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Wie im Himmel (Special Edition, 2 DVDs)

mit Michael Nyqvist Frida Hallgren Helen Sjöholm

Regie: Kay Pollak

CIC Video/Paramount Home Ent.

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Beschreibung

Der schwedische Star-Dirigent Daniel Daréus erleidet nach einem Konzert einen totalen Zusammenbruch. Die Ärzte prophezeien ihm den baldigen Tod, wenn er sein Leben nicht von Grund auf ändert. Als Daniel begreift, dass ihm sein Leben zu entgleiten droht, zieht er sich in das Dorf seiner Kindheit zurück. Obwohl ihn dort nicht nur schöne Erinnerungen erwarten, beginnt er nach und nach zu sich selbst zu finden. Dabei spielt die Musik, von der Daniel nicht lassen kann, eine wesentliche Rolle: Er übernimmt die Leitung des örtlichen Kirchenchors und zeigt der bunt zusammen gewürfelten Gruppe von Hobby-Sängern völlig neue Wege auf, die Musik und damit auch sich selbst zu entdecken und zu finden. Doch seine Methoden stoßen nicht überall auf Anklang und bald schon sieht sich Daniel mit ernsten Problemen konfrontiert.

Wie im Himmel war der erste Film des Regisseurs Kay Pollak seit 18 Jahren: Pollak hatte die Regie aufgegeben, nachdem der schwedische Ministerpräsident Olof Palme nach dem Besuch seines letzten Films ermordet worden war. 2005 wurde der langlebige Kino-Hit, der in Schweden mit über zwei Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Filmen der letzten Jahre zählte, als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. Die Geschichte ist zwar recht konventionell inszeniert und sehr gefühlvoll angelegt, entgleitet aber nicht ins kitschige Klischee. Pollak konzentriert sich vor allem auf das stimmige Porträt der kleinen, manchmal auch engstirnigen Dorfgemeinschaft, aus der er einige sehr genau beobachtete Charaktere herausgreift und deren Lebenswege mit liebevoller Zuneigung begleitet.

Die wundervolle Musik des Films stammt von Stefan Nilsson. In der Rolle der misshandelten Gabriella beeindruckt die schwedische Sängerin Helen Sjöholm, die von Abbas Benny Andersson entdeckt wurde, in ihrem ersten Kinoauftritt. Vor allem „Gabriellas Song“ wird einen so schnell nicht los lassen. Ein mitreißender und bewegender Film, der noch lange nachwirkt. -- Birgit Schwenger





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein bewegendes Meisterwerk der menschlichen Gefühle, 2. September 2007

Den bisherigen Rezensionen möchte ich noch einen anderen Aspekt hinzufügen. Dieser wunderbare Film ist (auch) ein anschauliches Beispiel "systemischer Theorie", wie sie von C.G. Jung und anderen beschrieben wurde. Ohne diese unnötig strapazieren zu wollen, seien die folgenden Gedanken erlaubt:

Wir alle sind Teil eines jeweiligen Systems. Alleine sind wir nicht überlebensfähig, auch der Virtuose mit Weltruf nicht. Gemeinschaft bedeutet jedoch, Bindungen einzugehen. Und genau darum geht es in diesem Film.

Wahre Gemeinschaft ist von Ehrlichkeit und Offenheit geprägt. Doch müssen diese oftmals erst hergestellt werden - und das fängt mit der Entdeckung von "Selbstlügen" an. "Erkenne Dich selbst" formulierte bereits Cicero.

Erst als Daniel, inzwischen ein gefragter Weltstar, vom "falschen Leben" gezeichnet in sein Heimatdorf zurückkehrt, aus dem seine Mutter mit ihm als Kind vor der Gewalt der anderen "geflüchtet" ist, findet er zu sich und der Gemeinschaft zurück.

Er stellt schnell fest, die Gewalt ist immer noch da. Vor ihr zu fliehen, hebt sie nicht auf. Männer prügeln Frauen, Pfarrer predigen (falsche) Moral, Ehemänner betrügen, Freunde quälen Freunde, Menschen schließen Behinderte aus, Frauen erdulden, alle sind feige und keiner lehnt sich auf.

Es ist, als ob ein lange fehlendes Mosaikstück das Ganze plötzlich vollendet, als ob diese Dorfgemeinschaft nur auf diesen Impuls gewartet hat. Von nun an beginnen Menschen, sich zu entwickeln und auf sich zu besinnen, auf ihre tief verborgenen Wünsche, die letztlich alle auf ein Motiv zurückgehen: Uneingeschränkte Liebe und Angenommenheit, ganz gleich, ob Mann, Frau, alt, jung, behindert, arm oder reich.

In dem Moment, wo die Menschen dieses Ortes in Rahmen ihres gemeinsamen Themas, dem Singen, unter der Leitung Daniels beginnen, in sich hineinzuspüren, entsteht eine ungeheurere Kraft und gerät das Dorf aus dem Fugen - das "künstlich" aufrecht erhaltenen Scheinsystem, das auf feigem Schweigen und Wegsehen basierte, beginnt zu wanken. Doch ohne eine jeweilige Konfrontation mit der Gewalt, ohne dass jeder sein eigenes (Lebens-) Thema löst, geht es nicht. Am Ende siegt die Liebe über die Gewalt, alle werden aufgehoben.

