Kundenmeinungen
Schöner Film, aber...., 12. Januar 2008
Wirklich ein schöner Film, den ich gerne ganz sehen würde. Aber, wie mir scheint, ist bei deutschen Produktionen nicht das möglich, was bei vielen ausländischen Produkten möglich ist. Ich kenne kaum einen deutschen Breitwandfilm (Kommödie) der 50iger und 60iger Jahre, der im Original-Kinoformat gezeigt wird. Warum ist das wohl so? So kann man auch hier nur einen Teil des Films genießen. Kinoatmosphäre ade. Deshalb solange boikottieren und mit der Fernsehfassung leben, die mit der Kaufware identisch ist, bis die "Macher" auch deutsche Prokte im Orignal bringen.
Die Hauptsache ist der Effekt: Tschicketschicketschicketschick, 19. März 2007
Unglaublich: So witzig konnte der Deutsche Film mal sein??? Charmant, burlesk, politisch, satirisch, musikalisch, albern und frech. "Das Spukschloss im Spessart" nimmt das Klima der Wirtschaftswunderrepublik der frühen 60er gekonnt augenzwinkernd auf's Korn und erreicht dabei ein ganz eigenes Format irgendwo zwischen Musical, Cabaret und Romantikkomödie. Der Schwerpunkt liegt auf unbeschwerter Unterhaltung, doch es werden auch subversive und kritische Kommentare laut, ohne allzu kabarettistisch-verbissen zu sein. Durch diese ganz eigene, geschmackvolle Mischung bleibt es immer großes Kino auf einem luftig-leichten Humor-Level, das mit seinem Schalk, dem Wortwitz, den Kalauern und seinen Realsatiren weit über vielen damaligen aber auch heutigen Comedy-Plattitüden wie "Der Wixxer" oder "Manitou" anzusiedeln ist. Und es ist nicht zu vermessen, eine geistige Nähe zwischen Kurt Hoffmann's Film und den Komödienmeisterwerken Billy Wilder's herzustellen. Hier wie dort: Timing, Können, gute Schauspieler. Freilich standen Hoffmann wesentlich kleinere budgetäre Mittel zur Verfügung, was man den Filmtricks und der Ausstattung stellenweise anmerkt. Doch das wird mit cineastischem Instinkt und Spaß an der Freude wettgemacht. Wilder meets Loriot und Heinz Ehrhardt - die gelungene urdeutsche Variante einer Glamour-Komödie. Jeder Piefke kriegt darin sein Fett weg: Die Richter, die damals nicht selten noch auf dem rechten Auge blind waren, die galoppierenden Konsumpreise der Wirtschaftswunderzeit, die Fixierung auf Äußerlichkeiten ("Kleider machen Leute"), die Obrigkeitshörigkeit ("die Leute glauben alles, besonders wenn man als Führer kommt"), als Entwicklungshilfe getarnte Außenpolitik die nur dazu dient das eigene Staatssäckel zu füllen usw. Und diese köstlichen Bilder: Wir sehen Gespensterflittchen Hanne Wieder und die orientalische Hoheit Hans Clarin am Bonner Bahnhof eine ausgelassene Rumba tanzen, Hubert von Meyerinck wird beinah zu Hackfleisch verarbeitet und Liselotte Pulver gibt die Schöne Suleika aus Bagdad. Hochnäsige steife Engländerinnen werden ebenso parodiert wie treudeutsche Beamtenseelen. Klingt komisch? Is' aber so. Bitte nicht von der verstaubten Tricktechnik abschrecken lassen; dranbleiben lohnt sich. "Spukschloss" zählt zu den Juwelen deutscher Kinokomödien - der Film ist nicht weniger als ein Gruß aus einem anderen, humorvolleren, cooleren Deutschland.
Kino Reiner, 6. März 2007
Nun habe ich sie alle beide,Das Wirtshaus und das Spukschloss,einfach wunderbar!Einfach Kult.Schon als Filmvorführer zu DDR-Zeiten brachte mich niemand vom Kabinenfenster weg wenn die Streifen liefen,mitlerweile kannte ich schon alle Dialoge,es war immer ein Fest wenn ich diese Streifen in den Projektor einlegen konnte.Auch Heute habe diese Streifen von Ihre Orginalität nichts eingebüßt.Immer wenn es die Zeit erlaubt wird der DVD-Spieler angeworfen und Onkel Zack Zack sowie das Komtesschen und all die anderen flimmern übern Bildschirm.Wie sagte schon Hanne Wider:Sie können vertragen eine Puff ! (ach das war ein anderer Film)
KULT! KULT! KULT! Die lachende Lilo Pulver, 16. Februar 2007
"mit Lieselotte Pulver, mit Lieselotte Pulver, mit Lieselotte Pulver und Heinz Baumann" alleine auf die Idee zu kommen, den ganzen Vorspann zu vertonen, wunderbar. Da hat der legendäre Friedrich Hollaender einen musikalischen Geisterblitz nach dem Nächsten. Und wer alles mitspielen darft: der große Hans Clarin neben Georg Thomalla, Ernst Waldow, Paul Esser usw. unübertroffen in seiner Kunst Hubert von Meyerinck. Alles in allem ein bezauberndes Loblieb auf die gute alte Bonner Nachkriegszeit und das Wirtschaftswunder mit genau der richtigen Brise Selbstironie und Zeitkritik...Die Lieder in Auswahl:Das Spukschloss im Spessart Der Traum auf dem BaumFür Sie tun wir allesKleiner Rutsch in die VergangenheitGiftmischer-RumbaSuleika Kleider machen LeuteSchiffs-BluesDazu gehören zweiDas wollen wir doch mal seh'n Ein Staatsvertrag Fehrbelliner ReitermarschDie Auszeichnungen:Preis der Deutschen Filmkritik 1961: -an Kurt Hoffmann (beste Regie)-an Günther Anders (beste Kamera)-an Hubert von Meyerinck (bester männlicher Nebendarsteller)IFF Moskau 1961: -silberne Medaille (beste Filmkomödie)IFF Karlovy Vary 1962: -Preise der nationalen Jury an Kurt Hoffmann (Regie), Günter Neumann und Heinz Pauck (Drehbuch)Bambi 1961: -für den künstlerisch wertvollsten deutschen Film-für den geschäftlich erfolgreichsten deutschen FilmEin Klassiker nun auch auf DVD. Der Film pur, keine ExtrasDer Vorgänger : Das Wirtshaus im SpessartDie Fortsetzung: Herrliche Zeiten im SpessartFür mich bleibt aber das Spukschloss der unumstrittene Höhepunkt der "Triologie"
Kult-Klassiker!, 11. Februar 2007
Der zweite Teil der Spessart-Triologie ist ein Juwel und ein Klassiker zugleich. Ich habe heute noch Spass den Film immer und immer wieder zu genießen. Liselotte Pulver in einer Paraderolle als verarmte Schlossherrin, die mit viel Herz und Humor ihre Rolle verköpert. Sie bekommt von einer Reihe Gespenster, die einst als Räuber im Spessartwald ihr Unwesen trieben viel Hilfe, dem geldgierigen Hartog es auszutreiben, aus dem Schloss ein Luxushotel zu machen. Mit viel Musik und Charme runden Hanne Wieder als Katrin von Apfelböck und Hubert von Meyernick als Bonner Minister von Teckel dieses Grusical ab. Nicht nur mit etwas Glück, mit Salz und mit Pfeffer erzielt am machmal völlig ungeahnte Treffer!
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