Kundenmeinungen
Die sind nicht wie ihre alten, die sind nicht wie ihre alten..., 18. Januar 2008
... und das ist auch gut so.
Derzeit ist bei mir jede zweite Nacht eine "Nacht der Fornika"
Ich hatte es bei meiner Rezension zu "Viel" schon erwähnt und tue dies hier erneut: Wer im Winter Rollentraining auf dem Rad macht, ist trittfrequenzmäßig mit Fanta4 fast immer gut bedient, so auch mit diesem Album.
Aber jetzt zum Wesentlichen - die Platte ist richtig, richtig gut. Ich würde sie in meiner persönlichen F4-Hitliste auf Platz 2 dicht hinter Lauschgift einordnen. Es scheint mir irgendwie ein Mix aus erfolgreichen Ideen zu sein, wie sie schon auf vergangenen Alben in einzelnen Songs umgesetzt wurden, nur hier eben noch ein Stück konsequenter.
Es gibt Leute, die sich streiten, ob die Fantas mit diesem Album noch als reine HipHop-Band durchgehen. Mag sein, dass sie das nicht mehr sind, aber das keineswegs zu ihrem Nachteil. Mit Vielseitigkeit zum Erfolg, hier hat's auf jeden Fall geklappt!
Eine Songauswahl
Die Fantas haben seit "Viel" einen neuen Rhytmus und eine Art des Sprechgesangs für sich entdeckt, die ich zuerst bei Tobi & das Bo, bzw. 5 Sterne Deluxe gehört hab.
Allerdings arbeiten die Fantas das m.E. kreativer aus indem sie mehr mit Melodie arbeiten, so bei "Mehr nehmen".
Ich weiß nicht, wie groß der Einfluss eines Grönemeyer bei der Entstehung von "Einfach sein" war - auf jeden Fall richtig gemacht. Dieser Song wäre als erste Singleauskopplung besser gewesen, ließe sich m.E. auch besser vermarkten.
Die Idee der Wortwiederholungen bei "Ernten was wir säen" ist ganz gut, auch gut umgesetzt, nur würde ich sowas nicht noch einmal machen.
Was natürlich nicht fehlen darf, sind die Songs die abgehen ála "Populär" - mit "Yeah yeah yeah" ist ihnen das wieder mal gelungen. Ein Song, weswegen ich auch wieder mal ein Konzert der Fantas in den vordersten Reihen besuchen sollte ;)
Wer noch "Genug ist genug" (Die 4. Dimension) kennt, der wird sich wahrscheinlich wie ich daran erinnert fühlen, wenn er das aggressive und typisch smudologische "Du mich auch" hört. Nicht nur zur Frustbewältigung hervorragend geeignet.
Über den Nikki-song muss man nicht viel sagen - gute Parodien.
Als echter Sprechgesangsfan mag ich die Instrumentalstücke eigentlich nicht so. "Mission Ypsilon" ist aber ganz nett so zwischendurch (auch für die Rolle). Wesentlich besser gefällt mir die eigene Abrechnung mit dem "Krieger" und seinen Nachfolgeliedern in "Einsam und zurückgezogen" - kurz, nicht langweilig und auf den Punkt gebracht.
Und da gefällt mir Thomas D. so ruhig wie in "Flüchtig" viel besser, fast so gut wie "Sommerregen" (Viel). (Zugegeben, ich war nie wirklich ein Fan von Krieger, Millionen Legionen etc.)
Was bleibt noch ..., achso "Was bleibt" mit der Max(imilian) Herre. Text und Stimmung des Songs machen mir Angst - klingt wie ein endgültiger Abschiedssong...
...ich hoffe nicht. Es wäre sehr schade.
1a Musik, 9. Januar 2008
Das Album ist echt super! Wie man es von Fanta4 gewohnt ist! Und preislich ist es mit knapp 12¬ auch absolut in Ordnung! Kann ich nur weiterempfehlen.
Doppelt haelt besser!, 3. November 2007
Neu, anders und definitv hoerenswert. Ich habe die Lieder aus diesem Album das erste Mal auf einem Konzert in Karlsruhe gehoert. Live.. und ich muss sagen, war nicht so ueberzeugt. Aber auf einen zweites Hinhoeren erkennt man, dass die Fanta4 sich definitv weiterentwickelt haben. Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Warum sagen die Jungs alles doppelt? Ploetzliche Stotteranfaelle? Und irgendwie habe ich das Gefuehl der gleiche Beat zieht sich durch das komplette Album. Ein bisschen Abwechslung in Tempo und Stil fehlt mir. Nichtsdestotrotz ein sehr gutes Album! Der Kauf war keine Fehlentscheidung.
Gelassen, reif, zurückhaltend , 21. Oktober 2007
"Fornika" lässt den Hörer mit jeder Textzeile spüren, dass sich die Fantastischen Vier nichts mehr zu beweisen brauchen. Genau diese gelassene Herangehensweise unterscheidet sie von vielen Rap-Kollegen und macht "Fornika" zu einem Meisterwerk, das sich nur schwerlich in Genre-Schubladen pressen lässst. Ein bisschen Hip Hop, ein bisschen Pop - Nur die Fantas können wohl Herbert Grönemeyer als Gastsänger einladen, ohne dass das Feature dann bemüht oder aufgesetzt wirken würde. Mussten die Fantastischen Vier bei "Viel" noch eine Übergangsphase meistern, sind sie jetzt wirklich angekommen. Sie bemühen sich weder, den restlichen aktuellen Hip Hop nachzuahmen, noch hat man den Eindruck, sie hinken in ihrer Entwicklung irgendwie hinterher. Sie haben sich seit Beginn ihrer Karriere gewaltig weiterentwickelt, ohne einen krampfhaften Umbruch herbeizuführen. "Fornika" lässt sich kaum mit anderen Platten vergleichen, und das ist auch gut so. Die Erfahrenheit und das Selbstvertrauen, aber auch die Entspanntheit der Fantastischen Vier spricht aus jedem Song und nimmt positiven Einfluss auf die lässige Grundstimmung der Platte. Und nur so entstehen zeitlose Klassiker wie "Einfach sein" oder "Mehr Nehmen", die reflektiert, aber nicht altklug vom Leben erzählen. Dabei hält die harmonische und unaufdringliche musikalische Untermalung das Album zusammen. So ist "Fornika" ein entspanntes Album geworden, das sich mit Genuss an einem Stück durchhören lässt.
Future-Schwaben, 19. Oktober 2007
Ein paar Schwaben, die überhaupt nicht singen können, mischen seit über 15 Jahren den Popmarkt auf, und sind inzwischen ein eigener Standart geworden. Von "Die da" bis "Fornica", etwas Unbeschreibliches, Höheres, Unerklärliches! Und damit Texte die einen Gegenentwurf zu den Lösungsfanatikern bilden: "Klar wollen wir ne Antwort, kriegen wir leider nicht.., Harrison Ford oder Xavier Naidoo sind wir leider nicht, es könnt alles so einfach sein - iss es aber nicht." Herbert Grönemeyer singt hier sein Lebensbekenntnis. Selbstironie oder vorzeitige Demenz?
Egal: Fanta 4 mischt Witz und Ironie mit Synthie-Pop, Future Pop und Selbstzitaten ("Wir waren mal Krieger...") Diese bald 40-jährigen ehemaligen Terminal Team Englisch-Rapper, die nie Gängster sein wollten, haben mal wieder ein hörbares Album geschaffen, und sie machen das Beste aus diesem Musikgeschäft. Und ganz persönlich: Fornica gehört zu den Alben von Fanta 4, die mir am besten gefallen.
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