Kundenmeinungen
Raffiniertes überrachendes Verwirrspiel erster Klasse, 18. Januar 2008
Lucky/Selvin überzeugt nicht nur durch seine herrausragende Noir-Film Atmosphäre,sondern begeistert zudem mit einer großartigen Besetzung sowie einem ausgeklügelt wie überraschenden Finale.
Allein Besetzungstechnisch wird erste Klasse geboten.Josh Hartnett als Titelfigur Slevin überzeugt durch lockeres zum Ende hin immer undurchsichtiger Performens auf ganzer Linie.Morgan Freeman als Boss und Ben Kingsley als Rabbi zeigen mal wieder ihre ganze schauspielerische Klasse und Bruce Willis als Auftragskiller Goodkat liefert eine markante wie spielfreudige Leistung ab.Die Geschichte packt von Anfang an durch ihr herrlich undurchsichtiges Geschehen sowie mit einem haufen schräger Charaktere und ausgefeilter wie zweideutiger Dialoge.Der Verlauf wird zum Ende hin wirklich immer wilder und überrascht dann mit einem wirklich durchdachten unerwarteten Schluss der es wirklich in sich hat.
Fazit: Ein intelligenter,top besetzter Actionthriller mit Hirn und Kultpotenzial.
Intelligent-absurdes Verwirrspiel, 17. Januar 2008
Wenn eine derart hochkarätige Starbesetzung laut DVD-Cover ein "action-movie, das keine ruhige Minute garantiert" verheißt, dann sollte man schon wegen der schauspielerischen Fähigkeiten von Sir Ben Kingsley und Morgan Freeman ausnahmsweise dem Werbetext glauben schenken dürfen.
Dennoch ist Lucky # Slevin alles andere als ein Action-Film. Was diesen Streifen so fesselnd macht, sind die völlig unvorhersehbaren Ingredenzien aus verschiedenen Theater- und Filmgenres, bzw. dramaturgischen Effekten, die in einer einzigartigen Rezeptur höchste Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers verlangen.
Da sind als erstes die Dialoge zu nennen, die scheinbar völlig diametral zur jeweiligen Situation ihren eigenen absurd-witzigen Weg gehen, die zunächst als sinnentleertes, wenn auch durchweg eloquent vorgetragenes Geschwafel erscheinen, sich aber allmählich als permanent vorhandenes retardisches Moment des Films erweisen. Insofern bedient sich die Regie zweier sehr unterschiedlicher Tempi: Wie ein Düsenjet mit Überschallgeschwindigkeit visuell längst vobeigeflogen ist, folgt verspätet der "Aha"-Effekt des Knalls der durchbrochenen Schallmauer, hier mittels der verbalen Pointen. Dem wäre noch relativ einfach zu folgen, bliebe es bei diesem Muster. Nur eilen die Dialoge teilweise den Handlungen auch voraus, bzw. versetzen Rückblenden den Betrachter just dann in neue Handlungsstränge, wenn er den Plot des Films zu verstehen glaubt. Ebenso undurchsichtig sind die Charaktere der Hauptdarsteller gezeichnet. Wobei insgesamt die Zahl der Figuren dieses Films überraschend gering ist. Was an Komparserie und Nebenrollen hier eingespart wurde, erhält weitaus mehr Gewicht in der fein ausgearbeiteten Nuancierung der Mimiken der Protagonisten. Insbesondere die nonverbale Kommunikation zwischen Kingsley und Freeman, beide rivalisierende Gangsterbosse verkörpernd, sei hier stellvertretend für all die eher ruhigen - ebenso unerwarteten - Momente diese Films genannt, die um so mehr an Hochspannung beinhalten.
Wenn auch zwischen diesen beiden Figuren die interaktive Beziehung zueinander glasklar zu erkennen ist, mindert es nicht die Brillanz der darstellerischen Kraft, mit der sich diese beiden Oscarpreisträger gegenseitig messen. Um so diffuser sind die Bezüge zwischen John Hartnett, Lucy Liu und Bruce Willis angelegt, wobei bis zum Ende offen bleibt, wer von den Dreien die eigentliche Schlüsselfigur des Films darstellt. Daß die das Sinnknäuel des Films zu entwirrende und entschlüsselnde Figur eines ermittelnden Polizeibeamten nicht nur von einem ebenso hervorragenden Mimen (Stanley Tucci) besetzt ist, ist nicht nur ein genialer Schachzug der Besetzung, sondern gleichfalls eine gekonnte Rochade gegenüber dem Zuschauer, der zu hoffen wagte, diese Figur möge den Ariadne-Faden in diesem labyrinthischen Verwirrspiel ergreifen und den erhellenden Ausgang dieses Filmes weisen.
