Kundenmeinungen
jack is back ... und wieder weg!, 3. September 2008
vorausschicken möchte ich, daß diese staffel die (bis jetzt) bei weitem spannendste ist - diesmal gibts so gut wie kein atemholen, zu lückenlos werden die absurdesten ereignisse aneinandergereiht.daß (zumindest zu anfang) kaum ein bekanntes gesicht auftaucht, tut der serie sehr gut. vor allem, daß man entschieden hat, jacks supernervige tochter diesmal komplett herauszuhalten!zu bekritteln (aber nachfolgendes rechtfertigt aufgrund des im wahrsten sinn des wortes mörderischen plots und der wieder mal meisterhaften darstellung sutherlands keinen punkteabzug) gibts von meiner seite die stellenweise extrem unlogischen verhaltenmuster einzelner personen und die botschaft des films, wonach der zweck so gut wie alle mittel nicht nur rechtfertigt, sondern auch ausdrücklich gutheißt! so wird denn auch ein präsident, der nicht sofort zu den extremsten mitteln greift, als weichei dargestellt und ein menschenrechtsanwalt als schmierige und aalglatte witzfigur. außerdem klinkt jack hier komplett aus, um sein ziel zu erreichen: er tötet, foltert, verübt raubüberfälle, verletzt exterritoriales gebiet und bricht so gut wie jedes relevante gesetz!wer aber (ohne ideologische hintergedanken und juristische, bzw. menschenrechtliche skrupel) einfach gute und spannende unterhaltung sucht, wird hier bestens bedient!!!
Beste Unterhaltung durch Guantanamo-TV, 5. August 2008
Man weiß wieder einmal nicht so richtig, was man von der vierten Staffel von "24" halten soll. Auf der positiven Seite steht, dass die Story wie immer super spannend ist (merkt man spätestens, wenn es schon halb zwei Uhr nachts ist und man sich sagt: Okay, dies ist jetzt aber wirklich die letzte Folge, de ich mir heute anschaue ....) und dass das Casting wieder einmal großartige Arbeit geleistet hat. Von der Dramaturgie her ist vieles viel besser gelungen als speziell bei der sehr durchwachsenen dritten Staffel, bei der man sich in überflüssigen und schlecht motivierten Nebenhandlungen verlor, die plötzlich irgendwo im Nichts verschwanden. Statt eines "Vormittagsabenteuers" und einer Hauptgeschichte bekommt der Zuschauer vier etwa gleichrangige Handlungen geboten, die locker, aber recht gelungen miteinander verbunden sind. Damit Hand in Hand geht übrigens ein in ungewöhnlich hoher Frequenz stattfindender Austausch der Charaktere, wodurch sich immer wieder interessante dramaturgische Wendungen ergeben (z.B. durch den Wechsel von Präsident Keeler zu Präsident Logan). Leider geht das hohe Erzähltempo auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Mit "Echtzeit" (immerhin der Grundidee der ganzen Show) hat die Sendung nichts mehr tun - Fahrten von A nach B dauern grundsätzlich nicht länger als dreieinhalb Minuten, und komplexe Verschlüsselungsalgorithmen werden in atemberaubendem Tempo geknackt. Andere grundsätzliche, teilweise auch dem TV-Format geschuldete Schwächen hat die Staffel von ihren Vorgängern übernommen: Terroristen, von denen zu Beginn noch kein Geheimdienst je etwas gehört hat, verfügen plötzlich über grenzenlose Mengen an Mensch und Material und kennen z.B. sogar die Frequenz des geheimen Peilsenders, der im Atomkoffer des US-Präsidenten versteckt ist. Nur gut, dass sich CTU mit einer Tastenkombination wahrscheinlich auch auf der Armbanduhr meiner Oma einhacken könnte. Ein Hoch auf den Patriot Act.Wenn man sieht, wie hervorragend die Mitglieder der CTU-Familie ausgearbeitet sind, dann wundert man sich, wie klischeehaft eindimensionl die "Bösen" handeln (wie z.B. der arabischstämmige Vater, der plötzlich ganz scharf darauf ist, seinen eigenen Sohn zu erschießen). Leider liegt das nicht nur daran, dass man für TV-Sendungen die Verhältnisse nun mal etwas klarer getrennt als im Kino darstellen müsste. Es liegt eben auch daran, dass der für seine erzreaktionäre Haltung berüchtigte Fox-Kanal und die zugehörige Murdoch-Presse seinerzeit zu den tollwütigsten Verfechtern des Irak-Krieges gehörten und bis heute gehören; ganz offenbar soll die fehlende Legitimation für diesen Krieg durch mittelalterlich anmutende Rachepropaganda übertüncht werden. Wenn seriös wirkende Anzugträger wie Dennis Haysbert (Ex-Präsident Palmer) mit verantwortungsvoller Miene anmahnen, "Lassen Sie unsere Leute ihre Arbeit machen", dann heißt das im Klartext: In Zeiten des Terrors ist Foltern erste Bürgerpflicht. Keiner wird verschont, weder Arbeitskollegen noch Minderjährige und noch nicht einmal die eigenen Kinder. Alles scheinbar gerechtfertigt durch herbeikonstruierte Dilemmas und den angeblichen