Kundenmeinungen
5 Sterne-Bluesalbum, 27. Mai 2008
Eine Hard-Rock Platte wäre auch mal wieder stark gewesen. Insbesondere für diejenigen die mit Blues garnichts anfangen können. Aber ein Künstler ist oft am Besten, wenn er das macht was ihm selbst gefällt. Beim Hören dieses Albums glaube ich einfach das Hard-Rock für Moore nicht mehr funktioniert..."Close as you get" überzeugt restlos. Die auf das Wesentliche konzentrierte Instrumentierung schafft eine super Atmosphäre für Moores göttliches Gitarrenspiel und ausdrucksstarken Gesang. Und das hat bei "heftigeren" Stücken wie "Eyesight to the Blind" genauso viel Power!Meine Anspieltips:"Checkin up on my baby": (Gitarrensolo zum Niederknien--was für eine Energie!!!)"Nowhere fast": Ruhige Blues-Ballade (Moore kann wirklich Gefühl transportieren..)Fazit:Die teils gecoverten und teils von Moore komponierten Stücke kommen wie aus einem Guss daher. Für mich ein Album auf musikalisch und auch klanglich höchstem Niveau. Energiegeladen! Natürlich & Authentisch!Und mit einem Wort: Kaufempfehlung !
Erdig, 5. September 2007
In Gegensatz zu "Still got the blues" ist diese Scheibe deutlich trockener und organischer produziert, so dass man meinen könnte, die Band spielt im eigenen Wohnzimmer. Jedes Instrument ist klar und deutlich herauszuhören, wobei sich erneut zeigt, was Gary Moore für ein phantastischer Gitarrist und Sänger ist. Die dargebotenen Stücke haben Klasse und decken sowohl harten Bluesrock wie auch Akustik-Einlagen ab, die Eigenkompositionen passen prächtig zu den Coverversionen.Für Blues- und Gitarrenfans eine sehr empfehlenswerte Angelegenheit!
Der "alte" Mann & seine Gitarre..., 1. September 2007
... wenn man bedenkt, wie lange beispielsweise B.B.King noch getourt ist, so würde ich mir wünschen, dass Gary Moore seine Fan-Gemeinde noch viele Jahre mit "seinem" Blues erfreut. Der mittlerweile 55jährige Moore scheint nicht müde zu werden und hat mit dem neuen ein erfreulich erfrischendes und abwechslungsreiches Album auf den Markt geworfen. Meiner Meinung nach lange Zeit überfällig, aber dafür um so spektakulärer. Die Aufnahmen wirken sehr organisch und natürlich. Der Linkshänder beweist wieder einmal überaus deutlich, dass ein "Weißer" in der Lage ist, echten Blues zu spielen, aber dass die eigene Weiterentwicklung auf diesem Gebiet noch nicht ausgereizt ist. Die gecoverten Songs gleichen der Gegenwart zeitgemäße Versionen, mein persönlicher Lieblingssong ist hier "Eyesight To The Blind"; eine Nummer, die selbst nach öfterem Hören für eine kräftige Portion guter Laune sorgt. Manchmal jedoch bildet sich eine kleine Sprechblase im Hirn mit der Frage: Warum immer wieder Cover-Versionen, wenn der Mann doch in der Lage ist, selbst fantastische Songs, wie z.B. "Nowhere Fast" zu schreiben?! Mit dabei auf diesem Album ein 'alter' Weggefährte Moore's; aus den Thin Lizzy - Zeiten: Am Schlagzeug - Brian Downey (der auch diesen Sommer auf der Deutschland-Tournee live dabei war und: f*ck, was ist der gut & zaubert das Feinste aus den Fellen raus).Ich kann jeder/m diese Scheibe nur wärmstens an Herz legen; sie hält wahre Überraschungen für's Ohr bereit.Allen 'Skeptikern' und/oder (Hard-)Rockern möchte ich noch sagen, dass der Blues eh nie für die breite Masse gemacht ist, dass haben nun einmal div. Stilrichtungen so an sich. Müll befindet schon genug auf dem Musikmarkt und ich finde, dass der Blues zum Moore passt; er scheint sich hierin sehr wohl zu fühlen und man kann sicher davon ausgehen, dass er in diesem Metier alt werden will. - Sei es ihm gegönnt -Denjenigen unter Ihnen/Euch, die sich am liebsten die HardRock-Zeiten des G.Moore wieder herbeisehen, möchte ich sagen: Ja, auch das war gut! Aber eigentlich ist es noch nicht sooo lange her, dass Mr. Moore auf diesem Pfad gewandelt ist und mache auf die folgende CD's/DVD's der letzten 10 Jahre aufmerksam (falls diese nicht schon in den heimischen Regalen stehen): 1. Dark Days In Paradise (CD)2. SCARS (CD)3. Live At Monsters Of Rock (CD / DVD)4. One Night In Dublin (DVD-Gary Moore&Friends - A Tribute To Phil Lynott)Wem das nicht ausreichend erscheint bzw. dem Gary Moore - Einsteiger empfehle ich, sich bitte noch die "The Platinum Collection" zuzulegen, eine 3er-CD, zusammen gestellt aus allen "wichtigen" Titeln... 1CD Rock, 1CD Blues und 1CD Live (darunter live-Aufnahmen aus Rock & Blues, die man auf sonst keinen seiner CD's bzw.Kollektionen findet).Herzlichen Dank, dass Sie/Du hier ein Auge drauf geworfen haben/hast! Die neue CD aus dem Jahre 2007 "Close As You Get" ist es absolut wert, gekauft zu werden!
