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Arcade Fire: Neon Bible

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Neon Bible

Arcade Fire

City Slang (Universal)

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Beschreibung

Im Februar 2007, kurz vor der offiziellen Veröffentlichung von Neon Bible traten Arcade Fire in Orchesterstärke fünf Mal in der ausverkauften Judson Memorial Church in New York auf. Eine Kirche, warum eine Kirche? Wo sonst könnten Texte über die bevorstehende Apokalypse, über Ängste, Tod und eine nicht versiegende Hoffnung ihre volle Kraft entwickeln? Außerdem stehen da bekanntlich Orgeln, und ein sakraler, opulenter - wobei so gut wie kein Song der Kanadier ohne Opulenz auskommt - Track wie „Intervention“ lässt sich besonders imposant umsetzen. Es ist nicht das einzige Stück, das alle Zweifel beseitigt, die vielköpfige Band aus Montreal könnte an der gewaltigen Hürde ihres Debüts Funeral scheitern.

Zugegeben, der A-ha-Effekt ist weg, die triumphalen Trauermärsche überrennen einen nicht beim ersten Hören und doch kommt gleichzeitig die Ahnung auf: Hier ist wieder Großes entstanden! Es passiert so viel so schnell, dass die Sinne nicht immer folgen können, denn Arcade Fire füllen nicht nur jedes Notenblatt bis zur Schwärze, Sänger Win Butler kehrt mit Textzeilen wie “I'm living in an age that calls darkness light” („My Body Is A Cage“) wieder die dunklen Seiten seines Seelenlebens nach außen. Nicht zufällig wurde Neon Bible nach dem gleichnamigen Roman von John Kennedy Tool benannt, einem amerikanischen Schriftsteller, der unter anderem im Alter von 32 Jahren deshalb Selbstmord beging, weil sein persönlich als Meisterwerk eingeschätzter Schelmenroman Die Verschwörung der Idioten von unzähligen Verlegern abgelehnt wurde - posthum erhielt er einen Pulitzer-Preis! Arcade Fire erfahren immerhin zu Lebzeiten Ehrrungen. Kaum eine Gruppe des angehenden Millenniums versteht sich so außergewöhnlich darauf, einer gewissen Trostlosigkeit in den Texten ein aufs Tempo drückendes Heer an Instrumenten (Glockenspiel, Akkordeon, Violinen, Hörner, Hurdy Gurdy) plus einem Militärchor aus Budapest entgegen zu stemmen. --Sven Niechziol





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  MEISTER IN IHREM NEUEN GENRE!!!, 16. Dezember 2007

Prediger sind sonst nicht so mein Ding,da ich Atheistin bin...
die Musik fasziniert hier,der Rest ist mir egal.Gänsehaut,Wut,Liebe,Respekt, hier gibts alles,was es an Gefühlen so gibt.Unglaublich cool diese Musik.
No Cars Go ist wohl z.Zt. mein Favorit.Ich muss da zum Konzert,sonst werde ich wahnsinnig.
Leute kauft dieses Album, auch "Funeral" ist spitzenmässig.Von Mal zu Mal klingen die intensiver,frau entdeckt jedesmal was neues in dieser Musik.Lasst Euch drauf ein,Ihr werdet es immer und immer wieder hören wollen.
PFLICHTKAUF!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Genfehler?, 11. Dezember 2007

Irgendwas kann mit mir nicht stimmen. Irgendwie bin ich anders gepolt als der Rest der musikliebhabenden Welt. Vielleicht fehlt mir ein Gen, vielleicht ernähre ich mich falsch, keine Ahnung, aber ich kann mit der angeblich weltrettenden, erleuchtenden, gottähnlichen Musik von Arcade Fire absolut nichts anfangen. Und wenn man die Kritiken liest, muss man sich dafür schämen. Pfui über mich und die drei oder vier anderen Ignoranten, denen es ähnlich geht! Was an der Musik der anscheinend sakrosankten Combo aus Canada so innovativ sein soll, dass sich die gesamte Kritikerwelt vor lauter Hyper! Hyper! über den Haufen rennt, will sich mir einfach nicht erschließen. Diese sphärischen Klangwelten, die alle so verrückt macht, haben schon Dutzende Künstler auf unterschiedlichste Weise vor ihnen erschaffen, und besser. Mogwai wäre da zu nennen. Oder wer es richtig Hammer haben will, sollte sich mal mit dem Werk des kürzlich verstorbenen Herrn Stockhausen auseinandersetzen. Der Einsatz von Hörnern, Zimbeln oder osteuropäischem Chorgesang ist nun wirklich keine sonderlich ausgefallene Idee.