Zeitdruck. Dagegen zu protestieren wagen höchstens degenerierte Schwule (wie der Sohn des Verteidigungsministers) oder hysterische Waschlappen (wie der Vizepräsident). Am ehesten verkörpert noch Jack Bauers Freundin Audrey Raines das edle und idealistische Amerika, aber letztlich tritt auch sie beiseite und lässt ihn tun, was ein wahrer Mann (angeblich) tun muss. Zwar verzichtet die vierte Staffel auf den voyeuristischen Sadismus anderer Folgen (z.B. Hinrichtung von Ryan Chapelle in Staffel 3), dafür wirkt die Story streckenweise wie ein Rechtfertigungsvideo für Guantanamo-Wärter.Man traut seinen Augen kaum und erahnt spätestens jetzt die politische Intention des Senders, als in einer Folge plötzlich ein Anwalt in der CTU-Zentrale aufmarschiert und die Freisetzung eines Terroristen fordert. Dieser Anwalt arbeitet für "Amnesty Global" (womit natürlich "Amnesty International" gemeint ist) und erinnert im Habitus eher an einen zugekifften Gebrauchtwagenhändler. Eine Menschenrechtsorganisation, die als schmieriger Handlanger der Unterwelt diffamiert wird - so weit ist es mit Teilen Amerikas also gekommen. Spätere Generationen werden sich für die Szene hoffentlich in Grund und Boden schämen.Noch einmal, filmisch gesehen ist "24" für eine TV-Serie von hoher, ja von überragender Qualität - deswegen gebe ich auch immerhin drei Sterne. Politisch gesehen kann ich aber nur so viel sagen: wäre dieselbe Serie in China oder im Iran produziert und ausgestrahlt worden, hätten sich jene reaktionären Kreise in den USA am lautesten darüber echauffiert, die es der eigenen Bevölkerung als Zeichen von patriotischem Geist verkaufen. Wenn zwei dasselbe tun, ist es eben offenbar noch lange nicht dasselbe.
Best of Four!, 9. Juli 2008
Die erste Staffel war unheimlich innovativ, die zweite unglaublich brutal, die dritte mit ungeheuren Extremen. Doch Staffel vier ist die bis dahin beste! Natürlich kann man wieder viel kritisieren. Nicht alles mutet realistisch an, manche Kniffe sind zu unglaubwürdig und oft fehlen Tiefe und Hintergrund. Doch zum ersten Mal bemühen sich die Macher, die typische 24-Moral von verschiedenen Seiten her zu beleuchten, mal andere Perspektiven mit hineinzunehmen. Charaktere bekommen mehr Menschlichkeit, mehr Verstand, dürfen aber auch Schwächen haben. Geschickt wird zudem neues Personal eingeführt und an überraschender Stelle altes wieder reaktiviert! Das, was die Serie besonders auszueichnet, kommt auch hier wieder zum Tragen: Tempo, Tempo, Tempo und irrsinnige Spannung! Man möchte am liebsten alle Folgen in einem Rutsch durchsehen! Deshalb ist der Konsum unbedingt empfehlenswert!!! Allerdings wirklich nur Personen über 16 Jahre mit gefestigten Moralvorstellungen und Respekt vor zivilisierten, an der Menschlichkeit orientierten Handlungen! Denn bestimmte Botschaften, in dieser Staffel besonders raffineirt eingekleidet sind ein wunderbares Spiegelbild der heutigen Zeit, die es immer wieder neu zu hinterfragen gilt!
Story top, Charaktere top! Es wird immer besser!, 20. April 2008
Nach dem Ende der sensationellen dritten Staffel hatte ich erst mal gar keine Lust auf die vierte. Zu groß erschien mir das Risiko, dass das Niveau nicht gehalten werden kann und es zu Enttäuschungen kommt. Natürlich habe ich mir die Staffel doch angeschaut und fühlte gleich zu Anfang schon meine negativen Gefühle bestätigt. Jack ist nicht mehr bei der CTU und auch sonst hat sich seit Staffel 3 einiges getan. Aber glücklicherweise reißt einen die 24-Action sofort mit und man taucht wieder ein in die Welt des Jack Bauer - diesmal eine Welt, die noch dramatischer und glaubhafter ist als alle Vorgängerstaffeln. Als 24-Fan wird man im Verlauf der Staffel auch erleichtert sein, dass liebgewonnene Charaktere nach und nach wieder auftauchen und ihren Platz in der Story einnehmen.Obwohl es wiedermal darum geht, eine von Terroristen geplante Nuklearkatastrophe abzuwenden, bietet Staffel 4 eine neue Geschichte, die meiner Meinung nach die Story der Staffel 3 nicht überbieten kann, aber das Niveau hält. Die Charakterzeichnung der bekannten Figuren allerdings entwickelt sich auch in dieser Staffel weiter, was das Filmerlebnis nochmals steigert!
Die Beste !, 5. März 2008
Es ist viel gesagt, ich mache es kurz: Staffel 4 ist die Beste! Die Staffeln 1 bis 5 habe ich gesehen, alle sind genial. Man kann es nicht anders sagen. Die Vierte toppt alles, das Ende ist unglaublich und wie immer so überraschend, dass man es selbst 5 Minuten vorher noch nicht erahnen kann. 24 ist ein Muss!
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