Kundenmeinungen
Leider ab Werk schlecht kalibriert..., 1. März 2007
Nachdem ich bei Null angefangen habe, war ich bei der Systemfrage recht offen. Die Pentax K10D hatte gegenüber vergleichbar teuren Nikon- und Canon-Kameras einige nette Features aus der Profi-Ecke wie z. B. das spritzwasser- und staubgeschützte Gehäuse und die wechselbaren Sucherscheiben, weiterhin war auch die Sensorreinigung noch nicht bei allen höherpreisigen Modellen der Konkurrenz verfügbar.
Die Wahl fiel daher auf die K10D. Angeschafft wurden zur Kamera noch einige gute Objektive, z. B. das legendäre SMC FA* 1,4/85mm. Genau hier fangen aber die Probleme an: Für das Arbeiten mit derart lichtstarken Objektiven sind die Fertigungstoleranzen der neuen Kamera eindeutig zu hoch.
Ich habe mittlerweile die zweite Kamera erhalten (die erste habe ich ebenfalls wegen Kalibrierungsproblemen zurückgegeben), die ab Werk so kalibriert ist, daß weder mit manuellem Fokus (mit Katz Eye Optics Schnittbild-Sucherscheibe) noch mit Autofokus bei offener Blende scharfe Bilder zu bekommen sind. Bei den Kit-(Zoom-)Objektiven fallen diese Mängel nicht weiter auf, da sie drei bis vier Blendenstufen lichtschwächer sind und daher eine deutlich höhere Schärfentiefe bieten. Das 1,4/85mm Objektiv ist sicher ein Extremfall und verzeiht bei offener Blende keine Abweichung der Entfernungseinstellung von mehr als ca. 1%.
Erschreckend ist die Mitteilung durch den Pentax-Service, daß eine Kalibrierung des Suchers gar nicht erst vorgesehen sei, weil per Mattscheibe ohnehin keine genaue Fokussierung möglich wäre. Der Autofokussensor wäre allerdings kalibrierbar.
Wer also entsprechend hochwertige und leistungsfähige Schätze in seiner Objektivsammlung hat, wird mit dieser Kamera nicht recht glücklich werden, solange Pentax die Fertigungstoleranzen nicht in den Griff gekommt. Wären diese Probleme nicht, würde ich glatt 5 Sterne vergeben, so muß ich aber an mich halten.
Meine Kamera ist z. Z. jedenfalls gerade unterwegs zum Service und ich kann nur hoffen, daß der Service das leisten kann, was Pentax ab Werk leider nicht geschafft hat...
Nachtrag: Meine Kamera habe ich seit einigen Tagen aus dem Service zurück, abgesehen vom Chaos durch den Zustelldienst lief die Abwicklung bei Pentax selbst wirklich vorbildlich und insgesamt auch recht flott (aufenthalt im Service ca. 1 Woche). Der Service hat es immerhin geschafft, den Sucher perfekt einzumessen, der Autofokus liegt leider immer noch daneben (Front Fokus), wenn auch nicht mehr so schlimm wie vor dem Service.
Nachtrag 2: Mittlerweile bin ich leider bei der dritten Kamera angekommen, das Gerät wurde direkt durch den Service getauscht. Erst danach hat sich die Ursache für die Probleme mit der Kalibrierung herausgestellt: Der AF-Sensor ist stark IR-empfindlich, ein passendes Filter fehlt wohl. Nun sind aber bei weitem nicht alle Objektive bis ins Infrarot auskorrigiert, so daß bei Kunstlicht (hoher Infrarotanteil) der AF-Sensor eben schlicht ein anderes Bild sieht als der Bildsensor. Für die kritischsten Objektive habe ich daher mittlerweile IR-Sperrfilter angeschafft (gibt es z. B. von B&W), die zwar alles andere als preisgünstig sind, den Spuk aber weitgehend beendet haben. Es bleibt immer noch eine gewisse Abweichung ("Tagesform"), möglicherweise temperaturabhängig, allerdings bleibt die Kamera jetzt die meiste Zeit gerade so im tolerierbaren Rahmen, so daß ich endlich mit dem Gerät arbeiten kann.
Die Kamera mit der Pentax sich einen Namen machen kann!, 31. Dezember 2006
Nachdem ich bereits eine kleine Objektivsammlung von Pentax besitze, war es naheliegend auch die K10D sich einmal anzuschauen.
Mein Fazit, der Anti-Shake-Sensor bringt etwas.
Die Kamera ist sehr hochwertig und es gibt viele Motive für uns...
Habe die "Pentax K10D" jetzt einen Monat und bin begeistert.
Leider hat die Kamera auch ihre Eigenheiten, der "interne Blitz" ist einfach nur schlecht.
Irgendwie hat es Pentax geschafft, hier ein bissel "Murks" zu machen. Die richtige Belichtung klappt mit dem Teil,
leider nicht sehr oft. Zum Glück gibt es eine Blitzkorrektur (2 Blenden).
Es gibt jedoch externe Blitzgeräte im Zubehöhr, bei denen die Belichtung dann besser klappt.
