Kundenmeinungen
Zwei interessante Konzerte, 1. Februar 2007
Van the Man on the Lake Geneva Shoreline - noch heute fast jedes Jahr wieder zu erleben. Das Konzert von 1980 ist ein absoluter Höhepunkt mit vielen, von Van gewohnten transzendentalen Momenten ... let's drift away into the mystic...Der 74er-Gig zeigt eine andere Facette: eine ad hoc zusammengestellte Blues/Jazz-Combo aus absoluten Spitzencracks, die zusammen mit Van die Grenzen zwischen Blues und Jazz ausloten und ausgiebig jammen - ganz anders als der 80er-Gig, trotzdem 100% Van.Absolut empfehlenswerte DVD!
Sehen mit geschlossenen Augen, 25. November 2006
Nach zwei offiziellen Veröffentlichungen auf Videokassetten (Belfast und New York) nun also erstmals Van Morrison auf DVD - und gleich mit zwei Konzerten, beide aufgenommen beim Montreux-Jazzfestival; das erste aus dem Jahre 1974, das zweite von 1980.Um es gleich zu sagen: Der Kauf lohnt sich - vor allem wegen des zweiten Konzertes; aber der Reihe nach. 1974 zeigt die Übergangsphase (Period of transition) eines zwischen Jazz, Blues und schwarzem Soul suchenden Sängers. Im Stile eines Marvin Gaye sucht er Seele über die Kopfstimme, das Publikum reagiert verhalten. Sammlern von Bootlegs (Pure) ist das Dokument lange in besonderer Erinnerung, weil es in einer beeindruckenden Beschimpfung dieses Publikums endet. Leider fehlt dieser Schluss, wenn er scattet: "You, you (etwa 10mal wiederholt) will never see the light!" auf dieser DVD; eigentlich schade. Bildqualität und Kameraführung lassen einige Wünsche offen.Aber dann! Das zweite Konzert! Van Morrison hochkonzentriert und in Bestform. Das Repertoire stammt vorwiegend aus dem Album 'Common One', im Unterschied zu anderen Auftritten keine Background-Sängerinnen, nur zwei, allerdings überragende, Bläser (Ellis und Isham). Van singt fast nur mit geschlossenen Augen, seine Musik ist spirituell, er hat seinen eigenen Stil (wieder-)gefunden.John Lee Hooker hatte recht: Van hat es nicht nötig zu imitieren - und auch das Publikum hebt es von den Sitzen.
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