Beschreibung
Die Sopranos, Staffel sechs, Teil eins ist die umstrittenste Veröffentlichung in der Geschichte der erfolgreichen Serie. Obwohl viele Fans der Ansicht sind, dass man in dem Moment, als Vito sagte "Ich liebe dich, Johnny Cakes", vom Pfad abkam, enthält diese Staffel aber auch manche der bestem Augenblicke der Serie und erforscht für die Charaktere neue Tiefen, wobei aber auch die Anzahl der Toten weiterhin ansteigt. Alles beginnt sprichwörtlich mit einem Knall, welcher Tony (James Gandolfini) unerwarteterweise ins Krankenhaus und in ein Koma befördert, wo er in seinem Dämmerzustand eine andere Realität erlebt. Einmal wacht er auf und fragt: "Wer bin ich? Wo gehe ich hin?" - was in einem Moment der Verzweiflung innerhalb eines Fiebertraums das zentrale Thema dieser Staffel beinhaltet. Aber es dreht sich nicht alles um Existanzialismus. Nachdem Tony und Onkel Junior keine Rolle mehr spielen, versuchen die Capos in der Sopranos-Truppe die Gelegenheit auszunutzen und streiten sich um diverse Positionen, während Silvio (Steve Van Zandt), welcher an Tonys Stelle handelt, zögerlich darum kämpft, alle im Griff zu behalten. Innerhalb Tonys Familie laufen die Dinge auch nicht viel besser: A.J. (Robert Iler) gesteht Carmela (Edie Falco), dass er von der Schule geflogen ist und schwört auf Rache für seine Demütigung, als er neben Tonys Bett steht. Die gespannte Situation entgeht auch Carmela nicht, welche Dr. Melfis (Lorraine Bracco) Angebot zu helfen annimmt. Dadurch befindet sie sich in der seltsamen Situation, dass sie der Therapeutin ihres Mannes im Vertrauen gestehen muss, dass sie sich schuldig fühlt, weil sie die Kinder in Bezug auf die Art und Weise, wie Tony seinen Lebensunterhalt verdient, zu Komplizen macht - und außerdem stellt sich die Frage, ob sie ihn wirklich liebt. Christopher (Michael Imperioli) trägt weiterhin zu den komischen Momenten innerhalb der Serie bei, was zur besten Episode dieser Staffel führt, in der er nach L.A. fliegt, um Ben Kingsley auf wichtigtuerische Art und Weise dazu zu bewegen, eine Rolle in seinem Erstlingsfilm (eine Mischung aus Saw und Der Pate) zu spielen. Am Ende überfällt er auch noch Lauren Bacall bei einer Preisverleihung, um ihren Geschenkkorb zu klauen. Innerhalb der Rangordnung führt auch noch die Enthüllung zu Misstönen, dass Vito (Joseph Gannoscoli) nun endlich als Homosexueller geoutet wird und nach New Hampshire flieht, um sein Leben zu retten, wo er auf "Johnny Cakes" trifft. Nachdem dann auch der New Yorker Gangsterboss Johnny "Sack" Sacramoni (Vince Curatola) im Knast sitzt, legt sich Phil Leotardo (Frank Vincent) mit Tony an und gibt ein Attentat gegen ein Mitglied von Tonys Mannschaft in Auftrag, was dazu führt, dass nun ein größerer Konflikt mit Johnny Sacks Leuten droht. David Chase, der Schöpfer der Serie, scheint mit dieser Staffel sagen zu wollen, dass der Charakter das Schicksal prägt. Wenn dem so ist, nimmt sich Staffel sechs, Teil eins, die nötige Zeit um klarzustellen, wer diese Leute wirklich sind, wohingegen dann im zweiten Teil ihr Schicksal beleuchtet wird. Man kann nicht genug wertschätzen, dass es den Autoren der Serie über eine derart lange Zeit gelungen ist, so eine spannende Serie mit so vielen verwickelten Handlungssträngen am Laufen zu halten. Dennoch verdient diese Staffel von Die Sopranos ein wenig von der Kritik, die sie erhielt: der Handlungsstrang um Vito hätte in weniger Episoden dargestellt werden können, und das Ende der Staffel ist das bislang unbefriedigendste - was viele Fans auf mehr hoffen lässt. Aber letztlich verdient diese Staffel mehr Lob als Tadel, was beweist, dass The Sopranos selbst in ihren schwächeren Momenten die beste Fernsehserie von allen ist. --Daniel Vancini
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Kundenmeinungen
....Jetzt ist es fast vollbracht...., 20. November 2007
