Beschreibung
Programmatischer wie mit dem Titel "Goodbye To Yesterday" kann man ein Comebackalbum eigentlich nicht eröffnen. Die No Angels stellen gleich von Begin an klar, dass sie mit ihrem neuen Album Destiny nach vorne schauen und sich gar nicht lange mit ihrer bewegten Vergangenheit aufhalten wollen. Mit dem hohen Erwartungsdruck, den fünf Millionen verkaufte Tonträger fast automatisch aufbauen, gehen Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls recht locker um. Auch das Fehlen von Vanessa Petruo macht sich nicht negativ weiter bemerkbar. Die Band, die im Jahr 2000 die erste Staffel der TV-Castingshow "Popstars" für sich entscheiden konnte, setzt auch bei ihrem Comeback ganz auf lupenreine Pop-Songs, gewürzt mit einer Prise Soul und R&B. Dass die vier jungen Frauen über außergewöhnliche Gesangstimmen verfügen, haben sie bereits in der Vergangenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade die Titel wie "Amaze Me" oder einschmeichelnde Balladen wie "Make A Change", die stimmlich die größten Herausforderungen an das Quartett stellen, zu den besten der Platte zählen. Doch auch eher auf den Dancefloor zielende Nummern wie "Been Here Before" oder klassische Midtempo-Hymnen wie "Maybe" funktionieren bestens. Die No Angels knüpfen mit Destiny dort an, wo sie 2003 mit Pure aufhörten, ohne musikalisch auf der Stelle zu treten. Ob das Comeback auch in kommerzieller Hinsicht an alte Bestmarken heranreichen wird, wird sich zeigen. Die Ausgangsposition ist jedenfalls vielversprechend. --Norbert Schiegl
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