Kundenmeinungen
Mein Freund, der Papst, 25. April 2008
Egal ob man die Vorgängerspiele der Total War-Reihe kennt oder nicht, wer sich für Strategiespiele mit Tiefgang interessiert, der kommt an "Medieval 2" nicht vorbei."Medieval 2" spielt - wie der Name schon vermuten lässt - im Mittelalter. Dem Zeitalter der Kreuzzüge.Als Herrscher eines Reiches (z.b. Spanien, Hlg römisches Reich dt. Nation, Frankreich, England u.a.) übernimmt man die totale Kontrolle über seine Provinzen und Armeen. In Städten und Burgen werden neue Gebäude gebaut. Zum einen, um die Wirtschaft zu stärken, zum anderen um später bessere Einheiten rekrutieren zu können, mit denen man dann kampfstarke Armeen bilden kann.Auf Wunsch übernimmt einem die KI den Bau neuer Gebäude. Puristen planen allerdings alles selbst.Mit diplomatischem Geschick lenkt man sein Reich, bildet Bündnisse oder fördert Handelsbeziehungen. Wichtig dabei ist immer das Verhältnis zum Papst. Es hat der mächtigste Herrscher nicht seinen Frieden, wenn einen der Papst nicht mag oder man gar exkommuniziert ist.Armeen werden rundenweise auf der hübsch animierten Karte (von Spanien bis Syrien, von Skandinavien bis Nordafrika) bewegt.Treffen zwei gegnerische Armeen aufeinander hat man die Wahl die Schlacht auszuspielen oder gar berechnen zu lassen, wobei man bei letzterem das Beste an Medieval 2 verpassen würde.Die Schlachten wurden opulent ins Szene gesetzt.Brandpfeile und Katapultgeschosse zischen effekvoll durch das Bild, Armeen treffen waffenklirrend aufeinander.Das Gelände spielt eine extrem wichtige Rolle: Einheiten auf Hügel haben Boni, berittene Einheiten kämpfen schlecht in Wäldern uswErmüdung, Moral werden ebenso berücksichtigt wie Flanken- oder Überraschungsangriffe.Bei all den Stärken möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen, daß die KI noch weit entfernt ist vom "perfekten" Handeln.Diplomatisch reagieren manche Gegner nicht nachvollziehbar; viele KI-Generäle handeln vorschnell und zu riskant und schicken ihren General an vorderster Front mitten rein ins Getümmel.Die KI wiederum macht regelrecht Jagd auf eigene Händler, so daß man diese eigentlich gar nicht "bauen" braucht.Fazit: trotz besagter Schwächen gibt es meiner Meinung nach derzeit nichts Vergleichbares. Medieval2 ist ein absoluter Taktik- und Strategiehammer.
Nichts neues, 19. April 2008
Habe damals Rome gekauft und es lange und gerne gespielt.Medieval2 bietet da kaum was Neues. Jedenfalls nicht was die taktischen Schlachten angeht. Der Computer spielt schlecht wie eh und je - insbesondere bei Belagerungen.Vielleicht bringt ja der nächste Teil was Neues. Das Addon (Kingdoms) jedenfalls tut es auch nicht.
Medieval II: Total War...ein echter Klassiker, 27. März 2008
Mit hohen Erwartungen habe ich mir dieses Spiel gekauft, nachdem mir der Vorgänger "Medieval: Total War" schon sehr gut gefallen hat. Als ich das Spiel dann zum ersten Mal in Action gesehen hab', war ich wirklich begeistert. Die Grafik ist meilenweit besser als beim Vorgänger, es gibt nun endlich Möglichkeiten diplomatische Beziehungen aufzunehmen und die Fülle der Nationen im Spiel machen es nie langweilig dieses Spiel zu spielen. Jedes Volk hat seine eigenen Vor- und Nachteile und verfügt über Spezialeinheiten.Alles in allem finde ich dieses Spiel sehr gelungen und ich freue mich schon, auf das nächste Spiel aus dieser Reihe.
