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Antonia Fraser: Marie Antoinette

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Marie Antoinette

von Antonia Fraser

mit Kirsten Dunst Jason Schwartzman Rip Torn

Regie: Sofia Coppola

Sony Pictures Home Entertainment

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Highlights:

    FSK 0



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22/Nov/2008 - 18:28

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Beschreibung

Sony Pictures Marie Antoinette, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 05.04.07




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Es hätte so schön sein können..., 30. September 2008

Wirklich, der Film an sich hat Potenzial, nicht zuletzt aufgrund der guten Schauspieler. Kirsten Dunst ist eine überzeugende, passende Marie Antoinette. Auch die Kostüme, prunkvoll, schön, sowie die Landschaft und Kulissen. Alles sehr gelungen. Kann jedoch nicht über die vielen Schwächen des Films hinwegtäuschen.Alles bisher genannte, mit Ausnahme der schauspielerischen Leistung, wirkt nur etwa die erste halbe Stunde. Danach verpufft die Faszination der glanzvollen Acessoires ganz langsam.Was an dem Film ausserdem ein wenig nervt sind die langen tonlosen Stellen. Sicher, so wirken manche Szenen besser, jedoch müssten diese wohlgewählt sein. Hier passt das alles nicht so ganz zusammen.Das Leben der Marie Antoinette, bzw. etwa 22 Jahre ihres Lebens in keine 2 Stunden zu pressen ist ohnehin schwierig. Sicher, auch hier sind Abwandlungen und Auslassungen drin, sogar erwünscht. Aber wenn man den Film verfolgt, so sind einige Beziehungen, einige Ereignisse nicht deutlich genug behandelt.Die ganze Handlung ist hinreichend bekannt. Denn es wird wirklich nur das Leben einer Prinzessin, bzw. Königin am Hofe Frankreichs beschrieben. Beherrscht von Zwängen und Regeln, von falschen Freunden, zu viel Geld und und und...Nichts neues und auch nichts innovatives dabei. Die Stellen, die vielleicht interessant, rasant oder gar amüsant wirken sollten sind allesamt langweilig.Der Film vermag nur gegen Ende wieder richtig zu fesseln, wo schließlich die Revolution vor Versailles lauert. Die SOundkulisse passt da optimal zu den Bildern und fängt die Stimmung, die auch in der Protagonistin herrschen mochte, wirklich gut ein.Insgesamt ist der Film unterstes Mittelmaß, nicht innovativ, nicht historisch genug, langweilig und auch nicht dramatisch genug um ein Drama zu sein. Ansehen kann man sich ihn gut und gern einmal, wenn man Frankreich-interessiert ist oder den Adel favorisiert.Aber als unterhaltsamer Film für einen DvD-Abend kann dieser Streifen nicht gehandelt werden.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  ... Zuckerwatte in Pinklichtmilieu von Versailles, 30. September 2008

Rapunzel aus Austria, anachronistisch gefangen in den goldenen Gemächern des französischen Königskäfig zu Versailles, "geknechtet" durch tiefe Einsamkeit und die gleichzeitige Verweigerung jeglicher Intimität und mopslos konfrontiert mit einem orgienhaften Ambiente voll von, in allen Formen wallender, bonbonbunter Kostüme, heimtückischer Fratzen verborgen hinter höfisch etikettierten Masken und unter exzessiven Frisuren, widersetzt sich zäh und dehnend Coppolas Idee und Versuch, ein an sich klassisches Historienepos im modernen Sinne visuell in ein redundantes Szenenspiel im Wechsel von Demütigung, Hohn, Ekstase und einer verzweifelten Königinsuche nach echter physischer und psychischer Befriedigung zu extrahieren.Sehenswert und überzeugend inszeniert Kirsten Dunst fernab einer Selbstdarstellung die tragische Figur der jungen Königin als einen sich, am französischen Hofe immer mehr selbst verlierenden Teenager. Doch bei fast sinnentleerten und eintönigen Dialogen und Handlungsabläufen, einer Monotonie weiblicher Erotik und königlicher Asexualität sowie mangelhafter Charakterisierung der Hauptperson entwickelt sich der Film trotz des makellos gezeigten Prunks und eines wunderbaren Soundtracks bei beabsichtigter Verweigerung von Inhalt, Spannung und Dramatik zu einem Epos von nuancierten Schattierungen und anonymen Stimmungen zweifelhafter Länge.eine reizvolle Idee ... leider nur ein sympathischer Film in hervorragender Optik und AkustikBesetzung * Kirsten Dunst: Marie Antoinette * Jason Schwartzman: Ludwig XVI. * Judy Davis: Comtesse de Noailles * Rip Torn: Ludwig XV. * Rose Byrne: Herzogin von Polignac * Asia Argento: Madame Dubarry * Molly Shannon: Tante Victoire * Shirley Henderson: Tante Sophie * Danny Huston: Kaiser Joseph * Marianne Faithfull: Maria Theresia * Jamie Dornan: Graf von Fersen * Aurore Clément: Herzogin von Chartres * Guillaume Gallienne: Comte Vergennes * Clementine Poidatz: Comtesse de Provence * Tom Hardy: Raumont * Steve Coogan: Botschafter Mercy


