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Touchstone: Das Leben der Anderen

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Das Leben der Anderen

mit Martina Gedeck Ulrich Mühe Sebastian Koch

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

Touchstone

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Beschreibung

Gleich siebenmal wurde Das Leben der Anderen beim Deutschen Filmpreis 2006 ausgezeichnet - unter anderem für den besten Film, den besten Regisseur, das beste Drehbuch sowie den besten Haupt- und Nebendarsteller. Eine mehr als beachtliche Leistung für einen Debütfilm, der sich über all seine wohlverdienten Preise hinaus auch einen bedeutsamen Platz in der Geschichte des deutschen Kinos sicherte. Denn mit seinem Erstlingswerk setzte Regisseur und Autor Florian Henckel von Donnersmarck der bis dato von verklärend-verharmlosender Ostalgie á la Goodbye, Lenin geprägten filmischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein nachhaltiges Ende.

Gänzlich ohne ironischen Spreewaldgurken-Charme fängt Das Leben der Anderen den erdrückenden Überwachungsalltag im real existierenden Sozialismus ein und zeichnet ein ebenso realistisches wie erschütterndes Bild über die Methoden der Macht und die Ohnmacht der Betroffenen. Meisterhaft erzählt der Film die Geschichte von Stasi-Offizier Gerd Wiesler (Ulrich Mühe), der mit der Observierung eines Künstlerpaares beauftragt wird und durch die unbemerkte Teilhabe an ihrem Leben still und langsam von seinem Ideologie-Glauben abfällt - und sich damit selbst in Gefahr bringt. Kongenial macht von Donnersmarck über das Schicksal der Einzelnen die Funktionsweise des gesamten Systems deutlich, verpackt in ein hochklassiges, packendes und von brillanten Darstellern getragenes Drama, das nicht nur national, sondern auch international zu den besten Filmen seines Jahrgangs zählte. -- Frank-Michael Helmke





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  sehr empfehlenswert +++++, 1. Februar 2008

dieser film gehört zu jenen filmen die man im kopf behält,
an die man sich erinnert.
"das leben der anderen" hebt sich ganz klar ab. ein wunderbarer film mit exzellenten schauspielern -
menschlich, sensibel und ruhig. schön und trauig - er zeigt es gibt sie doch diese gutmenschen
sie können überall sein, sogar in einem (bis dato) erfolgreichen mitglied der stasi.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  unglaubwürdig, 20. Januar 2008

Ich denke der Film gibt gut die Stimmung in der DDR wieder. Er zeigt sehr plakativ das Abhängigkeitsverhältnis von Leuten, die was tun wollten (hier die KünsterInnen) zu den führenden Genossen. Das System war an vielen Stellen düster, bedrückend und so "lächerlich" kleinlich. Ganz ausgezeichnet fand ich u.a., eine kleine Szene in der Teile des Abhörprotokolls des Stasi-Obergefreiten gezeigt wurde, der sich selber als definitiv nicht-intellektuell erklärte. Auch in den realen Stasi-Protokollen liest man z.T. naive bis kindhafte Sätze. Diese Leute wären wirklich lächerlich gewesen, wenn sie nicht bei der Stasi gearbeitet hätten. Lob wurde schon viel geäußert, ich kann mich dem meisten anschließen. Nunja und der Oskar spricht für sich. Alle Figuren des Films fand ich sehr glaubwürdig. Bis auf die Hauptperson und das macht den Film für mich zu einem schlechten Film.

Hauptmann der Staatssicherheit Wiesner wird in den ersten Szenen als ein gefühlloser Folterer dargestellt, der aus einem Gefangenen durch Schlafentzug eine Geständnis heraus holt. Er lehrt sogar Verhörtechniken. Der Mann ist eiskalt.

Doch was passiert? Der Eisblock schmilzt innerhalb weniger Szenen wie auf einer Herdplatte. Im Film genügen einige Tage Belauschens der anfangs sehr warmen und romantischen Beziehung der beiden Abgehörten, um aus Wiesner einen Gefühlsmenschen zu machen. Er stielt ein Brechtbuch und seine Weltsicht wandelt sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Geradezu rührend lauscht er der Klaviermusik und innerhalb kürzester Zeit der schützende Engel geworden.

