Kundenmeinungen
Paris mal anders, 14. November 2008
Ich mag diesen Film sehr, er zeigt eine andere Seite von Paris und viele neue Perspektiven über meine Lieblingsstadt. Gerade weil die Kurzgeschichten so unterschiedlich sind, sowohl im Inhalt als auch der Darstellung (mal komisch, mal traurig, mal surreal, mal überzogen), ergibt sich ein einzigartiges Spektrum, ein Wirbel an Emotionen. Besonders gut fand ich die Geschichte über die amerikanische Touristin. Je länger man über die einzelnen Storys nachdenkt, desto sinniger werden sie. Toller Film!
Was man auch immer über diesen Film sagen mag..., 18. Juli 2008
... mit Paris haben - grosszügig gesehen - gerade drei bis vier der 18 Filmschnipsel etwas zu tun. Der Rest könnte genausogut in Hongkong, Pinneberg oder Lima spielen. Nicht einmal als Kulisse wird die Stadt wirklich genutzt und die Zwischenschnitte, die die einzelnen Episoden voneinander abgrenzen, sind, bei aller postkartenmässigen Beliebigkeit, noch pariserischer, als was hier von den vermeintlichen Big Names abgeliefert wird.Man könnte ganz einfach behaupten, dass es nicht möglich ist, in kaum mehr als fünf Minuten, eine gute Geschichte zu erzählen, die auch noch die Stadt in den Mittelpunkt rückt. Und falsch wäre dies sicherlich nicht. Die einzigen Ausnahmen hiervon - wenn auch mit Einschränkungen - bilden die Episoden von Tom Tykwer und Wes Craven, die beide wirklich eine Geschichte mit Anfang und Ende erzählen. Im Fall von Wes Craven, sogar mit Pariser Flair. Darüber hinaus ist die Episode mit Nick Nolte wirklich witzig und überraschend. Auch, wenn man sich fragen könnte, warum ein so grossartiger Schauspieler engagiert wird und dann fünf Minuten lang im Dunkeln herumläuft und konstant aus fünf bis zehn Metern Entfernung aufgenommen wird. (Erkannt habe ich ihn, ehrlich gesagt, nur an der Stimme!)Eine besonders unangenehme Auffälligkeit erreichen zwei weitere Episoden dieses Schnipseljagd, wegen vollkommen überflüssigem Star-Aufgebot. Wer schon immer mal sehen wollte, wie man sinnlos Zelluloid verschwenden kann, ohne auch nur das Geringste zu sagen zu haben, dafür aber Akteure wie Ben Gazzara, Fanny Ardant, Bob Hoskins und - den auch noch als "Filmemacher" firmierenden - Gérard Dépardieu auffährt, dürfte hier genau richtig sein.Was alle anderen Beteiligten an diesem Film abliefern, rangiert zumeist zwischen peinlich und uninteressant. Die Episode mit Steve Buscemi spielt zwar in der Metro, hat aber mit Pariser Verhältnissen nun gar nichts zu tun und würde so eher in Berlin oder New York passieren. Juliette Binoche liefert mal wieder eine völlig verquaste, katholifizierte Leidensgeschichte, wie schon in Breaking and Entering. Die Vampyrgeschichte hätte jeder Filmstudent inspirierter gedreht und wer jetzt vermutet, dass es hier Anklänge an Louis Feuillade oder Belphégor gäbe, sieht sich getäuscht.Von den restlichen Episoden braucht man gar nicht erst zu reden. Ich fand es erschreckend, welche schiere Masse an Talenten (?) hier vergeudet (?) wurde. Woraus man allerdings folgern könnte, dass das beliebte Motto, "Viel hilft viel", hiermit seine ungewollte und drastische Widerlegung erfährt.Wer sich - so wie ich - einen schönen und ungewöhnlichen Film mit und über Paris erhofft, sei hier (leider) nachhaltig gewarnt.