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  wunderschön, 11. September 2008

ich bin an diesen film mit nicht sehr großen erwartungen rangegangen, weil ich von vielen gehört habe, er sei langweilig.jetzt nachdem ich ihn gesehen habe, kann ich verstehen warum sie ihn langweilig finden.denn der erzählstil is größtenteils sehr langsam und ruhig.der film lässt sich zeit.es gibt sicher viele, die damit so ihre probleme haben.ebenso mit dem humor. meist sehr feinsinnig und leise wird er vielen sicher entgehen.ich finde coppola hat eine tolle art gefühle mit hilfe von bildern und musik einzufangen, aber man muss auch zwischen den zeilen lesen können.nun,ich denke wer lost in translation mochte und verstanden hat, wird auch diesen film nicht schlecht finden.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  War die französische Königin Marie Antoinette Opfer eines Rufmordes?, 10. September 2008

Nach Ansicht der Regisseurin und Drehbuchautorin Sofia Coppola schon. Deshalb versucht sie den Zuschauern mit geschickten Stilmitteln und mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen in ihrem Film deutlich zu machen, was sich eigentlich im Spätrokoko am französischen Hofe in Versailles ereignet hat und um wen es sich bei der Person Marie Antoinettes( Kirstin Dunst) wirklich handelte.Die Tochter Kaiserin Maria Theresias von Habsburg ist 15 Jahre alt als sie Schönbrunn verlässt, um den französischen Thronfolger, den späteren Ludwig XVI zu heiraten. Man sieht das junge, sehr hübsche und überaus charmante Mädchen die letzten Mahnungen ihrer Mutter entgegennehmen und wenig später in einer Kutsche auf dem Weg nach Frankreich. An der französischen Grenze muss Marie Antoinette sich all ihrer Kleider und Habe entledigen, wird neu eingekleidet und vom Großvater ihres zukünftigen Mannes empfangen, der sie diesem vorstellt. Die beiden Brautleute sind blutjung, sind nach heutigen Begriffen Teenager und werden von früh bis spät in das Korsett nicht enden wollender Konventionen gesteckt und zwar in einem Schloss , fernab gesellschaftlicher Realitäten, in einem Schloss, in dem eigene Sitten und Gebräuche gelten und ein junger Mensch, die Welt, so wie sie sich darstellt , nicht in Erfahrung bringen kann.Nach der Eheschließung erwartet man von Marie Antoinette, dass sie schwanger wird, doch ihr junger Gatte ist viel zu schüchtern als dass er mit ihr beischlafen könnte.Von Stund an wird sie von allen Seiten bedrängt und ihre Position in Frage gestellt.Sechs Jahre nach der Eheschließung haben die beiden immer noch keine körperliche Beziehung. Das junge Paar führt artig das Hofzeremoniell aus( sehr subtil dargestellt), - immerfort ist der Hofstaat um die beiden, kleidet die junge Frau morgens an und abends aus, ist beim Tafeln in ihrer Nähe, entmündigt das Mädchen in jeder Beziehung und lässt ihm nicht die Luft zum Atmen. Diese verschafft sich Marie Antoinette auf nächtlichen Maskenbällen mit jungen Aristokraten in Paris und später nach dem Tod Ludwigs XV bei Hofe, nachdem sie Königin von Frankreich geworden ist. Sie spielt mit Freunden Roulette, feiert ausgelassen mit Gleichaltrigen, ist einfach nur jung und lebenslustig.Immer dann, wenn Bewegung und Ausgelassenheit im Film dargestellt wird, wechselt die Musik. Plötzlich vernimmt man einem modernen Soundtrack ( u.a. The Stroks, Siouxsie And The Banshees, The Cure, New Order, Air) und registriert Partystimmung in Kostümen längst vergangener Zeiten.Die Menschen in Versailles sind primär in Rosa-, Hellblau-, Türkis- und Gelb-Töne gekleidet, in den Farben des Rokoko. Die Kostüme sind prachtvoll, bewusst etwas überstilisiert und die Frisuren der Damen so aufgetürmt, wie dies bekanntlich in der damaligen Zeit üblich war. Eine Ausnahme bildet die Maitresse Ludwigs XV, Madame Du Barry. Sie gehört einer untergegangen Welt an, deshalb ist ihre Kleidung altbacken, rot.Die Regisseurin nimmt dem Rokoko die Steifheit und präsentiert das Manierierte als frechen Kult, als Laune junger Leute, die ihre Modeticks ähnlich auslebten wie in allen Zeiten davor und danach. Wunderbar ist die Szene als sich die adeligen Mädels an Schuhen ergötzen und für ein Zehntel- Sekunde unter all den seidenen Schühchen jener Epoche ein paar Turnschuhe sichtbar werden.Marie Antoinette ist schließlich gelangweilt vom pompösen, einengenden Hofleben, schafft sich ihr Reich im Park von Versailles und zieht sich- mittlerweile hat sie eine Tochter zur Welt gebracht- in das " Petit Trianon " zurück, wo sie die Naturverbundenheit, die Rousseau predigte, stilistisch auslebt. Dort trifft sie sich auch mit Graf Axel von Fersen, der ihr im Film als Geliebter zugerechnet wird. Bekannt ist , dass er ihr Favorit war.Marie Antoinette wurde vom Volk als verschwendungssüchtige Österreicherin dämonisiert und gehasst, obschon sie sich nur ihren Kreisen gemäß verhält. Man lastet ihr allerdings die Unmäßigkeit des Adels in seiner Gesamtheit an. Sie ist das Feindbild Nr. 1 des Volkes.Das wird besonders deutlich als der Mob 1789 vor den Toren Versailles steht und den Tod der französischen Königin fordert.....Der Film fokussiert sehr drastisch die Dekadenz der Upperclass in jener Epoche, die zwangsläufig zum Aufstand des hungernden Volkes führen musste.Die führende Gesellschaftsschicht hatte sich nach Versailles zurückgezogen, genoss fernab der Lebensrealität des Volkes ignorant eine Sonderstatus und zerbrach an diesem - selbstverschuldet unmündig -, wie Kant vermutlich konstatieren würde.Ein psychologisch sehr gut ausgeloteter Film, Gewinner 2006 des Cannes Film Festivals, der am Beispiel Marie Antoinettes deutlich macht, wie problematisch es doch ist den Begriff der selbstverschuldeten Unmündigkeit einem Menschen anzuhaften, sobald psychologische Betrachtungen ins Spiel kommen. Hätte diese nicht intellektuell veranlagte Frau in diesem völlig abgeschotteten Mikrokosmos von Versailles wirklich eine Chance zur Erkenntnis haben können?Bonusmaterial: Making of, Entfallene Szenen, Schlossführung XVI, Trailer.Die wundervollen Kostüme von Milena Cannero wurden mit einem Oskar ausgezeichnet.Empfehlenswert.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gelungenes Experiement, 21. August 2008

