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Universal/DVD: The Good Shepherd - Der gute Hirte

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The Good Shepherd - Der gute Hirte

mit Matt Damon Angelina Jolie

Regie: Robert De Niro

Universal/DVD

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10/Okt/2008 - 22:27


Beschreibung

Robert de Niros zweite Regiearbeit wartet mit einem Überangebot an Hollywoodstars auf. Dabei ist Der gute Hirte vor allem ein leiser Film, eine gut recherchierte Auseinandersetzung mit der Geschichte der CIA.

Die CIA ist eigentlich seit ihres Bestehens legendär. Man hat sie für vieles verantwortlich gemacht, mit Hohn und Spott nie gegeizt. Dabei war die „Agency“ lange Zeit ein Buch mit sieben Siegeln, Bestandteil wilder Verschwörungstheorien und romantisierender Agententätigkeiten. Das leicht ausufernde Drehbuch von Eric Roth (The Insider), der Film hat eine Spiellänge von knapp drei Stunden, versucht so tief als möglich in die Materie einzudringen. Ein ambitioniertes Vorhaben und sicher mit ein Grund für die Tatsache, dass gut 12 Jahre lang kein Produzent den Stoff anrühren wollte. Ausgerechnet Robert de Niro hat den Mut aufgebracht und legt mit Der gute Hirte nach The Bronx Tale (1993) seine zweite Regiearbeit vor.

Es wird die Geschichte von Edward Wilson (Matt Damon) erzählt, einem priviligierten Yale Absolventen, der während des zweiten Weltkriegs nach London geht, um unter seinem Mentor Dr. Fredericks (Michael Gambon) dem OSS (Office of Strategic Services) zu dienen. Später wird unter Wilsons kräftiger Mithilfe aus dem OSS die CIA werden. Es ist kein Geheimnis, dass Wilsons Figur auf CIA-Mitbegründer James Angleton beruht, dessen Karriere in der Folge des Schweinbucht Skandals ebenso kompromittiert wurde wie die CIA selbst. Unter diesem Gesichtspunkt ist es deshalb nur konsequent, den Film in Flashbacks an eben diesem Zwischenfall vor Kuba auszurichten. Dazwischen, davor und danach wird Wilsons Figur näher beleuchtet, sein Privatleben in Beziehung gesetzt zu seiner Charakterentwicklung, die seiner Rolle, im wahrsten Sinne des Wortes, als Spion Vorschub leistete.

Um Zuschauerschichten anzusprechen, die sich nicht allzu sehr für die geschichtliche Aufarbeitung aussenpolitischer Entwicklungen interessieren, hat man nicht nur ein absolutes Staraufgebot engagiert (es spielen unter anderem Angelina Jolie, Robert de Niro, William Hurt, Alec Baldwin, John Turturro), sondern sich auch mit der Entscheidung schwer getan, worauf man den Akzent legen soll. Am Ende wirkt Der gute Hirte ein wenig unentschieden. Handelt es sich nun um einen Thriller im Stile John Le Carrés, der vor dem Hintergrund geschichtlich verbriefter Ereignisse stattfindet, oder ist der Film in erster Linie eine kritische Auseinandersetzung mit US-amerikanischer Aussenpolitik, aufgepeppt durch Intrigen und Abenteuer? Es ist aber vielleicht ein unlösbares Problem, dass dem gewählten Thema immanent ist. Unabhängig davon bleibt Der gute Hirte für jeden, der de Niros Leidenschaft an dem Stoff teilen kann, absolutes Pflichtprogramm und möglicherweise das herausragende Filmerlebnis schlechthin. Für alle anderen könnten sich die drei Stunden ein wenig in die Länge ziehen. Thomas Reuthebuch





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einschläfernde Wirkung, 31. August 2008

Ich bin großer Fan von Matt Damon, er bringt auch mal wieder eine überzeugende Darstellung.Allerdings finde ich den Film viel zu langatmig und zu komplex.Vielleicht hab ich ihn nicht mit dem nötigen Interesse oder Wissen gesehen, aber ich habe ihn bis heute nicht verstanden und meine Bekannten auch nicht.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gähn, Gähn, Gähn,, 28. August 2008

Schade trotz eines Staraufgebots wie Robert DeNiro, Anglina Jolie, Matt Damon u.v.a konnte mich dieser Film einfach nicht überzeugen. Die Geschichte der CIA hätte sicher einiges zu bieten. Leider wird hier nur alles angedeutet und nur leicht in Frage gestellt. Matt Damon spielt zudem eine extrem langweillige und stocksteife Figur. Ein bißchen mehr Seelenleben oder Freude am Leben hätte Damon's Charakter sicher verdient. Schlimm daran, daß der Film durchaus interessant begannt dann aber immer mehr in gähnende Langeweile ausweicht. Ich mag Dramen doch auch als Tragödie wird einfach zu wenig geboten. Regisseur hat keinen Thriller, keine Tragik-Bio gedreht sondern einfach nur einen langweiligen Film mit Einschlafgarantie.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Drei Stunden kalte Einsamkeit, 24. Juli 2008