Fazit: Dieser Film geht unter die Haut, ohne je kitschig zu werden - eine Gratwanderung, die nur wenige Regisseure beherrschen. Und wohl nicht zufällig erinnert dieser Film Kay Pollaks an die großartigen Werke Ingmar Bergmanns. Pollak hat für mich mit diesem Film bewiesen, dass er das zentrale Thema dieses großen Meisters der Film- und Theatergeschichte fortsetzen kann.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Balsam für die Seele und Tür zum Horizont, 15. April 2007

Ich habe diesen Film mit Freunden angesehen. Klar, dass die Wellenlänge und Resonanz gestimmt hat. Besonders ist für mich die emotionale Wirkung dieses tief bewegenden Films. Die Darsteller sind brilliant, die erzählte Geschichte lebensecht, die Bilder mitreißend, die Musik toll. Insbesondere Gabriella}s Song ist ein geniales Stück, welches mein Leben weiter begleiten wird, Danke für diesen Film.
:) Kralle


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein wunderbarer Film!, 16. Februar 2007

Dieser Film zeigt es bestens. Man braucht kein Hollywood, keine berühmten Schauspieler, die pro Film ihre Million Dollar oder noch mehr bekommen und den Bezug zur Realität total verloren haben. Wie im Himmel ist ein Film dessen Handlung so oder so ähnlich überall passiern könnte. Eine Geschichte so komplex, mit so vielen starken Charakteren, daß jeder fast gleich stark bewertet werden kann. Der Dirigent , der sich schwer krank wieder in das Dorf seiner Kindheit begibt um dann dort einen Dorfchor zu unterrichten und begleiten in einer vollkommen anderen Art ist schon von daher ganz sehenswert, aber dann auch noch die vielen Einzelschicksale, das berührt und geht sehr tief. Nie verfällt die Geschichte ins Rührselige. Mich hat der Film so tief beeindruckt , ich glaube mir liefen die Tränen fast eine Stunde lang im Kino, daß ich ihn nicht mehr ein zweites Mal ansehen konnte. Er war so schön ,da genügt einmal vollkommen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  ein Meisterwerk in der Tradition des schwedischen Films, 14. Januar 2007

Ich war absolut überrascht, dass es heutzutage noch solche Filme gibt. Es ist nicht nur ein Film mit Atmosphäre, Spannung, wunderbaren Bildern, toller Schauspielerleistung (schwedische Schauspieler sind oft großartig!), unglaublich feinfühliger und professioneller Regieführung (auch da erwartet man sich von einem schwedischen Film einiges - man denke an Ingmar Bergman). Es ist ein Film voller Liebe zu den Menschen, voller Respekt und Achtung vor den Menschen. Kein Film über die Musik als solche, sondern darüber, wie die Seele zu singen beginnt.
Es ist aber nicht nur ein emotionaler Film, sondern er ist durchdrungen von intellektuellen Anspielungen, besonders auf die Vorstellung von Gott in der Welt (man denke an den Titel). Ganz toll, diskret und unaufdringlich, wie Daniels rein menschliche "Messias"haftigkeit der verlogenen kirchlichen Moral gegenübergestellt wird.
Wer schon einmal in einer Gemeinschaft von Menschen war, die eine gemeinsame Sache machen und dadurch plus durch persönliche Sympathien ganz eng miteinander verbunden sind, wird diesen Film besonders schätzen. Ich kenne die geschilderte Situation aus eigener Erfahrung und konnte nur darüber staunen, wie authentisch der Reggiseur sie wiedergeben konnte. Das ging mir richtig unter die Haut.
Dieser Film lässt einen eine richtige Katharsis, eine Reinigung der Seele, erleben. Ich glaube wirklich daran, dass man nach diesem Film ein besserer Mensch wird - allein schon durch die Erfahrung der Liebe, mit der er durchdrungen ist.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Es gibt das Gefühl der Innigkeit mit sich, wenn man diesen Film ansieht!, 11. Dezember 2006

Es gibt dieses Gefühl wirklich und als Gabriellas Song von Gabriella gesungen wurde, bei all ihrem Leid ... da war es um mich geschehen.
Ich habe diesen Film geschenkt bekommen, dachte zu anfangs, dass ich den Grund nicht verstehen/erkennen werde. Doch jede weitere Minute des Films brachte mich in dieses Dorf, ließ mich mitten im Geschehen der Akteure sein und "mitfühlen". Als am Ende diese Einigkeit, dieses neue Erfinden zu Tage kam, wo man nicht nur die Musik des Chores hörte, sondern auch fühlte ... unbeschreiblich kann ich nur sagen und ich hoffe, das viele Käufer dieses Gefühl bei diesem Film erleben werden. Ich werde ihn mir mehrmals ansehen, mit einem Mal ist es nicht getan und ich kann diesen Film nicht anders bewerten als mit vollen 5 Sternen, denn was Besonderes sollte auch eine besondere Auszeichnung bekommen. Sehr sehr empfehlenswert!




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