Die Texte sind teilweise nicht schlecht, aber originell klingt anders. Was, wie anscheinend nur ich finde, wirklich durchweg störend wirkt, ist das Stimmchen von Régine Chassagne. Intervention und Black Wave/Bad Vibrations sind zwei Songs, die gar nicht so verkehrt klingen würden, wenn dieses Gepiepse nicht wäre. Auch der religiöse Pathos, der sich wie Kaugummi durch die Platte zieht, ist nur bedingt ertragbar. Aber auch damit scheine ich allein dazustehen. So kommt es, dass ich, wenn sich sechzehnjährige Arcade-Fire-Gläubige was von ...du, die haben jetzt aber echt ne Message... faseln, nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll. Unter Umständen ist vor kurzem also doch endlich der Protestantismus als weltumfassende Staatsreligion ausgerufen worden und ich hab's nur nicht gemerkt, hänge als Katholikin mal wieder hintendran und kriege nichts mit. Höre diesem Jahrhunderte, ach was sag ich denn, Jahrtausende überdauernden Monument sakraler Schönheit und Anmut zu und bleibe weiterhin völlig unberührt...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  GÄÄHN!!, 7. Dezember 2007

Wieder mal vollkommen überbewertetes pathetisches Langweilerwerkelchen.
Sorry für diese polemische und subjektive Meinung.
Aber leider (imo) wahr.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Klang, 16. September 2007

Wieder einmal neue Lieblinge am Pophimmel. Hype? Überbewertet?
Es ist schon genug über die Musik gesagt worden, sodass ich mir hier eine weitere Wertung ersparen kann.
Nur eins muss deutlich erwähnt werden, und da bin ich mir mit einem der vorhergehenden Rezensenten einig: Die Klangqualität der Scheibe ist eine Katastrophe. Es ist gelinde gesagt eine Zumutung im Zeitalter der digitalen Studiotechnik ein solch schlampiges Produkt abzuliefern. Es soll mir auch niemand sagen, dass die Macher einen bewusst dreckigen Sound haben schaffen wollen.
Bei dieser Produktion fehlt wirklich alles was Musikhören zum Vergnügen macht. Es mangelt an der Räumlichkeit, und von Stereobasis keine Spur, stattdessen verwaschener Klangbrei.
Zunächst dachte ich, dass meine Musikanlage einen defekt hätte, glücklicherweise stellte sich diese Befürchtung aber als unbegründet heraus.
Bedauerlich ist das Ganze auch deshalb, weil die Songs eigentlich recht originell sind.
Fazit:
Musik: *** bis ****
Klang: * bis **
Eine Kaufempfehlung zum augenblicklichen Neupreis kann ich leider nicht abgeben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wall of Sound...., 24. August 2007

...hat die amerikanische Presse diese Scheibe getauft. Für mich trifft dieser Titel sämtliche Nägel auf den Kopf. Sie hat Melodien zum wahnsinnig werden - wunderschön, mitreissend und intensiv. Ohrwürmer halten wochenlang an.
Ich möchte nicht auf jedes einzelne Lied eingehen; das ist ausreichend gemacht worden und verfälscht nur das individuelle Erlebnis, das jeder empfinden muss, wenn er von diesem Klang überrollt wird - und das geht schon mit dem ersten Lied los - soviel sei verraten.
Wer das erste Album "Funeral" schon liebt, sollte aber nicht den Fehler machen und den gleichen Stil erwarten. Neon Bible ist immer noch Arcade Fire, aber vielseitger und größer. Die Hymnen haben mehr Farbe bekommen und klingen einfach noch einen Tick runder. Es ist in jedem Fall empfehlenswert sich dieses Prunkstück ins Regal zu stellen.
Für mich ist es nicht das Album des Jahres - ich habe überhaupt noch nie so ein intelligentes und bombastisches Stück Musik besessen.

Und wer meint, dass er trotz des Hypes enttäuscht worden ist... - trotz Hype bleibt alles Geschmackssache und ist trotzdem nicht Jedermanns Sache.
Aber wer sich gerne von grandiosen Klängen überrumpeln lässt zu denen man auch noch tanzen kann - Bitte: Das ist Dein Album !!!




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