Kundenmeinungen
"Du magst doch Tom Waits ?", 1. November 2008
wurde ich vor ein paar Wochen von einem Bekannten gefragt. Ja, mag ich. "Dann hör dir mal >Boxer< von >The National< an, ich bin sicher, die Scheibe wird dir gefallen", so sein Tipp.Nun, mein Bekannter lag nicht richtig. Jedenfalls nicht zwingend mit dem Vergleich zu Tom Waits. Parallen gibt es allenfalls im ausgereiften Storytelling und den teils verschrobenen, teils wunderbaren Lyrics. Musikalisch halten sich die Ähnlichkeiten nach meinem Dafürhalten doch in Grenzen. Am ehesten noch mit der frühen "Closing Time-Zeit". Aber womit der Bekannte absolut recht hat : Die Scheibe gefällt mir. Und zwar großartig.Schade, dass diese Band es so lange geschafft hat, sich vor mir zu verstecken, sehr schön, dass dieses Versteckspiel nun beendet ist. "Boxer" ist eine grandiose Scheibe, deren hervorragende Melodien keinesfalls, wie es ein Rezensent hier behauptet, in einem akkustischen Klangbrei versumpfen. Die Melodien sind teilweise vielleicht etwas sperrig und roh, sie kommen vergleichsweise dezent daher und fräsen sich nicht zwingend beim ersten Mal hören in den Gehörgang - dafür bleiben sie bei intensiverer Beschäftigung mit der Scheibe dort um so nachhaltiger.Wer immer gute, moderne Musik mag und zufällig hier gelandet ist - reinhören. Unbedingt. Eigentlich kann man das gar nicht bereuen. Großartig.
Ein Song allein schon die Kohle wert, 31. Oktober 2008
Typischer Zufallstreffer per amazon-Empfehlung. Lob wurde ja in den anderen Rezensionen genug verteilt. Bin wie die meisten anderen auch sehr zufrieden mit der CD, da ein paar der Lieder so gut sind, dass die anderen Titel 3 Minuten Stille enthalten könnten, und ich trotzdem 5 Sterne verteilen würde. Insbesondere "Fake Empire" als Einstieg passt sehr gut - und "Slow Show" ist für mich sowas wie der Song des Jahres, verzaubernd:You know I dreamed about youfor twenty-nine years before I saw you
Potenzial verplempert, 18. September 2008
Schade. Die Rezensionen lasen sich verheißungsvoll. Doch die Scheibe kann die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Keine Frage: Das Potenzial ist vorhanden, blitzt im ersten Song (und die 8, glaube ich) richtig auf, um dann danach und dazwischen im Klangbrei zu versinken. Statt die große Instrumentalisierung entsprechend filigran auszuspielen, wird alles zu einem dumpfen Klangbrei vermengt, der mitunter fast die Melodie der Stücke erstickt. Dazu passend der monotone Gesang, nölig, gelangweilt, uninspiriert. Auch das schade. Zwei gute Stücke, macht deshalb auch zwei Sterne. Mehr ist nicht drin.
Album für die Ewigkeit..., 12. August 2008
durch Zufall bin ich auf dieses Album gestossen und seit diesem Zeitpunkt bin ich infiziert von dieser Art melancholischer und gefühlvoller Musik. Stilmäßig nur schwer einzuordnen - lehne Vergleiche mit anderen Musikern/Bands ab - denn The National ist was einmaliges - ein Lichtblick in einer Szene, in der es immer nur noch auf Chartplatzierungen und Verkaufszahlen ankommt.Ein Song wie Fake Empire - Schmerz, Hoffnung und Zuversicht - eine Melodie, bei der man weinen, lachen und singen gleichzeitig möchte... The National .... goes worldwide!!! hopefully!!!
Einfach nur schöne Musik!, 5. August 2008
THE NATIONAL machen auf ihrem Album "Boxer" - auch wenn es banal klingt - zu allererst eines: MUSIK! Ich meine damit: keinen Kommerz! Kein übertriebenes Gepose! Kein unechtes Pathos! SONDERN: gute, handgemachte Lieder, die offensichtlich einfach aus Liebe zur Musik entstanden sind, nicht, um irgendwelche Charts zu stürmen (was nicht gerade für die Qualität der Charts spricht), und nicht, um musikalisch zu protzen (dazu sind die Songs einfach zu entspannt).Musikalisch streifen THE NATIONAL Pop ebenso wie Folk oder Wave, aber sie wollen sich stilistisch hier nicht festlegen. Die Gitarren haben nur selten Overdrive, die Melodien stehen im Vordergrund, und die manchmal stakkato-artigen Drums vertragen sich prächtig mit gelegentlichen Einsprengseln von Cello, Akkordeon oder Bläsern. Getragen wird die Musik allerdings eindeutig vom warmen, nuscheligen Bariton des Sängers Matt Berninger. Seine Stimme hat eine unwiderstehliche Ausstrahlung und zieht einen förmlich durch diese 12 Songs. Schon der Titeltrack "Fake Empire" hat Sogwirkung.THE NATIONAL klingen authentisch. Entspannt. Erwachsen. Gediegen. Einfach nur schön. Musik für einen romantischen Abend bei einer Flasche Wein. - Dafür kann's nur fünf Sterne geben!
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