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Ufa/DVD: Pans Labyrinth (Einzel-DVD) Steelbook

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Pans Labyrinth (Einzel-DVD) Steelbook

mit Sergi Lopez Maribel Verdú Ivana Baquero

Regie: Guillermo Del Toro

Ufa/DVD

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05/Sep/2008 - 17:13


Beschreibung

Inspiriert von den zusammengetragenen Geschichten der Gebrüder Grimm, von Jorge Luis Borges und nicht zuletzt von Guillermo del Toros eigener, scheinbar grenzenloser Phantasie, ist Pan´s Labyrinth, auf den Punkt gebracht, ein Märchen für Erwachsene.

Ofelia (Ivana Baquero) mag zwar erst 12 Jahre alt sein, aber ihre Welt ist mindestens so dunkel und bedrohlich wie alles was del Toro bislang in seinen Filmen erforscht hat. Die Geschichte spielt mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts im ländlichen Spanien. Ofelia und ihre verwitwete Mutter Carmen (Ariadna Gil aus Belle Epoque) haben gemeinsam mit Carmens neuem Mann - Captain Vidal (Sergi López aus Harry meint es gut mit dir) -eine verlassene Mühle bezogen. Während die kränkelnde Carmen erneut schwanger ist, bleibt die verträumte Ofelia sich selbst überlassen. Daran ändert die Anwsenheit des freundlichen Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú aus Y Tu Mamá También) genausowenig wie ihr Stiefvater, ein ausgesprochen grober, brutaler Kerl, der für das Mädchen keinen Sinn hat und viel zu beschäftigt damit ist, mutmaßliche Informanten zu foltern. Ofelia findet bald heraus, dass sich unter der Mühle ein komplett andere Welt befindet. Ihr Führer wird der charismatische Faun (Doug Jones aus Mimic). Als ihre Mutter von Tag zu Tag schwächer wird, verbringt Ofelia immer mehr Zeit in Fauns Labyrinth. Faun bietet Ofelia seine Hilfe an. Sie muss im Gegenzug drei tückische Aufgaben erfüllen. Ofelia willigt ein, aber existiert die Parallelwelt unter der Mühle wirklich oder ist sie nur ein Hirngespinst? Del Toro trifft darüber keine abschließende Aussage. Der Film ist eine wundervolle, wenn auch brutale Variante seines früheren Werkes The Devil´s Backbone, der wie Pans Labyrinth von den Nachwehen der spanischen Diktatur unter Franco erfüllt ist. Auch wenn der Film del Toros Humor aus Hellboy vermissen lässt, befindet sich der Regisseur erneut auf der Höhe seines Könnens. --Kathleen C. Fennessy





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Kein wunder das dieser Film so viele Oscars gewonnen hat., 3. Januar 2008

Was für ein seltsam (guter) Film.
Sehr speziell Fantasie + Kriegs Film so eine Mischung habe ich so noch nie gesehen.
Ich dachte zuerst als ich ihn (für 14.95 CHF) kaufte das der film nicht schlimm sei, doch dann habe ich festgestellt (bei der ersten Brutaler Szene) das dieser Film NICHT FUR KINDER sei.
Für Erwachsene die gerne Dustere und gute Filme mögen ist dieser Film genau das richtige.
Sehr gute Masken (und Effekte), Gute Sauspieler und gute Story also 5 Sterne ohne nachzudenken.

Sehr Viel Spass mit Pans Labyrinth.
Gruss Daine.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Meisterwerk an visueller wie emotionaler Stimmung, 1. Januar 2008

Die Meinungen zu dem Film Pans Labyrinth gehen, wie sich aus den vorangegangenen Rezensionen ersehen lässt, mehr als weit auseinander. Während die einen den Film als das poetisches Meisterwerk des Jahres 2006 feiern verurteilen ihn andere als blutrünstiges sinn- und seelenloses Stückelwerk. Dies verwundert nicht, bedenkt man, dass der Film in nahezu einem Atemzug mit leichtverdaulichen Epen wie dem Herrn der Ringe, den Chroniken von Narnia und ähnlichen Fantasyspektakeln auf den Markt kam und auch so vermarktet wurde. Ein großer Fehler, da auf diese Weise ein Publikum angezogen wurde, was ein Feuerwerk an Fantasy und Epik erwartete und stattdessen eine vielschichtige und düster-schöne Parabel zu sehen bekam. Kurz gesagt: nichts für einen gemütlichen Popcorn-Abend.

