Kundenmeinungen
Erwartungen übertroffen, 19. Januar 2008
Nachdem mein jetziger Player langsam seine Schwächen (Bedienelemente, Steuerknubbel) zeigt, wollte ich mir mal zum Geburtstag etwas Neues gönnen.
Was wollte ich:
+ volle Unterstützung unter Linux, d.h. auch Firmware-Updates müssen ohne ältere Betriebssysteme möglich sein.
+ Unterstützung freier Formate (ogg)
+ Video min. 320x240 Pixel
+ Sauberer Klang! Ich bin zwar schon über 50, aber so schlecht sind meine Ohren glücklicherweise noch nicht.
+ Erweiterung mit vorzugsweise SD(HC)-Karten
+ Stabile Bedienelemente und unempfindliches Gehäuse
+ lange Akkulaufzeit (min. 20 h)
+ Support und nicht nur Vertrieb durch xyz GmbH
Bereits das erste Kriterium, d.h. kompromissloser Betrieb nur mit Linux, ließ einen großen Teil der Player von Samsung, Creative oder Sony ausscheiden; unverständlich warum die Geräte oft nur über USB mit MTP connected werden können. So suchte ich weiter, welcher Firma ich mein Geld anvertrauen könnte und bin auf COWON mit dem D2 gestoßen. Mir war die Marke COWON bisher unbekannt, jedoch waren die Soundkritiken mehrheitlich sehr gut, so dass der D2 in die engere Wahl kam.
Vor dem Kauf noch etwas recherchiert:
- COWON ist keine Billigbude, die nur ein paar Chips auf eine Leiterplatte lötet und in ein klappriges Plastikgehäuse mit Display stopft um die Geräte unter verschiedensten Namen weltweit preiswert zu verhökern!
- Es gibt eine Website in Deutsch, dort sind auch aktuelle Firmwareversionen erreichbar.
- Es gibt eine Online-Community, welche bei Fragen, Problemen hilft und sich auch um neue Skins etc. kümmert.
Nach meinen Recherchen blieb am Ende der D2 übrig, das weisse Modell mit 2G gab es gerade günstig bei Amazon und da Amazon bekanntermassen schnell liefert wurde nun endlich bestellt - ich wollte es nun wissen.
Keine 24 h später war das ersehnte Päckchen da:
Nun die Fakten:
- Das Weiß hat einen leichten Perlmutteffekt und wirkt daher nicht so aufdringlich weiß wie aus der Zahnarztwerbung; ich hatte befürchtet, dass das Gerät doch mehr in Richtung i-weiß geht. Das war schon der erste Pluspunkt!
- Einschalten und Loslegen - ich möchte ein Gerät ohne langes Studium von Anleitungen in seinen wesentlichen Funktionen bedienen können.
Wow-ein paar Sekunden gewartet, nach der Sprache gefragt ...
Ach ja, das Teil hat ja einen Touchscrenn. Jetzt konnte ich gleich mal probieren, ob man so ein kleines Display auch zielsicher mit den Fingern bedienen kann: jaaaa!
- Nun war es mit meiner Skepsis vorbei. Meine Sennheiser (MX-350) eingestöpselt und den Demosong angewählt. Wieder Wow.
- Nun kam die Stunde der Wahrheit. Am PC eingestöpselt und mit Musik befüllt. Gerät wird ohne Probleme als Wechseldatenspeicher unter Linux erkannt! Der interne Speicher ist auch beim Schreiben sehr schnell!
- Jetzt der Sound. Kein Kommentar - von nun an stand schon fest, dass der D2 ab sofort zu meinen besten Freunden gehören wird. Egal ob nun Klassik, Pink Floyd, Emilie Autumn, Klavier, Violine, laute oder leise Töne: es wird schnell klar, dass der D2 auch den anspruchsvolleren Hörer bedienen kann. Während meine B&W-Boxen zu Hause bleiben müssen kann nun der D2 eine guten klanglichen Ersatz liefern und rechtfertigt auch die anstehende Anschaffung anspruchsvollerer Ohrhörer.
- Firmware: Nichts leichter als das. Nach dem Download Archiv auspacken und in drei Stufen jeweils die Datei(en) auf den Player übertragen und neu starten. Nach einer guten Minute ist die Prozedur abgeschlossen. Langsam frage ich mich, welchen Aufwand einige Firmen treiben, um so eine Prozedur umständlich mit eigenen Programmen zu gestalten?
