Kundenmeinungen
Schön schnulzig, 13. April 2007
Ja sie sind schon ganz schön schnulzig, die Herren aus Mexiko. Nichstdestotrotz geht dieses Album ans Herz, auch wenn man sonst komplett sonnenuntergangromantikresistent ist. Sie können nämlich auch noch rocken, die Männer von Mana und die Songs sind wirklich gut.Caramba!
Lange erwartet, sehr gut - aber nichts neues, 25. August 2006
Von einer Band, die lange nichts von sich hat hören lassen, erwartet man automatisch etwas neues, überraschendes, stilbrechendes. Ein wirklich neuer Stil ist aber auf der neuen CD von Maná nicht zu hören - warum auch, eigentlich freut man sich ja auch, nach langer Abstinenz den gewohnten Sound zu hören. Ist ein bißchen, als ob man Samstags in der Fußgängerzone einen lange nicht gesehenen Freund trifft, der sich über die Jahre ausnahmsweise nicht zu einem bierbäuchigen Zombie entwickelt hat. Doch zurück zu Maná: es dreht sich wie immer viel um corazón, labios, verlassenwerden und so weiter - merke: der Latino an sich leidet an der Liebe, immer, auch wenn er ein Rocker ist. Auch wenn sich bei dieser CD etwas mehr Latin-Rhythmen eingeschlichen haben, kauft man es der Band fast ab, dass sie alle diese melancholischen Geschichten wirklich selbst erlebt haben... da kann sich dieser Schmachtlappen Marquess, oder wie der heißt, 'n Scheibchen abschneiden. Ist das überhaupt ein echter Latino oder bloß wieder so'n sixpackiger Bohlen-Clon? Auf jeden Fall: "Labios compartidos" wäre ein echte Tip für nen Sommerhit, wenn der Sommer nicht schon vorbei wäre...
Lieben heißt kämpfen, 18. August 2006
"Lieben heißt kämpfen", oder auch "Amar Es Combatir". So heißt das neue Album der mexikanischen Band Maná, die der zweitwichtigste Exportschlager Lateinamerikas nach Shakira sind. Hierzulande sind sie sehr bekannt durch das Lied "Corazon Espinado", welches sie zusammen mit Santana aufgenommen haben.Aber die Band beweist mit ihrem neuen Album, dass sie auch ohne Santana sehr gute Musik machen. So befindet sich auf ihrem Album durchweg gelungene Rockmusik mit eingängigen Melodien und E-Gitarren-Soli die ein wenig an Altmeister, wie zum Beispiel Eric Clapton, erinnern.Das Album fängt mit dem Lied "Manda Una Senal" an. Das Lied zeichnet sich durch den sehr straight gespielten 4/4-Takt aus. Auch der Gesang ist schön eingängig und steigert sich zum Refrain. Ein sehr schönes E-Gitarren-Solo fehlt im Höhepunkt dieses Lied nicht.Auch "Labios Compartidos" geht in die Richtung von "Manda Una Senal". Gerade in diesem Lied ist neben dem guten Gesang, der übrigens in mehreren Spuren aufgenommen ein noch schöneres Klangbild entwickelt, als ohnehin schon da ist, auch wieder das ruhige E-Gitarrenriff im Background des Liedes prägend."Ojalá Pudiera Borrarte" ist sehr poppig und überzeugt durch seine Ruhe, welche dennoch ein inneres "Feuer" hat, was der Hörer erstmal selbst heraus hören muss."Arráncame El Corazón" ist dagegen härter und rockiger geraten. Was nicht heißt, dass hier geschrieen wird. Die E-Gitarre kommt progressiver heraus als in den bisherigen Stücken und ist verzerrt. Auch das E-Gitarren-Solo ist schnell, rockig, lauter und vor allem verzerrt.Ruhiger geht es dagegen wieder in "Tengo Muchas Alas" zu und wird durch eine E-Gitarre und eine akkustische Gitarre begleitet, was den Sound extrem stark macht. Auch der Backgroundgesang stimmt, der den Gegenpart zum Leadsänger ausmacht."Dime Luna" verbreitet Sonne. Es ist sehr reggaemäßig angehaucht, was vor allem die Off-Beats die Gitarre und der komplexe Basslauf zeigen, sowie die eingesetzten Instrumente. Auch der eingesetzte Wah-Effekt auf der Gitarre erinnert an die Interpretation Eric Claptons von "I Shot The Sheriff". Ausgezeichnet wird das Lied durch ein kurze Mundharmonikasolo im Mittelteil des Liedes.Rein auf Akkustik-Gitarre beginnt "Bendita Tu Luz" und läutet damit ein eher ruhiges Lied ein. Später kommen noch eine Basslinie und eine Schlagzeuglinie hinzu. Das Lied klingt schon fast wie ein langsamer Bossa."Tu Me Salvaste" überzeugt genauso wie "Arráncame El Corazón" mit sehr rockigen Elementen. Es ist schnell und sorgt für extreme Sommerstimmung, was nicht zuletzt an den sehr schönen Melodien im Gesang liegt. Auch hier kommt wieder ein schönes rockiges E-Gitarren-Solo drin vor.Rockig weiter geht es mit "Combatiente", welches sich nahtlos an "Tu Me Salvaste" anschließt.Mit einem sehr schönen rockigen Riff ist auch "El Viaje (Dub)" gesegnet, welches auch durch mehrere E-Gitarren-Solo erweitert ist. Hier werden sogar Effekte, wie von den Red Hot Chili Peppers persönlich geschrieben, eingesetzt (und John Frusciante ist ja, wie ihr wisst, in meiner persönlichen Gitarristen-Top-Ten).Bossamäßig und sonnig ist "El Rey Tiburón". Typisch spanisch/mexikanisch. Hier fließen klassische Elemente mit modernen Elementen zusammen. Das Lied klingt nach Shakira. Ist ja auch klar, sie macht ja auch sehr lateinamerikanisch angehauchte Musik.Reggae-Einflüsse hat "Somos Mar Y Arena". Gerade der Gesang verbreitet Wärme und Sonne, auch wenn keine da ist. Und auch das E-Gitarren-Solo im Mittelteil des Liedes unterstützt diesen leichten Klang, bei dem man sich einfach mal richtig gehen lassen kann.Abschließend noch das Lied "Relax", welches auch mit einem schnell gespielten Riff auf der E-Gitarre beginnt. Passend zum straight gespielten bassdrumbetonten Schlagzeugbeat und zum melodiösen Bass, sollte dieses Lied in keiner Disco auf keiner Tanzfläche mehr fehlen.Gerade mit diesem Album zeigen Maná, das sie sehr vielfältig sind. So ist das Album abwechslungsreich. Es reicht von ruhiger Musik, über poppige Musik, bis hin zu sehr guten Rockstücken. Es gibt kein schlechtes Lied auf dem Album, dafür 13 gute bis sehr gute Lieder. Wenn man Spanier ist, es werden will, oder auf spanische Musik steht, gehört "Amar Es Combatir" in jeden CD-Schrank und die CD sollte auf keiner mediterran angehauchten Gartenparty fehlen. Überhaupt gibt es Lieder auf dem Album, die auf jeder Party oder Discoveranstaltung einfach dazu gehören sollten.
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