Nach Castros Machtübernahme auf Kuba fühlte sich das amerikanische Establishment bedroht. Eine Gegenoperation, die mit einer militärischen Invasion in der kubanischen Schweinebucht beginnen sollte, scheiterte jedoch kläglich, weil die Russen davon bereits wussten, bevor überhaupt ein Schuss gefallen war. Mit diesem durch Verrat erzwungenen Misserfolg der CIA beginnt der dreistündige Film, in dessen Mittelpunkt mit James Angelton (im Film Edward Wilson) einer der Gründer des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes steht. Der Film endet eine Woche später, nachdem der Verrat scheinbar aufgeklärt und Wilsons Position trotz seiner eigentlichen Mitschuld gestärkt ist. Dazwischen allerdings wird uns nicht nur dieser Vorgang, sondern in wesentlichen Teilen die CIA-Geschichte bis 1961 durch fortwährendes Rückblenden in die Vergangenheit des Edward Wilson nahe gebracht. Das ist mitunter recht schwierig und braucht Konzentration. Wer also nur spannende Unterhaltung erwartet, der sollte andere Filme ansehen. Das eigentlich Spannende hier ist die ganze wohl nicht zu verhindernde Scheinheiligkeit des Themas, von der offenbar sowohl der Drehbuchautor als auch der Regisseur ergriffen waren. Auf der einen Seite kommt uns der Film patriotisch. Patriotismus und der Kampf für die heiligen Werte der westlichen Demokratie waren die Motive, die den Lyrik-Studenten Wilson zum Mitbegründer der CIA-Vorläuferorganisation werden ließen. Nachdem er diese Linie übertreten hatte, begann es sehr einsam um ihn zu werden. Vertraue niemandem, nicht einmal den eigenen Leuten, nicht einmal der Familie - das ist das Grundprinzip eines Geheimdienstes. Auf der anderen Seite drehen wir uns gerne weg, wenn es um die Drecksarbeit der Geheimdienste geht. Im Namen der höchsten Werte sind dessen Agenten eigentlich immer im Ausnahmezustand der Gesetzlosigkeit und äußersten kompromisslosen Brutalität. Dieser Film zeigt uns diese Seiten des trost- und freudlosen Lebens des schweigsamen Mr. Wilson mit schneidender Kälte. Mich hat dieser durch den gesamten Film transportierte Grundkonflikt fasziniert: Welch ein armseliges, einsames und bitteres Leben im Namen von Freiheit und Demokratie. Fazit.Dieser Film ist nur etwas für Menschen, die drei Stunden konzentriert eine immer wieder durch lange Rückblenden unterbrochene komplizierte Handlung verfolgen möchten. Weil er der Wirklichkeit wahrscheinlich ziemlich nahe kommt, ist er jedoch sehr lehrreich. Wer sich durch die Wirklichkeit gut unterhalten fühlt, ist hier bestens aufgehoben, wer nur Unterhaltung und Entspannung sucht, eher nicht.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Dieser Film müßte eigenlich Wellen von Trauer bei Männern verursachen, 1. Juli 2008

So einen Film kann nur ein Mensch machen, der für sich selber alles erreicht hat und niemanden mehr was beweisen muß. Robert de Niro kennt seine Geschlechtsgenossen. Wie auch immer er privat sein Männlichsein auslebt, auf der Leinwand und hier in dieser Regie Arbeit zeigt er Männer in allen vorkommenden Ausführungen. Seelisch gesunde Männer, also beschützende, liebende und führsorgliche Männer. Und ihr Gegenteil, manipulative, harte, kalte Männer, die nichts mehr fühlen und ihren Zugang zu Einfühlen und Mitfühlen gegenüber anderen gegenüber verloren haben. Und alle Varianten dazwischen. Und er zeigt, was Männer anderen Männern antun. Wenn die Geschichte der CIA wirklich so war, müßten grade Männer diesen Film mit tiefer Trauer betrachten. Wir Frauen aber auch. Denn das würde bedeuten, das zum Zwecke des Schutzes eines Landes vor nicht vorhandenen Feinden Männern an ihren nährend beschützerischen Seiten gepackt werden und dazu gebracht, ihre eigene Ideale zu verraten, nämlich "ihre Sippe" (in diesem Fall "ihr" Land) zu schützen und pfleglich zu behandeln.Wie kriegt man einen Mann dazu, die innigst geliebte Frau seines eigenen, von ihm heiß geliebten Sohnes umzubringen? Wie kriegt man einen Mann dazu, gerade seine weichen, liebevollen Wesensanteile und seine Ideale zu verraten? Wie kriegt man es hin, das ein einfühlsamer, warmherziger, gebildeter, loyaler und führsorglicher Mann Sachen macht, die ganz im Gegenteil zu seinen eigenen Wertvorstellungen stehen. Indem man ihm einredet, er müsse "Opfer" für "sein" Land bringen, weil ... und ihn dann schamlos anlügt. Und damit zu allen gewünschten Taten bringt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  mäßiger Film von Robert de Niro über die Enstehung der CIA, 18. Mai 2008

Dies ist der erste Film von Robert de Niro als Regisseur, den ich mir angeschaut habe. Sein trockener, fast schon spartanisher Erzählstil macht diesen Film eigentlich ideal für das Erzählen einer anspruchsvollen Story aus der Perspektive eines der Gründungsmitglieder der CIA, der für den Dienst an seinem Vaterland alles opfert - Freunde,Familie ... Leider kann ich nur bedingt dazu raten, 2,5 Stunden Zeit zu investieren um sich diesen Film anzuschauen. Im Grunde ist er stinklangweilig. Man kann schon am Anfang der meistens recht langen Szenen erraten, was als nächstes passiert. Es kam nie Spannung auf, ich hatte nicht das Gefühl das mir eine wirklich sehenswerte Geschichte erzählt wird. All die Emotionen und Gefühle die man von Hollywood erwartet, stellten sich bei mir nicht ein. Dennoch ist es ein grundsolider Film mit guten Schauspielern, der aber für viele zu langweilig sein wird.




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