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Alive - Vertrieb und Marketing/DVD: Unser täglich Brot

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Unser täglich Brot

Regie: Nikolaus Geyrhalter

Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Augenöffner!, 6. November 2007

Dieser Film ist ein echter Geniestreich!
Es ist wirklich kein einziges Wort nötig um das dramatische und auch schreckliche Geschehen in unserer Nahrungsmittelherstellung dem Zuschauer nahezubringen.
Diesen Film sollte sich jeder ganz bewusst ansehen. Wer Tiere isst, der sollte sich nämlich auch im klaren darüber sein, was mit den Lebewesen, bevor sie in die anonyme Form eines Schnitzels gepresst werden, so alles angestellt wird.

Ich bin zwar schon lange Vegetarierin, aber wäre ich es nicht gewesen, wäre ich sofort nach diesem Film eine geworden.











produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Grauenhaft ehrlich, 4. November 2007

Der Film verzichtet nicht ohne Grund auf Sprache. Was sollte man diesen Bildern hinzusetzen?
Mir ist der Appetit auf Fleisch vergangen. Ich krieg das nicht mehr zusammen: Mit meinem Kind am Koppelzaun die "muhmuhs" bewundern und wissen, dass dieses Tier so oder ähnlich sterben muss.
Wie kann man in solchen entmenschten Schlachtfabriken arbeiten, ohne wahnsinnig zu werden?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Vegetarier in 92 Minuten, 31. Oktober 2007

Gestern bin ich zufällig beim trägen Herumzappen auf der Couch über
(und in) diesen Film gestolpert. Eine sehr heftige Erfahrung die ich -
als jemand, der bis vor kurzem noch meinte in Sachen "Filmkunst" schon
alles gesehen zu haben - in dieser entwaffnenden Eindringlichkeit hier
machte.

Den kommentar- und interviewlosen Reihungen von O-Ton-Szenen einer
grotesken und hinsichtlich maximaler Effizienz bis ins kleinste Detail
ausgeklügelten Industrielandschaft kann sich wohl kein Mensch
entziehen, der nicht vollkommen abgestumpft ist und noch einen Funken
Skepsis unserem modernen Lebenswandel gegenüber im Leib hat.

Es sind die Konfrontationen, die diesen Film weitab jeglicher
"political correctness" und ohne die Chance auf ein Happy-End so
besonders werden lassen. Als Zuschauer habe ich überdeutlich
realisiert, daß es tierischem Leben im Fleischbusiness nicht im
geringsten besser geht als den Pflanzen, die in einer entfremdeten
Umgebung der Massenverwertung zugeführt werden.

Eine mutige Entscheidung, diese Dokumentation nicht nur im Kino
sondern auch im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen zu prominenter
Sendezeit (28.10.2007, ORF2, 23:00 und 4.11.2007, 3SAT, 21:15) und so
ungeschnitten einer breiten und womöglich unvorbereiteten Oeffentlichkeit
zugänglich zu machen. Nicht wenige Menschen werden hier binnen 92 Minuten
ihre Position am Ende der Nahrungskette überdenken.

Ich müßte "Unser täglich Brot" an sich uneingeschränkt meinen
Bekannten, Arbeitskollegen und sogar Schülern im Unterricht
"Natur&Technik" empfehlen, befürchte aber vor allem bei letzteren
durchaus einige traumatische Erlebnisse, insbesondere angesichts einer
FSK-Empfehlung von 12 Jahren. Es handelt sich hier eben nicht um
pistolenknallende Actionhelden sondern die ungeschminkte Realität.

Die gebrachten Inhalte sind sehr starker Stoff. Höchste Zeit für
diese nachdenkenswerte Bereicherung der Fernsehlandschaft und allein
schon 10 Jahre GEZ wert. Meinen aufrichtigen Respekt!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Noname Kuh statt Kuh Elsa., 12. September 2007

Der Film beginnt in einem Schlachthof und endet dort. Eine vollautomatische Trommel wird zur Endstation der Rinder. In riesigen Fabriken bewegen endlose Laufbänder alle Arten von lebenden und toten Tieren. Selbst die hier arbeitenden Menschen wirken, gleich den Tieren, als dem maschinellen Rhythmus untergeordnete Wesen. Alles ist sauber und die Klingen sind rasiermesserscharf. Hier ist der Tod zur Industrie geworden. Geburt, Aufzucht und Transport folgen dem gleichen Gesetzen, viel Maschine, wenig Mensch und dem Tierprodukt, das was es unbedingt braucht.

Die Bilddokumentation kommt ohne gesprochenen Text aus. Der Kontext der Szenenabläufe spricht für sich. Unsere Nahrung wurde klammheimlich industrialisiert. Wir essen Fließbandeier, Retortenhähnchen, Melkmaschinenmilch, Reiseschweine und Kettensägenkühe. Nirgendwo klafft Werbung und Realität weiter auseinander als bei unseren Lebensmitteln. Warum?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wo der Mensch noch seinen Beitrag leistet, 27. April 2007

Unser Brot natürlich handgeknetet, unsere Milch handgemolken, frisch von der Weide aus artgerechter Tierhaltung und den Joghurt handgerührt mit soeben gepflückten Erdbeeren...

Ein erfreuliches Bild, welches uns die Werbung täglich zig Male zu vermitteln versucht.
Der Mensch integriert in einen Kreislauf, an dem jeder von uns in irgendeiner Weise Teil hat (/haben muss).

Was wirklich dahinter steckt, versucht dieser Film aufzudecken. Nicht, indem er anklagt, den Zuschauer mit Zahlen und Fakten bombardiert, sondern allein die Bilder für sich sprechen lässt.

Kommentarlos werden entfremdende, bizarre Bilder von Maschinen und Fließbändern aneinander gereiht, irgendwo dazwischen Tiere, Pflanzen und der Mensch. Letzteres wirkt völlig deplaziert in der automatisierten Nahrungsmittelproduktion.

Für den Ton sorgen die Maschinengeräusche, monoton und ohrenbetäubend, wenige Minuten später das noch lautere Schweinegequieke und Hühnergeschrei. Allerdings wirken diese in der industriellen Welt noch individuell und lebendig, bis auch hier ein geschlachtetes Tier dem anderen gleicht.

Schnell, sauber und vor allem ertragreich.

Vom Salat über Eier bis zum tiefgefrorenem Huhn, vom Keimling, bis zum rot-glänzenden Apfel, vom soeben geschlüpften Küken zum Chicken-Nugget - welchen Weg unsere Nahrung zum verzehrfertigen Produkt bereits hinter sich hat, und welche Rolle der Mensch dabei überhaupt noch spielt, wird in fast schon ästhetisch anmutenden Bildern verdeutlicht.

Bilder, die nicht denen der Werbung entsprechen, sondern kühl, steril und vielleicht ein Denkanstoß.

Viele Fragen bleiben für den Konsumenten unbeantwortet. War das nun Wasser? Dünger? Oder vielleicht sogar ein Pestizid?
Wie halten die Mitarbeiter tagtäglich die "Fließbandarbeit" in Schlachthöfen aus und was geht ihnen während der gefilmten Mittagspause durch den Kopf?

Darüber verrät der Film nichts. Der eine oder andere Zuschauer wird sich anschließend vielleicht häufiger Gedanken darüber machen, seinen Stand in unserer Welt überdenken, denn anstatt entsetzten und Diskussionsbedarf beschleicht einem nach dem Abspann eher bedrückende und sprachlose Traurigkeit.

5 Sterne!




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