Kundenmeinungen
Was ist nur aus Oliver Stone geworden?, 6. August 2008
Den Oliver Stone der einst Filme wie Salvador und Platoon drehte sucht man hier vergeblich. Wahrscheinlich hat die CIA Oliver Stone entführt, um nun Propagandafilme unter seinem Namen zu veröffentlichen. Wie auch immer - Dieser Film ist garantiert nicht das was ein Oliver-Stone-Fan erwartet.
Untypischer Stone-Film aber trotzdem sehenswert, 19. Juli 2008
Wer diesen Film gesehen hat, der wird erst einmal ganz still. Zumindest, wenn er nicht aus Beton ist. Klar kommt das Patriotische in dem Film durch und dieses wird ja durchaus berechtigt als kritisch gesehen, aber wer selber vor dem 11. September mal am oder auf dem WTC war, der kann erahnen, welche Ausmaße diese Katastrophe hatte. Das Ende ist zwar typisch Hollywood, aber ich muss ehrlich zugeben, dass mir beim Ansehen des Streifen so manches mal die Stimme versagte. Fast etwas verstört muss man sich schon mal kurz rütteln, um danach wieder zur Tagesordnung zurückzukehren...
Muß man nicht gesehen haben...., 2. Juli 2008
Eines vorweg: Das Thema des 11. September ist ein sehr tragisches, der Hauptdarsteller N. Cage ist sehr guter. Einen historischen Terroranschlag dieser Dimension zu verfilmen ist nicht ganz so leicht. Die Handlung: Es geht um die Erlebnisse und Schicksale der Helfer in und nach dieser Katastrophe sowie deren Angehörigen. Der Film erscheint abgehackt und z. Teil unstrukturiert. Klar, einige Handlungen laufen parallel und immer mit Fokus auf die Haupthandlung. Dennoch kann man das irgendwie besser machen. Unendliche Filmminuten spielen in beinaher vollständiger Dunkelheit. Dazu gesellen sich nervige permanent wiederholene Dialoge/Kurz-Sätze in bester amerkanischen Heldenmanier: Der Schmerz ist dein Freund. So erfährt der geneigte Zuschauer auch noch etwas für}s eigene Leben.Einzig positiver Aspekt der DVD für Besitzer von LCD- oder Plasma-TVs: Anhand der vielen Dunkelheitsszenen kann man prima die Qualität seines Flachbild-TVs erkennen. Je satter und tiefer die Schwarz-Szenen, desto besser das LCD-/Plasma-Panel!
Beat the shit out of it, 6. Mai 2008
Kurz zum Film, er ist einfach nur schlecht. Der klägliche Versuch ein Heldenepos zu schaffen. Typisch USA selbst Verluste (Vietnam,Afghanistan, Kuba Krise, Perl Harbour etc. pp), noch als Gewinn und zu den eigenen Gunsten vermarkten. So wohl finanziell als auch im Propagandastil, wir sind und waren Helden die anderen sind alles Unmenschen (die Grundlos machen was sie machen). Ja wenn die vereinigten Staaten nicht gerade mal wieder die Welt retten tztztz.Wie kann man mit so einem schlimmen Ereignis, dem Leid anderer noch Geld verdienen wollen und dann noch seelenruhig schlafen ? Bleibt zu hoffen das das Geld aus den 9/11 Filmen an die Betroffenen geht.Schön wäre es gewesen mal zu erfahren, warum dieser angebliche Terroranschlag durchgeführt wurde. Was sind die Beweggründe, warum tun Menschen so etwas ? Stehen die morgens auf und sagen sich, ach heute entführ ich mal ein Flugzeug und bring Menschen leid und elend. Ganz nebenbei töte ich mich dabei selbst. Beweggründe werden einfach mal unter dem Mantel des Heldenepos verschleiert. Selbsttötung und andere zu töten ist doch ein enorm großer Schritt. Das geschieht doch nicht aus einer Bierlaune. Das müsste doch jedem klar sein, aber kaum einen scheinen die Gründe zu interessieren. Hauptsache ohne Ende Einschaltquoten am 9/11 gehabt.Ist eh das Einzige was die Medien interessiert. Blendwerk Hollywood. Eine Dokumentation soll das sein ? Warum dann Hollywood Schauspieler, anstelle der die da tatsächlich waren ? Nicolas Cage war bestimmt nicht vor Ort und hat geholfen. Sollen sie die Feuerwehrleute direkt interviewen, aber hey die könnten ja was sagen, was vorher nicht einstudiert wurde und wo der Patriotismus nicht so zur Geltung kommt.Nicht das die hinterher noch was sagen, was sie seltsam fanden, zB diese nachträglichen Explosionen, oder warum alles so schnell weggeschafft wurde. Nicht das die Menschen noch anfangen selber zu denken und Fragen zu stellen. Nicht das ich damit sagen möchte, dass da was nicht koscher war. An diese Verschwörungstheorien und Theoretiker, auch wenn sie noch so Prominent sind, glaube ich persönlich nicht. Aber das Untersuchungen sabotiert und unterbunden wurden, sprich allerdings auch nicht dagegen. Kommt wohl nie eindeutig ans Tageslicht, ähnlich wie beim Kennedy Attentat, wo die Beweisdokumente immer noch unter Verschluss sind. Sollten 2000 eigentlich frei gegeben werden. Na in ein paar Jahren haben sie sich bestimmt in Luft aufgelöst, wetten. Der angebliche Täter wurde ja auch ganz schnell liquidiert, bevor er was sagen konnte. Justiziar ist eben schnell.Wie auch immer, der Film hat nicht mal einen Stern verdient. Ebenso sämtliche andere Hollywood Filme zu dieser Thematik, zumindest die, die so einseitig sind und eine Seite als Heldentum sterilisiert.
Spagat zwischen Inszenierung und Wahrung der Würde , 15. April 2008
Wie dreht man einen würdevollen Film über den Angriff auf das World Trade Center? Diese Frage haben sich auch die Produzenten von "World Trade Center" gestellt. Als erstes nimmt man dem Film jegliche Angriffsfläche, damit Kritiker sich die Zähne ausbeißen. Man zeigt nicht die Einschläge und das Grauen, sondern nur einen winzigen Blick durchs Schlüsselloch; man thematisiert nicht den Angriff oder Terrorismus, sondern die Hilfsbereitschaft der New Yorker; man wird nicht politisch, sondern menschlich; und man wählt den denkbar unpatriotischsten Regisseur aus, den es gibt (Oliver Stone wohnt in Paris und hat eine französische Staatsbürgerschaft angenommen.)Dabei raus gekommen ist ein relativ weichgespülter Katastrophenfilm, der auch eine amerikanische TV Produktion hätte sein können. Die Handschrift eines Oliver Stone sucht man in diesem Film vergebens. Auch die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller ist eher durchschnittlich. Dennoch ist der Film weit aus dramatischer und bewegender als andere Filme dieser Art, was aber weniger mit seiner Machart, sondern mit den Ereignissen des 11. September selbst zu tun hat. Durch die Tatsache, dass der Film eine Katastrophe zeigt, die die ganze Welt live miterlebt hat, werden Erinnerungen wach und der Zuschauer durchlebt die Katastrophe noch einmal aus einer neuen Perspektive. Es wird kaum jemand geben, den dieser Film völlig kalt lässt. Im Fazit ein bewegendes Drama, aus dem man aber hätte mehr machen können und dem man leider immer wieder den Spagat zwischen Inszenierung und Wahrung der Würde anmerkt.
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