Kundenmeinungen
T.A.N.Z. den Simian, 7. Juli 2007
Anspielen:- Hustler- It's the beat- Love- Sleep DeprivationDieses Debut-Album der Simian-Nachfolgeband "Simian Mobile Disco" ist wirklich nicht Simian, sondern weit mehr buntgemischter Elektro-Tanzflächenfüller zwischen Breakdance und House.Das ist schon durchaus großartig, diese Band spielt damit weiterhin groß mit, zusammen mit Daft Punk, digitalism, den Beastie Boys oder Justice... ein Album das SMD treu bleibt, die schon vor ihrem "Debut" Ruhm für diverse Remixe für Bands wie Muse oder Air einheimsten, wie man hört.Aus allen Songs sind durchweg recht schnell die Fassungen rauszuhören, die auf einem "normalen" Simian-Album (oder zumindest einer Remix-Maxi) herausgebracht hätten werden können, soll heißen: mit gewohntem Simian-Gesang. Etliche Sounds kommen einem doch bekannt vor, was gar kein Nachteil ist. Der Unterschied ist damit gar nicht so groß, wenn man sich auf die Musik mit Ohren auf die alten "Simian" einlässt.Wer das nicht kann oder will, kriegt trotzdem reihenweise lupenreine Dancefloor-Beats. Kann man nicht meckern. Absolut zurecht im Juni 2007 in der Beat-Auswahl des "Album Club".
Das geht nach vorn ... das macht Spass ..., 1. Juli 2007
... auch wenn das Rad damit nicht neu erfunden wurde.SMD sind wohl die beste Formation des leider IMHO etwas halbherzigen FrenchFunk-Trends. Nix wirklich neues hört man da grösstenteils. Ein ambitionierter Mix aus DaftPunk, Air und den Chemical Brothers, einmal kräftig durchgerührt und nachgewürzt ... Tadaaaah: Der neue Trend! Jaja, ich weiss ... SMD kommen nicht aus Frankreich ... aber komischerweise erscheinen die "FrenchFunker" fast alle auf französischen Labels. Eins davon (Ed Banger) gehört dem ehemaligen Manager von DaftPunk ... ein Schelm wer da böses denkt;-)Meist wird einem da nur Aufgewärmtes aus der eigentlich schon längst geschlossenen "Techno-Küche" serviert. Aber SMD machen wirklich Spass und locken selbst einen alten Elektroniker wie mich noch auf die Tanzfläche.Die Tracks sind nicht so straight wie z.B. bei Digitalism. Viele Breaks und Gimmicks, housige Clicks und Bleeps und schwere Beats mit Acid-Elementen. Besonders "Hustler", "Wooden" und "Tits & Acid" haben es mir angetan. Da wird das alte Tanzbein mal wieder durchblutet.Auch die meisten anderen Tracks sind durchaus mehrfach hör-und tanzbar ... wenn auch keine Kanditen für die Hall of Fame. Einen Punkt Abzug gibts für "Scott". Das sollte wohl der Alibi-Experimental-Track werden ... sorry, sowas sollte man doch besser Autechre und Konsorten überlassen.Losgelöst vom FrenchFunk-Trend und nur für sich betrachtet sind SMD ein echtes Goldstückchen. Ich hoffe sie gehen nicht mit diesem Trend irgendwann unter und schaffen den rechtzeitig den Absprung mit neuen, frischen Ideen die nicht wie der x-te Aufguss von DaftPunks besten Alben klingen ...
Schmeißt die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum dancen!, 18. Juni 2007
So, wer Simian Mobile Disco sind, dass dürfte nach der kleinen, feinen Beschreibung weiter oben ja nun klar sein. Und ihr Ruf eilt den Briten bereits in lauter Form voraus. Tolle Remixe und Hits wie "It's The Beat" oder das famose "Hustler" rotierten ja schon längst in diversen Clubs. Simian Mobile Disco haben elektronische Dance-Musik nach langer Zeit wieder, zusammen mit all den anderen New-Rave-Hypes, wieder salonfähig für die Independent-Disco gemacht. Und macht darüber hinaus einfach nur Spass. Und wie sollte es anders sein... "Attack Decay Sustain Release" ist heiß! Und es stampft! Und es ist dreckig! Und vor allem rockt es verdammt noch mal mehr als die Alben der Kooks und Razorlight zusammen. SMD machen auch auf Albumlänge alles richtig. Ein breites Spektrum an elektronischer Musik, feiste und unverschämt dicke Bässe, freche Samples und verzerrte Beats, sowie Tonen von elektronischem Geblubber und Spielereien. Dieses Album lohnt sich sowohl zum Tanzen, als auch... ja, man glaubt es kaum, Hinhören. Aber natürlich wendet sich das Duo an all jene, die einfach mal den verdammten Hintern zu diesen Rhythmen kreisen lassen wollen. Langsam brodelt "Sleep Deprivation" los, bevor es sich am Ende als stampfender Sog entpuppt, der einen mitzieht, genauso wie der 80er-Anleiher "I Got This Down" oder das feiste "Tits & Acid". Von Retro, über Breakbeat, breite Flächen bis minimalistisch, kantig bis melodisch... Simian Mobile Disco bedienen sich unterschiedlicher Stile und schaffen es so wirklich, dass ihr Sound auch auf Albumlänge so sehr hörbar bleibt. Und tanzbar ist er eh. Also kann man als Freund wirklich guter elektronischer Musik hier zu greifen. Und wer dabei nicht die Boxen aufdreht und einfach mal Party macht, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
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