- Nun zum Akkku: Lieferzustand voll geladen. Zumindest ist bei mir nach nun fast 24 h Dauerbetrieb und Spielerei erst 1/4 der Ladeanzeige dunkel! Die über 50 Stunden werde ich damit wohl im Musikbetrieb problemlos erreichen.
Und ja, es liegt ein richtiges USB-Ladegerät bei, welches man ja auch für andere Geräte verwenden kann.
- Mechanik/Verarbeitung. Stabiles, verschraubtes Kunststoffgehäuse, auf dem auch nicht gleich Fingerabdrücke zu sehen sind (jedenfalls bei einigermassen sauberen Fingern). Ohrhörerbuchse ist stabil, das ist nicht bei jedem Hersteller selbstverständlich!
- Touchscreen. Meine Skepsis, ob sich so ein kleines Display als Touchscreen eignet, habe ich sehr schnell abgelegt. Wer will, kann den Alibi-Stift benutzen, ich bin aber mit den Fingern sofort zurechtgekommen. Ich habe noch die Schutzfolie vom Hersteller auf dem Display, passende Folien gibt es sehr preiswert. Selbst mit der Folie ist die Bedienung kein Problem.
- Radio: War kein Kaufgrund und sollte es auch nicht sein. Nice to have; für unterwegs schon mal ganz nützlich. Nicht mehr und nicht weniger.
- SD-Karten. Aktuell werden wohl SD-HC-Karten bis 8 GB unterstützt. Doch was ist mit den 4GB-SD-Karten, die oft preiswert zu haben sind? SD-Karten sind ja laut Standard nur bis 2GB spezifiziert. Versuch macht klug und probiert. Jetzt habe ich für weniger als 15 Euro 4 GB (SD 133x) Wechselspeicher! Sicher lässt sich das nicht auf jedes Fabrikat übertragen, aber der D2 besteht bei >2GB nicht zwanghaft auf SD-HC, so dass die laufenden Kosten reduziert werden können. Die Speicherkarten sollte man nicht unbedingt im Player befüllen; das geht, ist aber technisch bedingt wesentlich langsamer als mit einem Ganzviel-in-One-Kartenleser.
- Videos: Ob man auf einem Display dieser Größe unbedingt Videos in Spielfilmlänge anschauen muss, mag jeder für sich entscheiden. Linuxer können sich die Filme mittels mencoder oder transcode konvertieren; fertige Scripte gibt es im Forum. Das Display ist brilliant, lediglich von unten ist der Blickwinkel gering, aber dafür kann man den D2 ja aufstellen. Bis jetzt habe ich auch noch keine Ruckler bemerkt; andere Player haben ja schon Mühe, die mitgelieferte Demo mit 20 oder weniger fps ruckelfrei in kleineren Auflösungen abzuspielen.
Sonstiges:
- Mit der aktuellen Firmware (2.53 bzw. 3.53) können Flash-Skins verwendet werden. Da finden sich auch Skins für Grobmotoriker, die sonst mit dem Touchscreen Probleme haben.
- Flash-Games: möglich, haben mich aber nicht vom Hocker gehauen.
- Lautstärke: Weder mit den mitgelieferten Ohrhörern noch mit meinen MX-350ern konnte ich die volle Lautstärke ohne Schmerzen in den Ohren verwenden. Wer hier Probleme hat sollte an drei Stellen suchen:
+ falsch kodiertes Material; dürfte aber selten der Fall sein.
+ Ohrhörer: je nach Technologie, Impedanz etc. kann es Unterschiede geben. Bei Problemen die mitgelieferten Stöpsel zum Vergleich verwenden.
+ Die Ohren: Schmalz oder defekt.
- Audio-Formate: ogg habe ich noch nicht probiert, hier soll es noch kleine Abstriche geben. Dafür funktionieren flac und wav; wem der Speicher nicht zu schade ist, kann damit dem Audio-Teil das letzte Quäntchen entlocken. Man merkt, dass COWON nicht irgendein Elektronikproduzent ist, sondern im Audiobereich zu Hause ist.
