Kundenmeinungen
samisch? nellisch ?, 3. Januar 2008
Die teilweise erfundene Sprache erinnert mich sehr an den Film "Nell" mit Jodie Foster in der Hauptrolle (Titel 3).
Das ist kein Nachteil sondern eher eine Verbesserung gegenüber der Filmsprache, in der eine ähnlich in sich gekehrte versponnene Atmosphäre transportiert wird.
Die Entdeckung neuer Sounds, 18. Juli 2007
Ich hatte das große Vergnügen Mari Boine und ihre, nicht ganz vollständige, Band beim NorthSeaJazz-Festival 2007 am letzten Wochenende in Rotterdam live zu erleben. Absolut beeindruckend, wie sie das Programm dieser CD auch mit der kleinen Besetzung auf die Bühne brachte. Unterstützt von hervorragenden Musikern, allen voran Terje Rypdahl an der Gitarre, reizt diese CD zum genauen Hinhören und sollte auch im Konzert erlebt werden. Spannend und filigran sind die Kompositionen, die meisterhaft gespielt werden und den Zuhörer verzaubern. Meine pers. Entdeckung des Jahres.
Mari Boine vom feinsten, 1. Dezember 2006
Wunderschöne Musik!
Warum ist es Kommerz, wenn man moderne Einflüsse zuläßt?
Jeder Künstler entwickelt sich und gibt dies an die
Zuhörer weiter.
Ich finde, Mari Boine ist sich eindeutig treu geblieben.
Daher eindeutige Kaufempfehlung und hoffentlich bald live zu sehen.
Der Kommerz hat Mari Boine eingeholt, 13. September 2006
In ihrem booklet schreibt Marie Boine über ihre CD:
"I opened myself for my inner world and let the language from inside there, flow freely .. this is how Idjagiedas was born."
Nach dem Hören der CD sollte diese Aussage etwa folgendermaßen an die von mir erlebte "Wirklichkeit" angepasst werden:
"I opened myself for the world of commerce und let it flow through myself, and the money will fly to me."
Schade, dass eine Künstlerin mit solch einem Potential sich an eine Art "Breitengeschmack" anpasst und mit ihrem Satz im booklet für mich das Gegenteil versucht zu beschreiben. Mein Wunsch wäre gewesen, dass sie in ihrer Aussage zu dem steht, was sie künstlerisch produziert. Dann weiß ich, woran ich bin. Ich werde mich weiter mit ihren älteren Aufnahmen im Hören verbinden. Für diese Musik danke ich ihr an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich.
Unter neuen Sternen, 28. August 2006
Nach vier Jahren Pause ist ein neues Album von Mari doch sehr willkommen. Das waren vier Jahre, in denen Mari bemüht war den eigenen Horizont noch weiter zu öffnen, um auch grade die neue junge Generation der Sami mit ihrer Musik wieder erreichen zu können. Dabei bleibt grade Maris Stimme das starke Bindeglied zwischen samischer Kultur und den neuen Ideen aus der weiten Welt.
Die eingesetzten Instrumente und Gastmusiker verteilen sich dabei fast über dem ganzen Globus und setzen Maris unverwechselbaren Gesang in einen neuen Kontext - fordern sie neu heraus und entlocken der Band auch ganz neue Stimmungen und Melodien. Trotz aller Weltoffenheit wird die Musik zu keinem Moment kommerzieller und verliert auch nicht an Individualität. Im Gegenteil, die Musik des neuen Albums löst sich äußerlich zwar von der eigenen Tradition wie ein erwachsenes Kind, zeigt aber grade so noch mehr eigene Indentität. So ist es Mari und ihrer Band gelungen, sich - im besten Sinne - selbst zu erneuern, ohne sich dabei untreu zu werden.
Dieses Album ist ein schönes stimmungsvolles aufregendes Erlebnis, grade dann, wenn man fest überzeugt war, das "noch eine Platte" von Mari vielleicht nicht nötig wäre ;-).
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