Viele nicht überzeugende Kurzgeschichten - Schöne Bilder von Paris!, 8. Mai 2008
Leider war ich sehr enttäuscht von Paris je t'aime. Ich liebe Filme wie "Die fabelhafte Welt der Amélie", etc. doch in diesem Film / in diesen Filmen konnte ich nichts spezielles erkennen. Das einzige was wirklich schön im Film ist, sind die schönen Bilder die von Paris selbst zu sehen sind. Dies ist wirklich immer wieder ein Hingucker. Leider sind die einzelnen Filme teilweise so kurz und ohne Handlung, das ich den Film bereits in der Hälfte abbrechen musste. Schade, ich hatte mir bei den sehr namhaften Schauspielern und Regieseuren viel mehr erhofft.
Enttäuschend, 24. April 2008
Ich musste den Film nach der Hälfte ausmachen. Die Geschichten sind zum Teil so unglaublich kurz und haben manchmal nur eine angedeutete Handlung, dass es nach ein paar Episoden einfach nur noch ermüdend ist. Ich hatte mir in gewisser Weise ausgearbeitete Geschichten vorgestellt, aber das sind eigentlich nur Geschichten Fragmente. Das reicht mir nicht für einen Film. Ich mag durchaus gute Kurzfilme, aber sie müssen inhaltlich etwas zu sagen haben. Statt 18 Filmschnipselchen hätte man sich vielleicht besser auf die Hälfte konzentrieren sollen. Hier helfen auch die ganzen guten Namen nichts. Zum Teil wunderschöne Bilder in einem sinnlosen Film. Schade, denn die Idee an sich ist nicht schlecht. Gerade in einer Stadt wie Paris...
Kurzurlaub per DVD in der Stadt der Liebe. , 31. Januar 2008
Was soll man davon halten? 21 namhafte Regisseure teilen sich einen Film. Dabei beschränken sie sich auf ca. fünfminütige Sequenzen, die allein die Themen Paris und Liebe als Vorgabe haben. Selten, vielleicht mit Ausnahme von Luc Bessons -Angel-A- wurde Paris in den letzten Jahren so vorteilhaft, poetisch und liebevoll in Szene gesetzt.-Paris je t'aime- ist dabei eine voll und ganz französische Komposition, nicht vergleichbar mit Produktionen aus anderen Ländern. Gut, dass unsere Nachbarn noch in der Lage sind auf der Leinwand zu träumen und zu philosophieren. Auch wenn das nicht unbedingt den Geschmack eines breiten Publikums findet. So kommt -Paris je t'aime- wie ein leise gesprochenes, verheißungsvolles Gedicht zum Zuschauer. Wer sich darauf einlässt wird belohnt werden, wer nicht, wird gelangweilt abschalten.Die Idee zum Film ist so genial wie gefährlich. Durch die kurze Spieldauer der einzelnen Sequenzen wirken manche Storys unvollendet; hören an einem Punkt auf, an dem wir mehr sehen wollen. Andere Plots sind so genial wie vollständig. Fast wie eine gut belegte Pizza. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Besetzungsliste ist mit Juliette Binoche, Willem Dafoe, Bob Hoskins, Nick Nolte, Natalie Portman, Isabella Rossellini, Elijah Wood, Gérard Depardieu und Marianne Faithfull ein Who is who der internationalen Topschauspielergarde. Und sie spielen verdammt gut. Testen sie es einfach selbst. Sparen sie den Billigflieger für 29 Euro und huschen sie per DVD nach Paris. Ob es ihnen gefällt, müssen sie allein entscheiden. Meine absoluten Lieblinge des Films: Steve Buscemi als Paris Tourist im Beitrag der Coen Brothers, Oscar Wilde, der einem Liebespaar wertvolle Ratschläge gibt, Nick Nolte als alternder Kinderbetreuer und Elijah Wood, der mit einer Pariser Vampirette Bekanntschaft macht.
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