Kundenmeinungen
Eine meiner ganz persönlichen Lieblings- CDs !!, 7. Oktober 2008
Ich lebe und arbeite im Ausland (Far East und Middle East). Zu meinen Auslandsstationen nehme ich gerne CDs von Udo Juergens mit. Gerdae d i e s e CD empfehle ich ganz besonders: sie enthält Lieder von Udo Juergens aus den verschiedenen Jahrzehnten seiner über 50(!)-jährigen Musikerkarriere!Sie enthält Lieder aus allen Jahrzehnten in Udo Juergens' Schaffen (ausgenommen die Frühwerke der 5oer Jahre):1960er Jahren wie z.B. "Merci Chérie" in der 1966 Original(!)-Version, "Ich frage nicht" aus 1968, "Wiekönnt ich von Dir gehen" aus 1969, 1970er Jahren wie "Ich weiß, was ich will" aus 1979, "Auch in Warschau blüht der erste Flieder" aus 1979, "Damals wollt' ich erwachsen sein" aus 1977, "Ein Paar Steine, 2 Kinder, ein Bach" aus 1977, "Alles, was ich bin" aus 19979, "Ich schrieb nie ein lied für Karin" aus 1979, "Wärst Du nicht Du" aus 1977, 1980er Jahren wie "Du" in 1989, "lebe wohl, mein halbes Leben" 1983,"Gib mir Deine Angst" aus 1982, "Engel am Morgen" aus 1982, "Deinetwegen" aus 1986.1990er Jahre wie "Im Kühlschrank brennt noch Licht" (1991), und aus den200er Jahren "Was wichtig ist" (2000), "Auch kleine Steine ziehen große Kreise". Udo Juergens selbst berichtet von seinem Klavierspielen in seiner frühesten Kindheit ".....Nachts, wenn meine Eltern mal aus dem Haus waren, was sehr selten vorkam, bin ich aus dem Bett, ran ans Klavier und habe gespielt. Ich verknotete am Klavier meine Phantasie mit den Tasten, hob ab in eine Welt, in der alles klang und schwebte. [...] Doch dieses Klavier, das ich als Kind so gefürchtet hatte, da es mir wie ein schwarzer Sarg erschien, bevor ich sein musisches Geheimnis entdeckte, zog mich unheimlich an. Kaum waren meine Eltern verschwunden, saß ich schon davor und spielte, spielte, spielte. [...] Jahre später gestand mir meine Mutter: Ja, und als dein Vater und ich spätabends aus Klagenfurt zurückkamen, da hörten wir schon vor der Tür, dass du Klavier spielst. Natürlich waren wir etwas böse, weil du nicht auf uns gehört hattest. Aber andererseits: Wie wir dich da durch die Tür spielen hörten da mussten dein Vater und ich einfach stehen bleiben. Ja, ich habe ihm sogar mit meinen Fingern den Mund geschlossen, raunte ihm leise zu: Bitte sei ganz ruhig! Genießen wir es, hören wir dem Jungen doch einfach zu, bevor wir ins Zimmer platzen. ...."Über sein Überidol Frank Sinatra - Jürgens imponierte vor allem dessen machohaftes Auftreten in Begleitung von schönen Frauen und das verschwenderisch luxuriöse Leben - gelangte er zum ...gepflegten Salonjazz, zu Musikern im Smoking, Gordon Jenkins, Strings- & Big Band-Jazz, George Gershwin, Broadway: Alles klingt und glitzert, erfolgreiche Männer und schöne Frauen, die hinter ihnen her waren....In seiner eignene Biographie berichtet Udo Juergens: "...Ich ließ die Tasten damals ganz schön tanzen! Ich überließ mich meinen Träumen, schwebte auf Tonwolken dahin. Ich experimentierte mit meinen Ideen herum. Heute viele Jahre später, kann ich sagen, daß ich so ab zwanzig ein ziemlich guter Jazzpianist war, und ich tauchte lustvoll ein in die Tonkaskaden, die mir gerade einfielen. Ich machte Musik, die eigentlich keiner wollte: Ich liebte den East-Coast-Jazz. Der Sound war versponnen, sehr schwer zu spielen und verlangte von uns jungen Musikern die totale Beherrschung der Technik und progressiver Harmonik. Da wurde einem kein einziger Ton geschenkt. [...] Das war für mich das musikalische Abenteuer, das Überwinden von Grenzen, war die Erfahrung, daß Musiker aus dem Land von Bach, Beethoven und Mozart mit Musikern aus Kanada, Mexiko, Nord- und Südamerika selbstverständlich zusammenspielen können, weil die Noten, die Töne eben überall gleich sind. Ich glaube, diese Phase war wichtig für mich, weil ich damals ein Gespür dafür erworben habe, ab wann Gefühle in der Musik ins Schmalzige, klebrige abgleiten. Und später, als mein Geschmack emotionaler und sinnlicher wurde, hat mir diese Sicherheit natürlich sehr geholfen. Nachdem ich technisch auf dem Klavier immer versierter wurde, begann meine experimentelle Phase. Ich