Kundenmeinungen
Gute Unterhaltung, 11. Oktober 2007
Das Spiel Battlelore ist interessant, macht Spaß und ist auch nicht zu kompliziert,so dass man sich recht schnell hinein findet. Besonders zu loben ist die verständliche Anleitung, mit deren Hilfe man in der Lage ist, schon nach Studium weniger Seiten die erste Partie zu spielen. Die Ausstattung des Spiels ist umfangreich; leider hinterlassen einige Bestandteile des Spiels, insbesondere die kleinen Figuren, nicht den allerbesten Qualitätseindruck.Der Aufbau eines Szenarios benötigt schon einige Zeit, zumal das Auseinandersortieren der Figuren nicht ganz einfach ist.Kritisch anzumerken ist, dass Amazon die in der Produktbeschreibung aufgeführten Bonusfiguren nicht mitgeliefert hat und auch nach mehreren Wochen keine Bereitschaft erkennen läßt, diesem Mangel abzuhelfen. Man hat mich an den Hersteller in Frankreich verwiesen. Dies ist natürlich absolut nicht korrekt und hat mich enttäuscht.
Schnell, abwechslungsreich mit taktischer Herausforderung und der Prise Glück, 27. März 2007
Positiv: Das Spiel ist im Gegensatz zu komplexen Tabletops und Strategieschinken schnell aufgestellt, flott gespielt, abwechslungsreich und dynamisch. Auch für Spieler, denen reines "trockenes" Taktieren zu langweilig ist, kommt dieses Spiel durch die vielen Kommando- und Machtkarten und den Glücksfaktor infrage. Die Regeln sind gut durchdacht und die Szenarien ausgewogen gestaltet. Noch dazu macht es optisch einen guten Eindruck ... man bekommt einiges für sein Geld. Die schrittweise Einführung in die Regeln ist super gelungen und fesselt einen lange an das Spiel. Es kommen immer neue spannende Elemente hinzu. Anleitung top.Negativ: Für Extremtüftler ist das gelegentlich schon schwer wiegende Glückselement mitunter frustrierend (wenn mal wieder die Eliteeinheit durch einen glücklichen Würfelwurf ausgeschaltet wird). Auf Dauer gleicht es sich freilich aus ... und auch in der Realität gehört Glück zum Gewinnen ja nunmal dazu.Die Verpackung der Figuren ist nicht optimal ... einige Figuren kamen verbogen an (ist im warmen Wasserbad aber schnell korrigiert). Allerdings ist es für häufiges Ein- und Auspacken eher unpraktisch. Ergebnis: Kaufen!! (außer man steht überhaupt nicht auf taktische Spielchen oder ist extremer Glücksfaktor-Hasser)
Opulentes, schönes, schnelles Strategiespiel , 4. März 2007
Strategiespiele müssen nicht immer langatmig ausfallen (was nicht heißen soll, dass solche Spiele keinen Spaß machen)!Bei Battlelore liegt die Würze aber eben auch in der Kürze. Dazu später...Das Spiel kommt mit einer opulenten Ausstattung daher: Viele, schöne Figuren, verschiedene Landschaftsplättchen und jede Menge Karten, nicht zu vergessen die sehr gute und ausführliche Spielanleitung, die kaum Fragen offen lässt. Zum Spielablauf: Das Spielbrett ist in drei Teile geteilt: Mitte, linke und rechte Flanke. Abwechselnd spielt jeder Spieler eine Kommandokarte, die eine bestimmte Anzahl von Truppen einer der drei Spielbrettseiten oder z.B. bestimmte Truppentypen aktivieren. Da man immer mehrere Kommandokarten zur Auswahl hat, kann und muss man seine Züge so auch auf längere Sicht hin planen, wenn man nicht "nahezu handlungsunfähig" werden will (andere Kartenspiele lassen grüßen). Die Kämpfe werden dann mit Würfeln ausgetragen, deren Anzahl und Auswertung von Truppentyp, -erfahrung, -position und natürlich Glück abhängen.Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, den Zug und die Kämpfe mit Machtkarten zu beeinflussen, die vom jeweiligen, individuellen Kriegsrat bzw. der Erfahrung der einzelnen Ratsmitglieder bestimmt werden.Eine Partie dauert dabei gerade einmal ein bis eineinhalb Stunden, weshalb man Battlelore eben auch mal Zwischendurch spielen kann und es so eben nicht wie manch anderes Strategiespiel nach vier Stunden ermüdend oder langweilig werden kann.Wer also ein wirklich großes, schönes und abwechslungsreiches Strategiespiel sucht und dem Glücksfaktor etwas abgewinnen kann, soll getrost zugreifen (die Investition lohnt sich).
