Kundenmeinungen
kurzweilig, ansprechend, stimmungsvoll, 14. Juli 2008
Lost Cities ist ein Spiel der Cosmos Reihe, also nur für zwei Personen spielbar und damit grundsätzlich geeignet, um von Pärchen gespielt zu werden. Lost Cities ist dabei eines der besseren Spiele. Es gibt keine Möglichkeiten, dem Gegner direkt das Spiel zu zerstören, es ist also nicht destruktiv. Somit bleibt der Hausfrieden bewahrt ;-)Das Spiel selbst erinnert ein wenig an Canasta, da man Karten zieht, Reihen eröffnet, an den Reihen anlegt und ggf. Karten in die Mitte legt, die dann von beiden Spielern genutzt werden können. Lost Cities hat einen recht einfach Mechanismus, der es ermöglicht, schnell und unkompliziert das Spiel zu erlernen. Das Spiel besteht aus einer ausgeprägten Glückskomponente und einer Portion Geschick. Man muss Reihen (hier: Expeditionen) eröffnen, kann aber ohne das nötige Glück beim Kartenziehen die Kosten nicht decken. Der Zwang, ständig Karten auszuspielen und keine Möglichkeit zum Sammeln zu haben, bewirkt, dass man dem Gegner auch mal Karten schenken muss, was man eigentlich nicht möchte. Das ist der Aspekt der Interaktion. Geschick ist nötig, um die eigenen Expeditionen möglichst gut aufzubauen und einige Züge auch mal zurückzuhalten, auch wenn dies aufgrund er Handkartenbegrenzung schwer fällt. Wichtig ist, dass man den Kartenstapel im Auge behält und am Ende noch gute Karten ausspielt, weil man sonst viele Punkte verschenkt.Fazit: Ein kurzweiliges und schnelles Spiel. Eine Runde dauert etwa 15 Minuten, allerdings bleibt es selten bei einer Runde. Die Gestaltung der Karten ist stimmungs- und liebevoll: Wenn man alle Karten einer Expedition in eine Reihe legt, ergibt sich ein Gesamtbild. Für Pärchen geeignet, für alle anderen Spielpartner auch. Empfehlenswert!
Rezension Lost Cities, 12. März 2008
Kurzbeschreibung:In Lost Cities", ein Spiel aus der 2- Spieler- Reihe von Kosmos geht es darum, durch das Auslegen von Karten möglichst gewinnbringende Expeditionen in entlegene und geheimnisvolle Winkel der Erde durchzuführen. Dabei geht es in den Himalaya, den Regenwald, die Wüste, ins Vulkangebiet und unter Wasser. Auch wenn dieses Spielthema aufgrund der Einfachheit der Spielregeln etwas aufgesetzt wirkt, beeinflusst es die Spielatmosphäre doch positiv. Das Spielmaterial beläuft sich auf einen Spielplan, der nicht unbedingt nötig wäre und 60 Spielkarten. Für jede der fünf verschiedenen Expeditionen gibt es nun 12 Karten, die sich jeweils in drei Wettkarten und neun Expeditionskarten aufteilen. Die Expeditionskarten zeigen schön gestaltete Motive der jeweiligen Expedition und je eine Ziffer von zwei bis zehn (zu den Wettkarten später). Zu Spielbeginn werden alle 60 Karten (Expeditions- und Wettkarten) zusammen gemischt und jeweils acht an die beiden Spieler ausgeteilt. Ein Spielzug besteht darin, dass man eine Karte auslegt und eine ( vom verdeckten Stapel) nachzieht. Wenn der Stapel leer ist gibt es die einzige Wertung im Spiel: Die Spieler zählen die Ziffern auf den Expeditionskarten einer Expedition zusammen und subtrahieren von diesem Wert 20( Expeditionskosten). So kann man für eine Expedition sowohl positive als auch (wenn man nicht aufpasst und / oder Pech hat) negative Punkte erhalten. Die Punkte die man für die einzelnen Expeditionen bekommt werden nun summiert und bilden das Endergebnis. Bei dem Auslegen der Karten gibt es außerdem noch ein paar Regeln zu beachten. Man muss die Expeditionskosten für eine Expedition nur bezahlen wenn man diese Expedition auch beginnt (es kommt übrigens selten vor, dass man in einem Spiel alle fünf Expeditionen macht). Wenn man eine Expedition beginnt sollte man mit einer kleinen Ziffer starten, da man danach immer nur noch größere Ziffern auslegen darf. Die Wettkarten sind dazu da das Ergebnis einer Expedition bei der Wertung zu vervielfältigen. Wenn man jedoch nach der Subtraktion der Expeditionkosten negative Punkte kriegt werden diese natürlich auch vervielfältigt, womit man noch mehr Minuspunkte bekommt. Die Wettkarten müssen (wenn man sie legen will) vor den Expeditionskarten ausgelegt