war harmonisch sicher, setzte bewußt zusätzliche Töne, verfeinerte und verkomplizierte die Akkorde, gebrauchte Zwischendominanten, versuchte, harmonische Kadenzen zu verschleiern und den Tonvorrat umzudeuten. Konservativ, klassisch erzogen und ausgebildet, wurden meine Improvisationen immer kühner, gewagter. Ich nahm den zwölftaktigen Blues als Vehikel für kühne musikalische Behauptungen und suchte im Niemandsland zwischen Chopin, Debussy, Reger meine linke Hand, die technisch immer hinter meiner rechten Hand herhinkte. [...] Nächtelang versuchte ich all das mit meiner ausholend romantischen Art zu vereinen. Die elegante, geruhsame, romantische Intention meines Spiels, die mir innewohnende Neigung zu pathetischen Monologen und sich wiederholenden musikalischen Selbstzitaten das bin eben ich, dazu stehe ich, auch wenn das immer wieder Anlaß für Kritik gibt. [...] Ich verließ auch mal den Viervierteltakt, probte differenziertere, eigenwilligere Stile, unterbaute Soli mit eigenen Ideen und kommentierte alles mit einem Rhythmus, der pulsierte also meinen Körper zum Swingen, Schweben und Bewegen brachte. Ich habe damals gerne getanzt, was für Musiker nicht gerade gewöhnlich ist. Unbewußte Vorboten auf den Entertainer? Damals begriff ich die unbegrenzten Möglichkeiten meines Instruments: des Klaviers!..... ...........Ganz phantastisch, was UDO JUERGENS daraus gemacht hat!
UDO JÜRGENS - seine Musik höre ich im Nahen Osten, in der Region am (Persischen) Golf !, 21. Juni 2008
Ich lebe und arbeite im Nahen Osten - Muscat/Oman, Abu Dhabi und Dubai/ Ver. Arab. Emirate, Riyadh und Jeddah/Saudi Arabia, Quatar, Bahrain, Kuwait, ... Im TV/ Radio höre ich Musiker/-innen, die in Deutschland und Europa so gut wie unbekannt sind.Um musikmäßig den Kontakt nach Deutschland nicht zu verlieren, habe ich eine Sammlung von sehr guten deutschen Künstlern/-innen. Zu meinen besonderen Favoriten gehört seit Jahrzehnten UDO JÜRGENS. Was mich an ihm fasziniert, ist die Poesie seiner Lieder! Gerade wegen der ausgezeichneten Poesie empfehle ich d i e s e CD ganz besonders!Eines der Lieder "Ich frage nicht" (Musik:Udo Juergens/ Lyrik: Joachim Relin - 1968) ist ein "kompositorisches Kleinod, ein musikalischer Edelstein" (Bastian Sick in dem Beiheft zu dieser CD). Dieses Musikstück ist selbst Udo Jürgens- Kennern meist unbekannt. "Auf erfrischende Weise verquirlt Udo Jürgens in diesem Werk Schlager mit Jazz, kreuzt deutschen Gesang mit südamerikanischem Rhytmus, und man merkt dem Stück an, dass dem komponisten das Experimentieren Spass gemacht hat.... ...Das Lied erzählt von einer Liebe auf den ersten Blick, einer liebe, die keine Frgae nach dem Woher und Wohin stellt. Ein durchaus typisches Schlagerthema. Untypisch ist dagegen die Art und Weise, in der udo Juergens den Worten musikalisches Leben einhaucht. ...." - (Bastian Sick in dem CD- Begleitheft)Ein zweites Beispiel, das Juergens-Lied "Wärst Du nicht Du" (Musik Udo Juergens/ Lyrik: Eckart Hachfeld) - daz Bastian Sick in seinem CD- Beiheft: "... für alle Liebhaber gepflegter sprache ist "Wärst Du nicht Du" noch unter einem anderen Aspekt bemerkenswert: es beweist, dass der Konjuntiv auch in der Unterhaltungsmusik seinen Platz hat. ...Nicht weniger als 19 (!) Konjunktiv(II)-Formen in einem schlichten Liebeslied von knapp 3 Minuten dauer, und dabei nicht eine einzige Umschreibung mit "würde", sondern ausschliesslich Konjunktiv II in Reinform - das sprengt jede Vorstellung dessen, was einen sogenannten Schlager ausmacht. Mit dieser Ode an den Konjunktiv beweist Udo Juergens, dass er immer für eine Überraschung gut ist. ..." (Bastian Sick) - Troztdem bleibt der Text klar, leicht verständlich und abwechslungsreich. Wenn ich mich mit meinen arabischen Bekannten unterhalte über berühmte und sehr gute Künstler/-innen in der arabischen und in der deutschen Musik - wie z.B. in der traditionellen klassischen arabische Musik die weltberühmte Sängerin Fairuz aus Beirut/ Libanon - dann stelle ich meinen arabischen Bekannten den MUSIKER UDO JÜRGENS vor (Udo Jürgens sieht sich nicht so sehr als Sänger, sondern als Komponist und Musiker: er sagt "meine Stimme funktioniert nur mit meinen eigenen Kompositionen", d.h. er ist Komponist und singt seine eigenen Kompositionen selbst) als einen der über Jahrzehnte im deutschsprachigen Raum erfolgreichsten Musiker. Meine Freunde und Bekannte in Arabien hören sehr gerne seine Musik - auch wenn sie kein Deutsch sprechen! Sie sind von UDO JÜRGENS begeistert, zumal wenn ich ihnen über sein Leben und seine Erfolge berichtet habe! Im deutschsprachigen Raum ist Udo Jürgens dem breiten Publikum in erster Linie als "Schlagersänger" bekannt. Aber, er ist weit, weit mehr als ein "Schlagersänger". Sein umfangreiches kompositorisches Werk hat die Grenzen des Schlagersängers längst hinter sich gelassen. Sein Werk umfasst auch u.a. symphonische Kompositionen, die mit den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurden, und auch Musicals (Operettenhaus in Hamburg). Er hat auch für Weltstars komponiert, wie z.B. Shirley Bassey den Welthit "Reach For The Stars", z.B. für Frank Sinatra "If I never sing another song"! Er ist nicht nur in Deutschland bekannt, sondern hat auch Auftritte in Tourneen in Griechenland, Polen, Japan und Australien gehabt. Er hat jede Menge Auszeichnungen gewonnen, u.a. goldene und Platin Schallplatte, er ist mit über 50 Plattenalben, und über 900 (!) komponierten Liedern einer der über Jahrzehnte hinweg erfolgreichsten deutschen Künstler. Die Zahl seiner Auftritte geht seit 1967 (!) weit in die hunderte Konzerte! Er ist damit einer der am meistgehörten Interpreten in Europa.Zu einem so erfolgreichen Künstler wie Udo Jürgens gibt es hunderte, tausende von Interviews in TV/Radio und Internet; auf eines möchte ich gerne hinweisen: "planet-interview punkt de"Last not least übersenden wir dem großartigen Künstler UDO JÜRGENS und seinen deutschen und weltweiten Fans einen herzlichen Gruss aus dem Land "les mille et une nuits!" tausend-und-eine-Nacht, aus Muscat/Oman an der Weihrauchstrasse im Süden der arab. Halbinsel. Wir freuen uns, noch viel von ihm zu hören!
Schöne Kopplung ..., 26. Juni 2007
... mit etwas zuviel Pathos und TamTam drum herum, aber dennoch eine gute Auswahl von Herrn Sick.
Wie mein Zugang zu Udo Jürgens, 2. Mai 2007
Bastian Sick hat seinerzeit den gleichen Zugang zu Udo Jürgens gefunden wie ich (geb. 1959). Ausgehend von "Merci Cherie", "Siebzehn Jahr, blondes Haar", und "Immer wieder geht die Sonne auf" verfolge ich den Weg von Udo Jürgens bis heute, seit 1985 wohne ich in München und habe noch kein Konzert hier ausgelassen.Udo Jürgens singt fast ausschließlich in deutsch, ist von dieser Sprache überzeugt, auch deshalb weil im englischen z. B. der Zugang zu Emotionen ein anderer ist (s. hierzu Autobiographieroman "Der Mann mit dem Fagott").Erstmals auf CD erscheinen mit diesem Album die Titel "Wien" (wirklich ein unglaublich schönes, poetisches Lied), "Ich frage nicht" (bei dem Titel müssen selbst eingefleischte Fans tief in die Mottenkiste greifen) sowie - was tatsächlich schwer zu glauben ist - "Merci Cherie" in der Originalversion von 1966.
Hier stimmt alles, 9. März 2007
Udo Jürgens ist schon längst mehr als Kult. Eine feste Größe in der deutschen Musikkultur. Und warum das so ist, zeigt u.a. dieses Album, dessen Titel der Spiegel-Autor und Schriftsteller Bastian Sick ("Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod") zusammenstellte und in einem dicken 36seitigen Booklet kommentiert.Neben alten und unbekannten Kostbarkeiten finden sich auch vier bislang noch nicht auf CD veröffentlichte Titel wieder. Und was soll man sagen, wenn ein begabter Komponist mit namhaften Autoren zusammen arbeitet? Da stimmt alles. Man merkt den Stücken natürlich an, dass der Sänger gleichzeitig Klavier spielt. Auf bekannte Titel wurde bewusst verzichtet - die kennen wir alle schon. Der einzige auf diesem Album ist "Merci Cherie" - sein Eurovision-Titel - in der Originalversion von 1960.Ansonsten gibt es auch für alte Kenner der Materie viel zu entdecken. Und das Booklet? Mal ehrlich - wer liest schon endlose Lobhudeleien. Denn: Ein Lied sagt mehr als 1000 Worte. Auch hier.
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