Wer sich also an Pans Labyrinth versuchen möchte, sollte sich zuallererst von dem Gedanken lösen, eine leicht bekömmliche romantisch geschönte Fantasy-Geschichte wie die pompöse "Narnia"-Adaption zu sehen bekommen. Denn allein die Einordnung des Films in das Fantasy-Genre ist hier völlig Fehl am Platz. Pans Labyrinth stellt viel mehr ein Erwachsenenmärchen dar, welches sich in seiner Rahmenhandlung einerseits zwar klassischer Märchenmotive bedient, (wie z.B. das durch den Tod der Mutter verwaiste Mädchen, den bösen Stiefvater, die gute Fee in Gestalt der liebevollen und sorgenden Haushälterin Mercedes und als zentrales Motiv das Bestehen der Unschuld in einer bösen und gefahrvollen Welt) diese jedoch andererseits in eine signifikante wie extreme historische Epoche transferiert: das spanische Francoregime des Jahres 1944.
Hier wird die phantasievolle und etwas verträumte 12-Jährige Hauptprotagonistin Ofelia durch die erneute Heirat ihrer Mutter mit einem hochrangigen Offizier mit einer Welt konfrontiert, die die psychische Belastungsgrenze eines kleinen Mädchens mehr als übersteigt überall herrscht Verfolgung, Hunger, Gewalt und Tod. Da Ofelia diesem Schreckensszenario in räumlicher Hinsicht nicht zu entfliehen vermag sucht sie ihre Flucht in einer parallelen Phantasie- bzw. Märchenwelt, in welcher sie selbst eine Prinzessin ist, die nach drei bestandenen Prüfungen wieder in ihr Reich heimkehren darf.
Diese Grundidee ist an für sich nichts wesentlich Neues. Die Flucht vor der Realität in eine Phantasiewelt wurde bereits in vielen verschiedenen Varianten bearbeitet. Doch im Gegensatz zu verhältnismäßig romantischen Darstellungen wie sie zum Beispiel ebenfalls in C.S. Lewis' Narnia-Chroniken zu finden sind, schafft Guillermo del Toro etwas in dieser Form nur selten da gewesenes. In genialen Bildwechseln stellt er dem brutalen und menschenverachtenden Diesseits Ofelias ein (psychologisch extrem gut durchdachtes) Gegenuniversum gegenüber, das sich einerseits ebenso düster und gefahrvoll darstellt wie ihr reales Leben, in welchem sie sich jedoch mit den Gefahren auseinander setzen und sie bezwingen kann. Dabei spiegelt er gekonnt bedeutungsschwangere Motive und Symbole wie z.B. Türschloss, Schlüssel, Dolch, steinerne Höhlenöffnungen und düster gedeckte Festtafeln ineinander und schafft auf diese Weise die psychologische Verbindung von Ofelias realer Lebenswelt mit jener Welt die sie selbst erschafft. Er entfacht in dem steten Wechsel zwischen beiden Handlungsebenen einen schreckensbleichen, poetischen Bildersturm, der an Neil Jordans "Die Zeit der Wölfe" erinnert, wie auch gleichzeitig eine wehmütige, elegische Phantasmagorie über den Trost der Trauer und die Schönheit des Schreckens.

Neben dem wunderbaren und völlig zu Recht für den Oscar nominierten Drehbuch und der verträumt-anrührenden Filmmusik wird der Film in erster Linie durch die großartigen Darstellerleistungen getragen. Nachwuchsschauspielerin Ivana Baquero überzeugt in der Hauptrolle mit einer faszinierenden Mischung aus kindlicher Unschuld, Ernsthaftigkeit (die einen zeitweise an Michael Endes Figur Momo erinnert), Verletzlichkeit, Schwermut und großer Tragik. Ihr gegenüber steht als Antagonist der einfach brillante Sergi López als rücksichtsloser und grausamer Capitan Vidal, der mit unglaublicher Brutalität und Rohheit seinen Privatkrieg führt. Ofelia verkörpert den Glauben an Märchen und Fantasien, an die Hoffnung auf eine bessere Welt jenseits des trostlosen Diesseits. Ihr Stiefvater ist dazu der kontradiktorische Gegenentwurf: Ein Zwangsneurotiker in Reinkultur und das Paradebeispiel einer Bestie in Menschengestalt: erbarmungslos, zynisch und sadistisch, ein Maschinenmensch und Ungeheuer wie Shakespeares Richard III.