Bei den ersten beiden Staffeln der Sopranos liess sich nur annähernd ahnen, was für eine großartige Serie daraus entstehen würde. Rückblickend betrachtet ist jetzt - kurz vor'm Erscheinen der allerletzten Folgen auf DVD - schon klar, daß sich hier keine gewöhnliche Serie dem Ende neigt, sondern eine extrem komplexe Story, die so rüberkommt wie ein ungefähr 70-stündiger, perfekt inszenierter Kinofilm zum Thema "Mafia". Was bei den Sopranos immer schon ein emotionaler Drahtseilakt war, wird in der sechsten Staffel auf die Spitze getrieben: kann mann/frau Mitleid haben mit Menschen, die sehr viel böses in ihrem Leben anstellen und auch nicht vor brachialer Gewalt und sogar Mord zurückschrecken, um ihre Ziele zu verwirklichen? Was geht in uns, den Zuschauern vor, wenn eine der Hauptfiguren auf wüste Weise aus dem Weg geräumt wird von Leuten, bei denen wir mit leiden, wenn sie plötzlich ins Koma fallen oder selbst übel eins aufs Maul kriegen? Kriegen wir ein schlechtes Gewissen dabei, wenn wir vor dem Fernseher sitzen und die Frauen von Mafia-Bossen von Geld, an dem Blut klebt, nach Paris fahren, um einen schönen Urlaub zu verbringen, oder teuren Schmuck bekommen, der auch nicht gerade auf ehrliche Weise erwirtschaftet wurde? Haben wir Mitleid mit dem alternden Onkel von Tony Soprano, der gleich in der ersten Staffel für ein (Beinahe-)Riesen-Unglück sorgt, oder vergessen wir nicht, welche bösen Dinge er in seinem Leben angestellt hat? Schon allein diese Dinge machen die Sopranos zu einer der besten Serien aller Zeiten. Dazu kommen hervorragende Schauspieler, ein wunderbares, schön anzuschauendes Setting, sehr spannende und teilweise auch äußerst lustige Dialoge, überraschende Wendungen (plötzlich ist das Thema "Schwul sein" bei den Sopranos dabei und wird sogar glaubhaft abgehandelt, ohne das es aufgesetzt wird) und bis zu den kleinsten Nebenrollen ist alles perfekt inszeniert. Auch die sechste Staffel, Teil 1, verdient die Höchstwertung, wie ich finde, wobei es mir so ging, daß die letzten drei bis vier Folgen doch ein bisschen langsamer wurden und nicht mehr ganz so spannend und mitreißend waren wie die Folgen am Anfang. Aber Verschnaufpause wird uns nicht lange gegönnt: bald kommen die letzten Folgen...und mit Sicherheit wird es noch einige Überraschungen geben.........Ich habe gehört, die Sopranos laufen nonstop im New Yorker MOMA. Und das tun sie zu recht, da gehören sie hin: ein kultureller Meilenstein.
Gut, dass es sie gibt, 2. November 2007
Also wir von der Sopranos-Fan-Gemeinde wissen sicher alle zu schätzen, dass man die Serie jetzt lückenlos in Deutschland kaufen kann. Das Loch war zwischenzeitlich mal sehr groß und ich hatte nach dem Erwerb von Season 1 (Spanischer Import!) schon gedacht, dass ich die 2. und 3. Season wohl nie bekommen würde. Inzwischen also kein Problem mehr und nun sogar recht zeitnah die 6.1. Die 6.1 ist wie alle Vorgänger der Serie. Qualitativ kann man einfach nicht meckern. Die Figuren, Motivationen, Handlungsstränge - das allein lohnt es schon, die Serie zu sehen. Auch wenn sich meine Sympathien doch inzwischen sehr gelegt haben, nachdem Adriana in der 5. Staffel "dran glauben" musste. Aber ich denke, dass die Macher der Serie ganz bewusst daran arbeiten, keine "falschen Sympathien" zu nähren. Pauly war (jedenfalls mir) auch mal sympathisch, als er seine Mutter rührend umsorgte (in der vergangenen Season). Auf dem Höhepunkt sah man dann, wie er die alte Dame wegen des Geldes tötet und jetzt in Season 6.1 erleben wir seine Reaktion, als er erfährt, wer wirklich seine Mutter ist. Sympathien aufbauen um mehr Material zum Abreißen zu haben - das ist gute dramaturgische Handarbeit, so wie es bei den Sopranos gemacht wird ist es geradezu perfekt. Die Traumwanderung Tonys ist in der Serie auch schon früher in anderer oder ähnlicher Form vorgekommen, wenn auch nicht im Koma. Das ist ein Markenzeichen der Serie und ist hier in einer sehr pointierten Form neu entwickelt worden, indem quasi eine Zeit lang eine Parallelgeschichte erzählt wird. Fand ich toll. Nicht nur wegen der neuen Idee, mit der das bekannte Soprano-Stilmittel in einer ganz eigenen und interessanten Form wieder auftaucht. Die Parallelgeschichte selbst ist für sich genommen interessant und spannend.Also, ich habe die "nächste Season" (6.2) noch nicht gesehen, und ich habe gelesen, dass sie nicht so enden wird, wie es sich viele (allerdings auch ich) es sich wünschen würden. Aber das ist egal. Weil es letztlich darauf gar nicht ankommt. Sehr gute Schauspieler, perfekte Dramaturgie, immer neue Ideen, die ein und dasselbe Hauptthema bearbeiten - das zu sehen, ohne auch nur eine Sekunde Langeweile zu spüren ist Grund genug. Auch wenn man - wie ich - kein Freund von Mafiosis ist. Mit einem Satz: Die 6.1 ist toll.
