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Bonnie Prince Billy: The Letting Go

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The Letting Go

Bonnie Prince Billy

Domino (rough trade)

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07/Sep/2008 - 03:31


Beschreibung

Seit den frühen 90er veröffentlicht der in Tennessee lebende Will Oldham Platten unter eigenem Namen oder als Palace, Palace Brothers, Palace Songs und natürlich Bonnie „Prince“ Billy. Dazu kommen Kollaborationen mit Johnny Cash, Silver Jews, Current 93, Tortoise, Björk oder den Turin Brakes, was sich zu einem makellosen Gesamtwerk addiert. The Letting Go schafft es tatsächlich, da noch heraus zu ragen. Dieses in Reykjavik mit dem Björk-Hausproduzenten Valgeir Sigurdsson aufgenommene Album ist so und imposant wie die malerische und überwältigende Landschaft Islands, die als Inspirationsquelle gewirkt haben muss.

Die weitgehend akustisch instrumentierten, faszinierenden und zärtlichen Songs berühren einen ab der ersten Sekunde und bestechen durch unkomplizierte und doch intensive Arrangements. Oldham wendet sich auf The Letting Go verstärkt dem Folk zu, baut dezent Country-Elemente und einige elektronische Spielereinen ein und garniert das Ganze mit herzergreifenden Streichersätzen, die alle von Isländern gespielt werden. Der Schönheit die Krone aber setzt Vokalistin Dawn McCarthy (Faun Fables) mit ihrer kristallklaren Stimme auf. Sie ist die kongeniale Partnerin, die das Pendant zu Will Oldhams verschnuscheltem Klagegesang bildet. Irgendwann einmal, wenn das große Buch der Pop-Musik geschrieben wird, dann steht auf der Seite mit den Namen Neil Young, Nick Drake oder Tim Buckley auch der des wuschelbärtigen Eigenbrötlers aus Nashville. --Sven Niechziol





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Der Geduldige wird belohnt - reichlich!, 13. Oktober 2007

Ich möchte, auch wenn das dem Album eigentlich nicht gerecht wird, zunächst auf angesprochenen vermeintlichen Schwächen dieses Albums eingehen.
Da heißt es unter mir, er ruhe sich aus, schlage keine neuen Wege mehr ein, sei langweilig geworden. Weiterhin, er könne nicht an die großen Erfolge früherer Tage anschließen.
Für mich sind diese Kritikpunkte nicht nachvollziehbar. Wie kann man zum einen behaupten, er habe den Anschluss an frühere Alben nicht gefunden, wenn man einen Satz vorher beklagt hat, er probiere nichts Neues mehr? Wie kann man behaupten, er habe an Leidenschaft und Enthusiasmus verloren, wenn man sich nur einmal die traurig-melancholischen Texte von "No Bad News" oder "Then The Letting Go" angehört hat und sie förmlich hat einsickern lassen?
Nein - Will Oldham ruht sich nicht aus. Er bricht auch nicht mit früherer Qualität. Im Gegenteil - Der Prince macht alles richtig und probiert, wie bereits früher, alles von Neuem, beschreitet neue Wege, neue Stimmungen. "The Letting Go" ist ein Album, das wie kein zweites Melancholie und sanften Optimismus vereint, es ist ein Album, dessen volle Schönheit sich dem geduldigen, dem empfindsamen Hörer offenbaren wird - und dieser wird für die Zeit und Leidenschaft, die er investiert, für die Offenheit, die er offenbart hat, reichlichst belohnt. Er gewinnt Exklusivzugang zur Seele verschiedener Gefühle, einfach, indem Lieder bestimmte Stimmungen und Schwingungen vollendet transportieren. Wer sich fangen lässt vom Falsett im Hintergrund von "Then The Letting Go", wer die gewaltige dualistische Melodieführung von "Strange Form Of Life" an sich herankommen lassen hat, dem eröffnen sich Horizonte und Welten, der versinkt in dieser Stimmung und wird ihr erst dann wieder entweichen, wenn das letzte Lied in all seiner ruhigen Gediegenheit verklingt und diese Orgie leiser Schönheiten beendet.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Er war schon besser!, 18. Juli 2007


