Kundenmeinungen
besser als das Debüt!, 21. Oktober 2007
Für meinen Geschmack ist das 2. Album von James Murphy & Co. viel besser als das Debüt. Während LP 1 mir deutlich zu rockig ausfiel knüpfen LCD Soundsystem hier an die genialen frühen Singles ('Losing My Edge', 'Beat Connection') an und schaffen auf mehreren Tracks die perfekte Symbiose aus Rock und tanzbarer Elektronik. Nur den letzten Song, die seltsame Ballade "New York I Love You..." hätte man sich sparen dürfen. Ansonsten: top!
Diese CD muß man wahrscheinlich mit mehr als 100 Dezibel hören,, 21. August 2007
und das mehrfach, was ich nicht getan habe und mit Sicherheit auch nicht tun werde. Bis auf das wirklich großartige "North American Scum" wird auf dieser CD eigentlich nur durchschnittliches geboten. Vieles erschließt sich dem geneigten Hörer wirklich erst nach mehrmaligem genauen aufmerksamen Hinhören, z. B. die Songs "All My Friend", "Us V Them" und "Watch The Tapes", die dann doch vielleicht einen Rhythmus vortäuschen (ja, doch !) und einen Wiedererkennungswert ahnen lassen und somit letztenendes etwas Sinn ergeben, na ja. Alle anderen Songs sind nur Müll oder, etwas anders und mit sehr viel Wohlwollen ausgedrückt, elektronischer, leicht melodischer Krach - und damit überflüssig. Mit 10 Bier und auf Ecstasy mag das alles in Ordnung sein, nüchtern leider nicht. Deshalb nur bedingt zu empfehlen.
Gute Fortsetzung, 19. Juli 2007
Da ist es, das zweite Album von James Murphy. Und wie soll es anders sein, wird weiter frech gerockt als gäbe es kein Morgen. Schon der Opener Get Innocuous! zeigt mit seinem recht langen Intro und seinen herrlich elektronischen Synths, wos lang geht. Nicht zu verachten wäre noch All my Friends mit seinen linearen Aufbau, begleitet von einem sommerlich warmen pianoakkorden. Nett, so auch mein Fazit für das Album. Denn nicht alles ist 1a Qualität, so finde ich z.B. die Pop/Rock Ballade New York I love but you bringing me down doch eher lächerlich. Ein was sollte man nicht vergessen: Murphy kann nicht singen! Aber das weiss er sicherlich selbst. [4/6]
Halb gargekochtes Nachfolgealbum eines großartigen Debüts, 24. Mai 2007
Die 2 Grammy-Nominierungen für das Erstlingswerk von LCDS wird man erst richtig zu würdigen wissen, wenn man jenes mit diesem Album vergleicht. Was damals absolut innovativ und auf musikalischem Einfallsreichtum basierend daherkam, entpuppt sich hier leider nur als etwas enttäuschende Melange aus mehr oder weniger intelligent verbrämten Zitaten von Kollegen der Branche. Das geht schon mit dem Opener "Get Innocuous!" los, dessen Grundrhythmik einfach zu auffällig von KRAFTWERKS "Die Roboter" abgesaugt wurde, setzt sich fort in "All my friends" bei dem "I still haven't found for what I'm looking for" von U2 herüberlächelt und endet nicht etwa mit dem Titelsong, das merkwürdig an den Sound des HUMAN LEAGUE Albums "Secret" erinnert. Vor allem für "Time to get away", "North American Scum" und "Watch the tapes" wurde offenkundig erbarmungslos bei den TALKING HEADS und den frühen ROXY MUSIC gewildert - zur Ehrenrettung von LCDS muß man hinzufügen, handwerklich ohne Beanstandungen. Aber eben insgesamt zu wenig eigene Einfälle. Die einzige Ausnahme bildet "Someone great", ein hervorragender, vor allem hervorragend produzierter Song, der der Qualität des ersten LCDS-Albums ebenbürtig ist. Insgesamt ein Longplayer, der erschreckend uninspiriert daherkommt.
Die das Album abschließende Liebeserklärung an Big Apple wirkt vor diesem Hintergrund beinahe lächerlich, auch wenn es eine netter, kleiner Song ist.
Na also...., 3. März 2007
...da ist es doch schon, das Album des jungen Jahres! Dreckig hingerotzt, locker aus dem Ärmel schüttelnd, präsentiert uns James Murphy seinen Zweitling und was war anderes zu erwarten, als diesen zähnefletschenden Bastard, dieses ElektroPunkRockDiskoDance-Monstrum das einem mit einer derartigen Wucht um die Ohren geschmissen wird, das einem Hören und Sehen vergeht. So klingt New York 2007, roh, knackig, präzise und treibend. Tolle Lyrics, krachende Beats und alleine für "North American Scum" muss man Mr. Murphy anbeten! SO muss "elektronische Musik" 2007 klingen- auf den Punkt produziert, durchwachsen und widerspenstig, dabei ironisch und extrem tanzbar - besser gehts nicht!
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