Die beste Gangster-Serie aller Zeiten, 20. Oktober 2007
Das einzig negative an der Serie "Die Sopranos": Sie ist irgendwann zu Ende.Ansonsten kann ich über die Serie nur sagen, dass sie eine fesselnde, spannende und überhaupt die beste Gangster-Serie aller Zeiten ist.Von der ersten Staffel an gerät der Zuschauer in die "Kreise der Mafia" und will gar nicht mehr raus. Obwohl die Handlungen und persönlichen Beziehungen der Charaktere zueinander nicht immer unkompliziert sind, sondern eher ziemlich komplex, verliert man als Zuschauer nie den Überblick und fiebert und leidet mit den Schicksalen der "Familien"-Mitglieder und sieht die FBI-Cops als die Bösen an, obwohl es natürlich umgekehrt ist.Als deutscher Fan der Serie ist man gezwungen, die DVDs zu kaufen, wenn man die Serie sehen will, weil das deutsche Fernsehen nun einmal leider nicht in der Lage ist, eine so klasse Serie wie "Die Sopranos" im Fernsehen zu zeigen. ARD (oder wars ZDF?) hat sie vor ein paar Jahren gesendet. Zu der grandiosen Sendezeit von Montag, mitten in der Nacht.Gratulation zu dieser hirnrissigen Entscheidung! Dass die Serie so keinen Zuschauerkreis aufbauen kann, der sich in die Serie reinfindet und sie danach auch garantiert immer weiterguckt, ist klar.Aber ich will hier nicht das deutsche Fernsehen kritisieren, sondern über die DVD-Box schreiben."Nur" 4 Sterne vergebe ich, weil es an Specials auf den Boxen leider sehr mangelt. (Dass es anders geht, zeigen die "Seinfeld"-Boxen, die von Extras übersprudeln).Und die wiederkehrenden Stimmen stören mich auch. Die deutschen Sprecher Andeas van der Meden ("David Hasselhoffs Stimme"), Andreas Fröhlich ("Peter Shaws Stimme von den Drei Fragezeichen") und Sascha Draeger ("Tarzan/Tim von TKKG") haben jeder an die drei verschiedene Charaktere synchronisiert, was mich stört.Dafür kann zwar die Serie nichts, sondern nur die deutche Überarbeitung aber leider muss ich dafür einen Stern abziehen (auch wegen der mangelnden Specials, siehe oben).Eine Verbesserung bei der Staffel 6.1 zu den Vorgängern ist jedoch, dass der bescheuerte "Raubkopien sind böse"-Spot auf JEDER Scheibe in JEDER Box endlich nicht mehr mit dabei ist.Vielleicht haben die Herausgeber kapiert, dass es Unsinn ist, jemanden, der die Original-DVDs gekauft hat, zu ermahnen, bitte nur Original-DVDs zu kaufen.Fazit: Alles in allem sind die "Sopranos"-Boxen auf jeden Fall jeden Cent wert.
Gut, besser, SOPRANOS, 22. Juni 2007
Hallo, werte "Sopranisti". Laßt euch von diversen schwächeren Kritiken nicht in die Irre führen. Die 6. Staffel ist genauso genial wie alle Staffeln davor. Sie ist zugegeben stilistisch düsterer gehalten, vielleicht auch nicht so cool oder witzig wie einige der Vorgänger, aber das war wohl auch nie die Intention der Serie. Wer braucht schon eine Glorifizierung der Mafia...? Die 6. Staffel verdeutlicht noch eindringlicher, um welch dreckiges Geschäft es sich handelt und das auch der coolste Mafiosi im Grunde ein armer Teufel ist. Man könnte den Machern der Serie vorwerfen, daß sie sich zu viel Zeit nehmen, neue Facetten der einzelnen Charaktere herauszuarbeiten und dafür bei der Handlung gespart haben. Wer die Sopranos aber nicht nur als Popcorn-Unterhaltung (wie CSI oder 24) versteht, sondern als Sittengemälde und Familiensaga, wird diese Entwicklung zu schätzen wissen. Zumal hier wiedermal alles fantastisch gespielt und schlüssig in Szene gesetzt wurde.Bitte jetzt nicht falsch verstehen, vom erhobenen Zeigefinger oder gar einer moralin-geschwängerten, typischen US-Serie sind die Sopranos weiterhin Lichtjahre entfernt. Die 6. Staffel ist lediglich nicht mehr ganz so blutig und cool wie ersten 3 Staffeln. Aus meiner Sicht dadurch aber qualitativ eher noch besser als schlechter geworden.Es bleibt dabei, die Sopranos sind die beste US-TV-Serie aller Zeiten und man kann schon traurig werden, daß mit dem 2.Teil von Staffel 6 alles vorbei sein soll...
Wortwitz wie in der ersten Staffel!, 17. Juni 2007
Ich kann den Kritikern hier teilweise nicht folgen. Gerade was den Wortwitz angeht, habe ich mich an die erste Staffel erinnert gefühlt.Es bleibt dabei, es gibt einfach keine bessere Fernsehserie als die Sopranos. Nicht alles was aus Amerika kommt muß schlecht sein ;-))
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