Kundenmeinungen
Wir wollen Pulp zurück, 3. Februar 2008
Um es kurz zu machen: Selten hab' ich ein Album gekauft, das so in den Himmel gelobt wurde - und dann umso mehr enttäuschte! Viel zu viel Hype. Kein Vergleich zu Pulps Meisterwerk "This is Hardcore".
(Indie-) Album of the Year (2006), 13. Oktober 2007
Mit einem Paukenschlag meldete sich Jarvis Cocker Mitte des vorigen Jahres zurück. "Cunts Are Still Running The World" hieß die zunächst nur im Internet veröffentlichte Single sein bissiger Kommentar zum Sozialabbau in Europa und über eine "Globalisierung", von der nur die großen Konzerne profitieren, die für viele aber soziale Verelendung bedeutet. Ein Thema, dem er sich allein schon aufgrund seiner Herkunft angenommen haben dürfte.Rückblick: Über ein Vierteljahrhundert ist der schlaksige Hüne nun im Pop-Geschäft: 1978 gründete Jarvis Cocker im tristen englischen Industrieort Sheffield seine erste Band, die er "Arabicus Pulp", später schlicht "Pulp" nannte. In den Songs geht es in dramatisch-britischem Stil oft um den "kleinen Mann" und seine (großen) Gefühle, seine Nöte und Bedürfnisse. Die "Mitmusiker" indes wechselten ständig. Nach vielen tollen, aber weitestgehend erfolglosen Independent-Platten, landete die Gruppe Mitte der 1990er Jahre zur Hochzeit des "Britpop" mit "Common People" einen Hit. Darauf stieg das Album "Different Class" von Null auf Eins in den UK-Albumcharts ein, und erreichte bereits in der zweiten Woche Platinstatus. Mit dem von Scott Walker produzierten Opus Magnum' der Band "We Love Life" (2001) beschloss Jarvis mangels Erfolg die Band vorläufig auf Eis zu legen. Das von der Kritik hochgelobte Album war im Plattenladen einfach stehen gelassen worden.Nun ist sein erstes Solowerk bezeichnend betitelt als "The Jarvis Cocker Record" beim Indie-Label "Rough Trade" erschienen. Eine kleine "Pulp-Reunion" stellt das dar, denn Jarvis hat eine Platte aufgenommen ... nicht ohne an alte Weggefährten zu denken. Mit von der Partie sind Gitarrist Richard Hawley und Steve Mackey am Bass. Bei den ersten "Solo" Live-Konzerten drückte Pulp-Keyboarderin Candida Doyle die Tasten.Doch das hier ist weit weniger versponnen als die letzte Pulp-Platte - voller eingängiger Melodien! "Black Magic" etwa erinnert daran, dass Jarvis zusammen mit Jonny Greenwood und Phil Selway von "Radiohead" drei formidable Songs darunter das großartige "Magic Works" zum Soundtrack des vierten Harry Potter-Films ("Harry Potter und der Feuerkelch") beigesteuert hat. Aber das hier ist halt schwarze Magie...Fast 25 Minuten der Stille nach dem letzten Song des Albums hört man, dass der "Parental Advisory"-Aufkleber nicht umsonst auf der Hülle gepappt wurde ... denn dann kommt sie doch noch als "Hidden Track", die "Hitsingle" aus dem World Wide Web: "Cunts Are Still Running The World". Auf dass sich die heimischen Arbeiter gegenseitig umbringen mögen, man produziere jetzt eh in Übersee...Das neue (geniale) Album des ehemaligen Pulp-Kopfes, mit schwermütigen Melodien, hartnäckigen Ohrwürmern, und hintersinnigen Texten!
Jarvis - the great titan, 10. Februar 2007
I don't know why I always refused to buy a Pulp CD, but I did so. I don't have any music by Pulp and I couln't have cared less about this being so. I was happy knowing that Jarvis Cocker had slapped Michael Jackson onstage and that was fine with me. But you don't buy CD only because the artist wants to abuse Michael, do you? It happens that I bought the solo album of Mr. Michael hater and I love it very much, yessir!! I would recommend Peter Gabriel for example, giving it a thought or two, because if he begins to hate Michael Jackson too, maybe he begins to make good albums again.
No waste of time, 4. Februar 2007
Gibt es auch beim Brit Pop Old School? Hier wäre ein Beispiel dafür. Als hätten die letzten zehn Jahre nie stattgefunden, macht Jarvis Cocker Musik wie weiland mit Pulp. Das wirkt a little bit oldfashioned, keinesfalls jedoch angestaubt. Doch vor dem Einlegen der CD bitte unbedingt die Hinweise auf dem Tonträger beachten! Auch wenn es keine Durchhänger gibt, habe ich doch Favoriten, die ich als Anspieltipps empfehlen möchte: Don't let him waste your time (zu dem es ein herrlich albernes Video auf MTV gibt), Baby's coming back to me, From Auschwitz to Ipswich, und besonders: Disney Time.Zusammenfassend darf die Scheibe so beschrieben werden: unterhaltsam und humorvoll die Texte, schwungvoll und bisweilen regelrecht opulent die Musik, scheußlich die Brille - voila: this is The Jarvis Cocker Record. Hat mich gefreut.
Endlich wieder..., 26. Januar 2007
ich will es ganz kurz machen: für alle diejenigen, die "This is Hardcore" für das beste Album halten, ist Jarvis Cocker's Album schlicht und ergreifend ein must have. Abwechslungsreich, spritzig und mit-jedem-hören-besser-werdend....kaufen!
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