Kundenmeinungen
durch Zufall im Fernsehen gesehen., 10. März 2007
Was soll man Sagen. Sie hat eine wunderschöne warme verspielte Stimme. Manchmal erinnert Sie mich ein wenig an Edie Brickell. (Was das Verspielte angeht. Hauptsächlich auf den neueren Alben.) Wer schöne beruhigende Musik mag und sich gern musikalisch auf wunderschönen Frauenstimmen tragen lässt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Musikrichtungen:
Folk, Country, Soul, Pop, Jazz
Gefühlsprägungen:
verträumt, verspielt, entspannend, melancholisch
Musik mit der man sich aus der heutigen Welt wegbeamen kann! Vorsicht an diejenigen die sich mit einer sehr eigenen Art Stimmen nicht anfreunden können. Vorher erst anhören, man stellt sofort fest ob man Sie mögen oder nicht ertragen wird, da die Stimme von einem starken Wiedererkennungsfaktor geprägt ist. Wer aber Nora Jones mag sollte unbedingt in alle Ihre Alben reinhören. Die Aufnahmen sind klanglich hervorragend aufenommen. Ein audiophiles Highlight auf das ich seit langem mal wieder gewartet hatte. Eine CD die man öfter anhören kann ohne sich zu langweilen. Einfach nur schön. Süß!
"Beeindruckendes Album", 4. Februar 2007
Zugegeben, die CD muß man sich mehrmals anhören, bevor man sie richtig gut findet. Die Stücke sind jedoch schön ruhig und gefühlvoll. Ich habe mir die Limited Deluxe Edition gegönnt um auch sehen zu können, wie diese CD entstanden ist. Die Bonus DVD spiegelt dieses sehr gut wieder. Norah Jones zeigt hier auch in zwei Stücken ihre Live - Qualitäten, die bemerkenswert sind. In ihren Kommentaren kommt sie einem sehr symphatisch rüber.
Auch das dritte Album lohnt sich und ist eine "Kaufempfehlung"!!!
A ghastly patchy bonus DVD, 1. Februar 2007
I still enjoy the music and go along with variations in style considering that a new album should not be a plain remake of previous efforts. So far so good. Kudos for the music. Hence the 4 stars.
But the kitschy make up of that bonus DVD comes as a great disappointment to me. That lollipop setting in some of the performed songs just does not fit the music in my view and I honestly don't buy the pseuso avant-gardist, artsy explanations provided by the design team in one of the video sequences. That "carnival attire" in which Norah Jones chooses to appear on camera to perform some of the songs also seems to me a breach in style. And finally, in addtion to the fact that the editing on this DVD seems quite messy to me, I resent the fact that few songs are offered complete on the DVD.
Had I had a chance of previewing the DVD, I presume I would have limited my purchase to the standard album on CD.
close your eyes and dream..., 27. Januar 2007
...haucht Norah Jones in den letzten Zeilen von "Lullaby". Und dieser Aufforderung Folge zu leisten fällt wahrlich nicht schwer. Not Too Late ist sicher eine der schönsten Platten, die momentan so auf den Markt kommen.
Vergleicht man das neue Album allerdings mit den Vorgängern, finde ich an diesem Album teilweise weniger gefallen. Deshalb auch nur 4 Sterne; wenn man sich den Vergleich erspart wären allerdings 5 angemessen.
Was mich ein wenig stört, ist, dass Jones musikalisch immer radiotauglicher zu werden scheint, was ja nicht schlecht sein muss, allerdings Tribut zollt. Insgesamt ist bei dieser Platte der Anteil von Country und Jazz (leider) deutlich zurückgegangen, Folk dagegen hat zugenommen. Das ist schade; nicht, weil Folk schlecht ist, aber die Musik ist glatter geworden, einige Songs sind mit Streichern etwas überfrachtet. Die Lieder haben nicht mehr soviel Biss.