Ich kritisiere nicht die schauspielerische Leistung. Die war grandios. Ich kritisiere die literarische Figur Wiesner. Für mich ist die Wandlung, die dieser Mensch ducrhmacht völlig unglaubwürdig. Ich kann mir in keiner Form vorstellen, dass ein Mann, der eine solche Position bekleidet hat, der so verhört wie es dargestellt war, der so eiskalt seinen Dienst erfüllt, sehr plötzlich innerhalb kürzester Zeit zu einem solchen selbslosen Heiligen wird. Das ist nicht glaubwürdig. Wo war die Sollbruchstelle in diesem Menschen? Was war der Auslöser des Ganzen? Was war die Motivation und warum hat er sich entschlossen, es so zu tun wie er es tat? Das wird nicht klar. Der Mann war Hauptmann der Stasi und kein Schöngeist! Er hatte offenbar mehr als einen auf dem Gewissen. Was brachte ihn dazu, sein Leben zu ändern und aufs Spiel zu setzen? Der Film hat mir darauf keine Antwort gegeben.

Dieser Film ist ein Märchen. Es zeigt wie schön es gewesen wäre, wenn aus hochrangigen Spitzeln Leute mit Zivilcourage geworden wären. Vielleicht kann man das verallgemeinern: Wie schön wäre es, wenn aus Unterdrückern plötzlich empfindsame Menschen werden.

Wäre dieser Film Mitte der 1980er gelaufen - er wäre ein Signal in den Osten gewesen. Doch was soll er jetzt? Er zeigt eine Geschichte die realistisch aussieht und in vielen teilen realistisch ist. In dem zentralen Punkt aber der Film nur höchst unzutreffend, wenn man böswillig rangeht, könnte man meinen, er verfälscht.

Es ist ein anrührender und schöner Film. Es ist kein historischer Film und er ist nicht glaubhaft. Ich fürchte aber, das wollte er sein - deshalb finde ich ihn nicht gut.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  wirklich guter Film!, 11. Januar 2008

Der Inhalt ist schon genug rezensiert worden. Ich als "Ösi" konnte wirklich entspannt an das Thema Stasi und DDR herangehen. Die hier gezeichneten Alltagsbilder sind für mich mehr als gelungen. und teilweise finden sich Szenen wieder, die mein Freund aus Dresden öfter zum Besten gibt. Die Kritik, viele Schauspiele sprechen zu wenig "korrekt" finde ich gerade positiv im Sinne von mehr Authentizität.
Die Schlüsselszene für mich ist, als die schuaspielerin CMS meint: "Sie wissen, wie ich wirklich bin?" und Mühe meint:"er sitze ja im Publikum!" Sehr gut, als Abhörer!
Ein sehr guter deutscher Film den ich bedenkenlos jedem empfehlen kann, muß ja nicht immer Alles aus Amerika kommen :-D


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Anspruch und Schmonzette zugleich, 8. Januar 2008

Braucht man diesen Film ? Eindeutig Jein. Ja, weil vor allem Ulrich Mühe und andere Schauspieler fantastisch bis zur totalen Glaubhaftigkeit in diesem Film ihre Rollenspielen. Ja, weil tatsächlich der Regisseur Details gründlich recherchiert hat.
So gab es diesen Witz mit der Sonne und wurde die Selbstmordstatistik abgeschafft und andere Dinge (u.a. eingestreute Hintergrundmusik von Frank Schöbel und andere)
Was macht den Film schlecht, sogar unmöglich ? Das Leben der DDR wird als recht trostlos dargestellt und mit unterdrückten Künstlern. Dabei ist gerade die Karriere des Künstlers Ulrich Mühe, der auch ein Berufsvisum für die BRD besass, der beste Beweis für das Gegenteil. Stefan Heym durfte seine systemkritischen Bücher in allen Ländern verlegen,
Manfred Krug durfte mit all seinen Oldtimern freiwillig das Land verlassen wie Armin-Mueller Stahl. Letzterer machte noch Hollywood-Karriere. Auch wenn Wolf Biermann die Einreisegenehmigung in die DDR verweigert wurde. Im Endeffekt landete kein Künstler in Hohenschönhausen. Das kommt aus dem Film nicht heraus.
Das werden nachfolgende Generationen, die diesen Film sehen, nicht glauben. Zu gut und zu überzeugend ist die schauspielerische Leistung und deshalb sollte man den Film sich mindestens einmal ansehen. Ulrich Mühe spielte schon besseres. Erwähnt sei hier
sein letzter Film "Mein Führer - die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler".


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Geschichtsfälschung, 4. Januar 2008

Das "Leben der Anderen" ist ein Beispiel, wie ohne Bedenken Täter zu Opfern stilisiert werden, um an der Kasse Erfolg zu machen.
Ohne Zweifel sind die schauspielerischen Leistungen großartig, nur übertroffen vom Marketing des Verleihers. Das wundert mich allerdings sehr, da die politische Positionierung der Walt Disney Tochter "Buena Vista" doch eine ganz andere sein sollte!?
Der Film ist gut gemacht und unterhaltsam. Kein Zweifel. Aber ....




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