Kundenmeinungen
Geniale Musik von Baumann und den Bananafishbones , 9. April 2007
Passend zum "Unsterblichen Film" wurde hier "unsterbliche Musik" geschaffen, zeitlos schön. Was die wenigsten wissen: nicht nur Gerd Baumann zeichnet hier verantwortlich, sondern wie man dem Booklet und den Songs entnehmen kann, zu einem Grossteil auch Sebastian Horn, Peter Horn und Florian Rein, die drei Vollblutmusiker, vielen besser bekannt als "Bananafishbones". Sie machen nicht nur unter ihrem Bandnamen Musik, sondern schufen in den letzten Jahren grossartige Filmmusiken, u.a. zu "Wilde Kerle" und "Open Water 2". Aber der Soundtrack zu "Wer früher stirbt, ist länger tot" übertrifft alles. Musik, die den Film kongenial untermalt und all das widerspiegelt, was der Film behandelt: Freude, Trauer, Bizarres, Mystisches, Komisches, Romantisches, ein Mix aus allen Genres, wie das Leben eben. "Something's Rising" und "Nowhere To Be Found", bei denen der Bananafishbones-Gitarrist Peter Horn singt, sind meine Favoriten, aber auch alle anderen Songs sind zeitlos schön. Aus einem Guss, abwechslungsreich, aussergewöhnlich, andersartig. Anhören und schweben ! Klasse!*****
Fandango bavarese, oder: Stubenmusi goes Independent, 13. November 2006
Hier geht es nicht um den zum Schreien komischen Film "Wer früher stirbt, ist länger tot", sondern um den kongenialen Soundtrack von Gerd Baumann und seiner Band. Wer den Film kennt, dem ist sicher auch die Filmmusik aufgefallen, die einem mehr als einmal den Gedanken "Haindling Goes Tom Waits" nahelegt... Kinomuffeln und allen, die den Film nicht kennen, sei's gleich gesagt: Diese CD besticht auch für sich genommen.
Der Film spielt im heutigen Oberbayern und lebt von skurrilen bis absurden Szenen, die auf allerskurrilste und doch völlig logische Weise zusammenhängen... Und die Musik spiegelt sie kongenial wider, diese bairische Spielart des magischen Voralpen-Realismus. Die Filmmusik stört nicht durch Effekthascherei, sondern sie ist integraler Bestandteil des Films. Und was für ein Bestandteil! -- Eine facettenreiche Musik, teilweise (englisch) gesungen, teilweise instrumental; die durchaus bodenständig, aber beileibe kein Humtata ist, sondern all die Stimmungen des Films widerspiegelt und in bester Independent-Manier die aberwitzigen Szenenwechsel kongenial aufgreift -- vom sanften "Out of His Mind II" bis zum wahrlich apokalyptischen Bläser-Volldampf im "Jüngsten Gericht". Am stärksten ist der Soundtrack, wenn die Post abgeht -- aber auch die ruhigeren Nummern mag man öfter als einmal hören.
J.J. Cale und Tom Waits lassen hier grüßen, und zwar mehr als nur einmal: Gleich der erste Track, "Something's Rising", weist die Richtung, und Nummern wie z.B. "Clay Pigeons in the Rain"oder "Sieben Leben" nehmen diese Steilvorlage auf. Ganz einfach genial ist z.B. "Sieben Leben", ein Fast-Tuba-Solo (!) mit schwerem Tom-Waits-Touch. Dass einen das an Haindling erinnert, ist kein Manko, sondern ein Pluspunkt: Gerd Baumann ist kein Plagiator, sondern ein enorm kreativer, musikalischer Feuerkopf. Und gar erst "Das Jüngste Gericht"! Wieder dominiert die Tuba in der musikalischen Untermalung des Jüngsten Gerichts, wie es der elfjährige Protagonist des Films in einem abgedrehten Alptraum erlebt: Ein verhaltener Beginn, der immer atemloser an Tempo zulegt, bis einem am Ende die genial schräge Schlusskadenz frohlocken lässt, dass man nicht katholisch ist. So ein Jüngstes Gericht hör ich nur zu gern... Ein Meisterwerk!
Es gibt aber noch andere, ruhigere Töne: Ruhige Folk-Nummern à la Tom Waits (schon wieder!) mit nicht allzu bayrischer Instrumentierung (NB: Welche andere Band kann schon mit Tuba UND Sithar aufwarten?), augenzwinkernd zitierte Psychodelic-Musik der frühen 70er (Der "Wunsch ins Universum" rausch aber auch mit sowas von Karacho in die unendlichen Weiten!) federleichter Folk (z.B. in "Sophies Thema" oder "Out of His Mind"), lockerer Pop (welchen Gassenhauer zitieren die nur in "Nowhere to Be Found"? Ich komm nicht drauf, aber das Stück ist klasse), musikalische Hommagen ans Vaudeville...
Und dann sind auch noch die drei schärfsten Film-Zitate vom Sebastian an Bord, incl. seinen unsittlichen Antrag an die Lehrerin, und natürlich seine Gespenstergeschichte über den Danninger Weiher... Vorsicht, norddeutsche Leser: Audio-CDs haben keine Untertitel. Aber ich schätze, das mehrmalige Hören macht auch dann Spaß, wenn man dem Text erst nach und nach auf die Schliche kommt, denn der Vortrag ist wahrhaft gespenstisch...
Und dann das absolute Highlight dieser durchhängerlosen Filmmusik: "Big-A-Dog Big-A-Bite" -- eine famose Kombination aus Independent und Fandango bavarese... besser geht's nicht.
Mindestens so genial, wie der Film selbst!, 26. August 2006
Endlich wieder eine bayerische Komödie mit Pfiff und dazu der mehr als gelungene Soundtrack von Gerd Baumann, welcher zusammen mit den Mitgliedern der "Banana Fishbones" aus Bad Tölz eingespielt wurde.
Auch wenn die Titel teilweise klingen wie aus "Pulp Fiction" oder "From dusk 'til dawn" ist alles neu komponiert, produziert und mehr als hörenswert!
Mit dazu kommen drei der besten Szenen als Original-Mitschnitte von Sebastian aus dem Film.
Wer also den Film gesehen hat sollte darauf nicht verzichten.
super musik zum genialen film!, 19. August 2006
hab "wer früher stirbt ist länger tot" mittlerweile schon zweimal gesehen. der film ist superlustig, mit viel liebe zum detail erzählt und einfach empfehlenswert. die von gerd baumann komplett (!) dafür komponierte musik geht einem sofort ins ohr, ist abwechslungsreich und trotzdem ist ein "roter faden" zu erkennen. ca. die hälfte der lieder sind mit gesang, die anderen instrumental (aber nicht minder gut). das highlight des soundtracks sind die drei originalzitate aus dem film auf bayerisch! für filmfans sehr empfehlenswert. und dem rest gefällts hoffentlich auch!!
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