Kundenmeinungen
Er darf das, 26. Dezember 2007
Wer wie James Taylor mit seinen Songs und seiner unverwechselbar warmen und unpathetischen Art zu singen ohnehin auf jeder seiner Platten und CDs für positive Stimmung und sowas wie Gelassenheit beim Zuhörer (jedenfalls bei mir) sorgt, der darf auch mal eine Weihnachts-CD aufnehmen. Die gute Mischung aus Schmalzjazz und Folk ist das, was zum Fest in jeden Haushalt gehört. Peace!
Finally: The Christmas Album, 10. Dezember 2007
Wirklich, dieses Album macht mir Spaß, besonders, weil James' geliebte Stimme mit einigen mittlerweile entzauberten, weil verheizten Weihnachtsliedern versöhnt. Ihn diese Stücke singen zu hören, ist erholsam und irgendwie tröstlich, auch wenn die Interpretationen ungewohnt easy-listening-gewandet daherkommen (seine Variante von "Jingle Bells" - so originell sie zunächst auch anmutet - braucht in Wirklichkeit kein Mensch; sehr schön dagegen: Joni Mitchells "River"). Die Produktion der Songs mutet für ein JT-Album untypisch glatt und sauber - fast möchte ich sagen: modern an. Mir persönlich fehlt insgesamt ein bißchen die Tiefe, aber wer sich daran nicht stört, bekommt ein tolles, unanstrengendes Weihnachtsalbum.
Ein Geschenk schon zur Vorweihnachtszeit, 30. Dezember 2006
Oh mein Gott! Wer hat 2006 nicht alles versucht, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen! Twisted Sister, Billy Idol, ja sogar Heidi Klum... Die Betonung liegt dabei allerdings auf "versucht", denn alle sind sie kläglich gescheitert und haben sich bestenfalls lächerlich gemacht. Doch da war noch eine Neuerscheinung inmitten all jener Lachnummern: James Taylor himself, Mr. "You've Got A Friend", "Fire And Rain" und "Sweet Baby James", fünffacher Grammy-Gewinner, Angehöriger der "Rock'n'Roll Hall of Fame" und seines Zeichens wohl größter Singer and Songwriter aller Zeiten hat ein Weihnachtsalbum herausgebracht, das sehr viel leiser und unauffälliger daherkommt als die Machwerke der drei oben genannten (Möchtegern-)Künstler und sie doch alle um Längen schlägt.
Auf der CD finden sich Interpretationen bekannterer und unbekannterer Weihnachtslieder, mitunter sogar von passenden Eigenkompositionen ("River"), die musikalisch die ganze Bandbreite des Taylorschen Könnens abdecken. Jedes Lied kann dabei mit Charakter und Eigenständigkeit aufwarten, die jenseits der typischen epigonalen Verwurstungen von Rock-/Pop-Christmas liegen, wie es sie in 1000 Versionen gibt.
Da wird gejazzt, geswingt, geshuffelt, der Gesang schon mal auf die Gegenachtel gelegt, und neben Singer/Songwriter-typischen Elementen wird es zwischendurch auch richtig feierlich ("Who Comes This Night"), alles getragen von James vielseitiger Stimme und seinem Gitarrenspiel. Perfekt um sich an einem vorweihnachtlichen Abend ein paar Kerzen anzuzünden, sich in den Sessel zurückzulehnen, am Glühwein zu nippen und auf etwas Schnee zu hoffen.
Auch abseits der Musik, vom Cover Artwork bis hin zur persönlichen Note an die Fans im Inlay, das auch alle Texte enthält, stimmt hier einfach alles. Vielen Dank für dieses Geschenk, James! 5 Weihnachtssterne!
James Taylor. Weihnachten mit Seele., 14. Dezember 2006
Wer Weihnachtsmusik ohne Kitsch, sondern stattdessen mit Seele und großartigen Musikern, sucht, hat bei James Taylor at Christmas gefunden.
Mit den Jahren wird man ja angeblich ruhiger und besinnlicher, die amerikanische Songwriterlegende interpretiert mit seiner wohltuenden, tuschelnden Erzählerstimme alte bekannte Klassiker, mal akkustisch gepickt an der Gitarre, doch meistens begleitet vom ERSTKLASSIKEN Jazzpianisten und Filmkomponisten David Grusin, und je nach Stimmung mit Kontrabass, Besen-tuschenden Schlagzeug und sinnierenden Streichern verziert. Mit letzerem hat Taylor auch die Songs arrangiert und ausgearbeitet, um sie so umzusetzen wie es ihm "schon lange im Kopf rumschwierte", wie man im Booklet.
In Amerika ein Topstar, bei uns in Deutschland leider nur auf dem Nebengleis.
Eine qualitative, jazzig-angehauchte, stille Weihnachts-CD.
Kitsch als Wohlklang.
Jetzt muss nur noch der starre, stille Abend kommen.
Thumbs up. Gelungen.
Ein lieber Freund als Weihnachtsgast, 12. Dezember 2006
Wenn man bereits viele Jahre die Arbeit von James Taylor verfolgt und mit seiner Musik sehr vertraut ist, wird einem die Stimme dieses Mannes immer das Gefühl des Vertrauten vermitteln. Wenn James singt, wird einem warm, man fühlt sich wohl. Das sind natürlich gute Voraussetzungen für die Veröffentlichung eines Weihnachtsalbums, geht es doch gerade hier um das Gefühl des Geborgenen.
Und so hat sich auch bei mir in erster Linie Freude ausgebreitet beim Hören dieses Albums, selbst wenn man viele Lieder kennt und keine besonderen Überraschungen erwartet werden können. Die meisten der Songs kennt man als Standards des American Xmas-Songbooks. Allerdings sind auch einige wenige Songs dabei, die Abwechslung bringen, so "Some Children See Him", "Who Comes This Night", "In The Bleak Midwinter". Sehr schön das Duet "baby it's cold outside" und "Santa Claus Is Coming To Town", die beide beschwingt daherkommen. Ansonsten das meiste getragen und gediegen und so nach meinem Geschmack passend für die rechte Weihnachtsstimmung.
Wer James Taylor mag kann sich freuen, den alten Haudegen nun auch im trauten Kreise unterm Weihnachtsbaum begrüßen zu dürfen. Wer ihn noch nicht kennt, sollte sich von der Ruhe des Albums mitnehmen lassen und so vielleicht ein neuer Taylor-Freund werden...
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