Kundenmeinungen
Kein Blondinenwitz..., 13. Februar 2007
Nee, wirklich nicht. Denn wenn Frontfrau Kate Jackson und ihre Mädels (gut, zwei Jungs sind auch dabei) musizieren, dann bleibt keine Bein ruhig stehen und keine Hüfte ungeschüttelt. Die Gemischtkombo aus Sheffield präsentiert uns auf ihrem Debüt "Someone to drive you Home" astreinen Indie-Poprock... um genauer zu sein: Indie-Girl-Rock! Aber das ist ja keine Beleidigung, sondern mal ne Tatsache. Da wird keck und frech der Jugend gefrönt, über Männer abgelästert und einfach Power verbreitet, bei denen sich andere, meist aus Jungspunden bestehende Bands gleichen Genres gern mal die ein oder andere Scheibe abschneiden kann.
Und mal ehrlich: wer kann dem auch wiederstehen, wenn Kate gleich im ersten Song zu stampfenden Discobeats schreit "I just want to be a Sweetheart"? Danach folgen auf der Platte Hits auf Hits... Songs wie "Once and Never Again", "Giddy Stratospheres" oder "Swallo Tatoo" haben einfach eine dermaßen dreiste Eingängigkeit, das man nichts anderes machen kann, als nach kurzer Zeit einfach mitzuwippen und zu singen. Zwischendurch wird's auch mal ruhig bei "Heaven Help the New Girl". Texlich hat die Band einiges zu bieten. Zwar frech und keck, aber durchaus mit ernstem Unterton dazwischen. Passender kann Popmusik ja auch kaum klingen.
Und, okay, nehmen wir mal die Hand aufs Herz... das hier ist keine musikalische Revolution mit viel Tiefgang. Und der Spitzname "Franziska Ferdinand" kommt auch nicht von ungefähr. Aber auf der anderen Seite sind das einfach flotte Popsongs, gut gemacht, gut produziert. Also eine Girl-Power-Tanz-Platte für die Indiemädels. Aber das ist ja keine Abwertung. Da können selbst die Jungs ihre Hintern dazu schütteln...
Geniale Mischung, 30. Januar 2007
"Once and never again" war der Song, der neulich im Radio meine Aufmerksamkeit erregte. 60ies Musik im kontemporären Gewand dachte ich mir, das ist etwas für mich. Und so wurde ich auch vom Album nicht enttäuscht.
Während hier oftmals der Vergleich mit den Pretenders und Blondie angestrebt wird, erinnert mich Kates Stimme zum Teil an die frühe Gwen Stefani und stellenweise sogar an Shirley Manson ("In the company of women") von Garbage. Der seichte Punkeinschlag lässt die Lieder nicht im Popeinheitsbrei verschwinden. Bands wie "the Grates" und die "Yeah Yeah Yeahs" klingen für mich trotz einiger grandioser Singles insgesamt zu schräg - die Long Blondes treffen da mit ihren Hook-up Melodien genau ins Schwarze.
Mich würde es nicht wundern, wenn die 5 hier nicht zu wahren Trendsettern werden und wir demnächst noch mit vielen Nachzüglern in dieser neuen Definition des Britpop rechnen müssen!
Meine momentanen Top-Favoriten:
1. Once and never again (Gute Laune hoch 7, einfach nicht aus dem Kopf zu kriegen)
2. In the company of women (toller Sound, sehr gefühlvoll gesungen)
3. Heaven help the new girl (mid-tempo Ballade, lustig der textliche Bezug auf "once and never again")
Flotter Pop-Punk mit Stil!, 5. Januar 2007
Die fünf aus Sheffield präsentieren fröhlichen Punk-Pop mit Referenzen an Blondie und die Pretenders. Sehr erfrischend auch die coole Stimme von Sängerin Kate Jackson.
Das Ganze hebt sich schön von den ganzen Britrock Bands ab, die seit ein paar Jahren per Hype von der Insel auch hier rüberschwappen. Nicht nur, weil mal wieder drei Frauen am Mikro und den Instrumenten stehen. Weiter so!
Britischer-Indie-Pop vom Feinsten, 19. Dezember 2006
Lang nicht so ein tolles Album gehört,wie dieses!Sehr empfehlenswert für alle Indie und Brit-Pop Fans!!!
Klasse
Eingängigkeit + Komplexität = Suchtpotential, 27. November 2006
Gerade als ich mir darüber Gedanken machte, welcher Band dieses Jahr wohl das Album des Jahres gelungen ist (in der Auswahl waren BE YOUR OWN PET mit ihrem Punk-Manifest; THE FUTUREHEADS als meine Lieblingsband mit ihrem sehr guten zweiten Album; die DIRTY PRETTY THINGS mit dem "libertineskesten" Album seit "The Libertines"; MORRISSEY mit seinem Meisterstück oder die ARCTIC MONKEYS mit ihrem geniestreich von einem Debüt)bekomme ich die LONG BLONDES von einem Freund empfohlen. Und vom ersten Augenblick, da sich diese CD in den Player befand bin ich wie elektrisiert. Man könnte die LONG BLONDES folgendermaßen kurz charakterisieren: ganz wenig KAISER CHIEFS-"Refrain-Bombast"; etwas Gitarrenspiel von FRANZ FERDINAND, den DEAD 60`s und den LIBERTINES; noch mehr SUEDE-, PULP- und vor allemem ROXY MUSIC-Style und dazu ganz viel "LONG BLONDES-Gewürz" (sprich astreines, pop-punkiges Songwriting und die schönste weibliche Stimme seit Justine Frischmann von ELASTICA)- fertig ist mein "Lieblingsgericht-2006"-mmhhhhh. Und obwohl die meisten Songs "instant grower" sind (sprich: vom ersten Hören an fesseln) kann man auch nach dem x-ten Durchlauf immer noch etwas neues entdecken, so dass die Musik auch eine ausgesprochen lange "Haltbabarkeit" besitzt. Die Höhepunkte des Albums sind für mich "Giddy Stratosphere" mit seiner catchy Dead 60`s Gitarre, die wunderschöne Ballade "Heaven help the new girl" mit ihrem gigantischen Mittelteil, der vor Lässigkeit strotzende grower "Weekend without makeup" und vor allem mein "Song des Jahres 2006" "You could have both" - einfach himmlisch, nicht nur die Ofra Hazschen-"Engelsgesänge" ("Temple of love" von den Sisters Of Mercy läßt grüßen).
Und wie war nochmal die Überschrift über die Long Blondes-Kritik im neuen Musikexpress? Ah ja, "BLONDIFIZIERT"! ICH AUCH!!!
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