Ein sehr gelungener Strategiehit!, 10. März 2008
Ich finde es haben schon genug Leute sich über die Story, Kämpfe, Kampagnen und der Politik in Medieval 2 beschäftigt. Doch nun kommen wir zu einem Punkt, der viele Käufer und Leser sehr interessiert: Die Hardware-Anforderung!Ich persöhnlich finde es für damals (2006.12) eine größerere Herausforderung als jetzt. Aber nicht zu vergessen ist dieses Spiel mit der Grafik noch lange nicht veraltet. Die Details von jedem der 1000 Mann starken Armee muss mit Kleider, passenden Gesichtern und hunderten von Bewegungen pro Sekunde programmiert werden und nun das schlechte: Das kostet enorm Leistung :-)Es gibt also verschiedene Optionen: Texturdetails (ca.50%), Gebäudedetails (10-30%, je nach Land oder Stadt), Effektedetails (ca. 20%) Zur Kantenglättung ist noch zu sagen, dass es viel bis sehr viel Leistung kostet. Man muss bedenken, dass alle Texturen wie Landschaften, Gebäude und Soldaten auf viereckige Kanten überprüft wird und zunichte gemacht wird. Ein guter Kompromiss ist Kein, 2x [X], 4x Kantenglättung.Bei mir persöhnlich lasse ich die Schattenqualität ganz aus, denn wie gesagt, 20000 Mann auf dem Feld, und dann nochmal teilweise 20000 Schatten JUHUU ---> PC-Absturz^^^Mein System:Pentium D 965 XE, 2,8GhZ x2Nvidia GeForce 7900 GS 512 MB2GB CPU RamZum Multiplayer kann ich nur sagen, dass es eine ganz andere Spielart für sich ist. Während man in der Kampagne und Szenarien teilweise gegen sehr dämlich bis übermächtig Expert KIs spielt (wer CS kennt weiß was ich meine), kämpft man in Internet gegen Leute die schon vor dem ganzen Spiel schon eine Taktik haben. Denn so beginnt das Spiel, man wählt die Map, Belagerung oder Feldschlacht und dann das Startgeld: Damit kauft man sich die Truppen und kann sie upgraden, besseren Waffen bzw. Rüstungen schmieden (nix, Bronze, Silber oder Gold). Hier beginnen schon die ersten Überlegungen, denn einfach nur drauflos kaufen bedeutet meistens 60% Tote auf dem Feld und nein, damit meine ich nicht die Gegner. Was mit den restlichen 40% passiert könnt ihr euch denken, auf der Flucht gefangen genommen oder gleich desertiert.Es ist immer praktisch verschiedene Einheitenarten auf dem Feld zu haben aber gleichzeitig auch vorteilhaft sich auf eine etwas mehr zu konzentrieren. Falsche Aufstellungen immer wieder sind von ca. 5000 Mann wählbar, 4000 Schwertkämpfer und 1000 Bogenschützen. Nanu? Was ist daran nur falsch? Kavallerieangriff? Was macht man da? Ein zweites Beispiel: 1000 Schwertkämpfer, 1000 Bogenschützen, 1000 Speerträger, 1000 Kavallerie und 1000 Pikeniere. Klingt erstmal besser, ist aber nur um einiges besser als die vorherige Aufstellung. Denn hier stimmen die Proportionen nicht, ich weiß ich klinge jetzt sehr wie ein "Streber" der alles weiß, aber in wirklichen Armeen kämpfen auch nicht 1000 Mann und 1000 Panzer mit einander^^Die Startaufstellung:Seit Rome Total War gibt es eine Aufstellung die wie ein Viereck aussieht, außen 3 Reihen Pikeniere mit 5m langen Piken, drinnen 4te Reihe Schwertkämpfer und ganz innen Bogenschützen. Der Gegner kann die Pikeniere außen nicht verhindern und ist gezwungen zu einem Frontalangriff. Wenn man alle 4 Seiten einer Quadratformation mit Piken umgibt kann man einseits den Gegner aufspießen und andererseits Zeit verschwenden. Die Bogenschützen innen sorgen für den Fernkampf, denn sie können eh nicht angegriffen werden, da 4 Reihen Pikeniere und Schwertkämpfer im Weg stehen. So viel zur Theorie!-----> man baut 4 Gruppen Kanonen, schießt auf 700m Entfernung die ganze Formation kaputt, da die Leute so dicht nebeneinander stehen und Pikeniere bzw. Bogenschützen leichte Rüstungen besitzen, Ende. Mit Glück kommt der Kanonenbesitzer weniger als 5% Verluste aus der Schlacht heraus.Ich habe nur einige Beispiele aufgezählt und einen kleinen Tipp für die Hardware und Grafikoptionen abgegeben, insgesamt ist dieses Spiel das genialste was die Computerindustrie je machte. Für knapp 20¬ jetzt ist es ein 91 Punkte Spiel was schon geschenkt.Allerdings bekommt der Spaßfaktor zwei Punkte Abzug. Es ist nicht wirklich lustig, wenn man in der Kampagne richtig sieht wie ein Attentäter mit Giftpfeil, Messer, Schlange, Steinfließen oder Armbrust Menschen bzw. sogar Frauen, Priester oder den "unschuldigen" Papst töten kann. Auch wenn auf dem Schlachtfeld mal sich viele Leichen stapeln oder man die Gefangen hinrichten kann, ist vom Spiel"spaß" her 5 Sterne. Der eigentliche "Lustigfaktor" liegt bei 3 Sterne!