Um diesen Film und auch einige andere verkannte Historienfilme in ein wenig besseres Licht zu rücken, sollte man vielleicht erwähnen ,dass es nicht die Aufgabe und Pflicht eines Historienfilms ist eine 1:1 Abbildung einer Epoche und Menschen in dieser zu schaffen. Es geht eher darum ,dass der Film ein historisches Ereignis aufarbeitet oder eine fiktive Handlung (mehr oder weniger) glaubwürdig in einen geschichtlichen Hintergrund einbaut. Dabei handelt es sich um Interpretationen eines Künstlers, in diesem Fall um die Sofia Coppolas ,über die frz. Königin Marie Antoinette und ich konnte dabei keine Mängel entdecken.Wer chronologisch korrekte Fakten sucht ist hier falsch und sollte besser ein Geschichtsbuch und eine Biografie lesen oder eine Dokumentation ansehen.Der Film hat mich verwundert und überrascht, denn auch ich habe die Standart-0815 Historiengeschichte von ihr erwartet, mit einer revolutionswütigen Menschenmenge,jede Menge Blut und Kämpfe, gekrönt von einer Köpfung der Königin. Dem war nicht so und ehrlich gesagt bin ich letztendlich sehr froh darüber gewesen.Wer behauptet dieser Film hätte keine Handlung und bedient sich nur endlosen Szenen von Einkausorgien hat ihn wohl schlichtweg nicht verstanden.Er hat eine Handlung ,auch wenn diese auf das Gefühlsleben und den Lebensstil der Königin angelegt ist , anstatt auf politische Aktivitäten. Es wird einem Nahe gelegt ,dass die jungen Adligen in Versailles nicht großartig andere Sehnsüchte und Wünsche hegten ,wie die moderne Jugend von Heute. Sie wollen Zerstreuung,Abwechslung,Partys,Sex,Erfahrungen sammeln. Dabei liegt das Tragische darin ,dass sie in Positionen der Macht veranktert sind ,deren Verantwortung sie eigentlich noch nicht bereit sind zu tragen und dies am Ende trotz Mäßigung und Erkenntnis nachhaltig zu spüren bekommen.Die Musik im Film ist gewagt und natürlich untypisch für diese Zeit ,aber trotzdem finde ich sie sehr gelungen und passend ausgewählt.Sie verstärkt das wilde und jugendliche Image das vermittelt werden möchte.Ich denke Sofia Coppola wollte vor allem das Klischee abwerfen, dass damals alles grau und langweilig war. Ich habe nichts gegen ihre Interpretation der wilden Maskenbälle,Rauschpartys,Hochsteckfrisuren und bunten Törtchen.




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