Fazit: Ich war anfänglich skeptisch, ob solch ein kleines Gerät so viel Geld wert ist und ich kann jetzt im positiven Sinne sagen, dass der COWON iAudio D2 kein Billiggerät ist, sondern - verglichen mit dem Wettbewerb - sein Geld wert ist. Ich hatte in der letzten Zeit etliche Geräte in der Hand und kann jedem der ein klanglich einwandfreies Gerät mit Herstellersupport, aktiven Foren und voller Verwendbarkeit unter Linux sucht nur empfehlen, sich dieses Gerät anzusehen. Er ist zwar kein Leichtgewicht, dankt es aber mit einer fast konkurrenzlosen Akkulaufzeit.
Punktabzüge: Da werde ich wohl erst mal suchen müssen, habe das Teil ja erst einen Tag ;-)
Odysse, 27. November 2007
Hallo zusammen,
ich war ein begeisterter Cowon iAudio X5 Besitzer und staendiger Nutzer. Nun hat er, nach intensiver Nutzung, seinen Geist aufgegeben - aufgrund meines positiven Eindrucks habe ich mit grossem Vertrauen in COWON zum D2 gegriffen.
Technisch und von der grundlegenden Bedienung bin ich wie bisher gewohnt extrem zu frieden. Das Geraet haelt in fast allen Punkten was versprochen wurde. Jedoch gab es eine sehr aergerliche Odysse herauszufinden, DASS man und WIE man eine Auswahl von verschiedenen Alben zum abspielen zusammenstellen kann (als standard Playlist, DLP oder wie auch immer).
Dieses Feature ist fuer mich von grosser Bedeutung, da ich mit einer 16 GB SDHC Karte mittlerweile sehr viel Musik auf dem Player habe und gerne eine Auswahl auf shuffle hoeren moechte. Die Dynamic Playlist erlaubt aber maximal (vollkomen raetselhaft fuer mich) 256 Eintrage! Somit ist der kanonische Weg fuer die meines Erachtens nach Grundlegende Nutzung eines MP3-Players nicht ausfuehrbar.
Insbesondere hat es mich geaergert, dass mir heute nach einam Anruf bei der Hotline ein junger Bursche netterweise mitteilte, dass man dieses Feature nicht benoetigt. Nach meiner Anmerkung, dass ich dies persoenlich schon benoetige, meinte er dies waere ihm unverstaendlich. Heutzutage gibt es andere Bedienkonzepte. Wahrscheinlich spielte er auf die ID3-Tag navigation an (die ich unter usability Kriterien fuer sehr zweifelhaft sehe, was unteranderem ein Grund dafuer ist, mir keinen iPod zu kaufen)
Cowon scheint wohl nicht mehr viel an den Kunden zu liegen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass dies mal SEHR anders war. Schade.
Nun zur Loesung des Problems:
1) Den D2 in den MTP-Modus bringen (Settings->System->USB Connection->MTP)
2) In per USB an einen Rechner anschliessen und dort per MTP als Medienplayer ansteuern
3) In den Medienordner wechseln und dort per Kontextmenue eine Playlist erstellen (z.B. bei Windows XP/Vista: mehrere Ordner/Dateien anwaehlen, rechten Mausknopf, playliste erstellen. Dies kann dann per Kontextmenue mdofiziert werden)
4) Die Playlist ist dann im Menuepunkt 'playlist' in der untersten Ebene der Mediennavigation zu finden
Also, lieber COWON-Support, es ist sher schade, wenn man weder im Handbuch noch per Telefongespraech diese Information erhalten kann sondern sich durch duzende von internetforen hangeln muss. Letzteres zeigt, dass ich nicht der einzige bin, der dieses Feature mag und nutzen moechte.
Ansonsten: Nun ist es der perfekte Player fuer mich! 20 GB Speicherplatz, KEINE Festplatte, 60 Stunden Akkukaufzeit, gute Bedienung, Filme machen ebenfalls Spass, Aufnahem per eingebautem Mikro, Radioempfang, robustes Geaheuse und OGG-Support :). So bin ich es vom X5 und auch von COWON geweohnt.
Leider kann ich hier anscheinend, die 'Sternanzahl' nicht veraendern. Natuerlich wuerde es unter den neuen Infos mehr als einen geben.
Beste Gruesse,
Thorsten
Kleines Klangwunder, 9. November 2007
Der Cowon iaudio D2 ist wirklich der beste Player auf dem Markt!