Super Alternative zu den langwierigen Table-Tops, 21. Januar 2007
Battlelore ist ein sehr opulent ausgestattetes Spiel. Allein der Karton wiegt ca. 3 Kilogramm!!Das Spielbrett ist relativ groß und beidseitig bedruckt, so dass man in späteren Szenarien auch mal zwei Bretter aneinander legen kann. Dazu gibt es dann noch eine Menge an Spielkarten und Plättchen und natürlich die über 200 Spielfiguren!Zuerst ein grober Regelumriss:Ziel des Spieles ist es, Siegpunkte zu sammeln. Dies geschieht normalerweise durch Besiegen der gegnerischen Einheiten. Eine Einheit besteht aus 4 (Infanterie) bzw. 3 (Kavallerie) Figuren. Ist die letzte Figur (immer der Fahnenträger) besiegt, stellt man diese auf seine Siegesleiste. Um bestimmte Einheiten ziehen und kämpfen zu lassen, muss man sie aktivieren. Dies geschieht durch Kommandokarten. Da steht dann z. B. 2 Einheiten auf der linken Seite aktivieren oder Alle roten Einheiten aktivieren)...Kriegt man keine guten Karten, kann es sein, dass man relativ bewegungsunfähig bleibt.Gekämpft wird mit Würfeln. Je nach Armeestärke (nicht Anzahl der Figuren, sondern deren Fahnenfarbe) mit 2-4 Würfeln. Mit Kurzschwertern trifft man mit der entsprechenden Helmfarbe des Gegners sowie mit dem Schwert-auf-Schild-Symbol. Kämpft man gegen Kavallerie, wird das 1. SaS-Symbol ignoriert.Mit Langschwertern (nur Kavallerie) trifft man immer mit der Helmfarbe und dem Symbol, mit Pfeilen nur mit der Helmfarbe. Es ist also schon sehr glücksabhängig, ob man trifft. Und es kann sein, dass eine starke Kavallerie gegen eine schwache Infanterieeinheit ziemlich alt aussieht. Oder man schafft es tatsächlich, eine Einheit mal mit einem Wurf auszuschalten! Passiert dies häufiger während einer Partie, nervt es!Man kann Würfelwürfe durch den richtigen Einsatz bestimmter Kommandokarten (oder Machtkarten wenn man mit Magie spielt) verändern. Außerdem werden die Kampfwürfe durch Geländemodifikatoren verändert (Hügel, Furt, Brücke, Wald, Festung)Ist die angegriffene Einheit mutig (angrenzend zu zwei anderen), darf sie zurückschlagen, ansonsten Pech gehabt! Schafft man es als Angreifer, eine Einheit zu vernichten oder in die Flucht zu schlagen, darf man in das Feld ziehen, Reiter sogar eines weiter und noch mal angreifen!Fliehen muss man, wenn schwarze Flaggen gewürfelt werden! Es sei denn, man ist mutig und kann eine Flagge ignorieren. Spielt man mit Magie (hier: Macht), kann man zusätzlich zu Kommandokarten Machtkarten spielen und durch Zahlen von Machtplättchen zaubern bzw. andere besondere Effekte hervorrufen. Man kann auch Kreaturen ins Spiel bringen (mit dabei: Riesenspinne). Diese sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch schwerer zu töten und können besondere Angriffe machen.Die Söldner sind bisher durch Zwerge und Goblins dargestellt und werden nach und nach durch Days of Wonder verstärkt; ebenso die Kreaturen. Das besondere an Battlelore ist eben der Kriegsrat. Man kann z. B. zu Anfang des Spieles 6 Level auf seinen Kriegsrat verteilen. Je nach Wunsch hat man dann stärkere Zauberer, Kleriker, Schurken, Krieger oder einen Oberbefehlshaber und kann dann deren gezogene Machtkarten stärker nutzen. Der Machtkartenstapel wird je nach Kriegsrat beider Spieler entsprechend zusammengestellt. So können auch ähnliche Szenarien immer wieder mit einer anderen Grundausstattung gespielt werden. Aber nun zur Kritik des Spieles:Also es macht wahnsinnig Spass das Spiel zu spielen. Mein erstes Mal 11 Stunden!!Ich wollte kein langwieriges Spiel a la Herr der Ringe- Der Ringkrieg. Jedes Battlelore-Spiel dauert ca. 1 Stunde!! Was manchmal allerdings stört, ist der Glücksfaktor, würde sagen 50%. Der Rest ist ein bisschen taktisches Stellungsspiel. Aber dieses hat es in sich! So kann mit bestimmten Karten den gleichen Zug wie der Gegner machen und so direkt auf seinen Angriff antworten, man kann Machtkarten spielen, um den Angriff des Gegners verpuffen zu lassen usw. Das macht entsprechend Laune.Ein Hochgefühl geradezu: Wenn 3 Reitereinheiten Infanterien über das Spielbrett jagen!Oder 2 Zwergenarmbrusteinheiten 2 Hügel verteidigen!Oder die Riesenspinne eine Einheit eingesponnen hat!Die 6 Kommandokarten und 4 Machtkarten majestätisch auf den speziellen Kartenhaltern vor einem stehen!Mies hingegen:Wenn man schon den 3. Zug infolge seine komplette rechte Seiten nicht aktivieren kann...Oder die schwere Kavallerie es nicht schafft mit 4 Würfeln einen Treffer zu landen, sie aber hingegen die volle Breitseite abkriegt...Was bei diesem Spiel wirklich absolut überzeugend ist, ist die Spielanleitung. Sie ist zwar 80 Seiten stark, aber stark bebildert und gut formuliert. So dass man nur selten nachlesen muss. Die ersten Szenarien sind zum Kennenlernen der Kampfregeln. Kommen neue Regeln hinzu, erhält man weitere Regelübersichten in Spielkartengröße, die man neben sich legt. So liegen anfangs nur die Waffenübersichten und Armeeübersichten neben einem, später dann Übersichten über Zwerge, Kreaturen, Besondere Orte, eine Kriegsrattafel...Man lernt also beim Spielen und wartet nur darauf wieder etwas hinzufügen zu dürfen.Fazit:Ein sehr schönes Spiel, welches die Brücke zwischen Table-Top und Brettspiel schafft. Von der Ausstattung her absolut überzeugend, zieht es für mehrere Stunden in seinen Bann!Wer allerdings nicht wegen mangelnden Glücks verlieren kann, wird irgendwann frustriert werden. Dafür ist es dann auch leider viel zu teuer!!!
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