Erprobte Total War Reihe zum zweiten Mal im Mittelalter mit neuen Inhalten und alten Ärgernissen, 24. Oktober 2007
Wir sind im Jahre des Herrn 1080 AD. Die Normannen haben England erobert, in Westeuropa und Kleinasien verschafft sich der Islam mittels Schwert und Speer Gehör und die bekannte Welt steht kurz vor dem ersten Kreuzzug. Als unangefochtener Herrscher eines von 17 Ländern von Spanien nach Russland über Skandinavien und Nordafrika lenkt man bei Medieval 2: Total War die Geschicke einer Nation in wirtschaftlicher, politischer und militärischer Sicht.Dieser Total War Teil präsentiert sich mal wieder mit gewohntem und erprobtem Konzept aus den vorherigen Teilen der Reihe, aber vor allem von Rome: Total War. Zum Glück unterlässt man großartige Reformen im Bezug auf Gameplay, sondern vertieft und verschönert vor allem grafisch gegenüber zum Vorgänger das Spielerlebnis.Die Spielwelt versprüht unglaubliches Flair, dass man förmlich nachvollzieht, wie das Leben vor fast 1000 Jahren vonstatten ging. Gott und Kirche über alles sowie ständige Kriege und Zwistigkeiten irgendwo in Europa lassen mich manchmal aufatmen, dass ich 1000 Jahre später geboren bin.Der Zustand, dass "Medieval 2: Total War" in seinem Genre quasi konkurrenzlos ist, lässt Kritik schwierig werden. Trotz der großartigen Leistung der Entwickler, das Spiel zwar komplex und umfangreich, aber trotzdem einsteigerfreundlich zu machen, fallen mir einige negative Punkte auf.Großes Manko wäre da die KI.Leider fallen die Computergegner mehr durch Passivität und wenig Entscheidungsfreude auf, als durch alles andere. Teilweise stehen feindliche Armeen mehrere tausend Soldaten zählend jahrelang rum obwohl sie keinen Feind zu fürchten bräuchten. Die Diplomatie ist zwar umfangreich, hebelt sich aber leider durch die schlechte künstliche Intelligenz der computergesteuerten Gegner selbst aus. Da werden Friedensverträge abgelehnt, obwohl die Lage hoffnungslos ist, Bündnisse werden in einer Runde geschlossen, in der nächsten gebrochen und zur Krönung gehen die Papststatten ein Bündnis mit den Türken ein.Ein weiteres durch die mangelnde KI verursachtes Manko ist der Umstand, dass das Spiel oft zu leicht wird. Zwar lassen sich zwei Schwierigkeitsgrade justieren, aber leider führen diese nicht zur gewünschten Änderung. Die KI wird nicht schlauer gemacht, sondern nur stärker und aggressiver. So begibt sich die KI oft in hoffnungslose Schlachten oder sie marschiert mit unrealistisch vielen Soldaten auf, dass man glaubt, sie schiessen wie Pilze aus dem Boden. Man gerät unter Druck, aber der Anspruch bleibt niedrig.Des Weiteren fehlen im fortgeschrittenen Spielverlauf Anreize, um die Motivation zu erhalten, solang man sich nicht selbst Ziele steckt. Irgendwann hat man alles gebaut und alles erkundet, sodass man schnell die Lust verliert. Vergrößert sich das eigene Gebiet, hat man immer mehr zu scrollen, zu klicken und zu walten, dass der Spielfortschritt stagniert und unverhältnismäßig viel Spielzeit verschlingt. Es lassen sich zwar einige Funktionen automatisieren, allerdings führen die Fehlentscheidungen der KI oftmals zum Haare raufen.Aber zum Glück gibt es viele Fraktionen und Kulturen zu erkunden. So unterscheiden sich z.B. christliche Einheiten und Gebäude klar von den islamischen Pendants. Kein Land gleicht also dem anderen, womit immer für Abwechslung gesorgt ist, wenn man sie denn will.Mit der jetzigen Version 1.3 ist das Spiel ausgereift und größtenteils Bug-frei. Nicht ein Programm-Crash oder Absturz in mehreren Wochen Spielspaß.Alles in allem ein fast uneingeschränkt zu empfehlendes Spiel, solang man etwas Bereitschaft zum Lernen mitbringt, sich für Strategie und Mittelalter interessiert und das Ganze gerne in hübscher Grafik genießt.Leider fallen die negativen Seiten des Spiels immer stärker ins Gewicht, je länger man es spielt. Zum Glück hat das Modden gerade in der Total War Reihe quasi schon Tradition und es bieten sich erstklassige, kostenlose Mods an, (z.B. Regnum Coelis) die "Medieval 2: Total War" zu einem vollkommenen Spiel "patchen".
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