werden, sodass es manchmal ein Risiko ist diese auszulegen. Im Spiel kann es auch passieren, dass man keine Karten auslegen will, da man hofft noch kleinere Ziffern einer Expedition zu bekommen. Dann hat man immer noch die Möglichkeit, für einen unbrauchbare Karten auf den Ablagestapel zu legen. Genauso kann man auch eine (offene) Karte vom Ablagestapel ziehen, anstatt eine vom verdeckten Stapel zu nehmen. Da es nur einen Ablagestapel für beide Spieler gibt muss man somit immer aufpassen, dass man keine Karten auf den Ablagestapel legt, die für den Gegner nützlich sein können. Kommentar:In Lost Cities" hat man ständig das Problem, dass man nur acht Karten in der Hand haben darf und manchmal gar keine Karte auslegen möchte; einerseits wenn man hohe Ziffern in der Hand hält, diese aber noch nicht spielen möchte, da man noch auf kleinere Ziffern warten möchte; andererseits wenn man hohe Ziffern einer Expedition in der Hand hält, die der Gegner schon angefangen hat (und deswegen sehr gut gebrauchen könnte), an der man selber aber nicht interessiert ist. Man kann das Spiel friedlich und aggressiv spielen. Vorteilhaft ist es, wenn man seinen Gegner gut kennt, sodass sich eine Art Duell" entwickeln kann. Auch kann es vorkommen, dass man sich verspekuliert und der verdeckte Stapel schneller aufgebraucht (und damit das Spiel beendet) ist, als es einem lieb ist und man so das Spiel mit hohen Ziffern in der Hand, die man eigentlich noch spielen wollte beenden muss. Dagegen wirken kann man, indem man zu Spielende nicht mehr vom verdeckten Stapel zieht, sondern vom Ablagestapel, auch wenn man die dort liegenden Karten gar nicht braucht, einfach um das Spielende hinauszuzögern und noch ein paar hohe Ziffern spielen zu können. Alles in allem ist Lost Cities" ein kurzweiliges, taktisches Legespiel mit einem nicht geringen Glücksfaktor. Da die Spieldauer höchstens eine Viertelstunde beträgt, wird in der Anleitung vorgeschlagen gleich drei Partien hintereinander zu spielen und dann endgültig abzurechnen. Die einfachen Regeln ermöglichen einen schnellen Einstieg, sodass man schnell erkennt worauf es in dem Spiel ankommt. Allerdings kann sich das auch nachteilhaft auswirken und bei Spielern, die den Glücksfaktor nicht mögen kann der Langzeitspass doch darunter leiden. Dennoch halte ich Lost Cities" für recht empfehlenswert, nicht als abendfüllendes Spiel, sondern als Spiel für zwischendurch." Erwähnt sei noch das, meiner Meinung nach sehr schön gestaltete grafische Design, das das eigentliche Spielthema (Expeditionen in geheimnisvolle und entlegene Winkel der Erde) sehr gut rüberbringt.
Schneller Spaß für zwischendurch - auch für späte Abende, 25. Juni 2007
Dieses Spiel ist die Neuauflage des gleichnamigen Spiels von 1999. Zwei Spieler legen Karten von ihrer Hand an Expeditionsrouten an, oder auf den Ablagestapel der jeweiligen Route, und ziehen neue nach. Das Spiel endet, wenn der Stapel zum Nachziehen aufgebraucht ist. Wer am meisten Punkte in seine Routen angelegt hat, gewinnt - vorausgesetzt, er kann die Expeditionskosten bezahlen. Die Regeln sind schnell erklärt und das Spiel geht flüssig von der Hand. Die Karten sind robust und gut gestaltet. Es ist kein Spiel für ausgefuchste Taktiker, da man nie weiß, ob man die passenden Karten im Laufe des Spiels auf die Hand bekommt oder nicht. Ein reines Glücksspiel ist es aber auch nicht, da man durch geschicktes Eröffnen und Anlegen an den Routen das Risiko erheblich minimieren kann. Ein wenig erinnert es mich an Spekulationen an der Börse: Anlagen streuen, um den Gewinn zu maximieren und Verluste zu minimieren. Allerdings wird auch das nicht immer klappen, verlieren ist immer möglich. Insgesamt ein schönes Spiel für zwischendurch, ein Spiel mit drei Partien dauert ungefähr 40 Minuten - und auch noch dann gut und mit Spaß spielbar, wenn man keine Lust mehr hat, große Taktiken auszubaldowern. Einen Stern Abzug gab es dafür, dass es eben doch noch ein Glückspiel ist und einen am Stück nicht länger als zwei Stunden zu fesseln vermag. Aber sein Geld wert!
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