wo ist die Melancholie der Siamese Dream"? Wo strahlt Corgan die unendliche Sehnsucht von Mellon Collie...." aus, die dann in blitzartige Wutausbrüche oder Ekstase umschlagen konnte? Dies waren die Attribute, die den Kürbissen den verdienten Kultstatus einbrachten und die Band von beliebigen Grunge-Kombos ihrer Ära abhob.Erst Song 4, nämlich That`s The Way (My Love Is)", kommt an das Niveau alter Werke heran. Hier kreiert Corgan die so typische Pumpkins-Atmosphäre zwischen Zuversicht und Verzweiflung und brilliert mit seiner einzigartig zerbrechlichen Stimme.An der ersten Single Tarantula" werden sich wohl die meisten Geister scheiden. Oberflächlich gesehen scheint es ein eindimensionaler Abrocker mit spröden Proll-Gitarren zu sein. Mir jedenfalls gefällt die Nummer ausgesprochen gut, weil hier die fette Produktion und die Retro-Gitarren einfach perfekt zur Songstruktur passen und der Song obendrein einen mitreißenden Refrain hat.Weitere Glanzpunkte der Scheibe sind das treibende Starz" und das gefühlvolle Neverlost".Das fast 10minütige United States" mag musikalisch (auch live) ein spektakulärer Höhepunkt sein. Gefühlsmäßig zieht mich dieses Rock-Ungetüm jedoch nicht vollends in seinen Bann.Nach dem sehr gefälligen Bring the Light" lassen es die Kürbisse dann unauffällig aber routiniert ausklingen.Fazit:Eine x-beliebige Band hätte vielleicht 5 Sterne verdient. Den Pumpkins im Speziellen dürfte man jedoch höchstens 3 Sterne zusprechen, wenn man den alten Meisterwerken, die allesamt 5 Sterne mit +Zeichen verdient haben, gerecht werden möchte. Also erscheinen mir (gerade noch so) 4 Sterne als angemessen.Anspieltipps: Titel 4,5,6 und 8.
Wow..., 30. September 2007
Nach all meinen Vorgängern, die im Grunde schon alles irgendwie gesagt haben noch meine Meinung.Es ist nicht neu, aber irgendwie muß ich das loswerden...Die SP haben immer schon polarisiert, viel experimentiert.Viele Alben sind stilistisch sehr unterschiedlich.Nun, nach alldem was ich gelesen habe, habe ich dieses Album mit Schweiß auf der Stirn (*g*) und einigen Bedenken gekauft (alle anderen besitze ich natürlich...)ICH (!) bin nicht nur begeistert, sondern euphorisch!Alles ist bei den SP Geschmackssache,aber so einen Hammer hätte ich nach all den mittelmäßigen Soloprojekten von Mr.BC nicht erwartet.Es trifft genau das, wofür ich die SP immer geliebt habe: Harter, cooler Sound, ein unverwechselbarer Gesang, und vor ALLEM: Ultrageile Songs (O.K., auch mit ein paar 'Hängern'...)Insgesamt für mich DAS Album, der Fuß steht nicht still....Die CD hat meinen Player seitdem nicht verlassen. Für mich der Hammer, es sollte jeden SP Fan und alle die auf den härterenSound der Band stehen an die Wand nageln...
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