Dem Blues-Olymp so nah wie noch nie !, 23. Juli 2007
Mit seiner neuen CD beweist Gary Moore wieder einmal, dass man ihn niemals unterschätzen sollte. Er scheint irgendwie ein Gespür für notwendige musikalische Veränderungen zu haben. Ende der achtziger Jahre hatte er genau richtig erkannt, dass er dem jahrelang gespielten Hardrock kein neues Leben mehr einhauchen konnte. `Still got the blues`1990 war wie eine Auferstehung, als wäre das die Art Musik, die er schon immer hätte spielen sollen. Kritiker indes sprachen ihm jedes Feeling für den `echten schwarzen`Blues ab. Die hat er dann 1995 mit der Klasse-CD `Blues for Greeny` erstmal zum Schweigen gebracht, allerdings nicht mit eigenen, sondern eben ausschließlich mit Peter-Green-Songs. Das war`s dann für`s erste mit dem Blues, es folgten experimentelle Aufnahmen wie `Dark days...`und `A different beat`, aus meiner Sicht ein mutiger, aber unbefriedigender Schritt, ich zumindest konnte damit nichts anfangen.2001 `Back to the blues`, jedoch - hier hat er seine ersten beiden sehr guten Blues-CD`s neu aufgewärmt, völlig überflüssig und ideenlos, seine eindeutig schwächste Blues-Platte. Dann ein weiterer kreativer Fehlschlag mit `Scars` bevor 2004 mit `Power of the blues` ein Hoffnungsschimmer am Horizont erscheint, die CD ist mindestens genauso stark wie `After hours` 1992. Und jetzt auf einmal schüttelt der Meister diese bärenstarke Scheibe aus dem Ärmel ! Es ist nicht der praktisch von Moore erfundene "Hardrock-Blues", es ist auch nicht der klassische ursprüngliche Blues à la Peter Green, nein - es klingt endlich so, als hätte Gary Moore den Blues, wie immer man ihn definieren mag, voll und ganz verinnerlicht. Wollte er früher mit brachialem Spiel den Hörer fast dazu zwingen zu hören, welche Qualitäten er als Gitarrist besitzt, so ordnet sich seine Gitarre hier jedem Song unter, und trotzdem hört man, dass hier Gary Moore spielt und kein anderer !Trieb er sonst immer mit sieben- bis achtminütigen Kraftakten sich selbst (und auch den Hörer) an die Grenze der Erschöpfung, so haben nun fast alle Songs der neuen Scheibe rein gefühlsmäßig die richtige Länge, es fehlt nichts, außer ermüdende, sich ständig wiederholende Soli -somit entsteht ein ungemein entspannter Eindruck. Das überraschenste an `Close as you get` ist jedoch, dass dieser Mann es gelernt hat, nicht nur phantastisch Gitarre zu spielen, sondern auch phantastisch zu singen ! Es klingt nicht mehr wie Verlegenheitsgesang, weil halt kein `richtiger` Sänger greifbar war, auch nicht peinlich wie der viel zu hohe Gesang auf so mancher Ballade der letzten Jahre. Insbesondere ab Song Nr. 6 `Eyesight to the blind` bis zum letzten Song `Sundown` lohnt es sich, nicht nur der Gitarre, sondern auch der Stimme von Gary Moore zu lauschen. Dass neben sechs Coverversionen nur fünf eigene Songs vertreten sind, ist vielleicht das einzige, was man hier abwertend ansprechen könnte. Aber dadurch bleibt Gary Moore dann mit einem nächsten vielleicht gänzlich eigenständigen Album die Möglichkeit, den sehr guten Eindruck von `Close as you get` noch zu übertrumpfen. Zuzutrauen ist es ihm.
Alter Kaffe!, 23. Juli 2007
Alter Kaffe wird nicht besser nur weil er durch Herrn Moore aufgewärmt wird.Blues Klassiker immer wieder aufwärmen, neu interpretieren heißt das dann, wird einfach nicht besser dadurch. Auch ein Gary Moore stößt hier sehr schnell an seine Grenzen. Er sollte lieber bei seinen Wurzeln, dem Hardrock,bleiben. Schuster bleib bei deinen Leisten, wohl Wahr. Wer bei dieser CD von Blues faselt hat den Blues noch nie gehört. Dieses Album bestätigt einmal mehr das Mr.Moore ein Hardrocker ist und das sollte er bleiben.
|