Abschließend lässt sich sagen, dass Guillermo del Toro mit seinem Film Pans Labyrinth ohne Frage seine bisher beste Arbeit zustande gebracht hat. Es scheint, als habe Guillermo del Toro seine gesamte visuelle Brillanz, seine überbordende Phantasie und sein ganzes optisches Können, all jene phänomenale, düster-ästhetische Opulenz aus seinen vorangegangenen Filmen zusammengenommen und mit einer ebenso phantastischen, tiefgründigen und mitreißenden Geschichte verknüpft. Vielfältige Resonanzen von Handlungen, Motiven und Szenerien ergeben eine ergreifende, tieftraurige Parabel über die Freiheit der Entscheidung, den Tod und den Glauben, über das Ende der Kindheit und über den Weg ins Paradies, der sich (VORSICHT SPOILER!) wie in Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz" erst durch das größte eigene Opfer finden lässt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Phantasie steckt in der Vorstellung..., 1. Januar 2008

... dies trifft vor allem auf diesen Film zu. Die Leute, welche schlechte Rezensionen über den Film geschrieben haben und von Ihm enttäuscht waren, habe wahrscheinlich anderes erwartet, wahrscheinlich eine Art "Harry Potter" für Erwachsene. Aber das Labyrinth ist absichtlich schlicht gehalten, da es in die düstere Geschichte passen musste und die Prüfung, das Ofelia doch die Trauben vom Tisch gegessen hat, muss nicht mit Worten erklärt werden, sondern ergibt sich aus der Geschichte und seiner Zeit, voller Entbehrlichkeiten und als Metapher für das Regime, das man sich totz allen Warnungen immer in Gefahr begibt und dient parallel zur Figur der Mercedes, die für den Widerstand kämpft bzw. ihn unterstützt, aber für die Bestien, in dem Fall den Hauptmann arbeitet, obwohl sie weiß, das es gefährlich ist! Klar die Traumwelt von Ofelia hätte ich mir auch detailierter gewünscht und das die Figur tiefer in diese Welt eindringt, aber dies hätte der Geschichte auch nicht geholfen. Und zum Thema sinnlose Gewalt, diese Leute müssten mal den Fernseher einschalten oder auch nur mit der Geschichte beschäftigen - Gewalt ist immer Graumsam, vor allem wenn sie wie in diesem Film real dargestellt wird.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Geht unter die Haut, 8. Dezember 2007

Ein sehr guter Film. Es handelt sich um keinen Kinderfilm. Der Film ist frei ab 16 - mit gutem Grund. Die Brutalität an bestimmten Stellen muss sein, um die Brutalität totalitärer Regime klar darzustellen. Der Film zeigt, dass es nicht nur das Regime, sondern gerade Menschen sind, die töten und foltern.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Science Fiction? Kriegsfilm? Von allem ein wenig..., 4. Dezember 2007

Pan's Labyrinth" - ein Film, der für Furore gesorgt hat. Ein Film, der Millionen von Fans gefunden hat, die ihn lieben und wahrscheinlich genauso viele Menschen, die durch diesen Streifen maßlos enttäuscht wurden. Zu welcher Gruppe zähle ich mich nun? Ich muss zugeben, dass ich mich mehr, wenn ich mich entscheiden müsste, zu ersterer Gruppe hingezogen fühle...

Pan's Labyrinth" kann keinem Genre untergeordnet werden und genau diese Tatsache macht aus dem Streifen einen abwechslungsreichen und spannenden Film, der dem Zuschauer zwei Stunden voller wunderbarer Bilder bietet. Der Plot ist nicht schwer zu erklären: Die kleine Ofelia, Tochter eines Generals, wächst im vom Bürgerkrieg überzogenen Spanien auf und bekommt, trotz vornehmem und behütetem Umfeld, einige Qualen dieser Zeit am eigenen Körper zu spüren. Um sich vor der harten, realen Welt zu verstecken, flüchtet sie in eine Traumwelt, die von Pan, einem Fabelwesen regiert wird. Anscheinend ist Ofelia die verschollene Prinzessin, die seit Jahrhunderten von der Unterwelt gesucht wurde. Und so wird sie von Pan in eine neue und wundervolle Welt eingeführt, die sie ihr wirkliches Leben vergessen lässt.

Zugegeben, der Plot klingt ein wenig kitschig, doch Regisseur Guillermo de Toros ist es einfach hervorragend gelungen, einen Film zu kreieren, der Elemente aus unzähligen Genres miteinander verbindet. Pan's Welt wird detailgetreu dargestellt und macht auch für den Zuschauer die reale Welt für einige Minuten vergessen. Pan's Labyrinth" ist aber trotz allem kein Film für Kinder. Zu brutal werden einige Szenen dargestellt und zu schwer zu verstehen ist auch das Thema, auf das der Film hinaus will.

Pan's Labyrinth" ist ein Film für jedermann. Hier müssen keine Genre-Vorlieben vorliegen, sondern jeder muss sich sein eigenes Bild über diesen Streifen machen. Ob man ihn nun für unrealistisch oder nicht spannend hält, ich persönlich fand ihn gut und empfehle ihn hiermit an alle interessierten Personen weiter! Traut euch...




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