Bevor ich motze: ich liebe Sie, Herr Bonnie Billy! Ich bin ein sehr großer Liebhaber seiner Musik, habe fast alle seine Platten -- diese hier habe ich allerdings kürzlich auf Ebay verscherbelt. Nein, dies ist kein SCHLECHTES Album, natürlich nicht, aber im Vergleich zu seinen Vorgängern, finde ich durchaus, dass es ein bisschen versagt. Überhaupt habe ich ein bisschen den Verdacht, dass Bonnie Billy sich ein bisschen anfängt, auf Songs auszuruhen, die in der Vergangenheit für ihn (und die Hörer) funktioniert haben. Irgendwie kommt ihm ein bisschen die Leidenschaft abhanden, vielleicht geht es ihm zu gut, dort oben in Island. Denn die "Qual", die man regelrecht am eigenen Leibe verspürt, wenn man sich seine älteren Sachen (zB. "Ease Down the Road", "I See a Darkness") anhört, die ist ihm irgendwie abhanden gekommen. Es ist aber auch nicht so, dass er neue Wege einschlägt, neue Impulse setzt. Er befindet sich irgendwo dazwischen, und ich glaube, das ist das Problem; ich finde dieses Werk unentschlossen. Anfangs dachte ich, es ist halt ein sehr sehr ruhiges Werk, unaufdringlich, da braucht man halt ne Weile, bis man sich darauf eingelassen hat, dachte ich hoffnungsvoll, als ich das Album frisch gekauft Aber das waren die Vorgänger ja auch! Leise, unaufdringlich! Das ist toll! Und als ich dann "No Bad News" hörte, dachte ich, so, das ist es jetzt, ein grandioses Lied, und der Rest wird auch so grandios sein - er musste sich halt einfach warm spielen. Aber als das Lied vorbei war, dümpelte er weiter vor sich hin, ein bisschen als würde er Selbstgespräche führen. Auch die können spannend sein, aber ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass er will, dass jemand ihn hört. Und so musste ich es mir schweren Herzens eingestehen: diese Platte ist einfach ein bisschen langweilig. Nicht weil sie leise ist, sondern weil ihr irgendwie das Blut fehlt.

Kauft den Rest, alles andere, ausnahmslos, aber die hier ist - trotz der netten Landschaft vorne drauf - nicht wirklich eine Perle.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wie immer: gewöhnungsbedürftig genial, 29. Juni 2007

Hab "Billy" jetzt 2x live gesehen, kenne alle seineScheiben und erstarre noch immer vor Ehrfurcht vor seiner Musik. Schon damals bei den Palace Brothers hat er mir fast das Herz aus dem Leib gerissen, seine Solo-Karriere ist jedoch der Hammer.
Inzwischen Hype aber noch immer einer der besten, unglaubliche Texte, noch unglaublichere Musik.
Mit Sicherheit aber nicht für jeden!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Reichlich Nervigkeit, 3. Februar 2007

Zufällig hier auf die Rezensionen dieser CD gestoßen - mir sagte der Interpret gar nichts - und neugierig immer auf der Suche nach Musik ausserhalb der Charts,
habe ich mich zu "the letting go" verleiten lassen.
Beim ersten Hören erwartete ich eigentlich die jaulende Begleitung eines Huskys.
Nun, nach mehreren Hörversuchen verstehe ich die Stellen in den Rezensionen
die von 'verschnuscheltem Klagegesang', 'schwappt an die Gestade der Nervigkeit', 'zwischen Hoffnung und Verzweiflung' besser.
Zu spät, mein Fehlkauf des Jahres ist mir nicht erspart geblieben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Entspannt und doch ungewöhnlich, 17. Januar 2007

Da ist Will Oldham mit "the letting go" ein trotz aller Schrägheiten irgendwie entspanntes Album gelungen. Wo die Eskapaden manch anderer Musiker verkrampft und anstrengend wirken, bleibt Bonnie "Prince" Billy hier irgendwie auf dem Boden, angenehm erdig. Der Gefahr, zu schwer(wiegend) zu werden, wirkt die Beteiligung von Dawn McCarthy entgegen. Bei ihrem Gesang denkt man schon fast automatisch an tragische Liebesgeschichten aus dunkler Vorzeit. Ein Hörstück, das für Popgedudel bei Weitem zu angenehm sperrig, für die pure Exzentrik um ihrer selbst willen aber dann glücklicherweise doch zu gefällig ist.




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