Bis wirklich zuletzt setzt dieser Film auf die Bereitschaft eines auch intellektuell anspruchsvollen Publikums, sich verwirren zu lassen, hinter dem scheinbar Absurden eine dramaturgische Logik zu entdecken und sich von klar gezeichneten Figuren zu verabschieden. Lucky # Slevin ist vor allem aber ein Spiel mit dem dramaturgischen Spielregeln, die hier wie Pokerkarten erst nach etlichen Bluffs preisgegeben werden, ohne dabei überhaupt, in die filmische Trickkiste von special effects greifen zu müssen.
Ein durch und durch spannender, gleichsam espritvoller, das Standardniveau der Unterhaltung weit überragender, wie auch absurd farbenfroher film noir also, immer vorausgesetzt, der Zuschauer ist für knapp anderthalb Stunden zur Hochkonzentration bereit. Ein Film, der wie dieser derart deutlich auf die geistige Dialogbereitschaft zwischen Regie und Publikum setzt, ist nicht nur eine Rarität, in dieser Form sogar eine meisterlich gelungene Kostbarkeit, in der sogar die Grenzen zwischen filmischen Schauspiel und großem Theater zu verschmelzen scheinen.
So gesehen, erscheint es mir geradezu sinnvoll, daß dieser Film für das ganz private und intime Heimkino gedreht wurde, vor Massenpublikum verlöre sich dieser intime Voyeurismus (wie auch "Ecoutismus" bezüglich der Dialoge) in ein verständnisloses Gaffen.
Unbedingt anschauen!!, 4. Januar 2008
Was für ein geiler Film! Ich bin zufällig drauf gestoßen und hab nichts besonderes erwartet. Aber weit gefehlt! Super Besetzung, Super Story mit Wendungen, dass einem die Birne raucht. Der beste Thriller seit langem und für mich jetzt schon in meinen persönlichen Top 50 überhaupt. Langeweile? Fehlanzeige. Vorhersehbare Story? Weit gefehlt! Unbedingt anschauen!
Produziert für die Videothek???, 30. Dezember 2007
Auf meiner Suche nach interessanten und intelligenten Filmen wurde mir der Film "Lucky # Slevin" empfohlen. Dank der Amazon Bewertungen konnte ich mir zusätzlich diverse Meinungen von Filmfreaks durchlesen. Diese waren überwältigend positiv! Nichts konnte mich am Erwerb der DVD hindern!
Voller Vorfreude nach dem Erhalt der DVD aufs Sofa... und ACTION!
WOW! Der Film startet zügig durch. Hier wird versucht, in kurzer Zeit dem Zuschauer viele Tote und viel Wirr - Warr zu liefern. Das gelingt perfekt.
Leider ist dann auch schon recht schnell die Luft raus. Einige gelungene Sprüche, etwas trockener Humor und gelegentlich ein paar neue Opfer. So arbeitet der Film zielstrebig auf sein recht unspektakuläres Ende zu, welches irgendwie nicht so wirklich überraschend ist und letztendlich mehr recht als schlecht den Film ausklingen lässt.
3 Sterne für den durchaus positiven Ansatz zu einem cleveren Film.
3 Sterne für die Riege an Stars.
Keine 5 Sterne, weil das sogenannte i - Tüpfelchen fehlt und man nach der Hälfte des Filmes etwas gelangweilt ist.
Ich habe das Gefühl vermisst, dass ich unbedingt zum Ende vorspulen muss, um die Lösung zu erfahren. Eigentlich war mir das Ende nach dem halben Film völlig wurscht. Schade!
Super Film, 10. Dezember 2007
Eine dichte, gut erzählte Handlung, die spannend und nicht von vornherein durchschaubar ist: Das ist es, was diesen Film auszeichnet. Ich liebe ihn! Ich kaufte ihn! Und das tue ich sehr sehr selten bei einem Film. Danke für dieses Erlebnis!
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