Kundenmeinungen
Wie schön Musik doch sein kann..., 20. November 2007
Der Progressive oder Death Metal Fan war ich, bis auf wenige Ausnahmen wie Dream Theater und Porcupine Tree im Progressive Bereich und Death oder Cynic im Death Metal Bereich, ehrlich gesagt noch nie. Nun, Opeth waren mir eigentlich schon seit geraumer Zeit ein Begriff, aber viel gekümmert haben sie mich nie bis zu dem Zeitpunkt an dem ich dieses Album das erste mal in kompletter Länge gehört habe. Die Mischung aus den oben genannten Genres führte dann letztlich dazu, das ich mir diese Band mal anhörte, und da stieß ich (glücklicherweise) gerade als erstes auf Blackwater Park.Nun, nach dem ersten Durchlauf bleibt nicht viel hängen, auch nicht nach dem zweiten, aber die Musik hinterlässt dennoch ihren ersten Eindruck, und der war gut. Die Musik die hier geboten wird, erfordert jede Menge Zeit und Aufmerksamkeit, zum so nebenbei hören definitiv nur dann geeignet, wenn man schon text- und melodiesicher ist. Was macht dieses Album nun so dermaßen gut? Hauptsächlich die Melodielinien und die auftretende kalte Atmosphäre! Gesanglich wechselt man sich zwischen tiefen growlen und dann wieder Engelsstimmchen ab. Die Songs haben alle Überlänge, jede Menge Tempowechsel und bieten vor allem diese Art von Überraschungen die man definitiv nicht erwartet, beispielsweise taucht nach drei Minuten Dauergegrunze und Metalriffs eine akustische Gitarre auf, die mit klarem schönen Gesang begleitet wird. Man kann hier definitiv keinen einheitlichen Songaufbau erkennen, zumindest keinen der sich durchs komplette Album zieht, a la Strophe-Refrain-Schema. Harvest, zum Beispiel, kommt ganz akustisch daher und beweist einmal mehr, wie schön Musik doch sein kann. Desweiteren bauen die Schweden eine dermaßen klasse Atmosphäre in den Songs auf, wie sonst keine andere Band. Das nette Cover passt sich vollkommen der Musik an, die Produktion ebenfalls. Die Texte veranlassen zum nachdenken, die Gitarren-Soli zum Gitarre lernen, wenn mans nicht schon kann. Bei diesem Album gibt es keine Grenzen, was Fremdgenre Einflüsse betrifft, in Bleak zum Beispiel taucht ein jazz-ähnliches Stück auf, und das Piano-Outro bei The Leper Affinity, nebenbei mal bemerkt: eines der besten Lieder die ich kenne, ist ebenfalls genial. Das doomig-progressive The Drapery Falls veranlasst ebenso wie alle anderen Lieder zum träumen. Am besten hört man das Album kurz vorm einschlafen oder an grauen, regnerischen Tagen und beobachtet dazu den Regenfall bei einer Tasse schwarzem Tee, das ist aber jedem selbst überlassen, so gefällts mir ganz gut, und so ist auch die Atmosphäre.Wer gerne Progressive hört, und von Opeth bisher nichts kennt oder den die Death Metal Parts abschrecken, dem sei gesagt, unbedingt eine Chance geben, denn was hier abgeliefert wird, ist der reinste Wahnsinn, im positiven Sinne. Die Death Metal Parts, obwohl so offensichtlich raushörbar, hören sich mehr nach Progressive als nach Death Metal an und stören in keinster Weise, weder Atmosphäre noch die schönen Melodien. Blackwater Park ist meiner Meinung nach das beste was Opeth bis heute abgeliefert haben, und gehört auch in jede geordnete Metal-Sammlung, und wer mit dieser Platte Spaß hat, der soll sich auch den Vorgänger Still Life zulegen, denn der ist ähnlich klasse, wer dennoch lieber reinen Progressive ohne Growlen bevorzugt, dem sei Damnation (auch von Opeth) ans Herz gelegt, dort fallen diese nämlich weg. Anspieltipps könnte ich nennen, müsste ich aber jeden Track einzeln auflisten, denn dies ist ein absolut perfektes Gesamtwerk!