Ich fass das hier mal in Stichpunkten zusammen:
+super Klang
+ 16 Millionen Farben!
+ super klein und handlich
+kratzfest
+gutes touch display
+eq sehr frei einstellbar
+Radio,Malen,Mikro,Wecker
+SD Slot
Viele meinen ja das der Player eine schlechte Ornerstruktur hat und zu leise maximallautstaerke , aber ich kann nich lauter als auf Lautstaerke 20 von 50 hoeren weil mir sons das trommelfell platz! Die ordner sind auch ok!
Fazit: Ganz klare Kaufempfehlung , dieser Player sticht den ipod nano ueberall aus und auch den classic bis auf in speicher - aber duch sd karten zukunfssicher!
Geraet mit einigen Schwaechen fuer OGG Nutzer, 21. Oktober 2007
Was der Player alles bietet ist zu genuege gesagt worden. Ich moechte mich auf die negativen Aspekte konzentrieren.
Hauptgrund der Anschaffung war OGG Unterstuetzung. Leider werden - wie auch bei anderen Playern - die OGG Comments nicht vollstaendig unterstuetzt. Zwar indiziert der Player die OGG Files, und ordnet diese nach Artist und Album, bei der Liste der Songs eines Albums oder aller Songs eines Artists, werden diese alphabetisch sortiert. Entsprechende OGG Comments oder gar die Dateinamen interessieren den Player bei der Sortierung herzlich wenig.
Gottlob bietet er einen Filebrowser, mit dessen Hilfe die Tracks in der korrekten Reihenfolge wiedergegeben werden koennen, sofern bei bei den Dateinamen darauf achtet diese entsprechend zu nummerrieren. Allerdings ist dies nur auf ein Album beschraenkt...
Der Player bietet auch die Moeglichkeit, alle Songs eines bestimmten Jahrganges, entsprechende Tags vorrausgesetzt, anzeigen zu lassen. Mangels MP3 Dateien konnte ich dies nicht testen, aber bei OGG Files interressieren den Player die entsprechenden OGG Comments nicht sonderlich.
Als Linux Nutzer war mir die Linux Unterstuetzung sehr wichtig. Loeblich, dass der Player wunderbar mit Linux zusammenarbeitet, leider lassen sich keine Playlisten auf dem Player selbst verwalten. Dies geht nur ueber die mitgelieferte Windows Software.
Das Handbuch kann man getrost als einen Witz bezeichnen. Auf Deteils der Bedienung des Players geht es kaum ein, weder welche Moeglichkeiten der Navigation es gibt, noch wie Playlisten angelegt werden. Die Webseiten sind auch nicht weiter hilfreich. Das wird durch die intuitiv bedienbare Oberflaeche allerdings ausgeglichen.
Nachdem ich nun etliche Player ausprobiert habe, muss ich wohl eingestehen, dass OGG Unterstuetzung schoen und gut ist, aber diese von den Herstellern von mobilen Playern nur mangelhaft umgesetzt werden. Schade, denn OGG bietet gegenueber MP3 einige handfeste Vorteile was die Klangqualitaet bei niedrigen Bitraten angeht. Niedrige Bitraten bedeuten weniger Speicherbedarf, und mehr Songs auf dem Player. Zudem unterliegt das OGG FOrmat nicht irgendwelchen Lizenrechten...
Auf der positiven Seite bietet der Player in der 8 GiB Version massig Platz, und unterstuetzt HCSD Karten (erhaeltlich sind derzeit 8 GiB Karten). Dem Player liegt ein Netzteil bei - sehr loeblich - und muss nicht mittels USB Kabel ueber den PC geladen werden. Der Akku ist eine Wucht: ueber 50 Stunden Spielzeit, da kann man auch mal Abends vergessen den Player auszuschalten.
Der Player haette 5 Sterne verdient, wenn da nicht die mangelhafte Unterstuetzung der OGG Comments waere. Dass man die Tracks eines Albums nur ueber einen Umweg in der richtigen Reihenfolge wiedergeben kann, ist schlichtweg ein K.O. Kriterium. Als Linux Anwender hat man allerdings nicht besonders viele Moeglichkeiten... Ich denke, entweder soll man etwas richtig machen, oder es sein lassen. Wenn OGG unterstuetzt werden soll, dann bitteschoen auch korrekt, und nicht nur halbherzig!
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