Die Kamera ist dank der Werbung, zu einem echten Renner geworden. Es gibt leider so viele Vorbestellungen,
das Pentax mit den Lieferungen nicht nachkommt. Ich bin jedoch einer der ersten, der sich an der Pentax K10D erfreuen kann.
Noch zu meiner Person: Bin engagierter Amateurfotograf und nutze die Kamera um Makro- / Landschaft- / Portrait- und Eventfotographie damit Abzubilden.
Die Kamera wird bei mir ca. 40.000 mal im Jahr ausgelöst.
K10D - eine gute Weiterentwicklung, 19. Dezember 2006
Bildqualität
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Pentax bewirbt seine Kamera mit 22bit A/D-Wandler, PRIME-Engine und schnellem DDR2-RAM. Die Bildqualität ist wie zu erwarten gut, einen deutlichen Unterschied zu der *istDs vermag ich jedoch nicht zu erkennen. Bei starken Kontrasten scheint die K10D in den Lichter nicht so stark auszufransen und Farben haben eine höhere Sättigung und wirken nicht "ausgebleicht". Ob das auf den beworbenen 'inneren Werte' beruht, vermag ich nicht zu beurteilen.
Die Kehrseite der höheren Auflösung ist das größere Rauschen, eine Empfindlichkeit von ISO3200 hat die K10D erst mal gar nicht. Bei ISO 800 ist das Rauschen in Flächen bereits zu erkennen, macht aber einen noch homogenen Eindruck. Mit dem Rauschen kämpfen alle Kameras, bei denen 10MPixel auf APS-C-Größe gequetscht werden. Wer die Bilder für seine Homepage verkleinert oder Ausdrucke in den Standardgrößen macht, wird damit jedoch nie Probleme haben.
Ergonomie
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Das Gehäuse ist in den Abmessungen etwas größer als frühere Kamera und rund 200 g schwerer. Am ehesten fällt jedoch auf, dass das Gehäuse nun dicker geworden ist. Wer größerer Hände hat, wird es dadurch besser halten können. Bedingt durch die Spritzwasserfestigkeit ist der Kartenschacht etwas komplizierter zu öffnen: wo früher ein einfacher Schieber war, muss man nun einen versenkten Drehknauf betätigen. Der gleiche Menchanismus ist auch beim Batteriefach vorhanden, dort ist er definitiv besser zu bedienen als die frühere Methode. Die Batterie ist im Fach übrigens nochmals gesichert. Der interne Blitz klappt mit einem angenehm gedämpften "Plopp" auf und klappt auch höher heraus als früher. Die Taste zum Hochklappen des Blitzes sitzt etwas ungünstig Das Auslösegeräusch des Verschlusses ist heller, es klingt für mich "hysterischer". Das Infodisplay auf der Oberseite ist jetzt wieder beleuchtbar, praktisch für Nachtaufnahmen.
Ungewohnt ist für mich derzeit noch, dass ich zwei Einstellräder habe: am hinteren wird die Blende im Av-Modus gewählt, am vorderen die Belichtungszeit im Tv-Modus. Das vordere ist auch für eine Belichtungskorrektur zuständig, für mich noch ungewohnt. Dafür bieten die Räder mehr Komfort bei Betrachten der Bilder. Am hinteren kann man ein Bild zoomen, mit dem vorderen zum nächsten Bild springen, ohne den Zoomfaktor und den Auschnitt zu ändern. Sehr schön durchdacht!
Ebenfalls sehr gut gefällt mir der Weißabgleich. Normalerweise macht man ein Foto und stellt dann fest "Mist, falsches Licht, total farbstichig". Bei der K10D ruft man wie gewohnt das Weißabgleich-Menü auf und sieht das letzte Bild, wie es sich durch den ausgwählten Lichtmodus ändert (s. Bild 4). Also kein mehrmaliges Herumprobieren mehr, weil man nicht weiß, ob die Leuchtstoffröhren nun vom Typ Tageslicht, Neutralweiß oder Warmweiß sind. Toll gemacht, Pentax!
Pentax hat ohnehin häufig benötigte Einstellungen aus dem Menü herausgenommen: über die Fn-Taste und die Cursor-Wippe erreicht man Weißabgleich, Empfindlichkeit, Blitz und Einzel/Serien/Timeraufnahmen. Neu ist eine Taste, mit der man von JPEG auf RAW+ (= RAW und JPEG gleichzeitig) umschalten kann. Diese Umschaltung gilt nur für das folgende Bild; eine gute Möglichkeit, wenn man in kritischen Situationen schnell beide Bildtypen haben will, aber keine Zeit hat, die Kamera vom Auge zu nehmen und das Menü aufzurufen.
Einschaltzeit und Auslöseverzögerung sind gering, wie man es von einer Spiegelreflex-Kamera erwartet. Messen kann ich diese Zeiten mit meinen Mitteln nicht, die Zeitschrift CHIP hat Daten darüber bereits veröffentlicht.
