Kundenmeinungen
Ein Muß für Bayern und Bayernfreunde..., 26. November 2008
Ich habe mir den Film angesehen und war sehr überrascht. Endlich mal wieder ein Film bei dem man mal wieder herzhaft lachen kann. Keine primitiven Hollywood-Sprüche, in welchen sich in jedem zweiten Satz das Wort Sex oder ähnliches findet. Keine "coolen Killer", keine "coolen Gangstas".Eine wunderbare Geschichte aus dem Bayernland in welcher man teilweise seine eigene Kindheit wiederfindet (Watschen, Standpauke, Lausbubenstreiche etc.). Für Intellektuelle, Hobbypädagogen, Weltverbesserer, Feinde Bayerns und sonstige nichtbayrische Lebensformen ist der Film definitiv nicht geeignet !
Lachen auf Kosten eines Kindes, 9. November 2008
Zuerst war ich etwas negativ eingestellt, weil 50 % des Humors auf dem Rücken des armen kleinen trotteligen Jungen ausgetragen wird. Das ist nicht die feine Art, ein dummes Kind auszulachen. Aber ich konnte mir nicht helfen. Ich hab dennoch lachen müssen. Verzeih mir, Junge. Du bist wirklich ein netter Bursche, aber...pfff...hahaha: sooo blöd! Lustig!
Jemandem die Leviten lesen, 8. November 2008
Eine Frau sollte einem Mann die Leviten lesen können. Daher sucht der elfjährige Sebastian, dessen Mutter bei der Geburt gestorben ist, nach einer neuen Frau für seinen Papa [sehr gut gespielt von Fritz Karl], die das kann. Sebastian fragt daher jede Frau in seinem näheren Umfeld, ob sie die Leviten lesen kann, ohne den näheren Sinn dieser Frage überhaupt zu verstehen: die Nachbarin, Frau Kramer [Saskia Vester], seine Lehrerin, Frau Dorstreiter [Jule Ronstedt] und es kommt hier zu einer hinreißend köstlichen Szene mit dem nackten Papa (der gerade seine ganze Wäsche in die Waschmaschine gesteckt hat), der Nachbarin mit Erdbeerkuchen und der Lehrerin unter dem Tisch. Sebastian will den Dingen auf den Grund gehen. Sein Bruder hält ihn für den Tod der Mutter und andere Katastrophen schuldig. Es passieren ihm ständig Missgeschicke, und sein Vater hat es wirklich nicht leicht mit ihm. In dieser rabenschwarzen Komödie von Markus H. Rosenmüller bleibt kein Auge trocken und es wird alles durch den Kakao gezogen, was manch einem lieb und recht ist. Daher kann ich verstehen, dass nicht alle diesen Film mögen und ihn z.T. auch nur sehr schlecht bewerten. Der beißende Sarkasmus, die pure Übertreibung und das auf die Spitze treiben ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Was mir persönlich auch nicht so gut gefällt, ist die Darstellung des Fegefeuers, das übrigens in einem Hochsilo gedreht wurde, und von dem Sebastian nächtens häufig träumt - heftig! Markus Krojer als Sebastian spielt sehr gut, schlitzohrig und urbaierisch. Für Nicht-Bayern gibt es hochdeutsche Untertitel und auf der DVD befinden sich noch die Special Features "Hinter den Kulissen", Interviews, das Making of von Spezialeffekten und nicht verwendete Szenen.Ab 6 Jahren freigegeben, turbulent, übertrieben, schräg, bitterböse und sehr bayrisch.
Dieser Film ist Kult!, 5. November 2008
Ich habe selten so gelacht wie bei diesem Film. Der 11jährige Sebastian ist ein wirkliches Original. Was der alles angestellt hat, einfach zum Totlachen. Der Film ist zwar mit sehr viel Humor gemacht, aber unterschwellig merkt man schon, dass da auch viel Liebe fürs Detail reingesteckt worden ist. Diesen Film kann man wirklich nur weiterempfehlen.
Low Budget - großes Kino, 3. November 2008
Also, das ist jetzt meine allererste Rezension, und die schreibe ich vor allem, um einige der anderen Rezensionen ad absurdum zu führen. 1. bin ich aus Bayern und fühle mich und meine Heimat durch den Film mitnichten bösartig karrikiert. 2. schaue auch ich sehr gerne Independent-Filme aus dem In- und Ausland. Hier verhält es sich aber so: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah. Wer früher stirbt, ist länger tot kann m. A. auf jeden Fall mithalten mit Filmen wie Little Miss Sunshine, Sterben für Anfänger, Die Herbstzeitlosen oder Sie sind ein schöner Mann. Und 3. finde ich es nicht ganz richtig, dass der Film mit nur einem Stern beurteilt wird, wenn der Inhalt gut ist, nur die Technik streikt. >> Vielleicht kann man da am Bewertungssystem etwas ändern. Ansonsten: Selten so gelacht. Wer allerdings mit überspitzter Erzählweise und ironischen Seitenhieben nichts anfangen kann, für den ist der Film vielleicht eher nichts. Menschen, die Traktierungen von Hasen und Katzen und alten Omas für cineastische Zwecke verabscheuen, sollten sich den Film wohl auch nicht anschauen. Den meisten anderen ist Wer früher stirbt, ist länger tot nur zu empfehlen. Denn es kommen sowohl Anhänger eher seichter Mainstream-Humoresken auf ihre Kosten als auch Liebhaber von durchdachten, hintergründigen, schrägen und anspruchsvollen Produktionen.Übrigens: Das Kuriose an dem Filmerfolg ist an sich schon wieder eine Beurteilung, die für sich stehen könnte: Denn der Film lief zunächst eher schleppend in den Kinos an, und auch nicht überall. Aufgrund von positiver Mund-zu-Mund-Propaganda lief er allerdings letztendlich überdurchschnittlich lange in den Kinos, und immer mehr Spielhäuser nahmen den Film schließlich ins Programm.
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