Aufällig ist, das der Anteil der melodisch, psychedelisch-entspannenden Songs zugenommen hat und dieser Effekt professionalisiert wurde. Weitere Unterschiede im Arrangement finden sich in der Instrumentation: Es kommen bei einigen Songs Streicher und/oder Bläser dazu; es dominieren aber weiterhin akkustische Instrumente zuzüglich Hammond und Wurlizer.
Jones selber partizipiert auf diesem Album mehr als in der Vergangenheit. 5 Songs hat sie allein geschrieben (wobei diese meiner Meinung nach nicht zu den besten der Platte gehören), an den anderen hat sie mitgewirkt. Außerdem spielt sie mehr Instrumente: natürlich piano und wurlizer, aber auch e-guitar("broken"), accoustic guitars ("wake me up", "little room"), pump organ ("wake me up") und mellotron ("not too late"). Ihre Stimme hat nichts an ihrer Attraktivität verloren.
Produziert hat ihr Lebensgefährte und Bassist Lee Alexander.
[Wer sich verständlicherweise eine Track-by-Track Betrachtung ersparen möchte, möge den kommenden Absatz überspringen.]
#1, der ruhige, akkustische opener führt gut in die Stimmung des Albums ein; #2 klingt teilweise wie der Soundtrack einer Italowesternkomödie; #3 ist ein harmlos-ruhiges Stück, was man, wenn man böswillig ist, als langweilig bezeichnen könnte; #4 ist ein Norah-mainstream-song; in #5 sind interessanter Weise im Hintergrund verzerrte e-gituars zu hören, welche das Stück schon fast einen alternative-touch verleihen; bei #6 kommen erstmals Bläser zum Einsatz; #7 wird von Streichern und einer e-gituar dominiert und hat einen ruhigen Charakter; #8 ist, man glaubt es kaum, ein interessant arrangiertes, leicht jazziges und vorallem politisches Stück; #9 wirkt lässig-angenehm und erfreut das Ohr mit der einzigen Steel-guitar; #10 ist zwar mal nicht melancholisch, aber richtig begeistern kann es auch nicht; #11 kommt als nur mit Gitarre, Bass und und einen Pfeif-Solo arrangiertes, nett-harmloses Lied daher; #12 könnte auch von Grayson Capps stammen: zweifellos ein besonderer Song, ruhig-psychedelisch, zum träumen einladend, musikalisch im alternative-country Bereich angesiedelt; und zu guter letzt wieder ein typischer, sparsam arrangierter Jones Song, bei dem nur das Mellotron ein wenig stört.
Fazit: zweifellos ein (melancholisches) Album der Marke Norah Jones, dass schon deshalb sehr hörenswert ist. Leider scheint sie jedoch ihren Mainstream-Status, den sie aufgrund der astronom anmutenden Verkaufszahlen der letzten Alben erhalten hat, nun auch musikalisch untermauern zu wollen.
Aber bei so vielen Fans kann man nicht allen Erwartungen gerecht werden, und ich finde, man muss es auch nicht. Die Jazz-Fans werden wohl (zu recht) etwas enttäuscht sein, das macht "not too late" aber noch nicht zu einem schlechten Album.
Die DVD ist sicher ein nettes Extra, lohnt sich aber wahrscheinlich nur für eingefleischte Jones-Fans.
Never Too Late, 16. Januar 2007
Feels Like Home war mehr als nur eine Fortsetzung ihrer mit Come Away With Me begonnen künstlerischen Reise; mehr, als eine kreative Bestätigung ihres großen Talents. Die Dritte nun, Not too late ist das Reifezeugnis einer unbeirrbaren, gereiften und gefestigten Musikerin. Denn genau wie ihre beiden Werke zuvor enthält auch dieses einen faszinierend lässigen, relaxten Sound. Wie kaum eine andere lässt sie die Songs atmen und sich entwickeln, lässt sie Pausen und ganz, ganz ruhige Momente zu, und schafft dadurch nahezu intime Spannungsbögen, die den Hörer mit sanfter Gewalt zu fesseln vermögen. Keine Frage: eine Meisterleistung! It is Never too late!
|