Unerreicht..., 20. November 2007
...ist dieses Album von Opeth.Schon alleine der Opener The Leper Affinity ist ein super Song, doch das darauffolgende Bleak ist einfach nur über alles erhaben. Wo einem zunächst nur Geschredder, Gewalt und irgendeine Melodie entgegenfegt wird mehrmaligem Hören ein Song, der an Atmosphäre, Intensität, Ideenreichtum und bombastischem Sound eigentlich nur noch in The Drapery Falls einen ebenbürtigen Gegner findet.Auch die anderen Songs, Harvest, The Funeral Portrait oder Dirge for Novembre sind wirklich Spitzenklasse, aber im Ernst, anders will man es doch von Opeth auch nicht erwarten.In meinen Augen ist Black Water Park das größte Werk, dass Opeth bisher auf die Beine gestellt haben.Natürlich, der Einstieg ist wie bei jedem Opeth Album nicht gerade einfach, da dauert es bei manchen Liedern schon vier oder fünf mal, bis es "Klick" macht. Aber wenn man dann einmal drin ist, dann gibt es kaum schöneres als sich von dem unglaublich genialen Anfang von The Drapery Falls, dem unerreicht fetten Wechsel von hart zu melodisch in Bleak, oder der Melancholie in Harvest berauschen zu lassen.Keine Musik für zwischendurch, diese Scheibe verdient die volle Aufmerksamkeit.Ausnahmsweise empfehle ich nicht die Snippets. Dieses Album sollte man als Gesamtwerk betrachten, Ausschnitte (und dann auch noch so kurze) zu hören halte ich für unangebracht.Absolute Kaufempfehlung, alles unter 5 Sternen wäre eine Frechheit.
Beinahe 100% perfekt!, 27. Mai 2007
Und ein weiterer Meilenstein in der Metalgeschichte stellt dieses Album dar.Erstmals wird hier mit dem Porcupine Tree Fronter (Steve Wilson) zusammen gearbeitet, er ist nicht nur Produzent, sondern hat auch einige gesangliche Auftritte auf der CD.Die Lieder sind eine Symbiose aus dem genialen Still Life und den älteren Werken und ist somit die damals logische Fortsetzung gewesen.Song für Song Vergleich ist hier unangebracht, deshalb einfach noch ein paar Worte zu dem, was den Hörer erwartet:Mal drischt die Double Bass auf einen ein, dann wiederholt sich ein Riff mit zig Variationen, Soli und komplexen Bass-Läufen und Drumpatterns, dann wird es ruhig, von melancholisch bis schönste Melodienläufe ist alles vertreten.Aus den Liedern sticht jedoch am meißten das geniale The Drapery Falls heraus, welches mit rund 12 Minuten recht lang ist, aber keinesfalls langweilig.Es gibt nur eine Zutat auf dem Album, die mir nicht schmecken will: Steve Wilson. Sein weinerlicher Gesang ist eher schlechtr als recht, weniger von ihm wäre zudem passender gekommen. Gut, dass Akerfeld auf Ghost reveries erkannt hat, dass seine Cleanstimme deutlich besser als die Steve Wilsons ist!Nichtsdestotrotz haben wir hier ein Album, dass an die typische Opeth-Qualität anschließen kann und jeden Fan melancholischen und progressiven Metals überzeugen kann (was auch das geniale Cover einem regelrecht andeutet).
Anspruchsvoll mit Langzeitwirkung, 30. März 2007
Ein wunderbares Album mit sehr viel Tiefgang. Auch das Artwork ist sehr gelungen, es handelt sich sogar um mein Lieblings-CD-Cover schlechthin. Langweilig wird Blackwater Park so schnell jedenfalls nicht, da es so unglaublich facettenreich ist. Meinem Vorredner sei noch gesagt, dass das Gegrunze keineswegs "satanisch" ist (mit Satan haben Opeth nun wirklich nicht viel am Hut), sondern einfach zu Opeth dazugehört; schließlich handelt es sich bei der Stilrichtung ja um Progressive Death Metal. Es besteht dringende Kaufempfehlung, diese CD kann man immer wieder hören.
Wohl die genialste Synthese aus Death, Prog und Jazz, 18. Dezember 2006
Ein bedrohliches Intro und dann ein Einsatz, der genau darauf hinweist, was gleich bevorsteht: Taktartengemetzel mit bösesten Death-Growls gepaart mit engelsgleichem Gesang und der schönsten Melancholie, die jemals auf einen Tonträger gebannt wurde.Am Anfang ist das Album etwas störig, wie die meisten Prog-Album, aber nach dem zweiten und dritten Durchgang fühlt man sich dann schon deutlich wohler beim Hören. Die Musik ist unheimlich komplex und vielschichtig, wirkt aber nie übertrieben kopflastig, sondern tönt immer ehrlich.Genregrenzen gibt es hier kaum mehr. Was sich anfangs als Death Metal-Kracher anbietet, ändert sich innerhalb eines Liedes zu einer wunderschönen Balade und natürlich auch umgekehrt.Es ist kein Album, das man nebenbei hören kann, sondern das Album möchte intensiv gehört werden. Am besten alleine mit einem guten Kopfhörer und einem Tee dabei in der Hand. Es ist nicht einfach es zu hören, aber wer es verstanden hat, wird auf keinen Fall enttäuscht werden.
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