Das Display ist mit 2,5 " etwas größer geworden, aber nicht gut entspiegelt. Farben scheinen etwas gelbstichig zu sein, Grüntöne haben tatsäclich etwas mehr Blauanteil.
Insgesamt ist Pentax meiner Meinung nach ein guter Mittelweg gelungen: weder mehrfach verschachtelte Menüs, durch die man sich durchhangeln muss noch ein mit Tasten überfrachtetes Gehäuse.
Autofokus
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Der ist deutlich schneller geworden und funktioniert auch noch bei schwachem Licht, wo die bisherigen Pentax-Kameras aufgeben. Bei einem Licht, das bei ISO1600 für 0,3s und F2.0 reicht, habe ich eine Zeit von 2,5 s gemessen, wenn das Objektiv von der Naheinstellungsgrenze auf 2,5 m verstellt werden muss. Fotografieren wird man bei solcher Beleuchtung kaum - so unbeweglich sitzen keine Partygäste. Bei besserere Beleuchtung geht das Fokussieren natürlich wesentlich schneller, aber das kann ich mit meinen Möglichkeiten (Stoppuhr) nicht messen. In 2007 will Pentax eigenen Objektive mit Ultraschallmotor-Antrieb herausbringen, so dass eine weitere Verbeserung zu erwarten ist.
Datenspeicher
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Die K10D kann mit normalen SD-Karten arbeiten, auf eine 4GB-Karten passen ca. 860 JPEG-Aufnahmen in max. Auflösung, bei RAW+JPEG sind es ca. 170 Aufnahmen. Bis der Puffer voll ist - und das dauert bei JPEG mind. bis zur 22.ten Aufnahme - erreichen alle Karten eine Seriengeschwindigkeit von 3 Bilder/s gekommen. Die neuen SDHC-Karten halen die volle geschwindigkeit bis zur 44.ten Aufnahme. Neben dem eigenen RAW-Format kann die K10D auch das von Adobe definierte DNG-Format.
Verwacklungsschutz
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Pentax hat den Sensor in der K10D beweglich aufgehängt und so einen Verwacklungsschutz (Shake Reduction, SR) realisiert, man muss so etwas also nicht durch den Kauf von speziellen Objektiven jedesmal neu bezahlen! Damit das funktioniert, muss die Kamerasoftware die Brennweite des Objektives kennen. Bei modernen Exemplaren werden die Daten vom Objektiv geliefert, bei älteren kann man es im Menü einstellen. Schaltet man die Kamera mit einem alten Objektiv ein, so kommt diese Eisntellung sofort auf dem Display, man muss also nicht das Menü aufrufen. Pentax wohl nur die Brennweiten berücksichtigt, die sie selbst im Programm hatten, es fehlt z.B. 90 mm (Makros von Tokina). Dafür funktioniert dies auch mit Telekonvertern, da der Wert auch in die EXIF-Daten übernommen wird, hat man endlich die korrekte Brennweite dort eingetragen.
Der Verwacklungsschutz funktioniert sehr gut, ich habe mit einem 300 mm Tele bei 1/15 s fotografiert und das Bild ist einwandfrei. Ohne SR brauche ich dafür 5 bis 6 Versuche, die so entstehende Bilddatei ist aber immer noch etwas kleiner und hat damit weniger Details als das Bild mit SR. Normalerweise sollte man mit dem Kehrwert der Brennweite fotografieren, also 300 mm ---> 1/300s oder kürzer. Der SR bringt also max. 4 Blendenstufen. Der Verwacklungsschutz läßt sich NICHT in drei Stufen einstellen, wie Amazon in den technsichen Daten behauptet!
Reinigungsfunktion
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Durch eine Nanobeschichtung soll Staub weniger am Sensor haften können. Dies kann ich nicht bestätigen, bereits nach 2 Tagen hatte ich ein ziemlich großes Staubkorn am Sensor.
Stromversorgung
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Mit der K10D hat Pentax Abschied von handelsüblichen Mignonzellen genommen. Die Akkus sind aber baugleich mit den NP-400, so dass man Reserveakkus zu einem günstigeren Preis von anderen Herstellern kaufen kann. Das beigefügte Ladegerät hat einen Spannungsbereich von 100 bis 240 V, ist also auch für Reisen in die USA geeignet. Nur fehlt eine 12V-Buchse zum Anschluß im Auto. Auch ein als Zubehör erhältlicher Batteriegriff wird mit dem Akkutyp bestückt.
Fazit
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Pentax K10D - die perfekte Kamera? Nicht ganz, aber Pentax hat deutlich zugelegt. Ich hätte z.B. gern eine höhere Seriengeschwindigkeit. Ansosnten fehlen mir Kleinigkeiten wie z.B. die Möglichkeit alte Metzblitze im A-TTL-Modus zu betreiben. Und mit dem internen Blitz kann man keine P-TTL-Blitze im Remote-Modus ansteuern. Der schnellere Autofokus und der Verwackelungsschutz machen die Kamera für mich auf jedem Fall zu einem sinnvollen Kauf. Mal abwerten, ob in den nächsten Jahren eine K1D herasuskommt und was sie dann kann ...
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