Kundenmeinungen
Von wegen Wahrheit....., 1. April 2008
Beethoven war zur Zeit, in der dieser Film spielt, überwiegend taub.Und da untertitelt dieser Film, die ganze Wahrheit über Beethoven. Offensichtlich die Unwahrheit. Dies führt auch zu Friktionen im Film.Einerseits hört Beethoven angeblich gut,andererseits sagt sein Neffe im Prozess so aus, als wenn Beethoven taub wäre, was ja zutreffend ist.Es ist dann schon eine gewisse Überwindung, den Film weiter zu schauen, weil durch diesen Mangel eine zentrale Schieflage vorhanden ist. Es gibt viele nachfolgende Scenen, die diesen Widerspruch nicht ausräumen können.Andererseits ist der Autor Morrisey bemüht, viele zutreffende Fakten einzubauen. Krankhafte Verdächtigungen, die Diffamierung der Mutter seines Neffen Karl, das seltsame Finanzgebaren ,speziell hinsichtlich der Missa solemnis, sein cholerisches Temperament, seine enge Bindung an diesen Neffen. Im Film wird behauptet, Beethoven habe sich syphilitisch angesteckt. Dies ist widerlegt:"Entgegen den Erwartungen fanden beide Analysen nur verschwindend geringe Spuren von Quecksilber. Damit steht nach Ansicht der Forscher fest, dass Beethoven nicht an Syphilis litt, wie in den vergangenen drei Jahrzehnten in vielen musikhistorischen Dokumenten vermutet worden war." Die Art und Weise der Entstehung der finalen Krankheit entspricht wiederum den bekannten Fakten.Eine kleine Scene beleuchtet sehr prinzipiell den unzutreffenden Ansatz dieses schein-dokumentarischen Films. Beethoven wird zitiert, das Wichtigste in der Welt sei sein Neffe. Abgesehen davon, dass er sich immer als " Vater" bezeichnet hat ( was die Gefühle zur Karl zeigt), hätte Beethoven sein Leben sicher nicht ertragen, wenn nicht seine Kunst ihm das wichtigste im Leben gewesen wäre. Er sah sich als Diener seiner Kunst, das war die Berechtigung seiner Existenz. In dieser Scene zeigt sich ein grundsätzliches Missverständnis Beethovens, nicht nur eine Verdrehung konkreter Fakten.Auf einer Beethoven-webside firmiert dieser Streifen als Beethovens Neffe.Das könnte eher zu akzeptieren sein,insbesondere, wenn von vornherein das Stück als Fiktion bezeichnet würde.Im Film wird viel Beethoven-Musik gespielt- die aber auch oft nicht zur Zeit passt, in der Film spielt.Durch den Untertitel wird eine Nähe zur Leben Beethovens suggeriert, die nicht zutreffend ist. Beethoven wird nicht auf einen Sockel gestellt. Dies ist nicht Verdienst genug.Diesen Film zu sehen,lohnt nicht.
Guter Film - grottige Bild/Tonqualität, 19. Februar 2008
Gute Unterhaltung mit einem Hauch Authentizität - aber die Bildqualitätist wirklich weit unter der meines alten VHS-Recorders.
Erschaffung eines Mythos, 25. August 2007
In diesem Film, basiert auf einem Roman, kommen viele echte Details aus Beethoven's Leben zur Schau. Es handelt sich eigentlich nur um die Jahre die Beethoven mit seinem Neffen Karl verbrachte. Viele Situationen sind erspitzt um groessere dramatische Vollendung zu erreichen. Der Film zeichnet sich durch eine reife Darstellung aus.Die Schauspieler sind hervorragend, die Rollen gut ausgeschrieben and das Ganze toll inszeniert. Zum Teil uebergiesst zuviel Musik die Szenen, weniger waere etwas mehr gewesen. Und ein Hauch 80'er Jahre ueberweht den Film.Allerdings sehr aergerlich ist die ziemlich schlechte Kopierqualitaet. Schade dass der Film nicht vorher restauriert wurde. Farbe und Ton sind zu oft verwaschen, Streifen und weisse Tupfen, als ob es sich um etwas aus den 30 Jahren handelte. Wegen dieser Maengel, und nur deswegen, habe ich dem Film 3 Sterne gegeben.
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